altertümelnd

Vielleicht ist Frage absolut blödsinnig, aber so ganz vage piesackt mich eine Erinnerung: Konnte man ganz, ganz früher nicht statt (Beispiel):"…er hat seine Pflicht und seine Herkunft vergessen…" auch sagen: „…er hat seineR Pflicht und seineR Herkunft vergessen…“?

Wie gesagt, es kann eine Phantomerinnerung aus meiner fernen Jugendzeit sein, aber ich tät’s gern genau wissen.
Gruß,
Eva

Hallo, Eva,
Deine Erinnerung trügt Dich nicht.
Eine ganze Reihe von Verben zogen den Genitiv nach sich. U.a. auch „vergessen“ und „sich erinnerern“, „(ge)denken“ usw.
Aber ich bin sicher, gleich kommt dazu wieder eine dicke und fundierte Erklärung aus KA :smile:

Liebe Grüße
Eckard.

Hallo, Eva, hallo, Eckard!

Eigentlich ist der Erklärung Eckards nichts hinzuzufügen.

„vergessen“ kann mit dem Genitiv und - und das ist inzwischen die „normale“ Form - mit Akkusativ konstruiert werden.
In älteren Texten findet man den Genitiv noch häufiger.

Beispiel:

„Jedes Tierlein hat sein Essen,
jedes Blümlein trinkt von dir.
Hast auch meiner nicht vergessen.
Lieber Gott, ich danke dir!“

Es gibt eine Reihe von Verben, deren Rektion, schwankend ist.

Rektion nennt man die Systematik, die festlegt, welcher Kasus bei einem Verb, aber auch bei Adjektiven, Nomen und Präposition zu stehen hat.

Im Grammatikduden (Band 4, 1248), auf Seite 706f findet sich eine Liste der Verben, die ebenfalls eine schwankende Rektion aufweisen.

*Immer diesen Stress, dem man durch Erwartungen ausgesetzt ist, beklagend*
Fritz

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Lieber Fritz

*Immer diesen Stress, dem man durch Erwartungen ausgesetzt
ist, beklagend*

fern liegt es mir, Dir aufzubürden, was Du nicht ohnedies bereitwillig, und wie ich mit großem Vergnügen feststelle, auch freudig zu tragen selbst Dich unterfangen hast.
So hätte ich vor 150 Jahren formuliert. Heute sage ich - Mann, ohne Dich und Deine CDs wären wir hier Doch aufgeschmissen :smile:

Grüße
Eckard.
„Wer Köder auslegt, lockt Mäuse an.“

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*Immer diesen Stress, dem man durch Erwartungen ausgesetzt
ist, beklagend*

Potzblitz, da hatte ich mir auch grade eine kleine, feine Seligsprechung der gutmütigen und selbstlosen Wissensvermittler ausgedacht, aber du warst schneller.

Sage ich also ganz schlicht: „Danke, Fritz.“

:wink:
Eva

Hallo Eva und Eckard,

das geht runter wie Öl und Honig und Zuckerwatte und Nutella!
Aber wo bleiben die Sternchen?!??:wink:

Fritz

Aber wo bleiben die Sternchen?!??:wink:

Nana,
not only fishing for compliments but also reaching for the stars?
Und dabei hattest Du geschrieben

Eigentlich ist der Erklärung Eckards nichts hinzuzufügen.

Wo bleibt da die Gerechtigkeit?
Fragt sich
Eckard

Lob und Eigenlob

das geht runter wie Öl und Honig und Zuckerwatte und Nutella! Aber wo bleiben die Sternchen?!??:wink:

Hallo Fritz,

vor ein paar Tagen habe ich in „Fremdsprachen“ unter dem Titel „rolling barrels by the rims“ ein Antwort gegeben, auf die du mir privat eine Mail mit folgendem Text schickstest:

Das ist genial! So gibt es echten Sinn!
Fritz

Wenn dir Lob wie „Öl und Honig und Zuckerwatte und Nutella“ runtergeht: warum lobst du dann nur privat, anstatt öffentlich unter den Beitrag zu schreiben?

Wenn du solchen Wert auf Sternchen legst, wieso vergibst du selber keins?

Hast DU das nötig?

Liebe Grüße
Peggy

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Liebe Peggy,

jetzt fühle ich mich doch ein wenig ungerecht angegangen. Und am liebsten würde ich dir dies privat schreiben, aber da du meine Scheu vor Öffentlichkeit rügst, voila!

Nötig habe ich das nicht! Auch diese Antwort nicht!

Dass ich Freude an meinen Sternchen habe, wurde von mir schon öfter gesagt. Ich habe bei der Diskussion damals mich auch stets für die Beibehaltung der Bekanntmachung der Sternchen ausgesprochen.
Und dass ich immer noch meine, zu wenig davon zu bekommen, obwohl ich inzwischen über tausend habe, will ich hier nochmal klar und deutlich sagen. Vor allem, weil ich KEINE bekomme für Artikel, auf die ich große Mühe verwandte, oft aber einige für eher beiläufig formulierte Anmerkungen. Aber das geht vielen so.

Und dass ein guter Schuss Ironie und Jux bei all dem mitspielt, bitte ich mir zu glauben. Schon an der Anhäufung der Süßigkeiten, die ich selber überhaupt nicht mag - ich habe nie Nutella im Haus, Honig gibt es allenfalls am Sonntag auf dem Hefezopf, Zuckerwatte finde ich widerwärtig und Öl tue ich nur in den Salat - müsste eigentlich deutlich machen, dass da viel Ironie mitschwingt.

Wieviele Sternchen ich verteile, dürfte dir unbekannt sein, da dies anonym geschieht. Und sei versichert, wer von mir privat Anerkennung bekam, hat auch sein Sternchen bekommen. Aber nicht jede, die ein Sternchen bekam, wurde auch noch direkt von mir angesprochen. Dies geschieht nur, wenn ich eine „Augenöffnung“ erlebte.

Eine Antwort oder eine Person öffentlich zu loben, erscheint mir anmaßend. Das meint auch Nietzsche, wenn er sagt, dass im Lob sehr viel mehr Zudringlichkeit steckt als im Tadel. Wer bin ich denn, dass ich anderen auf die Schultern klopfe in aller Öffentlichkeit?

Ich bitte also um Verständnis für mein Verhalten, von dem dir nur die Spitze des Eisbergs bekannt sein dürfte.

Mit freundlichen Grüßen
Fritz

Späterer Zusatz:
Nach direkter Rücksprache mit Peggy möchte ich hinzufügen, dass ich in diesem Posting wohl ein zu positives Bild von mir gezeichnet habe.
So muss ich eingestehen, dass ich keineswegs in jedem Fall, da ich privat lobte, auch ein Sternchen vergab.
Im Falle von Peggy war ich meinen eigenen Maximen untreu und hatte ich in der Tat das Anklicken des Sternchenspenders versäumt und erst im Nachhinein das behauptete Sternchen gesetzt.
Homo sum, nil humanum a me alieno puto. Zu deutsch: Es menschelt überall, selbst im Himmel!
Auch möchte ich klar stellen, dass ich mich nicht persönlich angegriffen fühle oder unwillig bin, weil sie mich mein Verhalten hinterfragte.
Im Moment bedaure ich bloß, dass ich einmal mehr das ganze Publkum mit solchen, eigentlich privat zu regelnden Klarstellungen belästige.
FR

Moin Peggy,
Hast Du nicht den Zwinkersmilie gesehen??

Gute nacht
Susanne

Hast Du nicht den Zwinkersmilie gesehen??

Doch! :smile:

:wink:))
Peggy