Guten Tag.
Erst gestern wieder begegnete mir im Heutejournal obiger Steigerungsunfall, und zwar sogar in Form einer schriftlichen Einblendung „am nahe liegendsten“ *WÜRG* …
Lernt man das heutzutage nicht mehr, oder ist das auch wieder eines der üblichen Schludersymptome, so dass man schon fast von einer der am weit verbreitetsten Erscheinungsformen der PISArei reden zu müssen kaum umhin sich zu entbløden in die am wenig beneidenswerteste Lage am Kommen zugange ist?
Gruß Eillicht zu Vensre
hi,
Erst gestern wieder begegnete mir im Heutejournal obiger
Steigerungsunfall, und zwar sogar in Form einer schriftlichen
Einblendung „am nahe liegendsten“ *WÜRG* …
Lernt man das heutzutage nicht mehr, oder ist das auch wieder
eines der üblichen Schludersymptome, so dass man schon fast
von einer der am weit verbreitetsten Erscheinungsformen der
PISArei reden zu müssen kaum umhin sich zu entbløden in die am
wenig beneidenswerteste Lage am Kommen zugange ist?
naja: es bleibt oft zu wenig zeit für eine gründliche beschäftigung mit grammatischen strukturen der muttersprache. ob „man“ es lernt, liegt an der qualität der lehrperson.
es handelt sich allerdings um ein problem der perspektive. wenn ich „naheliegend“ als ein wort betrachte, dann wird es naheliegend sein, es wie andere adjektive auch mit -er zu steigern: naheliegender, am naheliegendsten. nun hat die rechtschreibreform zu vermehrter getrenntschreibung tendiert, und „nahe liegender“ find ich auch mindestens ungeschickt, aber offenbar steckt die auffassung, dass das ein wort sei, entgegen der rechtschreibreform im hintergrund.
„*WÜRG*“ halt ich für eine etwas überzogene reaktion. viele adjektive sind aus partizipien entstanden und werden als adjektive gesteigert, obwohl sie als partizipien nicht steigerungsfähig sind / waren. wenn sie zu adjketiven werden, werden sie normaleerweise gesteigert. hier ist die synchronie stärker als die diachronie.
m.
Japp, ‚am naheliegendsten‘ heißt’s!
Guten Tag.
Erst gestern wieder begegnete mir im Heutejournal obiger
Steigerungsunfall, und zwar sogar in Form einer schriftlichen
Einblendung „am nahe liegendsten“ *WÜRG* …
Richtig! Naheliegend wird zusammengeschrieben. Sonst ist die Steigerung keineswegs falsch, da das Wort als zusammenhängendes Adjektiv aufgefasst wird, „naheliegend“ — daher wird eher das ganze Adjektiv (bzw. Präsens-Partizip, wenn man so will) kompariert. Dachtest du an „am nächstliegenden“? Die Form ist sicherlich möglich, aber ziemlich unüblich.
Siehe dazu auch canoo.net:
http://tinyurl.com/naheliegend
Lernt man das heutzutage nicht mehr, oder ist das auch wieder
eines der üblichen Schludersymptome, so dass man schon fast
von einer der am weit verbreitetsten Erscheinungsformen der
PISArei reden zu müssen kaum umhin sich zu entbløden in die am
wenig beneidenswerteste Lage am Kommen zugange ist?
Tja, Deppenleerzeichen halt. Passiert. In dem Fall ist’s noch nicht einmal soooo doof, schließlich wurde bis vor kurzem „nahe liegend“ noch auseinandergeschrieben. Oder nicht?
Grüße,