Am sichersten Haus verkaufen - Festpreismakler o.ä

Hallo liebe Leute,

ich hab mich extra für diese Frage angemeldet und hoffe auf viele Antworten :smile: Achtung: Langer Text…

Wir müssen leider unser Haus verkaufen. Mein Mann hat weiter weg eine gute Stelle gefunden. Einen ungefähren Wert des Hauses hat ein befreundeter Architekt schon mal mit uns ermittelt. Fotos haben wir natürlich auch zu hauf.

Aber wie können wir sicherstellen, dass das Haus innerhalb von sagen wir 5-6 Monaten auch verkauft wurde. Und zwar nicht zum halben Preis ?

Nach langem Überlegen kamen wir zu folgendem Ergebnis. Dazu bitte Eure Meinungen:

Wir beauftragen einen sog. Festpreismakler. Der bekommt einen festen Betrag und soll verkaufen. Das Geld bekommt er auch, wenn er keinen Erfolg hat. Vorteil für uns: Der Vertrag läuft max. 6 Monate und wir können genau kontrollieren, was der Makler getan hat (wird vorher auch im Vertrag festgeschrieben). Unser Haus wird inseriert mit „provisionsfrei“, hat also mehr Chancen. Und das Honorar für diese Leistungen beträgt weniger als ein Viertel von dem, was ein üblicher Makler bei uns verlangt.

Parallel dazu beauftragen wir einen normalen Makler über einen Allgemeinauftrag. Falls er Erfolg hat, dann müssen wir ihm natürlich auch seine Courtage bezahlen.

Und drittens versuchen wir selber das Haus zu verkaufen.

Damit hätten wir doch alle Möglichkeiten ausgeschöpft, damit die Chancen maximiert. Dann müsste es doch funktionieren, dass nach sechs Monaten alles vorüber ist ?!

Hab ich jetzt irgendwo einen Denkfehler? Oder gibts ne bessere Möglichkeit ?

Selber Inserate machen, dazu fehlt uns das Wissen und die Zeit (wir pendeln schon wöchentlich zur neuen Arbeitsstelle…). Einen Alleinauftrag an einen Makler vergeben will ich eigentlich nicht, denn da haben Bekannte schon schlechte Erfahrungen gemacht (lange Vertragslaufzeit ohne Erfolg).

Was meint Ihr, kann das gutgehen ?
Oder auf was sollte ich achten ?

Vielen Dank für Eure Antworten
schon mal im voraus

Sabine

Moin,

Aber wie können wir sicherstellen, dass das Haus innerhalb
von sagen wir 5-6 Monaten auch verkauft wurde. Und zwar nicht
zum halben Preis ?

gar nicht!
Wenn es nicht ein Tophaus in einer Toplage ist, nach dem sich viele solvente Käufer reißen, kann Dir das niemand garantieren.

Wir beauftragen einen sog. Festpreismakler. Der bekommt einen
festen Betrag und soll verkaufen. Das Geld bekommt er auch,
wenn er keinen Erfolg hat.

Wäre ich Makler - warum sollte ich dann einen Finger krum machen?!
So was hab ich noch nie gehört.

Vorteil für uns: Der Vertrag läuft
max. 6 Monate und wir können genau kontrollieren, was der
Makler getan hat (wird vorher auch im Vertrag
festgeschrieben)

Warum soll da was dezidiert festgeschrieben werden und vor allen Dingen - was?!

Unser Haus wird inseriert mit
„provisionsfrei“,

Das geht auch bei einem ‚normalen‘ Maklervertrag.

Parallel dazu beauftragen wir einen normalen Makler über
einen Allgemeinauftrag. Falls er Erfolg hat, dann müssen wir
ihm natürlich auch seine Courtage bezahlen.

Sicher?
Mein ExSchwiegervater hat dereinst zwei Häuser verkauft und dem Makler keinen Pfennig (die gabs damals noch) dafür bezahlt.

Und drittens versuchen wir selber das Haus zu verkaufen.

Wenn die Makler mitspielen.

Hab ich jetzt irgendwo einen Denkfehler? Oder gibts ne
bessere Möglichkeit ?

Vom ersten Makler würde ich bei den Bedingungen erst mal wenig erwarten. Der zweite Makler hätte sicher gerne einen Alleinauftrag und wenn ihr das Haus selber inseriert, warum dann überhaupt einen Makler?:

Aber selbst wenn Du zehn Makler beauftragen würdest, hast Du keine Gewähr, das Haus garantiert los zu werden.

Was meint Ihr, kann das gutgehen ?

Kann schon, muss aber nicht.

Wenn Du Glück hast, geht es gut, Du kannst aber auch nach über einem Jahr noch darauf sitzen.

Garantieren kann man nichts, selbst wenn ihr beim Preis sehr flexibel wärd (was ihr aber (noch) nicht wollt).

Bei Häusern zählen drei Dinge
Die Lage
Die Lage
Die Lage

Wenn die nicht stimmt, wird es erfahrungsgemäß problematisch.

Gandalf

Hallo Sabine,

ich hab mich extra für diese Frage angemeldet und hoffe auf
viele Antworten :smile: Achtung: Langer Text…

Gut, hoffentlich bekommst Du die gewünschte Extra-Hilfe hier. Da Dein Text lang ist, will ich mich kurz fassen.

Einen ungefähren Wert des
Hauses hat ein befreundeter Architekt schon mal mit uns
ermittelt.

Ist das auch der Wert, der ungefähr am Markt erzielt werden kann?

Aber wie können wir sicherstellen, dass das Haus innerhalb
von sagen wir 5-6 Monaten auch verkauft wurde. Und zwar nicht
zum halben Preis ?

Wahrscheinlich gar nicht. Es wird stark vom Markt in Eurer Gegend abhängen. Und vom Preis.

Wir beauftragen einen sog. Festpreismakler.
Parallel dazu beauftragen wir einen normalen Makler

In Deutschland (Du gibst nicht an, woher Du kommst) ist es üblich, daß der Käufer die Courtage zahlt. Was Anderes wäre die Ausnahme. Natürlich kann die Käuferin ihr Geld nur einmal ausgeben.

Und drittens versuchen wir selber das Haus zu verkaufen.
Damit hätten wir doch alle Möglichkeiten ausgeschöpft, damit
die Chancen maximiert. Dann müsste es doch funktionieren, dass
nach sechs Monaten alles vorüber ist ?!

Die maximale Anzahl der Möglichkeiten muß nicht unbedingt einen optimalen Verkauf zum Ergebnis haben.

Hab ich jetzt irgendwo einen Denkfehler? Oder gibts ne
bessere Möglichkeit ?

Was meint denn Euer „befreundeter Architekt“ zu diesem Plan? Oder sonst jemand, der den Immoblienmarkt in Eurer Gegend kennt?

Selber Inserate machen, dazu fehlt uns das Wissen und die
Zeit

Aber trotzdem „selbst anbieten“? Wie soll das gehen?

Einen Alleinauftrag an einen Makler
vergeben will ich eigentlich nicht, denn da haben Bekannte
schon schlechte Erfahrungen gemacht

Die Erfahrungen von Bekannten kann man nicht eins zu eins übertragen. Vielleicht spricht diese Erfahrung auch für einen „schwachen“ Immobilienmarkt bei Euch.

Was meint Ihr, kann das gutgehen ?

Gut gehen kann es immer.

Oder auf was sollte ich achten ?

Den Rat von Leuten einholen, die sich mit Immoblien und Eurer Gegend auskennen.

Gruß
Jörg Zabel

dass das Haus innerhalb
von sagen wir 5-6 Monaten auch verkauft wurde.

Hallo,
definiere verkauft?

Eigentumsuebergang?
Geld vom Kaeufer beim Verkaeufer?
Rechte und Pflichten uebernimmt der Kaeufer?
Kaufvertrag abgeschlossen?
Oder nur ein sehr Interessierter, der noch mit seiner Bank verhandelt, ob er ueberhaupt Kredit bekommt? Der im 8. Monat fuer 80 Prozent seiner muendlichen Zusage Kredit erhaelt?

Nicht dass ich es wissen will, nur diese Fragen solltet Ihr Euch auch stellen.
Gruss Helmut

Selber Inserate machen, dazu fehlt uns das Wissen und die
Zeit

Eine Zeitung zu kaufen, eine Anzeige abzuschreiben und an die eigenen Verhältnsse anzupassen, dazu fehlt das Wissen und die Zeit?

Ich habe mein Haus an zwei Samstagen in der Lokalzeitung inseriert, danach war es trotz fehlender Toplage verkauft.

Die tatsächliche Arbeit besteht darin, einen realistischen Preis zu ermitteln - auch dazu eignet sich der Immobilienteil der eigenen Tageszeitung ausgezeichnet - und dann eine Preisgrenze zu akzeptieren, die in der Regel deutlich unter den anfänglichen, eigenen Wunschträumen liegt.

Auf diesen Preis schlägt man den Betrag auf, den der eingesparte Makler sonst für seine Schlechtleistung abgegriffen hätte. Das ist dann der Verhandlungsspielraum für den am Ende glücklichen Käufer.

Hallo,

keinen Festpreismakler beauftragen (keine Zahlungen ohne Verkaufserfolg).
Ein guter Makler nimmt Euch fast die ganze Arbeit ab und findet den reellen Marktwert heraus und verkauft die Immobilie so schnell, wie gefragt sie ist. Wenn es länger dauert bis sie verkauft ist, liegt es bei einem guten Makler nicht am Makler selber, sondern an der Nachfrage der Immobilie die bedingt ist durch Lage, Alter, Zustand, Raumaufteilungen. Alleinauftrag ist ok, wenn es die Bedingung eines guten, seriösen Maklers ist. Ansonsten geht auch eine mündliche Absprache mit einem ebenfalls guten, seriösen Makler, wenn Ihr ihm versprecht, keine weiteren Makler zu beauftragen, was sowieso immer unförderlich ist.
Viel Glück dabei!