Liebe Peggy,
jetzt fühle ich mich doch ein wenig ungerecht angegangen. Und am liebsten würde ich dir dies privat schreiben, aber da du meine Scheu vor Öffentlichkeit rügst, voila!
Nötig habe ich das nicht! Auch diese Antwort nicht!
Dass ich Freude an meinen Sternchen habe, wurde von mir schon öfter gesagt. Ich habe bei der Diskussion damals mich auch stets für die Beibehaltung der Bekanntmachung der Sternchen ausgesprochen.
Und dass ich immer noch meine, zu wenig davon zu bekommen, obwohl ich inzwischen über tausend habe, will ich hier nochmal klar und deutlich sagen. Vor allem, weil ich KEINE bekomme für Artikel, auf die ich große Mühe verwandte, oft aber einige für eher beiläufig formulierte Anmerkungen. Aber das geht vielen so.
Und dass ein guter Schuss Ironie und Jux bei all dem mitspielt, bitte ich mir zu glauben. Schon an der Anhäufung der Süßigkeiten, die ich selber überhaupt nicht mag - ich habe nie Nutella im Haus, Honig gibt es allenfalls am Sonntag auf dem Hefezopf, Zuckerwatte finde ich widerwärtig und Öl tue ich nur in den Salat - müsste eigentlich deutlich machen, dass da viel Ironie mitschwingt.
Wieviele Sternchen ich verteile, dürfte dir unbekannt sein, da dies anonym geschieht. Und sei versichert, wer von mir privat Anerkennung bekam, hat auch sein Sternchen bekommen. Aber nicht jede, die ein Sternchen bekam, wurde auch noch direkt von mir angesprochen. Dies geschieht nur, wenn ich eine „Augenöffnung“ erlebte.
Eine Antwort oder eine Person öffentlich zu loben, erscheint mir anmaßend. Das meint auch Nietzsche, wenn er sagt, dass im Lob sehr viel mehr Zudringlichkeit steckt als im Tadel. Wer bin ich denn, dass ich anderen auf die Schultern klopfe in aller Öffentlichkeit?
Ich bitte also um Verständnis für mein Verhalten, von dem dir nur die Spitze des Eisbergs bekannt sein dürfte.
Mit freundlichen Grüßen
Fritz
Späterer Zusatz:
Nach direkter Rücksprache mit Peggy möchte ich hinzufügen, dass ich in diesem Posting wohl ein zu positives Bild von mir gezeichnet habe.
So muss ich eingestehen, dass ich keineswegs in jedem Fall, da ich privat lobte, auch ein Sternchen vergab.
Im Falle von Peggy war ich meinen eigenen Maximen untreu und hatte ich in der Tat das Anklicken des Sternchenspenders versäumt und erst im Nachhinein das behauptete Sternchen gesetzt.
Homo sum, nil humanum a me alieno puto. Zu deutsch: Es menschelt überall, selbst im Himmel!
Auch möchte ich klar stellen, dass ich mich nicht persönlich angegriffen fühle oder unwillig bin, weil sie mich mein Verhalten hinterfragte.
Im Moment bedaure ich bloß, dass ich einmal mehr das ganze Publkum mit solchen, eigentlich privat zu regelnden Klarstellungen belästige.
FR