Am Anfang war das Wort

hallo metapher und Co,
in einem Buch über altägyptische Mytologie las ich, dass dort dieser Satz gebraucht wird.
Nun sagt Sigmund Freud, dass der jüdische Religionstifter vermutlich Moses war und der als ägyptischer Prinz den damaligen Juden die Eingottreligion beibrachte.
Könnte daher der Bibelsatz stammen: „am Anfang war das Wort“?
Grüße
Raimund

Am Anfang stand das Große BLA. Daraus wurde das kleine bla, dann das blablabla, sodann dann das Geblubber. Und so blabberten und blubberten alle vor sich hin. Sodann erschien ein kluger Kopf, rückwärtsgewandt, esoterisch, sternenbeglückt! Und siehe da, so meinte er zu sehen und zu deuten - nachdem er seinen Astrologen, Wahrsager, Kräuterweibchen, Urologen und haste nicht gesehen fragte: Sieh dort, oh Wunder, da ist das große BLA! Ist dies nicht unser aller Ursprung?!

… für den einen war es das große BLA und für den anderen das große BLUBB. Und fortan hatten sich alle nicht mehr lieb. Und dann gab es noch das große BOAH. Aber das ist eine andere Geschichte …

… dass dort dieser Satz gebraucht wird.

Wo denn?
Wenn da nicht steht, wo das steht, und in welchem Kontext es da steht, ist es wohl das, was es eh zu sein scheint: Eine sinnleere Spekulation.

Die „ägyptische Mythologie“ ist das komplizierteste und umfangreichste, was es auf diesem Gebiet gibt.

Gruß

Metapher

Logos-Theologie
Hallo Raimund,

in einem Buch über altägyptische Mytologie las ich, dass dort
dieser Satz gebraucht wird.
Nun sagt Sigmund Freud, dass der jüdische Religionstifter
vermutlich Moses war und der als ägyptischer Prinz den
damaligen Juden die Eingottreligion beibrachte.
Könnte daher der Bibelsatz stammen: „am Anfang war das Wort“?

Das halte ich für sehr weit hergeholt.

Der Satz „Im Anfang war das Wort“ stammt schließlich aus dem Neuen Testament (Beginn des Johannes-Evangeliums), hat also mit Moses erstmal nullkommagarnix zu tun. Es gibt allenfalls ein paar Querverbindungen zu einigen alttestamentarischen Weisheitsbüchern.

Die sogenannte „Logos-Theologie“ des Evangelisten Johannes (im griechischen Original: εν αρχη ην ο λογος και ο λογος ην προς τον θεον και θεος ην ο λογος ) spielt mit der Mehrdeutigkeit des griechischen Worts λογος (Logos), das „Wort“, „Rede“, aber auch „Sinn“, „Bedeutung“, „Gedanke“ und einiges mehr in diesem Zusammenhang bedeuten kann.

Der ganze Gedankenbau des Evangelisten an dieser Stelle deutet zunächst einmal auf eine Fundierung in der Philosophie der griechischen Antike hin.
Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Logos

Grüße
Wolfgang

hallo metapher und Co,

Hallo Raimund,
es dürfte eher das Bild am Anfang gewesen sein, mal abgesehen davon, dass es über tausend Anfänge gegeben hat. Adam und Eva hatten auch sehr unwahrscheinlich in einen Apfel beißen können.

Könnte daher der Bibelsatz stammen: „am Anfang war das Wort“?
Grüße
Raimund

Hallo Metapher,
ich werde Dir den genauen Text heraussuchen. Dazu die Nebeninfos.

Aber bitte nicht jetzt gleich. Ich muss noch veschiedenes geschäftliches machen.
Grüße
Raimund

Moses galt als ein in die agyptischen Mysterien Eingeweihter, somit wäre es nicht verwunderlich, wenn er diese Erkenntnis weitergegeben hätte. Auch das Vedanta sieht das Wort - das heißt den Ton - als Anfang der Schöpfung.

gruß
rolf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

„am anfang ist das wort“ (irgendwas ho logos?) sind die ersten worten des neues testaments. das buch mit moses beginnt anders. oder was habe ich da jetzt nicht kapiert?

gruß
dataf0x

nein, mein Fehler…
hallo datafox,
ich war der Meinung dieser Satz würd im AT (also der mosaischen) Bibel stehen.
Grüße
Raimund

ich war der Meinung dieser Satz würd im AT (also der
mosaischen) Bibel stehen.

NT, Evangelium des Johannes (Minderheitsgesellschafter im NT, als Intellektueller ausserhalb des Vatikans aber hochgeschätzt) Im Anfang war das Wort, / und das Wort war bei Gott, / und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden / und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
In ihm war das Leben / und das Leben war das Licht der Menschen.

Freud kommt, so ich mich recht erinnere, nur bei Markus vor, nicht aber als Sigismund, sondern als Antithese zu Leid (siehe auch Theodizee: http://de.wikipedia.org/wiki/Theodizee).

Gruss
Schorsch

Sigmund Freud…
…der Begründer der modernen Psychiatrie hat eine Abhandlung veröffentlicht: „der Mann Mose“. Sehr interessant.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund

Verwechselst du nicht Psychiatrie mit Psychoanalyse?
Kannst du zu „der Mann Mose“ nähere Angaben machen? Und mitteilen, was deines Erachtens daran sehr interessant ist?

Gruß
Tim

Hallo Tim

Verwechselst du nicht Psychiatrie mit Psychoanalyse?

das letztere natürlich. Mein Fehler.

Kannst du zu „der Mann Mose“ nähere Angaben machen? Und
mitteilen, was deines Erachtens daran sehr interessant ist?

Das wäre insgesamt zu viel.
Es sind seine Überlegungen, wer Moses war, wie er die Religion der damaligen Juden seinen Vorstellungen anpasste (die Eingottreligion ihnen brachte) und woher er diese hatte.
Ist hochinteressant. Ob er in allen Punktren Recht hatte, möchte ich gar nicht beurteilen. Doch sind seine Ideen recht logisch.
Nebenbei: Freud war Jude. Hat aber mit seinen Überlegungen wohl weniger zu tun.
Kauf Dir das Buch (ist nicht teuer) bei amazoon. Gibt es eal Paperback.

Grüße
Raimund

Hallo

ich werde Dir den genauen Text heraussuchen. Dazu die
Nebeninfos.

Mache es nicht spannend, ich warte…Oder stimmen meine düsteren Vorahnungen?

P.