AMD 64 3000 oder XP3000 ?

Möchte mir mal wieder einen neuen Rechner zulegen.
Das Gerät soll für simple Standardanwendungen, ein wenig Bildbearbeitung mit Picture Publisher und einfache Audiobearbeitungen mit Wavelab genutzt werden.
Ich bin kein Spieler also brauche ich in diese Richtung nichts spezielles.
Ich liebäugle mit einem XP3000 mit passendem board 1024 MB RAM, einer 128MB Grafikkarte und nem DVD Brenner. kostet ca. 450,-EUR
(meine alte Soundkarte werde ich einbauen)

Für ca 80,-EUR mehr gäbe es dann den AMD 64 3000 mit passenden board und der restlichen Ausstattung.

Als Betriebssystem werde ich XP Prof. benutzen

Ich denke das der XP3000 ein sehr ausgereifter Prozessor ist und ausreichen dürfte, oder gibt es Argumente welche den AMD 64 für meinen
Bedarf rechtfertigen würden.

Vielen Dank für sinnvolle Tips und Hinweise

heraklin

Hi heraklin,

Ich denke das der XP3000 ein sehr ausgereifter Prozessor ist
und ausreichen dürfte, oder gibt es Argumente welche den AMD
64 für meinen Bedarf rechtfertigen würden.

Gründe die ihn rechtfertigen sind aus meiner Sicht die Zukunftssicherheit da der Sockel 939 erst Ende 2006 vom nächsten Sockel abgelöst wird, der Sockel A für den der AThlon XP ist liegt in den letzten Zügen da AMD seine preiswerten Prozessoren, die Semprons, auf den Sockel 754 umstellt. Solltest du also aufrüsten wollen wäre der 64er allein aus dieser Sicht die erste Wahl und ich denke das für dich die Doppelkernprozessoren interessant sind da du ja recht rechenintensive Anwendungen hast.

Zweiter Punkt für den 64er ist IMHO Cool’n’Quiet. Das ist eine von Windows verwaltete Technik die den Rechner wenn er nicht belastet wird runtertaktet (Beispiel: mein 3200+, der unter Vollast bei 2000 Mhz läuft wird im Leerlauf auf 1000 Mhz runtergetaktet), das ermöglicht zum Einen eine sehr leise Kühlung in diesen Phasen und senkt zum Anderen den Stromverbrauch drastisch, deine Brieftasche wird’s dir danken! :wink:

mfG

McStone

Icu würde auch zum Athlon 64 greifen, und zwar zu einem Sockel 939 - Modell und entsprechendem Board.

Der Hauptgrund ist, das du ein aktuelleres Gesamtsystem bekommst. Die Mainboardchipsätze der Sockel A - Boards sind technisch immerhin schon 5 Jahre alt. Viele aktuelle Schnittstellen, die ein modernes Board mitbringt (S-ATA, GB-LAN, Firewire…), gibt es da gar nicht. Und wenn doch, sind diese über externe Chips realisiert und über PCI angebunden, so dass sich die gesamte Peripherie eine dünne Datenleitung teilen muss. Bei aktuellen Sockel 939 - Boards sind diese Funktionen OnChip gelöst und haben stets genug Bandbreite zur Verfügung, dass man sie sinnvoll nutzen kann. Ein PCIe - Board wäre natürlich das Beste, da hat jeder Steckplatz einen eigenen Bus. Aktuelle Athlon 64 - Boards sind darüber hinaus meist mit einer integrierten hardware-Firewall ausgestattet, was doch einige Sicherheit gibt und den Einsatz eines Routers spart.

Der Prozessor selbst ist leistungsfähiger, verbraucht deutlich weniger Strom, als der ältere Athlon XP, wird entsprechend weniger heiß, hat außerdem ein modernes Energiemanagement und lässt sich so viel leichter und leiser kühlen. Außerdem hat er einen integrierten Schutz vor selbstausführenden Viren. Besonders empfehlenswert sind die aktuellen Modelle in 90 nm - Fertigung mit Winchester oder Venice-Core. Die sind noch kühler und stromsparender und der Venice hat sogar schon die SSE3-Befehle an Board.

Das Gerät soll für simple Standardanwendungen, ein wenig Bildbearbeitung mit
Picture Publisher und einfache Audiobearbeitungen mit Wavelab genutzt werden.
Ich bin kein Spieler also brauche ich in diese Richtung nichts spezielles.

Steht natürlich die Frage, ob du überhaupt einen PR 3000+ - Prozessor brauchst, aber wenn du schon 450 - 500 EUR ausgeben willst, dann würd ich mich für die modernere Plattform entscheiden.

LG, Jesse

Icu würde auch zum Athlon 64 greifen, und zwar zu einem Sockel
939 - Modell und entsprechendem Board.

Ich auch

Der Hauptgrund ist, das du ein aktuelleres Gesamtsystem
bekommst. Die Mainboardchipsätze der Sockel A - Boards sind
technisch immerhin schon 5 Jahre alt. Viele aktuelle
Schnittstellen, die ein modernes Board mitbringt (S-ATA,
GB-LAN, Firewire…), gibt es da gar nicht. Und wenn doch,
sind diese über externe Chips realisiert und über PCI
angebunden, so dass sich die gesamte Peripherie eine dünne
Datenleitung teilen muss.

Das stimmt nicht. Es gibt eine Menge Sockel A Boards mit S-ATA, Firewire und Gigabit Lan.

Steht natürlich die Frage, ob du überhaupt einen PR 3000+ -
Prozessor brauchst, aber wenn du schon 450 - 500 EUR ausgeben
willst, dann würd ich mich für die modernere Plattform
entscheiden.

Auch hier schließe ich mich an.

Gruß, Philip

Hi,

Das stimmt nicht. Es gibt eine Menge Sockel A Boards mit
S-ATA, Firewire und Gigabit Lan.

Das hat Jesse ja auch nicht behauptet, er hat nur völlig richtig gesagt das diese Schnittstellen bei Sockel A-Boards nicht Standard sind und, wenn vorhanden, über den langsamen PCI-Bus angebunden sind. Und den Unterschied ob z.B. dein GB-Lan am PCI-Controller oder direkt an der Northbridge hängt merkt man wenn im heimischen Netzwerk große Dateien verschoben werden.

mfG

McStone

Hi,

Das stimmt nicht. Es gibt eine Menge Sockel A Boards mit
S-ATA, Firewire und Gigabit Lan.

Das hat Jesse ja auch nicht behauptet, er hat nur völlig
richtig gesagt das diese Schnittstellen bei Sockel A-Boards
nicht Standard sind und, wenn vorhanden, über den langsamen
PCI-Bus angebunden sind. Und den Unterschied ob z.B. dein
GB-Lan am PCI-Controller oder direkt an der Northbridge hängt
merkt man wenn im heimischen Netzwerk große Dateien verschoben
werden.

Ich meine ganz normale Boards mit onboard S-ATA & co! Nicht über PCI-Karten. Das gehört eigentlich bei jedem höherwertigem Sockel-A Board zum Standard.

Gruß, Philip

Ich meine ganz normale Boards mit onboard S-ATA & co! Nicht
über PCI-Karten. Das gehört eigentlich bei jedem höherwertigem
Sockel-A Board zum Standard.

Du hast uns nicht richtig verstanden, also nochmal:

Bei modernen Boards sind die Schaltkreise von OnBoard-Komponenten im Mainboard-Chipsatz (nVidia nForce 4 etc.) integriert, bei alten Sockel A - Boards müssen OnBoard-Komponenten, wie S-ATA, Firewire, GB-LAN, Firewall etc. über externe Chips realisiert werden. Diese sind (sofern vorhanden) schon auf dem Mainboard verbaut (also „OnBoard“), müssen ja aber auch irgendwie an den Prozessor angebunden werden - und das geschieht wie bei Steckkarten über den langsamen PCI-Bus. D.h., dass sich alle diese Komponenten samt möglicher Steckkarten die begrenzte Bandbreite des PCI-Busses teilen müssen. Das schränkt viele dieser Schnittstellen in ihrer praktischen Nutzbarkeit ziemlich ein, weil die benötigten Transferraten einfach nicht erreicht werden.

Diese Probleme gibt es mit Athlon 64 - Boards nicht, weil die entsprechenden Schnittstellen eben im Mainboardchipsatz integriert und nicht mehr als externe Chips über eine veraltete, dünne Datenleitung an diesen angebunden sind. Bei Mainboards mit PCIe ist selbst die Anbindung externer Chips überhaupt kein Problem mehr, weil über PCIe jede Komponente eine größere Bandbreite für sich alleine nutzen kann, als bei normalem PCI alle Komponenten zusammen.

Hoffe, es ist jetzt klargeworden, was gemeint war. :smile:

CU, Jesse

Hoffe, es ist jetzt klargeworden, was gemeint war. :smile:

CU, Jesse

Joah, jetzt habe ich’s gerafft und werde das mal so glauben. Danke für die Aufklärung. Ich bleibe trotzdem bei meinem „lahmen“ N-Force 2 Board.

Gruß, Philip

Hallo,
selbst billig-Sockel-A-Boards wie z.B. das ASROCK K7VT4APro haben S-ATA in der Southbridge (VIA VT8237) integriert und diese ist über VIA V-Link mit 267MB/s angebunden, nicht über PCI mit 133MB/s!

Natürlich kann man bei einem Board für 30 Euro nicht erwarten, daß es Gbit LAN und Firewire hat. Man muß sich aber fragen, ob man das überhaupt braucht, wenn man schon 6x USB 2.0 dabei hat.

Zum Alter von 5 Jahren für den Sockel A muß man sagen, daß das eher ein Vorteil ist, kein Nachteil, weil ein so breiter Standard mit vielem kompatibel ist. Es haben da eher die das nachsehen, die übereilt auf das Neueste aufspringen wie den Sockel 754, der jetzt nach etwa einem Jahr schon wieder out ist.

Aus beruflicher Erfahrung kann ich sagen, daß eher die Boards kaputt gehen als die AMD SoA Prozessoren und deshalb ist es schon sehr vorteilhaft, daß man für eine 5 Jahre alte Duron-750 oder Athlon-1000 CPU noch Motherboards zum Reparieren bekommt, die für Office-Anwendungen mehr als ausreichend sind.

Gruß Leonhard

Ich meine ganz normale Boards mit onboard S-ATA & co! Nicht

über PCI-Karten. Das gehört eigentlich bei jedem höherwertigem
Sockel-A Board zum Standard.

Du hast uns nicht richtig verstanden, also nochmal:

Bei modernen Boards sind die Schaltkreise von
OnBoard-Komponenten im Mainboard-Chipsatz (nVidia nForce 4
etc.) integriert, bei alten Sockel A - Boards müssen
OnBoard-Komponenten, wie S-ATA, Firewire, GB-LAN, Firewall
etc. über externe Chips realisiert werden. Diese sind (sofern
vorhanden) schon auf dem Mainboard verbaut (also „OnBoard“),
müssen ja aber auch irgendwie an den Prozessor angebunden
werden - und das geschieht wie bei Steckkarten über den
langsamen PCI-Bus. D.h., dass sich alle diese Komponenten samt
möglicher Steckkarten die begrenzte Bandbreite des PCI-Busses
teilen müssen. Das schränkt viele dieser Schnittstellen in
ihrer praktischen Nutzbarkeit ziemlich ein, weil die
benötigten Transferraten einfach nicht erreicht werden.

Diese Probleme gibt es mit Athlon 64 - Boards nicht, weil die
entsprechenden Schnittstellen eben im Mainboardchipsatz
integriert und nicht mehr als externe Chips über eine
veraltete, dünne Datenleitung an diesen angebunden sind. Bei
Mainboards mit PCIe ist selbst die Anbindung externer Chips
überhaupt kein Problem mehr, weil über PCIe jede Komponente
eine größere Bandbreite für sich alleine nutzen kann, als bei
normalem PCI alle Komponenten zusammen.

Hoffe, es ist jetzt klargeworden, was gemeint war. :smile:

CU, Jesse

Natürlich kann man bei einem Board für 30 Euro nicht erwarten,
daß es Gbit LAN und Firewire hat. Man muß sich aber fragen, ob
man das überhaupt braucht, wenn man schon 6x USB 2.0 dabei
hat.

Darum ging es mir ja gar nicht, sondern darum, dass man auch bei einem 100 EUR teuren Sockel A - Board keine native Gbit-LAN - Unterstützung etc. kriegen wird, weil es eben keine Sockel A - Chipsätze gibt, die schon solche Features haben und auch keine Neuen mehr gebaut werden.
Klar reicht der gebotene Funktionsumfang vieler Sockel A - Boards vielen Leuten heute noch voll aus, aber sollte man sie deshalb heute beim Neukauf noch empfehlen? Der Sockel 939 ist ausgereift und unproblematisch und viel moderner ausgestattet und bietet viel mehr Leistung bei weniger Stromverbrauch und besserer Ergonomie.

Zum Alter von 5 Jahren für den Sockel A muß man sagen, daß das
eher ein Vorteil ist, kein Nachteil, weil ein so breiter
Standard mit vielem kompatibel ist.

Würdest du noch einen neuen Golf II kaufen, während alle anderen einen Golf IV mit Vollkompfort, Navigation und Klimaautomatik fahren? Der IIer reicht doch eigentlich auch noch aus, um damit von München nach Berlin zu fahren und ist natürlich viel ausgereifter… :smile:

Es haben da eher die das
nachsehen, die übereilt auf das Neueste aufspringen wie den
Sockel 754, der jetzt nach etwa einem Jahr schon wieder out
ist.

Wieso? Sockel 754 - Boards bieten einen wesentlich größeren Leistungsumfang und Komfort als Sockel A - Boards, es laufen die moderneren, stromsparenderen und leistungsfähigeren CPU’s drauf, wo ist da der Nachteil gegenüber Sockel A? Aussterbende Plattformen sind beide. Aber daran wird man sich in Zukunft auch bei AMD gewöhnen müssen. Produktwechselzeiten von 5 oder sogar 10(?) Jahren (Sockel 7) wird es nie mehr geben. Im Gegensatz zu den durchschittlichen 6 - 12 Monaten, die eine Intel-Plattform aktuell bleibt, hatte der Sockel 754 mit ~2 Jahren ja schon eine erstaunliche Lebensdauer. :stuck_out_tongue:

Grüße, Jesse

Hi Leonhard,

Es haben da eher die das nachsehen, die übereilt auf das Neueste aufspringen
wie den Sockel 754, der jetzt nach etwa einem Jahr schon wieder out ist.

Also nach meinem Informationsstand werden die aktuellen Semprons für den Sockel 754 hergestellt, der ist also alles andere als out. Kann mich aber auch irren.

mfG

McStone

Hallo McStone,

Es haben da eher die das nachsehen, die übereilt auf das Neueste aufspringen
wie den Sockel 754, der jetzt nach etwa einem Jahr schon wieder out ist.

Also nach meinem Informationsstand werden die aktuellen
Semprons für den Sockel 754 hergestellt, der ist also alles
andere als out. Kann mich aber auch irren.

mfG

McStone

Dies kann eine Falschinformation durch PC Professionell 6/2005 sein: Diese schreiben auf Seite 114, daß der Sempron 2600+, 2800+ und 3000+ Sockel 754 CPUs seien. Dies ist falsch, da es sich bei diesen CPUs um Sockel-A CPUs handelt. Nur der Sempron-3100 ist eine So. 754 CPU.

Im übrigen sehe ich es auch so, daß der So. 939 zukunftsträchtiger als der So. A oder 754 ist, wegen dem 128 bit statt 64 bit Datenbus zum RAM (Dual Channel sozusagen). Es ist einfach die schnellere Technologie, obwohl es für den Sockel A auch Chipsätze mit Dual DDR Channel Technologie gibt wie den nForce2. Beim 754 geht das nicht wegen dem integrierten Speichercontroller. Deshalb emfinde ich die Technologie des So.754 als „out“, und tatsächlich werden bei aktuellen Händlern kaum noch So.754-Boards angeboten.

Einen echten Geschwindigkeitsschub wie bei früheren Generationswechseln (z.B. So.7 auf So.A) wird es aber nicht mehr geben, deshalb verstehe ich den Rummel um die 64 bit CPUs nicht.

Wenn es dem Initiator dieser Auseinandersetzungen nicht um maximale Geschwindigkeit geht, würde ich ihm eine Sempron-2200 CPU (So.A) empfehlen, weil die billigsten CPUs (43 Euro) das beste Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Man zahlt für 33% mehr Leistung mehr als 100% mehr Geld.

Gruß Leonhard

Dies kann eine Falschinformation durch PC Professionell 6/2005
sein: Diese schreiben auf Seite 114, daß der Sempron 2600+,
2800+ und 3000+ Sockel 754 CPUs seien. Dies ist falsch, da es
sich bei diesen CPUs um Sockel-A CPUs handelt. Nur der
Sempron-3100 ist eine So. 754 CPU.

Das stimmt nicht. Es gibt auch einen Sempron 2600+/ 2800+/ 3000+ für den Sockel 754. Diese basieren auf dem neuen Palermo-Kern (Cache-reduzierter Athlon 64 „Winchester“ ohne C&Q), während der Sempron 3100+ für den Sockel 754 noch auf dem alten Clawhammer-Kern basiert.

Entsprechende Semprons für den Sockel A gibt es natürlich auch noch, diese sind aber technisch völlig verschiedenartige CPU’s. Eigentlich sind es umbenannte Athlon XP’s mit 256 kByte L2-Cache (Thouroughbred-Kern), die nur mit einem einheitlichen, höheren Bustakt (FSB333) laufen.

Um es noch verwirrender zu machen: es wird vermutlich auch keine neuen Sempron-Modelle für den Sockel 754 mehr geben (Sockel A eh nix mehr geplant), da auch die Sempron-Reihe zukünftig auf dem Sockel 939 laufen soll. Die älteren Sockel fallen dann weg.

PC Professionell 6/2005

Eine von diesen Gazetten, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind…wie die Computerbild und in letzter Zeit vermehrt auch die Chip. Aber mit den Sockel 754-Semprons haben sie ausnahmsweise recht, da bist du nicht auf dem aktuellen Stand.

LG, Jesse