AMD 2400+ vs AMD 2600+

Hi. In meinem Rechner werkelt ein AMD 2400+.

Was ist denn nun der Vorteil eines AMD 2600+ gegenüber meinem 2400+? Meiner ist mit 2000 MHz getaktet, der 2600+ aber nur mit 1967 MHz!!!

Hat der 2600+ nen höheren FSB (166 zu 133) und ist besser zum Übertackten (Übertackten interessiert mich eh nicht so).

Und was ist der Vorteil eines 3000+ gegenüber meines 2400+? Beide sind mit 2000 MHZ getacktet.

Gruß, Olle

Hi.

Hi Olle…

In meinem Rechner werkelt ein AMD 2400+.

Was ist denn nun der Vorteil eines AMD 2600+ gegenüber meinem
2400+? Meiner ist mit 2000 MHz getaktet, der 2600+ aber nur
mit 1967 MHz!!!

Dein 2400+ ist ein AthlonXP auf Thoroughbred-Basis, d.h. mit 256kb L2-Cache und einem FSB von DDR266.

Der von Dir erwähnte 2600+ basiert auf dem Barton-Kern mit 512kB L2-Cache und hat einen FSB von DDR333.

Darum das höhere Rating.

Daneben gibt/gab es noch zwei weiter 2600+:
Einen 2133MHz getakteten TBred mit DDR266-FSB und einen 2083MHz getakteten TBred mit DDR333-FSB.

Und zur kompletten Verwirrung den mobilen AthlonXP auf Barton-Basis mit 512kB L2-Cache, DDR266-FSB und 2000MHz Takt.

Nette Auswahl, oder?

Hat der 2600+ nen höheren FSB (166 zu 133) und ist besser zum
Übertackten (Übertackten interessiert mich eh nicht so).

Übertakten ist immer auch Glückssache, eine Aussage ist da immer etwas schwierig.

Und was ist der Vorteil eines 3000+ gegenüber meines 2400+?
Beide sind mit 2000 MHZ getacktet.

Da meinst Du wohl den Athlon64 3000+, denn den AthlonXP 3000+ gab es nur mit 2100MHz/DDR400 und 2167MHz/DDR333.

Der Athlon64 hat einen integrierten Speichercontroller, 64bit-Unterstützung und einige Verbesserungen im Prozessor-Design.

Auf jeden Fall ist er deutlich schneller als Dein 2400+.

Gruß, Flox

Hi. In meinem Rechner werkelt ein AMD 2400+.

Was ist denn nun der Vorteil eines AMD 2600+ gegenüber meinem
2400+? Meiner ist mit 2000 MHz getaktet, der 2600+ aber nur
mit 1967 MHz!!!

Vom Athlon XP 2600+ gibt es zwei verschiedene Modelle, die etwa dieselbe Rechenleistung erreichen und deshalb dasselbe P-Rating tragen:

Den Athlon XP 2600+ mit Thoroughbred-Kern mit 2133 MHz bei 133MHz FSB-Takt und einem L2-Cache von 256 kByte sowie den Athlon XP 2600+ mit Barton-Kern, welcher nur 1917 MHz bei einem FSB-Takt von 166MHz und einem auf 512 kByte vergrößerten L2-Cache hat.
Durch die verdoppelte Cachegröße und den höheren FSB-Takt (der aber nur in Zusammenwirken mit entsprechend schnellem Arbeitsspeicher etwas bringt) erreicht der Barton eine höhere Pro-Takt-Leistung.

Den Athlon XP 2400+ gibt es dagegen nur als Thoroughbred-Variante mit 256 kByte L2-Cache und FSB133.

Hat der 2600+ nen höheren FSB (166 zu 133) und ist besser zum
Übertackten (Übertackten interessiert mich eh nicht so).

Das Übertaktungspotential hängt weniger davon ab, als was (Taktfrequenz, FSB) ein Prozessor gerade verkauft wird, als vielmehr von seinem Kern-Typ (Palomino, T-Bred A, T-Bred B, Barton, Thorton), dessen Stepping und seiner Core-Spannung. Modelle aus „guten“ Produktionswochen und CPU-Kerne, die aus der Mitte eines Wafers geschnitten sind haben i.d.R. eine bessere Qualität und lassen sich vom Hersteller als größere Modelle verkaufen. Labelt der Hersteller diese Spitzen-Kerne aus Nachfragegründen als kleinere Modelle, lassen sich diese dann natürlich besonders gut übertakten.
Es gibt durchaus einige Athlon XP 1700+ - Prozessoren (DLT3C JIUHB - Stepping), die spielend 2200 MHz und mehr erreichen, was ein „normaler“ 2400+ z.B. nicht mitmachen würde.

Ein Problem beim Übertakten ist aber die seit Mitte 2003 in alle Athlon XP - Prozessoren eingebaute Multiplikatorsperre. Da gelockte CPU’s nur noch durch die Erhöhung des FSB-Taktes zu übertakten sind, sind hier Modelle mit einem günstigen Ausgangstakt besonders wertvoll. So kann man einen Athlon XP 2500+ durch Erhöhung des FSB-Taktes von 166 auf 200 MHz direkt zum Athlon XP 3200+ machen, was auch 99% dieser CPU’s Problemlos mitmachen. Den Barton 2600+ auf dieselbe Weise zu übertakten, ist wesentlich problematischer, weil die Zieltaktrate so hoch ist, dass etliche CPU’s diese nicht mehr schaffen.

Und was ist der Vorteil eines 3000+ gegenüber meines 2400+?
Beide sind mit 2000 MHZ getacktet.

Wieder wie oben: Der Athlon XP 3000+ basiert auf einem Prozessor-Kern mit einem größeren L2-Cache (Barton) und wird mit einem höheren Systemtakt betrieben. Dadurch erreicht er eine höhere Rechenleistung pro Takt, als dein Thoroughbred.

Es gibt aber IMHO keinen 3000+ mit 2000 MHz, sondern nur folgende Modelle:

Barton-Core, 512 kByte L2-Cache, 2100 MHz @ 200 MHz FSB-Takt
Barton-Core, 512 kByte L2-Cache, 2166 MHz @ 166 MHz FSB-Takt

Danke für die Antworten.

Kann nicht behaupten, dass ich das Wirrwarr verstehe, aber ist au jeden Fall interessant.

Olle

Kann nicht behaupten, dass ich das Wirrwarr verstehe, aber ist
au jeden Fall interessant.

*g*

Nochmal einfach:
Als Grundaussage kann man vielleicht folgendes festhalten:

Die Taktrate eines Prozessors kann genauso wenig mit dessen Rechenleistung gleichgesetzt werden, wie die Drehzahl eines Autos nicht mit dessen Höchstgeschwindigkeit.

Der Athlon XP 2600+ mit 1917 MHz hat einen größeren Cachespeicher (quasi doppelt so viel Hubraum) und einen höheren FSB-Takt (quasi eine größere Getriebeübersetzung), als dein Athlon XP 2400+ mit 2000 MHz und kann deshalb trotz des geringeren Taktes (quasi der niedrigeren Motordrehzahl) schneller rechnen (fahren). :smile:

Damit man die Leistung der Prozessoren trotz der verschiedenen Einflussfaktoren miteinander vergleichen kann, gibt es dieses Performance-Rating (die Zahl mit dem +). Ein Prozessor mit dem Namen „Athlon XP 2600+“ ist damit eben immer gleichschnell, egal ob er 2133 MHz oder nur 1917 MHz hat. Und ein Athlon XP 2400+ ist eben ca. 8% langsamer.

Beachten muss man allerdings, dass das Performance-Rating nur innerhalb einer Produktlinie (also z.B. „Athlon XP“) gilt. Ein Sempron oder Athlon 64 - Prozessor kann anhand dieser „Leistungszahl“ nicht mit dem Athlon XP verglichen werden. Ein Sempron 2800+ ist langsamer als ein Athlon XP 2800+ und ein Athlon 64 2800+ ist schneller.