Altes Haus verkaufen, neues kaufen -

… macht die Bank das mit?

Hallo,

wir stehen vor folgender Überlegung.
Vor ca. 5 Jahren haben wir meinen Eltern ihr Haus „abgekauft“. Wir haben dafür weniger bezahlt es Wert ist. Diesen Betrag haben wir komplett bei einer Bank finanziert.
Nun möchten wir das Haus gerne verkaufen und ein neues kaufen.
Ich gehe davon aus, dass wir für das jetzige Haus mehr bekommmen, als wir aufgenommen haben.
Ich stelle mir vor, dass wir die Finanzierung für das bestehende Haus weiterlaufen lassen und den Betrag, den wir aus dem Hausverkauf zur Verfügung haben in ein neues investieren.
Wäre das so möglich? Würde die Bank einem „Haustausch“ zustimmen?

Viele Grüße

Hallo,

grundsätzlich muß ich Dich auf einen Rechtsexperten verweisen.
Nach meinem Rechtsgefühl funktioniert der Deal wahrscheinlich leider nicht, denn der Kredit ist gewöhnlich an eine Sicherheit geknüpft, nämlich das Haus. Mit dem Grundbucheintrag ist die Bank zumindest Eigentümer eines Teils des Hauses. Du müßtest also das Haus mit der Bank als Teileigentümer verkaufen, damit nutzt Dir der Kredit nichts mehr, denn der Kredit ist wegen der Sicherheit an das Haus geknüpft.
Da die Zinsen derzeit aber auch supergünstig sind, ist es sicherlich kein Problem, einen Kredit in ausreichender Höhe für ein neues Haus zu bekommen.
Kurz zusammengefaßt: Haus und Kredit gehören immer zusammen wegen der Sicherheit und dem zugehörigen Grundbucheintrag. Neues Haus - neuer Kredit.

Man kann die Finanzierung auf ein neues Objekt übertragen, aber nicht alle Banken bieten diese Möglichkeit an. Also, bei der Bank fragen.

Gruß

Hallo,

ich empfehle die Bank so früh als möglich einzubeziehen, und diese möglichst vollumfänglich zu informieren.
So die Rahmenbedingungen stimmig, sollte die Bank mitmachen, da sie ja auch aus der Finanzierung verdienen will.

Viele Grüße

Ich kann bei der Beantwortung der Frage leider nicht helfen. Ich kenne mich damit leider nicht aus. Grüße.

… macht die Bank das mit?

Hallo,

wir stehen vor folgender Überlegung.
Vor ca. 5 Jahren haben wir meinen Eltern ihr Haus „abgekauft“.
Wir haben dafür weniger bezahlt es Wert ist. Diesen Betrag
haben wir komplett bei einer Bank finanziert.
Nun möchten wir das Haus gerne verkaufen und ein neues kaufen.
Ich gehe davon aus, dass wir für das jetzige Haus mehr
bekommmen, als wir aufgenommen haben.
Ich stelle mir vor, dass wir die Finanzierung für das
bestehende Haus weiterlaufen lassen und den Betrag, den wir
aus dem Hausverkauf zur Verfügung haben in ein neues
investieren.
Wäre das so möglich? Würde die Bank einem „Haustausch“
zustimmen?

Viele Grüße

Hallo YvonneR,

ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bank etwas dagegen einzuwänden hätte. Wichtig für die Bank ist, dass der Kredit „gut“, also mit einer (am besten erstrangigen) werthaltigen Grundschuld abgesichert ist. Dazu müsste nicht einmal der Kreditvertrag geändert werden, es würde reichen, die sog. „Sicherungszweckerklärung“ (diese stellt die Verbindung zwischen Kreditvertrag einerseits und Grundschuld andererseits her) auszutauschen. Und natürlich müsste die alte Grundschuld gelöscht vice versa die neue Grundschuld eingetragen werden.

Sofern

  • sich Eure „Lebensumstände“ , v.a. verfügbares Haushaltseinkommen, nicht wesentlich geändert haben
    (wenn der Kredit genau so weiterläuft, werden sich ja die Raten nicht ändern)
  • Ihr das zu verkaufende Haus mindestens 2 Jahre selbst genutzt / bewohnt habt (sonst schlägt die Immobilien-Spekulationssteuer zu)
  • die Bank Euer neues Haus richtig einschätzen kann (z.B. selber Ort, gleiche Region)

habe ich keine Bedenken.

Wichtig: Frühzeitig das Gespräch mit der Bank suchen, das Vorgehen abstimmen. Und die Zeitpunkte sind knifflig: Am besten Kauf und Verkauf beim gleichen Notar am gleichen Tag.

Hoffe das hilft - viel Erfolg!

Viele Grüße.