Altersvorsorge, wieviel geld man braucht(info)

hallo an alle,

ich fand unlängst diesen interessanten artikel, wo einmal dargestellt wird, wieviel geld man auf die hohe kante legen muss, um im hohen alter seinen lebensstandard halten zu können.
die summen sind erstaunlich hoch, zeit für einige, sich ernsthaft gedanken abseits des sparbuchs zu machen.

http://de.biz.yahoo.com/050616/330/4kyz1.html

denkt ihr, die zahlen sind realistisch? oder geht es nur um versteckte werbung für die im artikel erwähnten finanzberater?

strubbel dankt

$:open_mouth:)

Das kann sich im Prinzio jeder selber ausrechnen…
Ein (bar-)Vermögen von 1.000.000 Euro wirft bei einem Zinssatz von 4,0 % genau 40.000 Euro pro Jahr ab; das sind 3333,33 Euro im Monat.

Zum Zinssatz: Derartige Zinsen hat es fast 10 Jahre nicht mehr gegeben…
Bei geringerem Zinssatz bleibt dann entsprechend weniger Geld übrig…

Das ist natürlich gerechnet als Rente mit Kapitalerhalt; mit Kapitalverzehr wäre natürlich weniger Bar-Vermögen erforderlich (dann ist das Geld allerdings auch mal irgendwann alle);

Noch nicht berücksichtigt ist hier der Kaufkraftverlust!
Der Geldwert in zB 30 Jahren ist nicht bekannt, sicher wird er eher sinken (zum Vergleich: der Geldwert der DM ist in 30 Jahren um zwei Drittel gesunken!!) Glaubt Ihr nicht? Ich kann mich noch daran erinnern, das ich im Winter 1998/1999 Diesel für 0,96 DM (!) je Liter getankt habe (entspricht 0,49 Euro); aktuel liegt er bei um die 1,11 Euro, also 50% Kaufkraftverlust in knapp 7 Jahren (!).

Wenn man das noch berücksichtigen will, kommt man auf noch viel höhere Summen (nämlich die, die in dem Artikel genannten)

Also: ZEIT aufzuwachen!!

hallo FENNCHURCH,

nja, die gehen ja nicht von zinsen aus, von denen du lebst, sondern vom „verzehr“ des kapitals.
zinsen kann man m.e. auch vernachlässigen, wertzuwachs ist über 4% durchaus machbar.

strubbel
€:open_mouth:)

Hallöchen,

denkt ihr, die zahlen sind realistisch? oder geht es nur um
versteckte werbung für die im artikel erwähnten finanzberater?

natürlich sind die Zahlen realistisch. Wenn man den Realzins mal außenvorläßt, was man bei 1% auch einigermaßen beruhigt machen kann (macht in 30 Jahren rd. 35% der angelegten Summe aus), ergeben sich derartige Summen, wenn man seinen Lebensstandard im Alter beibehalten will.

Für die Berechnung eignet sich jeder Baufinanzierungsrechner, denn die Berechnung ist genau die gleiche, bloß andersherum, d.h. die zu zahlenden Raten sind die monatlichen Entnahmen. Wenn man mit einer Kreditlaufzeit (=Restleben nach Renteneintritt) von 30 Jahren kalkuliert, ist man wahrscheinlich auf der sicheren Seite. Natürlich kann man auch einen kleinen Abschlag auf den heutigen Lebenswandel machen, denn mit 85 wird man aller Voraussicht nach nicht mehr bis morgens um drei um die Häuser ziehen. Andererseits kosten Essen auf Räder und die wöchentlichen Anwendungen im Moorbad auch etwas.

Gruß,
Christian

Hallo strubbel,

bedenke bitte, dass alle Vermögensberater von Brutto-Versorgungen ausgehen. Da geht ja noch die Steuer ab. Ich möchte prophezeien, dass spätestens in 10 Jahren die Rentner und Pensionäre die Hauptlast bei der ESt.-Zahlung zu leisten haben.

Von den 4000 € gehen also ca. 800 € ESt.+ KSt. ab. Dann zahlen wir noch die Krankenversicherung, die Pflegeversicherung, die Privathaftpflicht, die Kfz-Vers. usw. usw.
Da dürfte dann bei dem Beispiel mit dem Marketing-Ehepaar das Geld rar werden, wenn sie viele Reisen und Segeltörns machen wollen.

Sparen ,Sparen und nochmals Sparen ist die Devise. Oder sich für den alternativen Arbeitsmarkt entschliessen.
Von der Wiege bis zur Bahre Sozialamt und etwas Schwarzarbeit.

Tschüss
Bernd

dankeschön!
hallo christian,

vielen dank.
ich wusste zwar, daß etwas zu tun ist, aber nicht, daß es soviel wird.
mein lieber scholli, da komm ich mit meinen 10% im jahr aber auch nicht weit.
solche berechnungen sind im gegensatz zum simplen finanzmarkt für mich böhmische dörfer.

strubbel
&:open_mouth:)