Alu-Rahmen

hallo,
wieviel Jahre hält ein ALU-Fahrradrahmen im Vergleich zum guten Stahl-Rahmen?
danke
Friedrich

Hallo Friedrich,

ich glaube, die Frage ist schwer zu beantworten. Die Zeiten, in denen ein älterer Alu-Rahmen nach einiger Zeit „weich“ geworden sind, ist meiner Meinung nach vorbei.
Ich finde, ein Alu-Rahmen hält mindestens genau so lange, wie ein Stahlrahmen, hat aber den Vorteil, dass er nicht rostet (Im Inneren und nach Steinschlägen).
Eine rein wissenschaftliche Antwort auf Deine Frage kann ich Dir leider nicht geben.

Gruß, Peter

hallo Peter,
ich meine ganz praktisch:
ein Mountenbike mit Alurahmen
kann das auf WALDUNDWIESENTOUR halten?
danke
Friedrich

Hallo Friedrich,

selbstverständlich hält ein Mountainbike. Ich fahre selbst seit ca. 8 Jahren mit Alu-Rahmen. Wenn ich mit meinen fast 100 Kilo über Stock und Stein düse, hat sich noch kein Alu-Rahmen beschwert. Und weich geworden ist auch keiner. Sollte natürlich keiner von der billigen Sorte sein.

Ciao, Peter

Hi,

falls ich noch meinen Senf dazugeben darf :wink:
Alurahmen haben einen viermal besseren wert aus steifigkeit durch gewicht und gehen bestimmt nicht kaputt. alurahmen verbiegen sich auch nicht, sondern brechen durch. wie meine knochen beim skifahren. achte auf das material, z.B. 6000, 7000 und marken wie z.b. easton alu. halte dich an die empfehlungen in den zeitschriften wie „mountain bike“ oder „bike“. willst du mit gepaeck fahren empfehle ich dir unbedingt ein vollgefedertes stueck. im optimalen fall ist der gepaecktraeger am tragenden teil und nicht an der schwinge oder sowas befestigt. und gib nicht weniger als 800 mark fuer den rahmen aus.

hals und rahemnbruch! chris

PS: Mir sind schon 4(!) Stahlrahmen teurer Rennraeder gebrochen. Deshalb bin ich auf Alu umgestiegen.

Auch Hi,

dem kann ich nur in allen Punkten zustimmen.

Gruß, Peter

Das kann ich nicht genau sagen. Im Vergleich zu Stahl zieht Alu den Kürzeren(in Sachen Stabilität).Wahrscheinlich hält ein Alu-Rahmen vom Rahmenbauer „KLEIN“(in Fachkreisen geschätzt) ewig. Andere dagegen sind von Anfang an schlampig verarbeitet und brechen bei auftretenden Belastungsspitzen.
In der Regel sind Alu-Rahmen viel härter und dämpfen nicht so gut wie Stahlrahmen.
Rahmenbrüche bei Alu´s sind daher selten aber dafür spektakulär.
Lange Rede - kurzer (sehr kurzer) Sinn.
Wenn du dein Erspartes in ein gutes Bike (ab 2000 aufwärts) investierst, dein Fahrrad liebst und pflegst, und es mit dem nötigen Respekt behandelst, dann wird es ewig leben.

Gabel- und Rahmenbrüche

Alurahmen haben einen viermal besseren
wert aus steifigkeit durch gewicht und
gehen bestimmt nicht kaputt. alurahmen
verbiegen sich auch nicht, sondern
brechen durch.

also gehen die jetzt nicht kaputt oder brechen die durch??? Was Du schreibst, klingt widersprüchlich, oder?

PS: Mir sind schon 4(!) Stahlrahmen
teurer Rennraeder gebrochen. Deshalb bin
ich auf Alu umgestiegen.

Mir ist vor ein paar Tagen ein (bereits leicht angerosteter 3/4 Querriß am oberen linken Vordergabelschenkel meines 9 Jahre alten VSF-Reiserades aufgefallen. Chrommolybdänstahl. Einfach gerissen. Materialermüdung, oder was? Ich habe sagenhaftes Glück gehabt. Nicht auszudenken, wenn mir bei einer Gefälle-Straßenfahrt durch Schlaglöcher (kommt öfter vor, besonders im Urlaub) das Vorderrad weggebrochen wäre.

Die wahre Gefahr liegt, so meine ich, in Gabel-, Vorbau- oder Lenkerbruch. Wenn andere Teile des Rahmens während der Fahrt brechen, kann man meistens noch mit „der Rappelkiste“ vorsichtig nach Hause fahren, denke ich (habe ich zwar noch nicht selbst erlebt, aber vermute das mal so und bitte um Widerspruch, falls dem nicht so sein sollte).

Mein Tip: alle 5-8 Jahre zumindest die Gabel erneuern. Denn der erste Gabelbruch kann auch der letzte sein.

Gruß
Uwe

Materialermüdung auch bei Chrommolybdänstahl

hallo Peter,
ich meine ganz praktisch:
ein Mountenbike mit Alurahmen
kann das auf WALDUNDWIESENTOUR halten?

hi Friedrich,

ich weiß leider keine konkrete Antwort auf Deine Frage, nur den Hinweis, daß Stahl, auch Chrommolybdänstahl, durchaus Materialermüdungserscheinungen unterliegt und nach entsprechender Benutzungszeit bei entsprechend hartem Einsatz einfach reißt! Das Problem ist dabei weniger eine „Wald- und Wiesentour“, die Du ansprichst, denn im Gelände, sprich: im Wald und auf der Wiese ist alles schön weich und belastet Rahmen und Gabel wenig. Was den Rahmen aber erheblich belastet, sind Straßenfahrten mit und ohne Gepäck downhill durch Schlaglöcher zu fahren. Ich pumpe meine Schwalbe Marathon-Reifen immer auf 8 bzw. 9 bar auf, so daß sie richtig schön rollen. Da wird allerdings jede Erschütterung direkt auf Rahmen und Gabel übertragen. Gnadenlos. Das führt auf die Dauer innerhalb weniger Jahre zu Materialermüdung. Ich vermute bei einem guten Chrommoly-Rahmen genauso wie beim Alu-Rahmen. Wer auf Nummer sicher gehen will, wechselt nach 5-8 Jahren harten Einsatzes zumindest die Gabel aus und gibt sie auf den Schrott, auch wenn sie äußerlich noch unbeschädigt aussieht.

Gruß
Uwe

Aaaaabeeer…
was ist mit der bösen kontaktkorrosion in alurahmen?

Freund konnte sich begeistert der aufgabe widmen, gewinde die durch edelstahlschrauben in alugewindegängen nach 2 saisons vergammelt waren zu restaurieren. war eh ein fehler das rad mit edelstahlbefestigungsmaterial zu versehn.

bringt da aber nicht ne opferanode auch beim rad vielleicht was?

Hallo Helge,

dann hat Dein Freund wohl vergessen, die beiden Metalle gegeneinander zu isolieren. Das geht mit etwas Fett (natürlich säurefrei, sonst hat man eine Batterie gebaut). Es gibt auch ein spezielles Mittel dafür (bei Brügelmann erhältlich, weiß aber den Namen nicht mehr) der das „Festbacken“ verhindert.

Gruß, Peter