Hallo alle zusammen!
Ich hab am Montag Chemie Praktikum und leider keine Ahnung wie ich die folgenden Raktionsgleichungen lösen kann, da ich auch nur mit ach und krach durch die Klausur gekommen bin :o(
Ich wäre euch wirklich sehr dankbar wenn ihr mir weiterhelfen könntet!
1.LiCl + NaOH + Na3Po4
2.sehr konzentrierte Lösungen von Ammoniumsalzen geben gelegentlich einen ähnlich aussehenden Niederschlag. Wie kann man das erklären? Wie kann man im Zweifelsfall dann K von Nh4 unterscheiden?
3.NaCl + H2O + HCL + BaCl2
4. Na2HPO4 + H2O + AgNO3
5. NaCh3COO + KHSO4
VIELEN DANK IM VORAUS!!
Also das sind schon recht spezielle Fragen, die man mit allgemeinem Chemiewisse nicht ohne Literatur beantworten kann. Versuch mal mein bestes:
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Alle Stoffe sind neutral oder alkalisch, jedenfalls nicht sauer, daher keine Neutralisalion. Höchstens eine Frage der Löslichkeit, die man nachschlagen müsste.
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Kalium und Ammonium gleichen sich im Ionenradius und lassen sich nur durch CHEMISCHE Eigenschaften unterscheiden, spätestens beim starken Erhitzen.
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Keine Ahnung
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Silbernitrag ist leichtlöslich, Silberphosphat eher nicht, würde auf Silberphosphat-Bildung und Verdampfen der Salpetersäure (HNO3)tippen
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Essigsäuse CH3COOH ist eine schwache Säure, deutlich schwächer als das Hydrogensulfat (HSO4-) Ion. Also enweicht CH3COOH (Essig) und es bleibt KNaSO4) 1Kalium-Natrium-Sulfat oder meinswegen auch umgekehrt.
AAAAAAAABER, all diese Fragen sind recht speziell, und auch für einen studierten Chemiker (vor Jahrzehnten, zugegeben) nicht aus dem Gedächtnis zu beantworten. Erst recht nicht für einen Praktikanten.
Würde also vermuten, dass die Antworten irgendwo in deinen Unterlagen vorhanden sind. Und wenn nicht: Dann wissen es die anderen auch nicht besser, und dann ist Gespühr angesagt, und da kannst du es nur besser machen als ich, 2 Antworten habe ich nur.
Zoelomat
Hi,
zu 2.: man gibt die salze auf ein uhrglas. dann gibt man NaOH dazu und deckt die uhrkläser mit einem zweiten uhrglas ab. Vorher wurde an den abdeckgläsern auf der innenseite ein pH- papier streifen angebracht (z.B. mit dest. wasser) bei dem ammonium salz färbt sich das pH papier so, dass es basisch anzeigt, da NH3 entweicht. beim kaliumsalz sollte es unferändert bleiben.
zu 3.: könnte vielleicht höchstes BaCl2 ausfallen, da möglicherweise die Cl- konzentration zu hoch ist. was anderes kann ich mir da nicht vorstellen.
zu 5.: wenn ich mich nicht irre ist das der typische acetatnachweis. wenn man die salze im mörser zerreibt, sollte es stark nach essig riechen.
vielleicht hilft das noch ein bisschen.
viele grüße
Hallo Speedy,
keine Panik! Was du hingeschrieben hast sind keine Reaktionsgleichungen und lösen mußt du auch nichts, sondern am Montag, 04. Mai, Lösungen zusammenschütten bzw. Feststoffe mischen und beobachten was passiert.
Zu 1) Tertiäres Natriumphosphat Na3PO4 hydrolysiert in Wasser zu Na2HPO4 + NaOH (die Lösung ist stark alkalisch). Gibt man noch gelöstes LiCl und NaOH dazu und kocht die Lösung, dann bildet sich ein weißer Niederschlag von Li3PO4. Dieser ist in Säure leicht löslich, deshalb der Zusatz an NaOH, da sonst die Fällung nicht vollständig ist.
Zu 2) Die Mehrzahl der Nachweisreaktionen von NH4+ werden von Kalium gestört. Deshalb wird NH4+ entweder direkt aus der Substanz nachgewiesen oder aus natronalkalischer Lösung als NH3 vertrieben und dann in der Vorlage nachgewiesen (Geruch, pH-Papier).
Zu 3) Es bildet sich eine klare Lösung. Soll es an Stelle von „NaCl“ nicht NaHSO4 oder Na2SO4 heißen? Dann wäre das der Nachweis für Sulfationen mit BaCl2 als schwerlösliches BaSO4. Mit HCl wird angesäuert, da sonst auch Chromat- und Carbonat- Ionen in der Lösung zu Fällungsreaktionen führen können.
Zu 4) Aus der neutralen Lösung fällt gelbes Ag3PO4 aus. Gibt man zur Fällung entweder verdünnte HNO3 oder Ammoniak, so löst sich der Niederschlag wieder auf.
Zu 5) Das Natriumacetat (CH3COONa) wird als feste Probesubstanz mit der vierfachen Menge an KHSO4 (saures Salz der Schwefelsäure) in einem Mörser verrieben. Es tritt Geruch nach Essigsäure auf. Auch durch verdünnte Schwefelsäure H2SO4 (die Schwefelsäure ist bei Raumtemperatur nicht flüchtig) wird die (bei Raumtemperatur flüchtige) Essigsäure in Freiheit gesetzt.
In wieweit deine Fragen von meinen „Vorrednern“ bereits beantwortet wurden, habe ich nicht genau nachgeprüft.
Viel Erfolg im Praktikum und immer Schutzbrille aufsetzen!
Watergolf.