Amazon.de (marketplace) - abzocker? *lang*

Moin

Wollt da heut ein gebrauchtes Buch kaufen für 3 EUR und sah denn das mir Amazon 6 EUR von meiner KKarte abbuchen wollte. Aha, also 3 EUR Versandkosten für ein Taschenbuch.
Na das können sich dahin stecken wo keine Sonne scheint (ja unter die Bettdecke, was dachtet ihr denn:wink:

Wollt mich dann auch mal als Verkäufer versuchen. Da hab ich ja nun die Wahl zwischen Marketplace, zShop und Auktion.

Hab ich mich für den Marketplace enschieden und auch gleich einen Schinken aus meiner nutzlosen Büchersammlung rausgesucht zum anbieten.

Verdienen Sie Geld, indem Sie Ihre gebrauchten Artikel bei Amazon.de anbieten. Es ist einfach, schnell und kostet Sie keinen Cent bis Ihr Artikel gekauft wird.

Nagut, wollt mich vorher über die Kosten informieren und nach etlichen Rumgeklicke durch ihre Links wo alles mind. doppelt wiederholt wird in mehrfacher Ausführung aber mit unterschiedlichen Werten hab ich nun den Durchblick verloren über die Kosten.

Zuerst einmal schlagen se unrealistische Versandkosten als Pauschale, auf die man als VK keinen Einfluß hat, auf die Ware. Die da wären 3 EUR egal ob Buch (schonmal was von Büchersendung gehört?) oder CD/DVD (normale Sendung kostet auch nur 1,44:wink: oder Computer Spiele (und Warensendung?).
siehe hier: http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/browse/-/886408/…

Davon behält amazon.de fast die Hälfte selber (1,16 EUR), nennt das Versandtransaktionsgebühr und den Rest darf man zum eigentlichen Versand der Ware benutzen. Oder wie Amazon.de es ausdrückt „Diese soll Ihnen bei der Deckung Ihrer Versandkosten helfen
Aha, helfen :wink:
siehe hier: http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/browse/-/3366791…

Na gut, die restlichen 1,84 EUR reichen eigentlich vollkommen aus um nen Taschenbuch, ne CD oder DVD (oder Compspiel in DVD Hülle) zu verschicken. Bei schwereren Sachen wo so Konditionen wie Bücher- oder Warensendung nimmer greifen wird das schon kostspieliger.
Und von Versicherung (z.B. Einschreiben) die man dem K anbieten könnte als Service (auf seine Kosten natürlich) bleibt da natürlich kein Geld übrig.

So, bis hierher wurde also nur der Käufer verarscht, der VK musste eigentlich noch gar nichts bezahlen.

Nun kommen die Verkaufsgebühren, die 15% betragen bei Büchern, hinzu plus 1,15 EUR??? LOL? Das versteh ich nun nicht ganz.
siehe hier: http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/browse/-/3367411…

Verkaufsgebühren

  • 10% des Verkaufspreises bei Elektronik- und Foto-Artikeln (zzgl. 15% USt.)
  • 15% des Verkaufspreises bei Artikeln in den Produktlinien Bücher, Musik, DVD, Video, Software, Computer- & Videospiele, Haus & Garten (zzgl. 15% USt.)
  • 1,14 EUR pro erfolgreichen Verkauf (0,99 EUR zzgl. 15% USt.)

Wie ist das zu verstehen? 1,14 EUR immer und wenns n Buch etc. ist dann noch 15%? Sonst 10%?
Die Umsatzsteuer kommt da noch obendrauf. Aber warum? Ist die Mehrwertsteuer out und die Umsatzsteuer in?

Mir ist ja schon n Auge rausgefallen wo ich die Versandkosten sah, nun fällt mir das zweite auch noch raus. Und jetzt seh ich nimmer durch :wink:

Wies ausschaut muss ich als VK noch ne Menge Kosten miteinkalkulieren und auf das Buch draufschlagen?
Und Amazon.de verdient doppelt. Erst vom Käufer und dann noch vom Verkäufer… das riecht wie Abzocke.
Hatt mich auch schon gewundert warum man seine Artikel für weit aus weniger bei denen ihren teureren Artikeln anbieten darf :wink: Ich glaub da verdienen se mehr dran als bei ihrer knapp kalkulierten Originalware

Vielleicht seh ich auch alles falsch (so ohne Augen) und es könnte mich einer aufklären der das schon ne Weile macht. Über die Kosten und so.

Jedenfalls, stell ich mein Buch wieder ins Regal zurück, oder stells in eBay rein… mal sehn :wink:

MfG
Lilly

Hallo,

Amazon behält 1,01 EUR ein für die Verwendung des Amazon-Paymentssystem. Dafür braucht man sich nicht um das Inkasso zu kümmern. Der andere Euro,nochwas ist die Verkaufspauschale. Die fällt weg, wenn man einen Z-Shop mietet (der kostet aber 44,00 EUR pro Monat, bringt also nur was, wenn man 45 und mehr Bücher im Monat verkauft).

Wenn Du einen Artikel bei Amazon anbietest, dann siehst Du wieviel Du am Ende herausbekommen wirst. Hiervon mußt Du noch die Kosten abziehen, die Du für den Versand hast. Das, was dann übrigbleibt, wandert 1:1 in Deine Tasche, da weitere Kosten nicht anfallen. Wenn Dir das zu wenig ist, dann setz den Preis rauf.

Das System ist für Käufer und Verkäufer hochgradig transparet und hat nicht das geringste mit „Abzocke“ zu tun.

Und bei eBay? Du zahlst zum einen 5% bei erfolgreichen Verkauf zum anderen aber eine Einstellgebühr, für jedes Mal, wenn der Artikel für 10 Tage angeboten wird. Da es absolut nicht abzusehen ist (gerade bei gebrauchten Büchern), wie oft der Artikel eingestellt werden muß, sind die Gebühren nicht kalkulierbar.

Ein Buch für z.b. 6,00 EUR kostet 12,5% Gebühren, wenn es beim ersten Mal verkauft wird, 20% Gebühren, wenn es erst beim 3. Mal verkauft wird, 42,5% beim fünften Mal usw. usf.

Wird der Artikel 30 Tage angeboten und nicht verkauft (bei gebrauchten Büchern nicht ungewöhnlich), dann hat man bei eBay 1,35 EUR in den Sand gesetzt - bei Amazon hat das keinen Cent gekostet.

viele Grüße,

Ralf

Moin Ralf

Danke für deine Antwort, bringt ein wenig Licht ins Dunkel :wink:

Amazon behält 1,01 EUR ein für die Verwendung des
Amazon-Paymentssystem.

Wo kommt denn dieser Wert schonwieder her? :o
Den find ich nirgends in der Gebührenübersicht :confused:

Dafür braucht man sich nicht um das
Inkasso zu kümmern. Der andere Euro,nochwas ist die
Verkaufspauschale.

Die 15 bzw. 10 Prozent? Oder das was von der Versandkostenpauschale abgezogen wird?

Die fällt weg, wenn man einen Z-Shop mietet

Will ich ja aber nicht XD

Wenn Du einen Artikel bei Amazon anbietest, dann siehst Du
wieviel Du am Ende herausbekommen wirst. Hiervon mußt Du noch
die Kosten abziehen, die Du für den Versand hast. Das, was
dann übrigbleibt, wandert 1:1 in Deine Tasche, da weitere
Kosten nicht anfallen. Wenn Dir das zu wenig ist, dann setz
den Preis rauf.

Das ist dann super =)
Werd ich heut ausprobieren ^^

Das System ist für Käufer und Verkäufer hochgradig transparet
und hat nicht das geringste mit „Abzocke“ zu tun.

Hm… transparent ¬¬
Wäre mir lieber wenns verständlicher wär und ich hier nicht rumfragen müsste.

Und bei eBay? Du zahlst zum einen 5% bei erfolgreichen Verkauf
zum anderen aber eine Einstellgebühr, für jedes Mal, wenn der
Artikel für 10 Tage angeboten wird. Da es absolut nicht
abzusehen ist (gerade bei gebrauchten Büchern), wie oft der
Artikel eingestellt werden muß, sind die Gebühren nicht
kalkulierbar.

Genau, deswegen will ich so Bücher die schlecht weggehen auch nur ungern bei eBay reinstellen :wink:
Da laufen Comics besser (bin alle beim erstenmal losgeworden) ^^

Jetzt muss ich nur noch einen Ort (außer den Müll und Altstoffhandel) finden wo ich meine Zeitschriften loswerd :wink:

MfG
Lilly

Hi

Noch ne Frage… wie siehts mit der Gewährleistung aus?
Muss ich im Zustandsbeschreibungsfeld für die Ware angeben das ich die ausschliesse?

MfG
Lilly

Hallo Lilly,

Wo kommt denn dieser Wert schonwieder her? :o
Den find ich nirgends in der Gebührenübersicht :confused:

Amazon zieht vom Käufer 3,00 EUR Versand ein und überweist dem Verkäufer 1,99 EUR. Der Fehlbetrag von 1,01 EUR ist für das Paymentsystem.

Auf meine Lieferscheine für Amazon-Bestellungen (macht bei mir etwa 1/3 des Gesamtumsatz aus), schreibe ich immer:

Buch(Titel) Kaufpreis: XX,XX EUR
Amazon Payments & Versand: 3,00 EUR

Das hat dann noch nie Ärger gegeben wegen der hohen „Versandkosten“.

Die 15 bzw. 10 Prozent? Oder das was von der
Versandkostenpauschale abgezogen wird?

Nein.

Du stellst ein Buch für z.B. 10,00 EUR ein

macht: 10,00 EUR

  • Versand: 3,00 EUR

= 13,00 EUR (das, was der Käufer zahlt)

  • 15% von den 10,00 EUR (= 1,50 EUR)
  • 1,01 EUR Payments
  • 1,14 EUR Verkaufsgebühr

= - 3,65 EUR (das, was Amazon einbehält)

Also Summa, die Du aufs Konto bekommst: 9,35 EUR
Hiervon gehen noch die Versandkosten ab; sagen wir mal 1,50 EUR einschließlich Verpackung.

Das macht also 7,85 EUR garantierter Erlös bei Verkauf. Und keinerlei Kosten, solange das Buch nicht verkauft wird.

Die fällt weg, wenn man einen Z-Shop mietet

Will ich ja aber nicht XD

Das lohnt sich auch nur für gewerbliche Anbieter, die ständig mehr als 500 Artikel eingestellt haben.

Hm… transparent ¬¬
Wäre mir lieber wenns verständlicher wär und ich hier nicht
rumfragen müsste.

Das liegt daran, daß sich das System von den üblichen Auktionsmodellen bei eBay & Co. unterscheidet.

Genau, deswegen will ich so Bücher die schlecht weggehen auch
nur ungern bei eBay reinstellen :wink:

In den meisten Fällen ist man mit Amazon gut bedient. Es dauert grundsätzlich etwas länger als bei eBay, bis man einen Käufer gefunden hat, aber dafür entstehen gerade bei den Sachen, die man ohnehin monatelang anbieten muß, keinerlei zusätzliche Kosten.

Noch zwei Tips:

1.) Achtung bei schweren Büchern! Man bekommt immer nur die 1,99 EUR Versand, d.h. die höheren Kosten für den Päckchenversand muß man schon in Preis einkalkulieren.

2.) Ruhig weltweiten Versand anbieten. Das problematischste dabei ist die Abwicklung der Zahlung - und um die kümmert sich ja Amazon. Das Versenden ist das selbe (aber auch hier auf die eventuell höheren Kosten achten).

viele Grüße,

Ralf

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Noch ne Frage… wie siehts mit der Gewährleistung aus?
Muss ich im Zustandsbeschreibungsfeld für die Ware angeben das
ich die ausschliesse?

Naja, Gewährleistung bei gebrauchten Büchern ist doch nicht so dringend, daß man den knappen Platz für die Zustandsbeschreibung damit zupacken muß.

Grundsätzlich gilt aber, daß das Publikum bei Amazon deutlich anspruchsvoller ist als bei eBay, was den Zustand der Ware angeht. Im Zeifelsfall sollte man auch als Privatperson den Artikel wieder zurücknehmen. Wenn man dem Käufer sein ganzes Geld über das Payemtsystem zurückzahlt, erhält man von Amazon auch alle Gebühren zurück.

viele Grüße,

Ralf