Amazon hat Verkäuferkonto gesperrt!

Hallo,
vielleicht kennt Ihr ja die Möglichkeit, bei Amazon auch als Privatperson zu verkaufen? Man verkauft, versendet dann und soll dann sein Geld von Amazon erhalten.
Das ist die Theorie. Aber was würdet Ihr tun, wenn - mal angenommen - Ihr etwas verkauft habt (Wert etwa 500 Euro), es sofort versendet habt, und Ihr dann eine Nachricht von Amazon bekommt, dass sie das Mitgliedskonto gesperrt haben, weil noch jemand aus dem gleichen Haushalt ein Amazon-Konto besitzt und das Geld für die bereits verschickte Ware wird nun ein Vierteljahr einbehalten?
Gibt es dafür eine Rechtsgrundlage, dass Amazon dies darf? Vor allem, wenn der Verkäufer bei Amazon keinerlei offene Rechnungen hat und nachweislich die Ware versendet hat?
Sollte man in dem Fall einen Anwalt einschalten?
Danke schonmal für Antworten!
Spo

Hallo

ich gehe mal fest davon aus, dass die Begründung von Amazon in wirklichkeit nicht so platt war wie hier dargestellt.
Mir würde als erstes in den Sinn kommen, dass Amazon von gewerblichem Handel ausging und deshalb das Konto, das als „für privaten Verkauf“ eingerichtet wurde gesperrt hat.
Eine dirkete Nachfrage bei Amazon ist soweit ich weiß kostenlos und man wird bestimmt nochmal eine umfasssende Begründung bekommen, warum zu diesen Maßnahmen gegriffen wurde.
Sollte man sich dann immer noch zu unrecht so behandelt sehen kann man weitere (rechtliche) Schritte einleiten, wobei sich die Frage stellt ob das überhaupt lohnt, wenn die Einbehaltene Summe nach ein paar Monaten doch noch ausgezahlt wird.

MfG

Hallo,
nun, in de angenommenen Mail von Amazon stand schon eine Begründung:
„Wir unternehmen diesen Schritt, da wir festgestellt haben, dass Sie mehrere Verkäuferkonten auf unserer Website führen. Da unserem Community Leitfaden entsprechend lediglich über ein einziges Konto verkauft werden sollte…“
Sprich, Eheleute dürfen zusammen nur ein Konto haben? Kann ja nun nicht sein und den Hinweis mit der Community empfinde ich als „Kann“ und nicht als „Muss“.
Zudem sollten auch mehrere Konten nun keine rechtliche Grundlage sein, jemandem ihm zustehendes Geld nicht auszuzahlen, wenn die Leistung für dieses Geld erbracht wurde.
Gruß
spo

Hier übrigens mal dieser besagte Leitfaden. Von dem Recht, dass Amazon Geld einbehält, steht dort nichts…

Community Leitfaden

Wie jede Gemeinschaft hat auch unsere Community ein paar Richtlinien, die für alle Teilnehmer einen erfolgreichen, fairen und sicheren Ein- beziehungsweise Verkauf gewährleisten sollen. Bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit und lesen Sie unsere Regeln durch. Generelle Richtlinien:

* Wenn Sie kaufen oder verkaufen wollen, seien Sie verbindlich.
* Halten Sie Ihr Konto auf dem aktuellsten Stand.
* Benutzen Sie bitte nur ein Konto. Sollten Sie sich nicht mehr einloggen können, besuchen Sie unsere Hilfe-Seite zu diesem Thema. Einmal ausgeschlossene Teilnehmer können keine neuen Konten mehr eröffnen.
* Bewerten Sie andere Teilnehmer sorgfältig und fair. Mehr zu Bewertungen.
* Seien Sie ehrlich bei den Angaben über Ihre Person.
* Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Übrigens sind das Problem die 3 Monate durchaus, denn es sind ja keine Peanuts, sprich, wenn man beispielsweise mit dem Geld einen Kredit auslösen könnte, für den man ja selber Zinsen zahlt, so entstehen ja durchaus finanzielle Einbußen durch ein solches Verhalten seitens Amazons.

Übrigens sind das Problem die 3 Monate durchaus, denn es sind
ja keine Peanuts, sprich, wenn man beispielsweise mit dem Geld
einen Kredit auslösen könnte, für den man ja selber Zinsen
zahlt

nehmen wir 10% Kreditzinsen für 500 Euro über drei Monate an, so kommt man auf knappe 15 Euro, die einem dadurch an Verlust entstehen. Die Frage ist dann, wieviel Aufwand man betreiben will um gegen die Rechtsabteilung von Amazon einen Streit vom Zaum zu brechen, bei dem noch die Möglichkeit in Betracht gezogen werden muss, dass die Kosten beim Unterliegen deutlich über dem Streitwert liegen.

Gruß, Niels