… ist jemand hier, der das gelesen hat und lust hat, über den seltsamen schluß zu diskutieren?
Mahlzeit,
… ist jemand hier, der das gelesen hat und lust hat, über
den seltsamen schluß zu diskutieren?
noch nicht, aber wenn du mir ein paar Tage Zeit gibst, gern.
Gruß
Sancho
Mahlzeit,
?
… ist jemand hier, der das gelesen hat und lust hat, über
den seltsamen schluß zu diskutieren?noch nicht, aber wenn du mir ein paar Tage Zeit gibst, gern.
OK 
Hallo,
diskutieren gerne. Wo sollen wir anfangen ? Literarisch oder von der Story her ?
Gruss
Lothar
hallo,
diskutieren gerne. Wo sollen wir anfangen ? Literarisch oder
von der Story her ?
am besten über die funktion dieses schlusses - sofern er keine verlegenheitslösung ist, weil der autor nach all der aufgebauten spannung nicht mehr so recht wußte, wie er die story enden lassen sollte ? die informationsvorenthalte dienen ja dazu, spannung aufzubauen, um diese später aufzulösen, indem informationen nachgeliefert werden. doch genau das tut werner m.e. nicht (oder hab ich da was falsch verstanden?), sondern läßt den leser scheinbar quasi wie nach einem abgebrannten feuerwerk im dunkeln stehen.
was meinst du dazu? kennst du noch andere romane von markus werner? ist das sein typischer stil?
gruß
wega
Hallo,
also ich glaube, der Schluß ist KEINE Verlegenheitslösung. Aber im Gegensatz zu vielen Rezensenten und anderen Leuten, die ich kenne, die das Buch gelesen haben, finde ich das Ende recht dürftig.
Es soll suggeriert werden, daß die Frau von Loos die Geliebte des anderen war, daß es sich also um ein und dieselbe Person handelt. Dies würde m. E. nach implizieren, daß Loos das Treffen mit Clarin von Anfang an bewußt herbeigeführt hat ODER daß er im Verlauf des Gespräches merkt, daß seine Frau Clarin’s Geliebte war und dann „Rache“ nimmt. Beides erscheint mir an den Haaren herbeigezogen.
Loos hätte spätestens in dem Moment, als er Clarin seinen Namen nennt (der ja falsch war) von dieser Affäre Ahnung haben müssen (sonst macht der falsche Name keinen Sinn). Dies erscheint jedoch nach dem Dialog der beiden sehr unwahrscheinlich.
In Düsseldorf gibt es einen Literaturkreis. Wir haben dort mit 15 Leuten dieses Buch besprochen. Ich war in der eindeutigen Minderheit, da mich weder das Buch noch der Schluß überzeugt hat.
Ich habe nur noch ein anderes Buch von Markus Werner gelesen; den Titel habe ich vergessen. Seine Prosa finde ich blutleer, hat aber durchaus handwerkliches Können. Es ist aber wohl nichts für mich.
Wie findest Du „Am Hang“ ?
Gruß
Lothar
hallo,
also ich glaube, der Schluß ist KEINE Verlegenheitslösung.
aber welchen zweck hat er dann?
Aber im Gegensatz zu vielen Rezensenten und anderen Leuten,
die ich kenne, die das Buch gelesen haben, finde ich das Ende
recht dürftig.
das kann man wohl sagen.
in irgendeiner rezension hab ich gelesen, das buch würde dazu animieren, es sofort noch einmal zu lesen - ja, weil man denkt, nicht richtig „aufgepasst“ zu haben :o)
Es soll suggeriert werden, daß die Frau von Loos die Geliebte
des anderen war, daß es sich also um ein und dieselbe Person
handelt.
genau. aber diese vermutung wird leider zum schluß nicht bestätigt oder verworfen. auch nicht, ob die frau nun tot ist oder nicht.
Dies würde m. E. nach implizieren, daß Loos das
Treffen mit Clarin von Anfang an bewußt herbeigeführt hat ODER
daß er im Verlauf des Gespräches merkt, daß seine Frau
Clarin’s Geliebte war und dann „Rache“ nimmt.
rache, indem er erzählt, die frau sei tot und clarin zum nachdenken bringt?
Beides erscheint
mir an den Haaren herbeigezogen.
nein, das ergibt sinn.
Loos hätte spätestens in dem Moment, als er Clarin seinen
Namen nennt (der ja falsch war) von dieser Affäre Ahnung haben
müssen (sonst macht der falsche Name keinen Sinn).
eigentlich schon direkt am anfang, als clarin seinen namen nennt und loos zusammenzuckt.
das würde gegen meine vermutung sprechen, loos könnte von dieser valerie „engagiert“ worden sein…
Dies
erscheint jedoch nach dem Dialog der beiden sehr
unwahrscheinlich.
woran machst du das fest? (ich glaube, ich muss es doch nochmal lesen *g*)
In Düsseldorf gibt es einen Literaturkreis. Wir haben dort mit
15 Leuten dieses Buch besprochen.
wie wurde dort der schluß kommentiert?
Ich habe nur noch ein anderes Buch von Markus Werner gelesen;
ist der schluß dort nachvollziehbarer?
den Titel habe ich vergessen. Seine Prosa finde ich blutleer,
was genau meinst du mit blutleer?
hat aber durchaus handwerkliches Können. Es ist aber wohl
nichts für mich.Wie findest Du „Am Hang“ ?
das buch ist sehr lesenswert, finde ich.
die dialoge machen spaß (vor allem die ansichten, die loos zum besten gibt), der spannungsaufbau ist gelungen.
wenn nur nicht der dämliche schluß wäre…
gruß
wega
hallo,
ich melde mich morgen.
lothar
hallo,
also ich glaube, der Schluß ist KEINE Verlegenheitslösung.
aber welchen zweck hat er dann?
Von „Zweck“ zu reden, ist schwierig. Wenn etwas in der Schwebe bleibt, ist das zunächst einmal nicht schlecht, weil es dem Leser Phantasien ermöglicht. Mindestens wird das nochmalige Lesen provoziert.
Aber im Gegensatz zu vielen Rezensenten und anderen Leuten,
die ich kenne, die das Buch gelesen haben, finde ich das Ende
recht dürftig.das kann man wohl sagen.
in irgendeiner rezension hab ich gelesen, das buch würde dazu
animieren, es sofort noch einmal zu lesen - ja, weil man
denkt, nicht richtig „aufgepasst“ zu haben :o)
Genau !
Es soll suggeriert werden, daß die Frau von Loos die Geliebte
des anderen war, daß es sich also um ein und dieselbe Person
handelt.genau. aber diese vermutung wird leider zum schluß nicht
bestätigt oder verworfen. auch nicht, ob die frau nun tot ist
oder nicht.
Das ist das „Moderne“ an diesem Buch - und unterscheidet ihn beispielsweise vom Genre des Kriminalromans.
Dies würde m. E. nach implizieren, daß Loos das
Treffen mit Clarin von Anfang an bewußt herbeigeführt hat ODER
daß er im Verlauf des Gespräches merkt, daß seine Frau
Clarin’s Geliebte war und dann „Rache“ nimmt.rache, indem er erzählt, die frau sei tot und clarin zum
nachdenken bringt?Beides erscheint
mir an den Haaren herbeigezogen.nein, das ergibt sinn.
Finde ich nicht.
Loos hätte spätestens in dem Moment, als er Clarin seinen
Namen nennt (der ja falsch war) von dieser Affäre Ahnung haben
müssen (sonst macht der falsche Name keinen Sinn).eigentlich schon direkt am anfang, als clarin seinen namen
nennt und loos zusammenzuckt.
das würde gegen meine vermutung sprechen, loos könnte von
dieser valerie „engagiert“ worden sein…Dies
erscheint jedoch nach dem Dialog der beiden sehr
unwahrscheinlich.woran machst du das fest? (ich glaube, ich muss es doch
nochmal lesen *g*)In Düsseldorf gibt es einen Literaturkreis. Wir haben dort mit
15 Leuten dieses Buch besprochen.wie wurde dort der schluß kommentiert?
Ähnlich wie ich es oben beschrieben habe. Wenn der Schluß eindeutig wäre, dann wäre das Buch schlichtweg langweilig. So reizt es weiter - zum Beispiel zu dieser DIskussion hier.
Ich habe nur noch ein anderes Buch von Markus Werner gelesen;
ist der schluß dort nachvollziehbarer?
Habe ich nicht mehr präsent, sorry.
den Titel habe ich vergessen. Seine Prosa finde ich blutleer,
was genau meinst du mit blutleer?
Spröde, nicht der große Erzäglduktus wie beispielsweise bei Handke - aber auch keine Story wie bei trivialeren Schriftstellern. Es fehlt mir Empathie.
hat aber durchaus handwerkliches Können. Es ist aber wohl
nichts für mich.Wie findest Du „Am Hang“ ?
das buch ist sehr lesenswert, finde ich.
die dialoge machen spaß (vor allem die ansichten, die loos zum
besten gibt), der spannungsaufbau ist gelungen.
Das halte ich für das Schwächste am Buch. Die Sentenzen von Loos lese ich im Origibal bei den Figuren von Thomas Bernhard lieber und besser !
wenn nur nicht der dämliche schluß wäre…
Den finde ich noch am Besten gekonnt. Letztlich aber geht es nicht auf.
gruß
wega
Gruß Lothar