Altes Handlungsmuster? Droht jetzt der Supergau?

Hallo Leute,

möchte erstmal vorweg nehmen dass dieser Beitrag vielleicht etwas lang wird, da ich jetzt niederschreiben werde wie mein Leben im letzten Jahrzehnt so verlaufen ist…es wird sich nicht viel spannendes herauslesen lassen also schonmal das sorry im Vorraus für gähnende Langeweile, Leere und Aktionsreichtum ala Faulischlumpf.

Nun zu mir…bin 23 Jahre jung, willenlos, antriebsschwach, mit größter Warscheinlichkeit alkoholabhängig, gefangen im Gewirr meines hausgemachten kopfsalates, der selbsthass ist im übermaß vorhanden somit bin ich auch nicht gewillt irgendwem soetwas wie zuneigung entgegen zubringen obwohl… naja darauf komm ich dann gleich noch zu sprechen.

Den Startschuss für meine funkelnde Zukunft muss ich so mit 13 oder 14 abgefeuert haben,und dann ging alles ganz rasant,als wär mir alles an einem Tag passiert.Einem nebligen Tag!
Das Gymnasium war mir plötzlich irgendwie zu wider,dauerndes Vorsingen, Biologiearbeiten all das was jeden so nervt, nur manche halten durch und ich eben nicht…also Schule schwänzen en masse war angesagt, denke der Hauptgrund dafür war einfach die Gesellschaftsangst die in mir rumspukte,war immer der Kleinste und Schmächtigste, nich sehr beliebt aber auch nicht verhasst einfach nur „ah der!,der ist einfach nur hier dabei“ Typ.still,sehr still zu still!
Hab die 8. zweimal gemacht,im Wiederholungsjahr war ich vielleicht 1/3 anwesend, rest blau ohne Krankheit.
Meinen Vater hatts glaube schwer fertig gemacht, Mutter vielleicht auch, weiß nicht, die hab ich noch nie weinen sehen.(!) Vater ist alt ist jetzt 73, Mutter irgendwo um die 60,einfache Leute die ihr ganzes Leben stunden schruppen für ein Neubauhaus und den dazugehörigen, aber erträglichen Schulden, wenn man einfach lebt,sehr einfach, nicht so wie sie es m.M. nach verdient haben.
Wieder zu mir.Von der Schule geflogen, alle Freunde die ich hatte verloren,waren nicht viele wahre dabei,einer hatt sich damals das Leben genommen,mit dem währe ich vielleicht auch heute noch gut befreundet wenn die Umstände es erlaubt hätten.hmm nein denke doch nicht aber wegen mir denk ich.
Habs dann hinbekommen meinen Hauptschulabschluss und dann den Real zu machen auf berufsfördernden Schulen,hatte es da nur mit Chaoten zutun so einer war ich nicht,der Stoff ist mir damals leicht gefallen, der Wille war wieder zurückgekehrt,um meines Vaters willen, das hatte mir damals sehr leid getan.Keine Fehlstunde in 3 Jahren,keine Krankheiten nichts ich war gern dort.es lief einfach.
in dieser Phase,zwischen 15 und 18,hochpubertär wie man annimmt hatte ich nie wirklich e Freunde…ich hatte Gefährten die mit mir einem Hobby fröhnten,welches alles andere als gesellschaftsfördernd war, genauer Krieg spielen,angemalt und ulkig aussehend durch den Wald robben,rattazäng rattazäng rufend,naja ihr wisst schon…nix Gutes!Das machten wir im Sommer im Winter und den Monaten dazwischen, waren wir nicht im Wald dann im Gartenhaus und mit Technomusik zudröhnen,ab und zu mal paar Joints aber das eher verhalten,da war das Suchtpotential einfach nicht so da.Es gab oft Streit zwischen den Gefährten,es herrschte eine Rangfolge und die Abläufe waren immer gleich,die Gruppe war immer gespalten…mal so mal so,ich war immer irgendwo dazwischen…nach dem Motto " biste da is kool, wenn nicht…wer bist du nochmal?"…und dann oft zurückgezogen,allein gewesen nie was unternommen,Fernsehen geschaut PC keine Ahnung nix gescheites gemacht,hätte mich mit Mädchen treffen sollen dann wäre heute warscheinlich alles anders.
Echte Freundschaften kenne ich nicht,wirklich nicht bis auf die wenigen in den Kindertagen.
Zwischen 18 und 19 war ich arbeitssuchend,naja ich hab mich bequatschen lassen doch endlich was zu tun,blicke ich zurück,hab in diesem 1 Jahr nie wirklich nachgedacht was ich tun möchte,NIE! 1 JAHR Zeit,stattdessen war ich in meinem Zimmer und das ist kein Witz,hab in dem Jahr nichts erlebt.
Da hab ich angefangen nur für die Depression zu leben!
Mir wurde eine Ausbildung innerhalb der Familie angeboten, is nix geworden, habe dann eine Ausbildung im gleichen Berufszweig ergriffen als Heizungs und Klobauer,damit verdiene ich (noch) mein Geld.Schwere Arbeit für 50 Cent über Mindestlohn…vielen Dank für die Blumen.
Die Ausbildung ist mittelprächtig verlaufen musste zwischendurch den Arbeitgeber wechseln weil er mich nicht mehr bezahlt hat…du schuldest mir Geld verdammter Drecksack! Tschuldigung…Die Arbeit hatt mir nie was gebracht außer eine unreparable Fehlhaltung mit all seinen Vorzügen.Bin ungeeignet dafür,54 Kilo,immer noch schmächtig…mein Körper hatt sich zwischen 18 und 23 nicht großartig verändert, als Mann sehe ich mich nicht,war nie einer gewesen, gehts so weiter werd ich nie einer werden.
Ich bin sehr naiv…die Naivität hatt mir den meisten Schmerz in meinem bisherigen Leben verschafft.Ein fieser Cocktail aus Frau,ehemals „bestem“ Gefährten,Internetchat und zu viel Geilheit hatt mich kurz ins Leben eintauchen lassen, dort bin ich ertrunken.Das heißt im Klartext,ohne auch nur darüber nachzudenken was ich tue fahre ich über einen Zeitraum von 3 Monaten an den Wochenenden in eine Großstadt um die Frau zu treffen die ich „liebe“,welche die Ex von einem Gefährten ist der dort mit ihr lebte,aber zurück kam aufs Land als Wrack,körperlich, geistig…aber glaubt mir der hat sich gut erholt (denkt er),aber es soll weiter um mich gehen.Naja die Frau hat mich nur benutzt um Informationen über Ihn zu bekommen,Skrupel hatte sie allerdings nie wenn es um Sex ging oder Lügen.Ich schiebs auf die Drogen denn ich möchte nichtmehr nachtragend sein.An dieser Geschichte knabbere ich seit august letzten Jahren,habe seither weder neue Leute gesucht zum reden weggehn oder ähnlichen Aktivitäten.Ich sitze nur rum habe dystopische Vorstellungen von der Zukunft,ich würde mich umbringen wenn meine Eltern nichtmehr währen,so trocken wie sich das liest so hab ich das eben vor mich hergeredet.Ich bin gefühllos und abgestumpft,mein Alltag ist lethargisch,Ablaufplan simpel…wache auf fühl dich müde und kaputt,geh auf arbeit,manchmal auf Montagebasis( da denk ich garnicht, einfach aufwachen arbeiten schlafen.)wenn ich hier arbeite dann auch immer das gleiche Ding.Meine Gedanken fangen an auseinander zugehen…werde hier eh nie zum Punkt kommen weil mein Denken mittlerweile nichtmehr normal zugänglich ist,tausend Gedanken und alle sinnlos weil völlig diffus und wirklichkeitsfremd.alles was jetzt wichtig wäre verdränge ich.
Manchmal merke wie ich bin und dann erschrecke ich…der Familienhund ist gestorben ich hab ihn begraben,mit Vater einen Sarg gebaut…ich hatte das Gefühl ich weine nur um weinen zu müssen weil man das so macht!?!Im gegensatz dazu seh ich völlig alltägliche Themen wie Krieg im TV und da kommen mir die Tränen…ich sag euch stirbt Vater heute…ich wüsste nicht ob es in mir was regen würde.

Ich möchte noch kurz auf das Thema des Posts zurück kommen, welches auf rückfällige Verhaltensmuster meinerseits anspielte…ich bin das erste mal seit knapp 4 Jahren jetzt krankgeschrieben,habe wirklich seit Jahren Rückenprobleme aber da erwarte ich nicht viel Hilfe von Ärzten…mir fehlen jetzt schon einige krankenscheine…ich will auch nichtmehr arbeiten das sag ich weil ich die Kraft nichtmehr habe…ich bin jetzt wieder der 14 Jährige der anfängt sich alles zu verbauen.Damals hab ichs eher unbewusst getan wegen den Ängsten welche aus heutiger Sicht unbegründet waren.Und ich will nicht glauben das ich einfach nur von Natur aus faul bin weil ein fauler Mensch hat vielleicht keine Arbeit aber er hat ein Leben.Eigentlich wünsche ich mir nur das, ein echtes Leben mit Menschen um mich herum mit denen ich etwas teilen kann,reden und lachen kann.Meine Seele weint…tut mir leid wenn das für euch alles irgendwie romantisch gekünstelt klingt,aber so ist.
Die Arbeit ist gelaufen,daran geh ich nicht kaputt egal wie es ausgeht, sondern an der Trostlosigkeit.

Respekt an alle die bis hierher gelesen haben und an diejenigen Welchen die irgendwas dazu zu sagen haben…in welcher Form auch immer.

Grüße A.

Für mich klingt alles danach, als ob du noch nicht das gefunden hast, was dir entspricht, was dich glücklich macht und wo deine Fähigkeiten liegen. Mir persönlich scheint, dass dein trostloses Lebens-Muster durchbrochen werden muss und dazu brauchst du einen einschneidenden Wechsel.

Ich an deiner Stelle würde mir ein Jahr Auszeit gönnen und im Ausland etwas vollkommen anderes arbeiten. Eine andere Möglichkeit wäre, das Abitur nachzuholen und - falls deine Fähigkeiten es erlauben -, ein Studium dranzuhängen.

Auch würde ich zu einem kompetenten Arzt (Psychotherapeuten oder Psychiater) gehen und abklären, ob möglicherweise eine behandlungsbedürftige Depression vorliegt.

Hey A,
soetwas würde ich auch vorschlagen.
Du hast doch bestimmt irg. ein Hobby, beschäftige damit.
Evtl. einen neuen Job der was mit dem Hobby oder deinen wirklichen Interressen zu tun hat.
Und was auch helfen kann ist ganz klar ne Auszeit wo Du Zeit für Dich hast um nachzudenken. Über dich oder einfache Sachen so nach dem Motto wieso ist der Himmel blau.
Lass es dir ein bisschn gut gehen.

Aber was wichtig ist, du hast den 1 Schritt gemacht und bemerkt das du dabei bist zurück zu fallen, nun liegt es an Dir es zu ändern !
Bin sicher wenn du willst schaffst du es !

MfG Franz89

Hallo Du!

Du schreibst sehr gut! Das klingt nach „sehr intelligent“. Würde es Dich nicht reizen, das Abi nachzuholen, eines das mit einer Ausbildung verbunden ist? Bei uns in Österreich wäre so etwas z.B. die HTL (Höhere Technische Lehranstalt). Da gibt es ziemlich viele verschiedene Richtungen. Du klingst ganz darnach, als ob Du das Zeug zu so etwas hättest.

Natürlich drängen sich mir auch ein paar Fragen auf nach dem Lesen Deiner Lebensgeschichte:

  • Bist Du in Behandlung wegen Deines Rückens (Massage, Elektrotherapie, Physiotherapie, Injektionen, Medikamente usw.)?

  • Bist Du in Behandlung wegen der Depressionen? Welche Medikamente? Machst du eine Psychotherapie?

  • Was sagen Deine Eltern zur jetzigen Situation? Kannst Du ruhig mit ihnen reden? Wohnst Du bei ihnen? Wie ist das Klima zwischen Euch?

Du musst nicht antworten auf diese vielen Fragen, sondern eher selbst überlegen, ob Du da irgendwo ansetzen könntest, um aus Deinem „Loch“ herauszukommen.

Überleg eventuell auch, ob es nicht doch jemanden gibt, zu dem Du Vertrauen hast.

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute und hoffe, dass Du einen Weg findest für Dich selbst.

Beste Grüße

Waldi

Denk Dir Geschichten aus und bring sie zu Papier (bzw. auf die Festplatte :wink:) Ich glaube, Du hast das Zeug dazu. Viel Erfolg! :smile:

Gruß
Uwe

Hi XY,

ja, ich bin auch platt, wie gut Du schreibst. Ich, die ich die Länge mancher Posts hier oft reklamiere, hätte gern noch ein bisschen weitergelesen :wink:

Ganz am Anfang erwähnst Du Deine Antriebsarmut (nennst es später selbst Depression) und wie nebenbei „wahrscheinlich alkoholabhängig“.

Deine Geschichte ist ein Teil meiner Geschichte. Gerade was die Anfänge in der Pubertät betrifft. Auch der frühe Rausschmiss aus der Schule. Das hatte für mich auch verheerende Folgen, vor allem, weil damit alle Kontakte abrissen und man in so einer sowieso sehr irritierenden Phase zwischen dem noch ein bisschen Kindsein, Jugend leben und Erwachsen-werden-üben ins kalte Wasser springen muss. Das ist Einsamkeit pur, auch wenn man dies nicht so wahrnimmt, weil es unbekannt ist und deshalb nicht benannt werden kann. Und Eltern haben einem in dieser Zeit nichts zu sagen. Zum einen, weil man es selbst ablehnt, zum anderen, weil sie einfach nicht nachvollziehen können, was ihrem Kind da passiert (ich sage bewusst „Kind“).

Ich kann Dir nichts raten, weil ich selbst keine Lösung weiß. Nur eines: Mit Alkohol wirst Du nie einen klaren Kopf für neue Sicht- und damit Gefühlsweisen erreichen. Der Alkohol wird Dich zu einem Karusselpferd machen, das immer im Kreis in einem immer tiefer werdenden Graben ziellos herumgaloppiert.

Denk mal übers Aufhören nach. Und wenn Du dich dafür entscheidest, wende Dich an eine der zahlreichen Suchtberatungsstellen, die Dir dabei helfen. Mach was, mach was aus Deinem Leben - und wie die anderen schon sagten: denke mal drüber nach, ob Du Dein Schreiben nicht ausbauen willst - aber das hat noch Zeit.

Herzlichen Gruß,

Anja

Hallo XY,

wieso muß ich beim Lesen Deines Posts an den FÄNGER IM ROGGEN denken?

Aber ernsthaft,auch ich denke,daß Du interessant schreibst.
Es gibt Beratungsstellen,Telefonseelsorge,Ärzte und vielleicht doch jemanden,dem Du Dich anvertrauen kannst.
Du reflektierst Dich sehr gut,(kann man das so sagen?)da kann man sich eigentlich nicht vorstellen,daß Du so garnicht klar kommst.Aber hinter Deinem humorigen Schreiben steckt sicherlich sehr viel Einsamkeit.
Denk an die Zeiten,in denen es Dir gut ging,vielleicht kannst Du das Empfinden nutzen und es bringt Dich weiter.

Viel Glück wünscht Oscara,die das Gefühl hat,daß Du es in die Reihe kriegst…

Hallo Leute,

eröffnend möchte ich mich für die vielen positiven und anregenden Beiträge eurerseits bedanken.Einfach Phänomenal!

Den Artikel verfasste ich gänzlich ohne Erwartungen, schrieb ihn mehr oder minder unbewusst hier ins Forum, rauschähnlich. Beim nochmaligen überlesen eben ist mir allerdings sehr „bewusst“ geworden das es mein wirklich erster Hilferuf war, das erste kleine „Hallo, hier bin ich, macht mal jemand auf?“ welches ich in irgendeiner Weise von mir gegeben habe.

Ja, es wird eine Veränderung geben! Einschneidend, aber in Anbetracht meines mentalen Zustandes unabdinglich. Ich verabschiede den Klempner in mir in seinen wohlverdienten Badeurlaub. Auf seiner Reise nach Malle werde ich ihn tragisch in einem knisternden Haufen Asche des Fluges 0815 umkommen lassen. Asche zu Asche und Staub zu Staub hat mal einer gesagt. (Unter uns, er war eher drittklassig , technisch nicht sehr versiert und er hat auch garnicht in den Verein gepasst)
Der Konsequenzen bin ich mir bewusst, die Idee ist auch nicht erst seid gestern in mir gereift, aber zu lesen das Andere diesen Schritt auch für den richtigen halten bestärkt mich in meinem Handeln. Ich stehe hundertprozentig hinter dieser Entscheidung, welche die wirklich erste in meinem Leben ist die ich aus eigenem Antrieb treffe.

Dieser Schritt wird mir den Weg in die körperliche Genesung ebnen. Zeitlich gesehen gibt es mir mehr Raum um mich zu entfalten und die Krisen hinter mir zu lassen…aber ich muss aufpassen, darf nicht einfach nur die Tür zu einem neuen Zimmer betreten um darin wieder stundenlang zu grübeln ohne vorwärts zu kommen. Immer in Bewegung bleiben muss das Motto sein, auch mal aus der Deckung heraus kommen und selbst was starten. Ich habe da etwas gefunden was mein Interesse geweckt hat, spirituell betrachtet und auch in Hinsicht auf meine körperliche Fitness…„Interesse“ ist gänzlich neu für mich, ich frage mich jetzt was mich die ganzen Jahre über so gehindert hat. Dies gilt es für mich zu erforschen, psychologischer Beistand wäre sicherlich hilfreich, auch in Hinsicht auf Alkohol und fiese Backflashs die ich nicht ausschließen kann. Ich habe das Gefühl vieles aufarbeiten zu müssen was mir jetzt erst schemenartig vor mein geistiges Auge tritt.
Erst kürzlich fand ich beim stöbern verstaubte Beziehungsratgeber a la´ „Wir müssen zusammen bleiben“, alte Wälzer aus den 70ern, da war ich verstimmt. „Da hatten die schon Probleme!?!“…ich möchte jetzt einfach alles beleuchten, versteht Ihr?

Es ist jetzt spät und ich habe gleich einen Termin, beim Fluglotsen x)…es gibt keinen Ausweg mehr…der gesellschaftliche Abgrund rückt immer näher und ich werde das Kind persönlich runterschubsen wenn es doch nicht springt! (Vielen Dank für die Buchempfehlung, das werde ich demnächst zu allererst lesen! Manches klingt erschreckend parallel…

Viele Denkanstöße habe ich aus euren Antworten bekommen, dafür bin ich sehr dankbar…hoffe ich konnte manch Ungeklärtes beantworten.
Ich werde hier weiterhin aktiv bleiben, ist einfach eine klasse Community!

**Ich bin ein freier Mensch

Ich will unter keinen Umständen
ein Allerweltsmensch sein.

Ich habe ein Recht darauf, aus dem
Rahmen zu fallen, wenn ich es kann.

Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.

Ich will kein ausgehaltener Bürger sein,
gedemütigt und abgestumpft, weil
der Staat für mich sorgt.

Ich will dem Risiko begegnen, mich nach
etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch
erleiden und Erfolge haben.

Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit
einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.

Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens
entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen;
lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges,
statt die dumpfe Ruhe Utopiens.

Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten
hergeben, noch meine Menschenwürde
gegen milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken
und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu
sehen und zu bekennen, dies ist mein Werk.

Das alles ist gemeint, wenn wir sagen:
Ich bin ein freier Mensch.**

Albert Schweitzer

…hat mich heute total umgehauen!

Grüße A.(nich Albert LOL)