Am Geldmarkt schwachen US-Dollar nutzen

Hallo,

  1. da der US-Dollar derzeit schwach steht, spiele ich mit dem Gedanken USD-Geldmarktfonds zu kaufen. Ich denke dass der Dollar stärker werden wird, wenn die Fed den Leitzins demnächst senken würde. Ist dieser Gedankengang so richtig? (Als Orientierung diente mir folgender Thread: /t/wie-kann-man-schwachen-dollar-als-anlage-nutzen/2…
    sowie folgende Webseite: http://www.tomorrowfund.de/Portals/tfm_de/images/upl…

In amerikanische Aktien oder sonstige Investements wollte ich gegenwärtig nicht gehen.

Ich hab da schon folgenden Fonds ins Visier genommen: UNIMONEYMARKET: USD (http://fonds.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=…)
ISIN: LU0059863547

Ich hab den gewählt, weil er keinen Ausgabeaufschlag hat und gut bewertet ist.
2.Da habe aber nochmal ein Paar fragen:

2.1 Der Fonds ist aussschüttend. Ist es steuerlich nicht besser, wenn er thesauriert? Ich hab aber noch Luft was Freistellungsaufträge angeht.

2.2. Gibt es da Alternativen an USD-Geldmarkt-Fonds?

Ich hoffe auf viele Antworten

Hallo,

  1. da der US-Dollar derzeit schwach steht, spiele ich mit dem
    Gedanken USD-Geldmarktfonds zu kaufen. Ich denke dass der
    Dollar stärker werden wird, wenn die Fed den Leitzins
    demnächst senken würde. Ist dieser Gedankengang so richtig?

Der Gedankengang an sich ja, aber was sollte die Fed dazu bewegen, den Leitzins zu senken? Der Trend geht eher nach oben. Ich sehe auch keinen Grund, den wieder zu drücken, eher höher zu schrauben.

(Als Orientierung diente mir folgender Thread:
/t/wie-kann-man-schwachen-dollar-als-anlage-nutzen/2…
sowie folgende Webseite:
http://www.tomorrowfund.de/Portals/tfm_de/images/upl…

In amerikanische Aktien oder sonstige Investements wollte ich
gegenwärtig nicht gehen.

Ich hab da schon folgenden Fonds ins Visier genommen:
UNIMONEYMARKET: USD
(http://fonds.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=…)
ISIN: LU0059863547

Ich hab den gewählt, weil er keinen Ausgabeaufschlag hat und
gut bewertet ist.
2.Da habe aber nochmal ein Paar fragen:

2.1 Der Fonds ist aussschüttend. Ist es steuerlich nicht
besser, wenn er thesauriert? Ich hab aber noch Luft was
Freistellungsaufträge angeht.

Ob thesaurierend oder ausschüttend ist steuerlich gesehen völlig egal.
Es könnte Sinn machen, seine Anlagen so umzuschichten, dass davon betroffene Anlagen in thesaurierenden Fonds liegen, weil die Abgeltungssteuer möglicherweise nur für neuerworbene Fondsanteile greift. Und ausschüttende Fonds erhöhen die Anteilsanzahl, thesaurierende den Anteilswert. Und das könnte evtl. ein Vorteil sein, sofern dies bis Ende 2007 erfolgt ist.
Aber ein Geldmarkt ist davon nicht betroffen, da dessen Gewinne sowieso komplett der Besteuerung unterliegen. Kursgewinne aus Aktien- oder einigen Rentenfonds (steueroptimierte) sind nach derzeitiger Lage nach 12 Monaten steuerfrei.

2.2. Gibt es da Alternativen an USD-Geldmarkt-Fonds?

Da kommt es wahrscheinlich sehr darauf an, was Sie eigentlich wollen.

Ich hoffe auf viele Antworten

Hallo,

  1. da der US-Dollar derzeit schwach steht, spiele ich mit dem
    Gedanken USD-Geldmarktfonds zu kaufen. Ich denke dass der
    Dollar stärker werden wird, wenn die Fed den Leitzins
    demnächst senken würde.

wieso denn das? Wenn die Fed die Leitzinsen senkt, fällt der Kurs des USD zum EUR eher, würde ich meinen. Dann schmiert Dir der EUR-Kurs des USD-Geldmarktfonds ab.

Oder anders: Geht einer von EUR in JPY, weil der JPY zum EUR immer schwächer wird? Wohl kaum.
Warum sollte es bezogen auf den USD anders sein?

2.2. Gibt es da Alternativen an USD-Geldmarkt-Fonds?

Ein Fremdwährungskonto in USD.

Grüße

schwer zu sagen

Hallo,

  1. da der US-Dollar derzeit schwach steht, spiele ich mit dem
    Gedanken USD-Geldmarktfonds zu kaufen. Ich denke dass der
    Dollar stärker werden wird, wenn die Fed den Leitzins
    demnächst senken würde. Ist dieser Gedankengang so richtig?

Nein, das ist es nicht. Die Nachfrage nach Dollar, und damit ein Anstieg des Dollar, kommt erst dann in Schwung, wenn genügend Anreize vorhanden sind, in Dollaranlagen zu investieren. Da eine amerikanische Bank nunmal Zinsen auf Dollar zahlt, muss man auch Dollar haben.
Investoren werden aber nur dann in Dollar anlegen, wenn es sich überhaupt lohnt dort anzulegen. Das ist dann der Fall, wenn die Zinsen steigen bzw. hoch stehen. Davon kann im Moment aber gar keine Rede sein. Und einen Anstieg des Dollar einzig und allein auf gestiegenes Anlageinteresse in amerikanische Aktien bzw. Anleihen etc. zu begründen, halte ich momnetan auch für eher schwach.

Darüber hinaus kann man das auch für die nahe bis mittlere Zukunft ausschließen. Zinsen werden nur dann erhöht, „wenn der Laden brummt“. Davon kann aber momentan auch keine Rede sein. Die FED wird sich daher wohl noch ein Weilchen zurückhalten. Insbesondere deswegen, weil noch einige „volkswirtschaftliche Leichen“ im Keller verstaut sind.
Ausschlaggebend wird auch das kommende Jahr sein. Sollten die USA wieder eine demokratische Regierung bekommen und die Zeichen dafür stehen nicht so schlecht, wird es sicherlich zu einer grundlegenden Konsolidierung des Staatshaushaltes kommen, insb. auch mit Blick auf die US-Zahlungsbilanz, die durch eine dramatische Verschlechterung auch massiv auf den Wechselkurs durchschlägt.
Allerdings werden die Demokraten das auch nicht von heute auf morgen schaffen und somit könnten noch ein bis 3 Jahre ins Land gehen, bevor der Dollar wieder „zu alter Stärke“ zurückfindet. Die Bush-Regierung hat halt sehr viel gemacht, was eher kontraproduktiv war.

In amerikanische Aktien oder sonstige Investements wollte ich
gegenwärtig nicht gehen.

Wäre aber im Moment m.E. -wenn schon- sinnvoller als die Anlage in den Dollar selbst. Bei den Aktien hat man nämlich den Vorteil, dass der Einstieg nun relativ günstig ist und sogar ein „Abbröckeln“ der Kurse später noch durch Vorteile bei der Währung kompensiert werden könnten.
Den Dollar nur zu Spekulationszwecken zu halten, ist zur Zeit aus ökonomischer Sicht kaum begründbar. Investitionen in Dollar, z.B. amerikanische Aktien, sind es da schon eher.

Allerdings muss man letztlich auch sehen, dass immer noch sehr viel auf Pump und zwar mit Yen-Krediten finanziert wurde und wenn das einmal aus dem Markt abgezogen wird, könnten die Kurse deutlich nach unten kommen. Für diesen Fall überlege ich schon seit einiger Zeit den Yen zu kaufen.

2.Da habe aber nochmal ein Paar fragen:

2.1 Der Fonds ist aussschüttend. Ist es steuerlich nicht
besser, wenn er thesauriert? Ich hab aber noch Luft was
Freistellungsaufträge angeht.

Na ja, AUsschüttungen sind immer -aus steuerlichen Aspekten- abzulehnen. Allerdings willst Du ja auch mal was in der Kasse sehen und aus Sicherheitsüberlegungen wäre eine Ausschüttung auch besser. Das muss halt jeder für sich selbst entscheiden.

VG
TraderS

Hallo,

  1. da der US-Dollar derzeit schwach steht, spiele ich mit dem
    Gedanken USD-Geldmarktfonds zu kaufen. Ich denke dass der
    Dollar stärker werden wird, wenn die Fed den Leitzins
    demnächst senken würde. Ist dieser Gedankengang so richtig?

Nein, ist er nicht. Bei einer Senkung des Leizins einer bestimmten Währung schwächelt diese im allgemeinen. Das liegt darin, daß man dann in dieser Währung auch nicht mehr so gute Zinsen für sein Geld bekommt und die Investoren ihr Geld lieber abziehen und in anderen Währungen anlegen. Z.Zt. sieht es eher danach aus, als ob die FED im nächsten Quartal den Leitzins senken würde.

Das heißt jedoch nicht zwangsweise, daß der Dollar gegenüber dem Euro noch tiefer fällt. Und das widerum liegt an Am Leistungsbilanzdefizit der USA. Das war in den letzten Jahren RIESIG groß und ist einer der Gründe für dne derzeitigen schwachen Dollar. allerdings scheint sich das Defizit langsam zu verringern und von der Seite aus gesehen hat der Dollar langfrisitig wieder eher ein Aufwärtspotential.

Der Gedankengang an sich ja, aber was sollte die Fed dazu
bewegen, den Leitzins zu senken? Der Trend geht eher nach
oben. Ich sehe auch keinen Grund, den wieder zu drücken, eher
höher zu schrauben.

Die FED wird den Leitzins mit relativ hoher Warscheinlichkeit im nächsten Quartal senken, da die amerikanische Konjunktur schwächelt. Damit erleichtert sie Unternehmen Kredite aufzunehmen. Was gegen eine Senkung des Leitzins spricht ist die Inflationsgefahr. Die sieht z.Zt. jedoch relativ moderat aus. In der Eurozone dagegen wird der leitzins warscheinlcih erhöht, Diesmal aufgrund der Inflation, die durch die gute Konjunktur in der Eurozone angeheizt wird.

(Als Orientierung diente mir folgender Thread:
/t/wie-kann-man-schwachen-dollar-als-anlage-nutzen/2…
sowie folgende Webseite:
http://www.tomorrowfund.de/Portals/tfm_de/images/upl…

In amerikanische Aktien oder sonstige Investements wollte ich
gegenwärtig nicht gehen.

Ich hab da schon folgenden Fonds ins Visier genommen:
UNIMONEYMARKET: USD
(http://fonds.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=…)
ISIN: LU0059863547

Ich hab den gewählt, weil er keinen Ausgabeaufschlag hat und
gut bewertet ist.
2.Da habe aber nochmal ein Paar fragen:

2.1 Der Fonds ist aussschüttend. Ist es steuerlich nicht
besser, wenn er thesauriert? Ich hab aber noch Luft was
Freistellungsaufträge angeht.

Ob thesaurierend oder ausschüttend ist steuerlich gesehen
völlig egal.
Es könnte Sinn machen, seine Anlagen so umzuschichten, dass
davon betroffene Anlagen in thesaurierenden Fonds liegen, weil
die Abgeltungssteuer möglicherweise nur für neuerworbene
Fondsanteile greift. Und ausschüttende Fonds erhöhen die
Anteilsanzahl, thesaurierende den Anteilswert. Und das
könnte evtl. ein Vorteil sein, sofern dies bis Ende
2007 erfolgt ist.
Aber ein Geldmarkt ist davon nicht betroffen, da dessen
Gewinne sowieso komplett der Besteuerung unterliegen.
Kursgewinne aus Aktien- oder einigen Rentenfonds
(steueroptimierte) sind nach derzeitiger Lage nach 12 Monaten
steuerfrei.

2.2. Gibt es da Alternativen an USD-Geldmarkt-Fonds?

Yau. Es gibt diverse Zertifikate und Optionsscheine. Unter anderem auf den Euro/USD Kurs. Diese Zertifikate bilden den Euro/USD-Kurs entweder 1:1 oder auf andere Art ab (so, daß man z.B. von stagnierenden kursen profitieren kann). Steuerlich gesehen bieten sie den Vorteil, daß sie als „Spekulationsgeschäft“ gelten, d.h., wenn du sie frühestens 1 Jahr nach dem Kauf wieder verkaufst, musst du 0.0000% an den Fiskus abführen.
Normalerweise geben diese Zertifikat dir eine höhere Rendite (je nach Hebel) und haben gegenüber Fonds den Vorteil, nicht aktiv gemanaged zu sein, d.h., es fallen keine weiteren Verwaltungskosten an, die an deiner Rendite fressen.

Nachteile sind natürlich wie immer das erhöhte Risiko :smile:. Allerdings würde ich einen totalverlust beim Euro/Dollar doch stark bezweifeln. Und außerdem gibt es sogenannte „Garantiezertifikate“, die dir ein vergleichsweise geringes Verlustrisiko bieten, dann allerdings auch eine geringere Rendite (obwohl meistens immer noch höher, als bei einem Fond). :smiley:.

Da kommt es wahrscheinlich sehr darauf an, was Sie eigentlich
wollen.

Es kommt vor allen Dingen wie immer auf folgendes an: hohes Risiko, oder eher geringes Rsisiko? bei geringem Risiko würde ich ein Garantiezertifikat auf den Euro/USD empfehlen (Fonds mag ich aufgrund der Fondmanagergehälter, die von meiner Rendite abgehen eiegtnlich eher nicht :smile: ).

Ich hoffe auf viele Antworten

Grüße, Tom

Hi,

@all: Danke für die Antworten bisher.

Ich habe da wohl einiges nicht bedacht. Ich dachte jetzt bekommt man für einen dollar realtiv viele dollar. deshalb dachte ich an einen einstieg im us-geldmarkt. irgendwie muss es doch möglich sein aus dem gegenwärtigen euro/dollar-kurs kapital zu schlagen. us-aktien halte ich gegenwärtig für wenig geeignet. sie sind glaub ich langsam überbewertet.

2.2. Gibt es da Alternativen an USD-Geldmarkt-Fonds?

Ein Fremdwährungskonto in USD.

aber diese Konten sind von der Kontoführung relativ teuer und eher keine alternative. Ich dachte eher andere interessante Geldmarktfonds.

grüße

Nein, ist er nicht. Bei einer Senkung des Leizins einer
bestimmten Währung schwächelt diese im allgemeinen. Das liegt
darin, daß man dann in dieser Währung auch nicht mehr so gute
Zinsen für sein Geld bekommt und die Investoren ihr Geld
lieber abziehen und in anderen Währungen anlegen. Z.Zt. sieht
es eher danach aus, als ob die FED im nächsten Quartal den
Leitzins senken würde.

War nun erst das Huhn oder zuerst das Ei? Wird der Zins gesenkt, weil die Wirtschaft schwächelt oder schwächelt die Wirtschaft, weil der Zins so hoch ist?

Das heißt jedoch nicht zwangsweise, daß der Dollar gegenüber
dem Euro noch tiefer fällt. Und das widerum liegt an Am
Leistungsbilanzdefizit der USA. Das war in den letzten Jahren
RIESIG groß und ist einer der Gründe für dne derzeitigen
schwachen Dollar. allerdings scheint sich das Defizit langsam
zu verringern und von der Seite aus gesehen hat der Dollar
langfrisitig wieder eher ein Aufwärtspotential.

Da sollten wir beobachten. Schau mer ma.

Die FED wird den Leitzins mit relativ hoher Warscheinlichkeit
im nächsten Quartal senken, da die amerikanische Konjunktur
schwächelt. Damit erleichtert sie Unternehmen Kredite
aufzunehmen. Was gegen eine Senkung des Leitzins spricht ist
die Inflationsgefahr. Die sieht z.Zt. jedoch relativ moderat
aus. In der Eurozone dagegen wird der leitzins warscheinlcih
erhöht, Diesmal aufgrund der Inflation, die durch die gute
Konjunktur in der Eurozone angeheizt wird.

Erhöhungen sind sowieso gefährlich, da in den Staaten eine sehr hohe Verschuldung herrscht. Und hohe Schulden + steigende Zinsen würgen auch ziemlich heftig.
Allerdings sorgen niedrige Zinsen wieder für mehr Kredite und steigende Inflation, was den Bogen noch mehr spannt. Deswegen müssten eben die Zinsen steigen. Die haben es momentan ganz sicher nicht ganz leicht.
Und ob sich die Eurozone plötzlich vom Dollar abnabelt, möchte ich mal bezweifeln. Bisher rutschten wir doch immer hinter der Zinsentwicklung beim Doller her.

Yau. Es gibt diverse Zertifikate und Optionsscheine. Unter
anderem auf den Euro/USD Kurs. Diese Zertifikate bilden den
Euro/USD-Kurs entweder 1:1 oder auf andere Art ab (so, daß man
z.B. von stagnierenden kursen profitieren kann). Steuerlich
gesehen bieten sie den Vorteil, daß sie als
„Spekulationsgeschäft“ gelten, d.h., wenn du sie frühestens 1
Jahr nach dem Kauf wieder verkaufst, musst du 0.0000% an den
Fiskus abführen.

Geh ich mit. Aber dafür muss man schon fast ein Seminar besuchen. Bei einem A-Fonds weiß der halbwegs informierte Anleger, was er kauft, was bei einem Zertifikat nicht wirklich der Fall ist.

Normalerweise geben diese Zertifikat dir eine höhere Rendite
(je nach Hebel) und haben gegenüber Fonds den Vorteil, nicht
aktiv gemanaged zu sein, d.h., es fallen keine weiteren
Verwaltungskosten an, die an deiner Rendite fressen.

Was ist an Zertifikaten „normal“? Normal ist doch nur, dass es eine mittlerweile unübersehbare Vielfalt gibt, die man eigentlich gar nicht überblicken kann.

Nachteile sind natürlich wie immer das erhöhte Risiko :smile:.
Allerdings würde ich einen totalverlust beim Euro/Dollar doch
stark bezweifeln.

es gibt viele theoretische Möglichkeiten. Ganz gern wird auch mit einem Totalverlust bei Aktienfonds gedroht :smile:))

Und außerdem gibt es sogenannte
„Garantiezertifikate“, die dir ein vergleichsweise geringes
Verlustrisiko bieten, dann allerdings auch eine geringere
Rendite (obwohl meistens immer noch höher, als bei einem
Fond). :smiley:.

Die sind aber nicht mehr steuerfrei :wink:
Und ob die tatsächlich höher ausfällt als bei Fonds, kann man wahrscheinlich gar nicht sooo genau sagen.
Wie sagt Franz? Schau mer ma.

Es kommt vor allen Dingen wie immer auf folgendes an: hohes
Risiko, oder eher geringes Rsisiko? bei geringem Risiko würde
ich ein Garantiezertifikat auf den Euro/USD empfehlen

Wenn man sich damit auskennt …

(Fonds mag ich aufgrund der Fondmanagergehälter, die von meiner
Rendite abgehen eiegtnlich eher nicht :smile: ).

Merkt man gar nicht. Aber trotzdem mit einem „s“ am Ende schreiben.

Hi,

also ich suche eigentlich etwas sicheres und liquides das mir die möglichkeit gibt etwas an einem stärker werdenden dollar zu profitieren.

also keine futures oder hebelprodukte.

hi,

aber der artikel der wams auf den ich mich beziehe (siehe link im ersten beitrag) gibt doch den hinweis geldmarktfonds in erwägung zu ziehen. was ist den dran so falsch. fremdwährungskonten kosten mehr und bringen wenig. http://www.modern-banking.de/vergleich_waehrungskont…

ich habe ein depot bei nordnet. aber die konditionen sind nich so gut.

also ich suche eigentlich etwas sicheres und liquides das mir die möglichkeit gibt etwas an einem stärker werdenden dollar zu profitieren.

also keine futures oder hebelprodukte.

grüße

War nun erst das Huhn oder zuerst das Ei? Wird der Zins
gesenkt, weil die Wirtschaft schwächelt oder schwächelt die
Wirtschaft, weil der Zins so hoch ist?

Ersteres ist der Fall. Der Zins ist in den USA zur Zeit eher moderat und eine Erhöhung wäre wie bereits von Tom und mir erwähnt kontrapoduktiv. Es ist niemals nur der Zins, der einen dermaßen Negativeinfluss auf die gesamte Wirtschaftslage nehmen kann.
Das ist ja gerade auch so ein bisschen das Phänomen, dass eben obwohl die US Wirtschaft in vielen Dingen sehr flexibel ist, die Märkte nicht in Schwung kommen. Hier kann man sehr schön die oftmals gescheiterte (Fiskal)Politik der Bush Administration erkennen.

Das heißt jedoch nicht zwangsweise, daß der Dollar gegenüber
dem Euro noch tiefer fällt. Und das widerum liegt an Am
Leistungsbilanzdefizit der USA. Das war in den letzten Jahren
RIESIG groß und ist einer der Gründe für dne derzeitigen
schwachen Dollar. allerdings scheint sich das Defizit langsam
zu verringern und von der Seite aus gesehen hat der Dollar
langfrisitig wieder eher ein Aufwärtspotential.

Da sollten wir beobachten. Schau mer ma.

Ja, also was die Leistungsbilanz bzw. die Zahlungsbilanz angeht, sehe ich da auch einen durchaus längeren Zeittraum auf die USA zukommen - konsolidierungstechnisch. Wichtig ist aber, dass jetzt endlich mal die richtigen Impulse gegeben werden. Solche schlagen dann auch auf den Devisenmarkt durch. Aber das braucht wie gesagt auch seine Zeit. Momentan scheint es sowieso so, dass vor allem die Chinesen immer mehr an der „Währungsreserve Euro“ Gefallen finden. Fraglich ist aber auch was passiert, wenn die Carry Trade Welle in sich zusammen fällt.

Erhöhungen sind sowieso gefährlich, da in den Staaten eine
sehr hohe Verschuldung herrscht. Und hohe Schulden + steigende
Zinsen würgen auch ziemlich heftig.

Ja, das stimmt, wobei der Markt -insbesondere für private Kredite- auch schon mit niedrigeren Zinsen auf die Wand zusteuert. Auch so ein Phänomen: Die Amis arbeiten viel und auch gerne nur können sie dann nur schwer mit dem Geld umgehen. Liegt aber wohl auch an der starken Konsumorientierung der Gesellschaft.

Allerdings sorgen niedrige Zinsen wieder für mehr Kredite und
steigende Inflation, was den Bogen noch mehr spannt. Deswegen
müssten eben die Zinsen steigen. Die haben es momentan ganz
sicher nicht ganz leicht.

Ja, auch so eine Sache. Letztlich muss man aber auch sehen, dass diese ganzen Maßnahmen auch mit einer gewissen Zeitverzögerung eintreten. Die Gefahr einer übermäßigen Inflation ist momentan aber eher nicht gegeben. Dafür sprechen auch die meisten, relevanten Indikatoren.

Und ob sich die Eurozone plötzlich vom Dollar abnabelt, möchte
ich mal bezweifeln. Bisher rutschten wir doch immer hinter der
Zinsentwicklung beim Doller her.

Vorsicht, die EZB hat sich gerade in der Geldpolitik und damit auch der Zinspolitik viele Verhaltensweisen zu eigen gemacht, die unsere dt. Bundesbank jahrzehntelang nutzte, um die DM dermaßen stabil zu halten, das die Welt uns dafür beneidet hat.
Man könnte hier schon von einer Art „Scheideweg“ sprechen und ich bin davon überzeugt, dass wir gerade in einer „historischen Phase“ sind. Jetzt sieht man eben, dass es doch möglich ist, Geldpolitik für alle zu machen (Euroland) und das die USA durchaus auch Krisen erleben können, die an früheren Dollarständen nicht abzulesen waren.
Sicherlich hat Bush die USA nicht auf ewig in die zweite Reihe gewirtschaftet. Aber sie werden auf jeden Fall eine ganze Weile brauchen, um wieder „Erster“ zu werden.

VG
TraderS

Ersteres ist der Fall. Der Zins ist in den USA zur Zeit eher
moderat und eine Erhöhung wäre wie bereits von Tom und mir
erwähnt kontrapoduktiv. Es ist niemals nur der Zins, der einen
dermaßen Negativeinfluss auf die gesamte Wirtschaftslage
nehmen kann.

Nur der Zins sicher nicht, aber im Zusammenspiel mit anderen Ereignissen hat er sicher auch Einflüsse.

Das ist ja gerade auch so ein bisschen das Phänomen, dass eben
obwohl die US Wirtschaft in vielen Dingen sehr flexibel ist,
die Märkte nicht in Schwung kommen. Hier kann man sehr schön
die oftmals gescheiterte (Fiskal)Politik der Bush
Administration erkennen.

Gibt es Beispiele für die Fehlpolitik? Was haben die falsch gemacht und warum? Natürlich nicht alles, aber mich interessieren hier die Zusammenhänge.

Ja, also was die Leistungsbilanz bzw. die Zahlungsbilanz
angeht, sehe ich da auch einen durchaus längeren Zeittraum auf
die USA zukommen - konsolidierungstechnisch. Wichtig ist aber,
dass jetzt endlich mal die richtigen Impulse gegeben werden.
Solche schlagen dann auch auf den Devisenmarkt durch. Aber das
braucht wie gesagt auch seine Zeit. Momentan scheint es
sowieso so, dass vor allem die Chinesen immer mehr an der
„Währungsreserve Euro“ Gefallen finden. Fraglich ist aber auch
was passiert, wenn die Carry Trade Welle in sich zusammen
fällt.

In welcher Form Carry Trade? Wer hat wo geliehen und wo angelegt?

Ja, das stimmt, wobei der Markt -insbesondere für private
Kredite- auch schon mit niedrigeren Zinsen auf die Wand
zusteuert. Auch so ein Phänomen: Die Amis arbeiten viel und
auch gerne nur können sie dann nur schwer mit dem Geld
umgehen. Liegt aber wohl auch an der starken
Konsumorientierung der Gesellschaft.

Was aber auch bei uns teilweise erschreckende Ausmaße annimmt.

Allerdings sorgen niedrige Zinsen wieder für mehr Kredite und
steigende Inflation, was den Bogen noch mehr spannt. Deswegen
müssten eben die Zinsen steigen. Die haben es momentan ganz
sicher nicht ganz leicht.

Ja, auch so eine Sache. Letztlich muss man aber auch sehen,
dass diese ganzen Maßnahmen auch mit einer gewissen
Zeitverzögerung eintreten. Die Gefahr einer übermäßigen
Inflation ist momentan aber eher nicht gegeben. Dafür sprechen
auch die meisten, relevanten Indikatoren.

Welche Indikatoren?

Und ob sich die Eurozone plötzlich vom Dollar abnabelt, möchte
ich mal bezweifeln. Bisher rutschten wir doch immer hinter der
Zinsentwicklung beim Doller her.

Vorsicht, die EZB hat sich gerade in der Geldpolitik und damit
auch der Zinspolitik viele Verhaltensweisen zu eigen gemacht,
die unsere dt. Bundesbank jahrzehntelang nutzte, um die DM
dermaßen stabil zu halten, das die Welt uns dafür beneidet
hat.
Man könnte hier schon von einer Art „Scheideweg“ sprechen und
ich bin davon überzeugt, dass wir gerade in einer
„historischen Phase“ sind. Jetzt sieht man eben, dass es doch
möglich ist, Geldpolitik für alle zu machen (Euroland) und das
die USA durchaus auch Krisen erleben können, die an früheren
Dollarständen nicht abzulesen waren.
Sicherlich hat Bush die USA nicht auf ewig in die zweite Reihe
gewirtschaftet. Aber sie werden auf jeden Fall eine ganze
Weile brauchen, um wieder „Erster“ zu werden.

das werden wohl auch die Chinesen machen. Vielleicht helfen die Inder noch ein wenig mit.

VG
TraderS

Wär schön, wenn ich noch paar Zusammenhänge bekomme, Danke schon mal.
Irgendwie ist das mit den Währungen und Devisen nicht so mein Ding, aber interessant.

Das ist ja gerade auch so ein bisschen das Phänomen, dass eben
obwohl die US Wirtschaft in vielen Dingen sehr flexibel ist,
die Märkte nicht in Schwung kommen. Hier kann man sehr schön
die oftmals gescheiterte (Fiskal)Politik der Bush
Administration erkennen.

Gibt es Beispiele für die Fehlpolitik? Was haben die falsch
gemacht und warum? Natürlich nicht alles, aber mich
interessieren hier die Zusammenhänge.

Naja Busch hat es z.B. geschafft den größten Haushaltsüberschuß aller Zeiten aus der Clinton-Ära binnen 2 Jahren in eins der größten Haushaltsdefizite aller Zeiten zu verwandeln

Ja, also was die Leistungsbilanz bzw. die Zahlungsbilanz
angeht, sehe ich da auch einen durchaus längeren Zeittraum auf
die USA zukommen - konsolidierungstechnisch. Wichtig ist aber,
dass jetzt endlich mal die richtigen Impulse gegeben werden.
Solche schlagen dann auch auf den Devisenmarkt durch. Aber das
braucht wie gesagt auch seine Zeit. Momentan scheint es
sowieso so, dass vor allem die Chinesen immer mehr an der
„Währungsreserve Euro“ Gefallen finden. Fraglich ist aber auch
was passiert, wenn die Carry Trade Welle in sich zusammen
fällt.

In welcher Form Carry Trade? Wer hat wo geliehen und wo
angelegt?

Hier geht es vor allen Dingen um Leihgeschäfte, die in Yen betätigt wurden und z.B. in Chinesische & Europäische Aktien geflossen sind. (Die Zinsen in Japan sind wohl die niedrigsten z.Zt., was Leitwährungen angeht [man korrigiere mich] )

Allerdings sorgen niedrige Zinsen wieder für mehr Kredite und
steigende Inflation, was den Bogen noch mehr spannt. Deswegen
müssten eben die Zinsen steigen. Die haben es momentan ganz
sicher nicht ganz leicht.

Ja, auch so eine Sache. Letztlich muss man aber auch sehen,
dass diese ganzen Maßnahmen auch mit einer gewissen
Zeitverzögerung eintreten. Die Gefahr einer übermäßigen
Inflation ist momentan aber eher nicht gegeben. Dafür sprechen
auch die meisten, relevanten Indikatoren.

Welche Indikatoren?

z.B. das Geldmengenwachstum ( = höhere Inflation in absehbarer Zeit),
Ölpreis,
generelle Rohstoffpreise,
etc…

Und ob sich die Eurozone plötzlich vom Dollar abnabelt, möchte
ich mal bezweifeln. Bisher rutschten wir doch immer hinter der
Zinsentwicklung beim Doller her.

Vorsicht, die EZB hat sich gerade in der Geldpolitik und damit
auch der Zinspolitik viele Verhaltensweisen zu eigen gemacht,
die unsere dt. Bundesbank jahrzehntelang nutzte, um die DM
dermaßen stabil zu halten, das die Welt uns dafür beneidet
hat.
Man könnte hier schon von einer Art „Scheideweg“ sprechen und
ich bin davon überzeugt, dass wir gerade in einer
„historischen Phase“ sind. Jetzt sieht man eben, dass es doch
möglich ist, Geldpolitik für alle zu machen (Euroland) und das
die USA durchaus auch Krisen erleben können, die an früheren
Dollarständen nicht abzulesen waren.
Sicherlich hat Bush die USA nicht auf ewig in die zweite Reihe
gewirtschaftet. Aber sie werden auf jeden Fall eine ganze
Weile brauchen, um wieder „Erster“ zu werden.

100% Zustimmung :smile:

Wär schön, wenn ich noch paar Zusammenhänge bekomme, Danke
schon mal.
Irgendwie ist das mit den Währungen und Devisen nicht so mein
Ding, aber interessant.

definitv interessant, obwohl mein Fachgebiet eiegtnlich ein völlig anderes ist :smiley:

Grüße, Tom

wie ich schon sagte:

–> Garantiezertifikate.

Grüße, Tom.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke

Hi,

@tom:
aber die dinger sind zu teuer (spread, order-geb., hohes mangement-geb., meist knapp begrenzter gewinn)?!? ein geldmarktfonds wäre liquider und man könnte auch mal eben so ran ohne ordergebühren. quasi als alternative zu sonem fremdwährungskonto. Hast du mal einen link zu den garantiezertifikaten, die du in diesem zusammenhang meinst?
Hier liest man ja echt interessante meinungen. leider geht geht das irgendwie von dem weg was im ersten beitrag steht. da gibts wohl auch glaubensgrundsätze.

ich stell mir die situation mit dem dollar jedenfalls so vor: gegenwärtig ist es so das ich viel dollar für nen euro kriege (man sieht das ja auch an der großen anzahl von shopping-touristen in den usa derzeit). nur ich kaufe da eben keine ipods sondern geldmarktfonds in der hoffnung das der dollar teurer wird. meine hoffnung speist sich sich aus der tatsache, dass die notenbank in der vergangenheit die zinsen senkte wenn die konjunktur nicht mehr so lief. das könnte demnächst wieder der fall sein (im gegensatz dazu: wenn es immer besser läuft wird mehr geld in den markt gelassen --> steigende zinsen). das führt zu einer Verknappung der Geldmenge (Angebot zum günstigen Geldleihen) und der Dollar steigt. aber vielleicht ist das ja auch ein bisschen zu kurz gedacht. warum hat eigentlich china in letzter zeit soviele dollar angehäuft?

das is echt ne gute diskussion hier

grüße

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

@tom:
aber die dinger sind zu teuer (spread, order-geb., hohes
mangement-geb., meist knapp begrenzter gewinn)?!? ein
geldmarktfonds wäre liquider und man könnte auch mal eben so
ran ohne ordergebühren. quasi als alternative zu sonem
fremdwährungskonto. Hast du mal einen link zu den
garantiezertifikaten, die du in diesem zusammenhang meinst?
Hier liest man ja echt interessante meinungen. leider geht
geht das irgendwie von dem weg was im ersten beitrag steht. da
gibts wohl auch glaubensgrundsätze.

http://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTR…

das war jetzt das einzige, was ich „auf die schnelle“ finden konnte. gibt aber sicherlich noch mehr. (das zertifikat hier ist aussserdem auf EUR/USD und USD/EUR.)

warum hat eigentlich china in letzter zeit soviele
dollar angehäuft?

Naja weil China seit neuestem auf einmal so viel Geld hat :smile:. Abgesehen davon ist die Chinesiche Währung an den Dollar gebunden.

Ich würd mir an deienr Stelle aber auch nochmal den YEN/EUR Kurs angucken, der ist meiner Meinung nach attraktiver, als der USD/EUR, weil sich im Yen z.Zt. die Carrytrader herumtreiben (man könnte sagen die haben den YEN-Kurs „hochspekuliert“). Und außerdem sind „Konjuunkturmäßig“ nicht so viele Risiken mit involviert, wie imm Dollar, weil sich japan z.Zt. in einer ERholungsphase befindet.

Und Außerdem: ich muss meinen Vorrednern in einem Punkt beipflichten: Ich persönlich halte es auch für attraktiver in solide amerikanische Aktien zu investieren, oder auch Zertifikate auf solche Aktien (eben z.B. eben genannte Gerantiezertifikate, wenn man das Risiko scheut). Dann hat man zum einen die Chance auf Kursgewinne und wenn der Dollar steigt, dann kommt einem das noch als zusötzliche Rendite zugute.

Grüße, Tom

PS: (Und um so mehr Leute sich dieslelben überlegungen stellen, wie du, desto mehr Leute investieren in den Dollar, und um so höher ist die Warscheinlcihkeit, daß er demnächst steigt, also mach schön Werbung für dne Dollar :smiley:.) (kleiner Scherz)

hallo exi,

eine währungs spekulation ist nie sicher, sondern gehört zu den riskantesten anlageformen überhaupt.
auch sind die fundamentaldaten derzeit pari pari. genauso kann darauf gewartet werden, daß die fed die zinsen gleich lässt oder gar erhöht. anzeichen dafür gibt es jedenfalls.
selbst hedgefondsmanager verbrennen sich an solchen spekulationen oft die finger.

strubbel
€:open_mouth:)