Am Auto Rost entfernen

Hallo Zusammen,

ich stelle mir gerade ein Informationspool zum Thema „Rost entfernen“ zusammen. Hintergrund ist, dass ich mein altes Auto restaurieren will und aktuell die Planung der Karosseriearbeiten durchführe. Mir scheint vor allem im Bezug zur Restauration von Autos www.rost-entfernen.com eine gute Übersicht zu geben. Was habt Ihr für Tipps?
Wäre Euch für ein umfangreiches Feedback dankbar!

Gruß
Josi

Guten Tag Josi,

ich habe gerade mal einige Zeilen in deinem -Informationspool - gelesen. So aus dem Bauch heraus und der Erfahrung mit alten Autos im Hintergrund, würde ich sagen: Lass es sein. Es gibt genügend Infos im Netz, die schon vom Ansatz her brauchbare Anleitungen liefern.
Und zu deinem eigenem Auto und dem restaurieren: Der Fiat hat eine selbstragende Karosserie. Darunter versteht man unter anderem, das alle Teile, die nicht angeschraubt wurden, zur Stabilität beitragen müssen. So macht es zum Beispiel keinen Sinn, den duchgerosteten Fahrzeugboden mit irgendwelchen Kunstharzfüllungen und viel Unterbodenschutz schönen zu machen.
Der TÜV verlangt das Karosserieteile vom Hersteller geliefert und auch noch von einem geprüften Schweisser eingeschweisst werden usw.

Mfg
Wolfgang

Der TÜV verlangt das Karosserieteile vom Hersteller geliefert
und auch noch von einem geprüften Schweisser eingeschweisst
werden usw.

Mfg
Wolfgang

Ganz sicher?Blechteile selbst abkanten oder Zubehör und dann auch selbst einschweißen ist verboten?Ich kann mich nicht erinnern beim TÜV jemals Rechnungen und Schweißerschein gebraucht zu haben.

Grüße

Moin!

ich habe gerade mal einige Zeilen in deinem -Informationspool

  • gelesen. So aus dem Bauch heraus und der Erfahrung mit alten
    Autos im Hintergrund, würde ich sagen: Lass es sein. Es gibt
    genügend Infos im Netz, die schon vom Ansatz her brauchbare
    Anleitungen liefern.

Ich wäre ja vorsichtig mit „Bedienungsanleitungen“ für Arbeiten an lebenswichtigen Teilen an Autos für Laien.

Und zu deinem eigenem Auto und dem restaurieren: Der Fiat hat
eine selbstragende Karosserie. Darunter versteht man unter
anderem, das alle Teile, die nicht angeschraubt wurden, zur
Stabilität beitragen müssen. So macht es zum Beispiel keinen
Sinn, den duchgerosteten Fahrzeugboden mit irgendwelchen
Kunstharzfüllungen und viel Unterbodenschutz schönen zu
machen.

Das stimmt, allerdings macht es auch keinen Sinn, ein Auto wegzuwerfen, weil keine Original-Bodenbleche mehr lieferbar sind.
Vielmehr sind Autos in sicherem Zustand zu halten, wenn sie im Gültigkeitsbereich der StVO bewegt werden sollen.
Dies ist auch mit „handgedengelten“ Blechen möglich.

Der TÜV verlangt das Karosserieteile vom Hersteller geliefert
und auch noch von einem geprüften Schweisser eingeschweisst
werden usw.

Das macht der TÜV definitiv nicht.
Sonst wäre mein Alfa bereits aus dem Verkehr gezogen worden. Alfa liefert so gut wie keine Ersatzteile mehr für ältere Modelle.

Des Weiteren wäre es unmöglich, Autos zu restaurieren und wieder zum Straßenverkehr zuzulassen, deren Hersteller nicht mehr existieren.

Ich wüsste nicht, dass der Monteverdi oder der Abarth (mit von Abarth hergestelleter Alukarosse und dem Hersteller „Abarth“ im Brief eingetragen) in meinem Freundeskreis mit illegal erschwindelten TÜV-Plaketten unterwegs wären…

Gruß,
M.

Bei und in Grevesmühlen gibt es eine Sandstrahlerei. Die haben des öfteren Oldtimer dort zur Rostentfernung.

Hallo!

Die haben des öfteren Oldtimer dort zur Rostentfernung.

Das ist eine wichtige Beobachtung beim Aussuchen eines geeigneten Betriebs. Im Unternehmen muss es Erfahrung beim Umgang mit dünnen Blechen geben, sonst wird aus einem rostigen Oldtimer schnell ein Haufen irreparabler Schrott.

Gruß
Wolfgang

…so hab’ ich’s vor 24 Jahren an meinem Fiat500…
Guten Tag Josi,
Leider bin ich erst heute (eher zufällig) auf Deine Anfrage gestossen und wollte Dir meine Erfahrung mitteilen. Ich hoffe, es ist dennoch interessant für Dich.
Meinen kleinen Youngtimer (Fiat 500, mutiert zum Steyr Puch 500S)bewundern die Leute heute immer noch und meinen, ich habe ihn erst neulich restauriert - dabei ist das Ganze fast ein Vierteljahrhundert her.
So hatte ich es damals gemacht:
An meinem Wagen ist NICHTS sandgestrahlt. Der nackte Wagen wurde durch Abbürsten und lokales Schleifen vom Rost befreit. Auf die Durchgerosteten Stellen kamen Bleche. Wo es notwendig war, griff ich auf neue (!) Ersatz- oder Reperaturblechteile zurück. Der Korrosionsschutz an sich erfolgte wie bei meinem Eisengartenzaun: nachdem der gröbste Rost so gut wie möglich (also keine Doktorarbeit) weg war, kam Zinkgrundierlack drauf, dem eine Grundierung folgte. Abschließend strich ich alles in Silbergrau. Jede Lage wurde je dreimal mit Pinsel und/ oder Rolle aufgebracht. Auf die Türschwellern kam ein streichbarer PVC- Steinschlagschutz von VW, der überlackiert werden kann. Ich nahm die Wagenfarbe. Am Schluß versprühte ich in alle - wirklich alle - Hohlraum, auch bei den Hauben und in die Dachholme, zwei Liter VW- Hohlraumversiegelung. Damit das gut gelingt, bohrte ich gezielt an unzugänglichen Stellen in´der Rohbauphase (z.B. Schweller neben der Sitzschiene) Löcher, durch die ich gut sprühen konnte und die es immer erlauben, dass diese Hohlräume gut durchlüften. Der Wagen erhielt keinen Unterbodenschutz (1x/ Jahr wird kontrolliert und gfs wie beim Zaun „Rost entfernen/ Zinklack/Grundierung/ Endfarbe“ kleine Stellen repariert. Ich fahre ohne jeglichen Teppichboden/ Gummimatte, sodass Regenwasser sofort verdunsten kann. Nur zu Oldtimerausfahrten wird der Innenboden mit einer schönen Teppichmatte belegt. Ich hatte mit Grundabnahme und Folge-HU- Terminen NIE Probleme. Im Gegenteil: oft holte der Prüfer die Büroleute und sie „mussten“ sich dann den Wagen auf der Hebebühne von unten anschauen…
Soweit meine Vorgehensweise. Ich hoffe, es hilft Dir.
mit freundlichen Grüssen
Hans