Altes kochbuch

Vends/verkaufe – au meilleur prix/an mehrer Preis - livre ancien/altes Buch :
MARIE EWALD’S BÜRGERLICHES KOCHBUCH – 5. Auflage
Ed : Reutlingen – Drud und Verlag von Ensslin und Laiblin – kein Datum – gothlisches Schrift
238 g enveloppe + frais d’envoi compris/Huelle und Post eingeschlossen – 164 p./S.
couverture et quelques pages âbimées/Einband und einigen Seiten beschaedig
paiement par mandat poste ou par des timbres non oblitérés/bezahlen bei Mandat Post oder bei
Briefmarken nicht abstempeln

Salut Christiane,

Je crois qu’il y a là une petite maladresse:

Le forum wer-weiss-was est organisé pour l’échange de connaissances et de savoir-faire et pas pour des offertes de vente, soit commerciales ou pas.

Ici, à la rubrique „Literatur“, nous discutons les lettres. Pour savoir où trouver des possibilités pour vendre ce livre, je te conseille la rubrique „Sammeln“.

En tant que petit coup de main, voilà quelques corrections au niveau de la version allemande de ton texte:

Vends/verkaufe – au meilleur prix/ meistbietend - livre
ancien/altes Buch :
MARIE EWALD’S BÜRGERLICHES KOCHBUCH – 5. Auflage
Ed : Reutlingen – Dru ck und Verlag von Ensslin und Laiblin –
kein Datum – Frakturdruck
238 g enveloppe + frais d’envoi compris/ Verpackung und Porto
eingeschlossen – 164 p./S.
couverture et quelques pages âbimées/Einband und einige
Seiten beschaedig t
paiement par mandat poste ou par des timbres non
oblitérés/ Zahlung per Postanweisung oder in postfrischen Briefmarken

Bonne chance!

MM

Salut Martin,

Le lecteur attentif des Rubriques „Ess&Trinkultur“ et „Kochen und Rezepte“ sait qu’il y a un membre dans notre forum qui collectionne les anciens livres de cuisine et lui a fait parvenir le lien de l’article et l’adresse email de la vendeuse.

A+
Sticky

Servus,

aber meine „Charlotte Löfflerin“, Ensslin & Laiblin ca. 1865, kriegt er nicht! A propos Literatur: Allein die Mengenangaben sind schon Poesie - man nehme 20 Flusskrebse für eine Suppe etc. …

In diesem Sinne

MM

huhu martin,

Allein die Mengenangaben
sind schon Poesie - man nehme 20 Flusskrebse für eine Suppe

im havelland noch heute möglich *schleck*

gruß
ann

Hallo Christiane,

da ich Kochbücher sammele bin ich stets an Exemplaren interessiert die älter as 100 Jahre sind.
Zwischzeitig fallen aber die Preise und es gibt nur noch wenig ausgefallenen Bücher die Sammler entsprechend bezahlen.
So, vorab zu dem von Dir beschriebenen Buch:
Erschienen 1894 bei E & L in Reutlingen.
Es ist ein Abdruck von Wiegandt, Hempel & Parey in Berlin
Die Erstausgabe erschien 1874 unter dem Titel " Kochbuch für preussische Hausfrauen", dann als „Allgemeines Kochbuch für deutsche Hausfrauen“. Es erschien auch als „Reichskochbuch“ und eine 5. Sterotyp-Ausgabe (XIIS.,164S.) in Reutlingen bei Ensslin & Laiblin 1894
E & L würde man heute als Raubkopierer bezeichnen. Besonders gravierend ging er mit H. Davidis um und druckte Werke unter dem Namen „Davithis,H.“ ab.
Der Wert des Buches wurde bei verschiedenen Versteigerungen mit ca. 25 - 50 Euro, je nach Zustand des Buches angesetzt. Bei Ebay wurde aber auch teilweise nur der Einstellungspreis geboten.
Versuch es doch einmal im Bücherdorf „Fontenoy-La-Joute“ dort gibt es einige Spezialisten für Kochbücher.
Viel Glück, vielleicht konnte ich Dir Helfen.
Gruß Dieter

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Servus Dieter,

schönen Dank für Fonten a y-la-Joute!

Wegen der unüblichen Schreibweise „Fontenoy“ hab ich mal im WWW gestöbert (Eigennamen in F sind immer für Überraschungen gut, aber es heißt wohl wirklich Fontenay wie die vielen anderen), und bin dabei auf eine Auflistung europäischer und anderer Bücherdörfer „im Fahrwasser“ von Hay on Wye gestoßen:

http://members.lycos.nl/danweb/travel/hay1.html

BTW: Da Du die Materie kennst, noch einer zu Kochbüchern von Ensslin und Laiblin - Deine Einschätzung ist plausibel, hat mich allerdings überrascht und ein wenig bitter gestimmt, weil mich der nämliche Verlag etwa 80 Jahre später als ein Herausgeber von hervorragenden Jugendbüchern begleitet hat und mir jüngst als Wiederherausgeber einiger Werke von Max Eyth begegnet ist -: Kennst Du „mein“ Kochbuch von Charlotte Löfflerin, das ich den Währungsangaben nach auf zwischen 1860 und 1870 datieren täte, aus dem nämlichen Verlag - wie alles (?) dort ohne Jahrgang? Kannst Du hierzu einen Jahrgang / Zeitraum benennen? Es ist gebunden (naja, was sonst um diese Zeit…), in einem merkwürdigen kleinen Format, etwas kleiner als Oktav, aber mit einem einigermaßen robusten Kartoneinband versehen.

Schöne Grüße

MM

Tach Martin,

schönen Dank für Fonten a y-la-Joute!

die schreiben hier aber Fontenoy-la-joute (krieg den Zirkus nicht aufs u)
http://www.3b-infotainment.de/fonteno1.htm

Gandalf

Hallo Martin,

klar kann ich meinen Senf dazu geben.
Wieder ein fingierter Verfassername des Verlages Enslin & Laiblin, der mit seiner Charlotte Löfflerin ebenso den Erfolg der Friederike Löffler nutzte wie mit seiner H. Davithis den der Henriette Davidis.
Die 1. Auflage (224s.) 12° Gr. erschien 1880 -
die 6. Auflage 1876 - ??? nachher unverändert in zahllosen nicht numerierten Auflagen.
Weiter Stereotypausgaben in der Reihe "Reutlinger Volksbücher Nr. 295
Weiter Kochbücher:
Catharina Löffler ( Pariser Kochbuch)
Löffler Friederike Louise um 1800 sehr gesucht, verschiedene Titel
Löffler Helene Ende 1877 - 1896
Löffler Henriette ( auch Huttenlocher ) die bekannteste die auch Puppenkochbücher geschrieben hat und die größte Konkurentin von Davidis war
Löffler - Bechtel die das schönste Kochbuch zu Beginn des 20. Jahrhunderts schrieb.
Noch mehr Infos? Lieber wohl nicht oder –
Gruß Dieter

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Nebenfrage
Hi Dieter,

da ich Kochbücher sammele bin ich stets an Exemplaren
interessiert die älter as 100 Jahre sind.

Kennst Du „Die neuzeitliche Küche“ von Küchenmeister Rudolf Zech, erschienen 1931 (ja, ja, weniger als 100 Jahre alt) bei der Vertriebsanstalt hauswirtschaftlicher Werke Carl Ehlers, Konstanz und Kreuzlingen ?

Ein Traum von einem Kochbuch! Besonders die Kapitel über „israelitische“ (sprich: koschere) und „tropische“ Küche. Letzeres beschreibt Küche und Kochen in den Kolonien. Erster Satz dieses Kapitels:

„Die sich immer schwieriger gestaltenden Erwerbsverhältnisse in unserem übervölkerten Deutschland zwingen zahlreiche Familien, unsere Kolonien aufzusuchen, insbesondere wo die begründete Hoffnung vorhanden ist, daß dieselben einer großen wirtschaftlichen Zukunft entgegensehen.“

Dort erfährt man dann auch, wie man das ‚eingeborene Dienstpersonal‘ zu behandeln hat und wie man beispielsweise Zebuhöcker kocht und Elefantenfüße, Flusspferde, Antilopenköpfe etc. zubereitet.

Gruß,
Anja

Hallo Anja,

klar ist mir auch Zech bekannt. Sein erstes Kochbuch erschien 1897 bei Liesching & Co in Leipzig. „Neueste Küche für feine und bürgerliche Küche“ Es hatte nur 94 Seiten. Ab der 3. Auflage als illustriertes Kochbuch für die…
Interessant in diesem Zusammenhang daß es bis zu diesem Datum knapp 4.500 verschiedene gedruckte deutschsprachige Kochbücher erschienen waren. Zwischenzeitig erscheinen jedes Jahr mehr als 10.000
So jetzt zu dem von Dir genannten Werk.
Die Erstausgabe erschien 1925 bei Rudolf Ehlers in Wallifellen bei Zürich und hatte 1128 Seiten. Man denke an die zwanziger Jahre –
In Deutschland wurde das Buch bei Carl Ehlers, vermutlich der Sohn, ab 1931 in Konstanz und Kreuzlingen-Thurgau vertrieben.
Carl Ehlers machte sich einen Namen mit hauswirtschaftlicher und medizinischer Werke.U.a druckte und vertrieb er Werke von Schantz, Greindl der Diät u. Krankenküche, A.P. Zeller ein Kochbuch für die einfache Küche (Inflationszeit) sowie Fachbücher für Militär, Krankenhäuser und Kantinen.
Zech war im dritten Reich wenig angesehen und durfte eine zeitlang keine Bücher mehr verkaufen.
Für die angesprochenen Küchen Israel, Afrika usw. gibt es auch von anderen Köchen entsprechende Lektüre. Eines der gesuchtesten und bekanntesten Werke stammt von Davidis " die Küche für Auswanderer in Amerika"
Ein Thema ohne Ende.
Gruß Dieter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Servus Gandalf,

ja, jetzt hab ichs auch gesehen. Da bin ich dem falschen Propheten aufgesessen…

Schöne Grüße

MM

Servus Dieter,

Noch mehr Infos? Lieber wohl nicht oder –

Wenn es Dich nicht zu viel Zeit und Mühe kostet, immer gerne! Hab hier noch eine Autorin, zu der Du sicher ein wenig Kontext geben kannst:

Marie Susanne Kübler, „Das Hauswesen, nach seinem ganzen Umfange dargestellt in Briefen an eine Freundin, mit Beigabe eines vollständigen Kochbuches“, J. Engelhorn Stuttgart 1873.

Das Buch scheint mir ziemlich fundiert, man findet darin unter anderem eine Anweisung zum Einlegen junger Maiskolben (1873!) und ungefähr ein Dutzend verschiedener Weisen, Glühwein, Punsch, Grog und dergleichen zuzubereiten. Und die Renekloden heißen dort tatsächlich comme il faut „Reine-Claude-Pflaumen“…

Was weißt Du zu dieser Autorin? (Neugierig…)

Schöne Grüße

MM

Servus Dieter,
Hallo Martin,

ging leider nicht früher –
so die Marie Susanne Kübler wurde am 18. Februar 1814 im Kanton Zürich gebohren. „Susette“ war Tochter eines Primarlehrers. Mit 15 Jahren wurde sie auf die Erziehungsanstalt Yverdon, eine von Pestalozzi gegründete Schule für pädagogisch Interessierte.
1834 heiratete sie den Winterthurer Kaufmann, Gerber u. Weinhändler Haggenmacher. Aus dieser Verbindung entstammten 4 Söhne. Die Ehe wurde am 15. Januar 1845 geschieden.
Die 30 Jährige zog mit den Kindern Melchior u. Otto nach Stuttgart.
Hier heiratete sie am 19. Oktober 1845 den Schriftsteller Johannes Scherr der aus Gmünd-Rechberg stammte.
Das Paar bekam 1846 einen Sohn (Bruno) und 1848 ein Mädchen, das kurz nach der Geburt verstarb. In dieser Zeit sicherten gemeinsame Übersetzungsarbeiten literarischer Werke den Lebensunterhalt.
Scherr war an der herauf ziehenden Revolution beiteidigt und mußte 1849 Deutschland verlassen. Er wurde in Abwesenheit zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.
In Zürich war er als Privatdozent an der Uni tätig.
In dieser schwierigen Zeit griff Marie Susanne zur Feder und schrieb Ihr Hauptwerk " das Hauswesen " 1850 erschien es das erste mal.
Es gab davon mehrer erweiterte Auflagen.
1854 erschien das "Hausfrauenbrevier fürheiratsfähige Mdchen und Bräute - und der Frauenspiegel 1856/57
1858 ein Kochbuch mit Sparrezepten.
Aber auch Kinderbücher mit vo Ihr entworfenen Holzschnitten sowie Märchen und Geschichtsbuch der Fee Chrysalinde.
1867 folgte „das Buch der Mütter“
Insgesammt könnte man sagen Ihre Bücher waren mehr Ratgeber für Hausfrauen.
Am 4. Februar 1873 starb sie an einem Schaganfall.
Ihr Lebensmotto stellte Sie im Vorwort zur 6. Auflage des Hauswesens
( was mich an Frau Herrmann erinnert–)
"Was einer Frau am besten ziemt, ist Zurückgezogenheit, ihre schönste Tugend häusliches Wirken, das, fern der Öffenlichkeit, jeder starke Licht scheut.

Gruß Dieter

Noch mehr Infos? Lieber wohl nicht oder –

Wenn es Dich nicht zu viel Zeit und Mühe kostet, immer gerne!
Hab hier noch eine Autorin, zu der Du sicher ein wenig Kontext
geben kannst:

Marie Susanne Kübler, „Das Hauswesen, nach seinem ganzen
Umfange dargestellt in Briefen an eine Freundin, mit Beigabe
eines vollständigen Kochbuches“, J. Engelhorn Stuttgart 1873.

Das Buch scheint mir ziemlich fundiert, man findet darin unter
anderem eine Anweisung zum Einlegen junger Maiskolben (1873!)
und ungefähr ein Dutzend verschiedener Weisen, Glühwein,
Punsch, Grog und dergleichen zuzubereiten. Und die Renekloden
heißen dort tatsächlich comme il faut
„Reine-Claude-Pflaumen“…

Was weißt Du zu dieser Autorin? (Neugierig…)

Schöne Grüße

MM

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