Althebräisch

Hallo,

da ich im kommenden Semester Althebräisch anfangen will, würde ich gerne schon mal gern wissen, welche Literatur es in der Sprache gibt. Das Alte Testament, klar. Und noch etwas? Außerdem würde ich gern wissen, wieviele verschiedene Wörter das AT enthält. Laut den Richtlinien für das Hebraicum (Sachsen) soll man einen Grundwortschatz von 400 Wörtern haben. Das kommt mir wenig vor. Soll das wirklich reichen? Hat jemand eine Statistik parat, wieviel Wörter man braucht um soundsoviel Prozent einer durchschnittlichen AT-Passage zu verstehen?

Danke und viele Grüße

Marco

Hallo Marco,

Außerdem würde ich gern wissen, wieviele verschiedene Wörter
das AT enthält.

Keine Ahnung. Aber in den 80-er Jahren habe ich für’s Übersetzen des AT den sogenannten „Gesenius“ benutzt, das war (und ist wohl noch) das maßgebliche Wörterbuch für das AT
http://www.amazon.de/gp/product/3540182063/ref=dp_pr…
Mein Exemplar hat ca. 1000 Seiten, mit durchschnittlich ca. 10 Vokabeln auf jeder Seite (ganz grob geschätzt). Da kommst Du schon mal ganz locker auf 10000 Wörter. Natürlich kommen da etliche nur an einer einzigen Stelle vor, aber wie die in Sachsen auf 400 Wörter Grundwortschatz kommen, weiss der Himmel :wink:

Viele Grüße
Marvin

Hallo,

Statistiken und Vokabelzahlen weiß ich nicht. Aber mit dem Hebraicum hast Du genügend Wissen, um die gängigsten Worte zu verstehen, die übrigen im Wörterbuch zu finden (dazu braucht man Grammatik-Wissen) und den Satzbau zu verstehen. Damit kannst Du AT-Texte übersetzen.
Nach dem Hebraicum kann es ja weitergehen z.B. mit Lektüre-Übungen, dabei vergrößert sich auch der Wortschatz.

Als Wörterbuch ist, wie mein Vorposter schrieb, der Gesenius die Regel. Ich finde den Köhler-Baumgartner besser, weil der einen weiteren Blick hat. Der Gesenius ist oft auf die Luther-Übersetzung „eingeschossen“, im Köhler-Baumgartner bekommt man mehr Bedeutungsspektrum. Es muss nicht unbedingt die neueste Ausgabe sein.

Viel Spaß mit dem Hebräischlernen! Hebräisch ist für uns auch von der Grammatik her sehr fremd, aber ich finde, man kann es gut lernen. Und es ist eine echte Bereicherung, die Texte des AT im Hebräischen zu lesen. Ich wünsche Dir, dass Du die Liebe zu dieser Sprache entdeckst!

Viele Grüße,

Jule