Hallo ihr lieben,
habe mal ein dringliches Anliegen bezüglich amerikanischer Geschichte und bin für jeden Hinweis dankbar.
Mich würde erstens interressieren ,wo ich eventuell gute Seiten finde,die sich mit den Grundsätzen von Lyndon B Johnson ,martin luther king und malcolm x beschftigen… Vielleicht hat ja auch einer von euch ein paar hinweise für mich inwieweit sich die politischen Intentionen der drei redner abgrenzen.,
ausserdem würde mich interressieren ,wo ich amerikanische geschichte kurzgefasst finden könnte…
vielen dank(-:
Hallo Mia,
vielleicht hier?
http://www.bpb.de/info-franzis/info_268/body_i_268_3…
dann
WASHINGTON INSIDER Nr. 45, 09. November 2000
US-Wahlen lösen Krise des Establishments aus.
Das Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern zeigt die Gefahr, die nicht nur für die Region selbst, sondern auch für die
USA vom massiven Einfluß der religiösen Fundamentalisten auf die US-Politik ausgeht, deren Endzeitideologie („Jahrtausendwende=Zeitenende“) sie
dazu treibt, ein Armageddon-Szenario um Jerusalem zu provozieren, weil sie glauben, damit „biblische Prophezeiungen“ zu erfüllen.
Letzte Woche „prophezeite“ der Kopf der in Jerusalem ansässigen „Tempelberg-Gläubigen“ Solomon ein baldiges
Armageddon im Nahen Osten, das wohlmöglich zu einem „Atomkrieg“ führen werde (siehe SAS 44/2000). Solomon und seine fanatischen Anhänger
werden propagandistisch benutzt von „christlich-protestantischen“ Fundamentalisten in den USA, für die Fernsehprediger wie Robertson mit seiner
„Christlichen Koalition“ und Falwells „Moralische Mehrheit“ typisch sind, deren enorm wichtige Rolle in Amerika für Nichtamerikaner nur schwer
nachvollziehbar ist.
In einem Kommentar über „Die Bestialität der Fundamentalisten“ betonte LaRouche am 31.10., daß Präsident Clintons „Anbiederung“ gegenüber
diesen Elementen zu den katastrophalen Fehleinschätzungen führte, die den Kollaps des „Camp David II“-Gipfels im Juli und die folgende Gewalt
bewirkten. Clinton sei seinerzeit durch die Lewinsky-Affäre und die drohende Absetzung stark geschwächt worden. In diesem Zustand suchte er
eine besondere Washingtoner Institution auf: das „Gebetsfrühstück“, bei dem führende Politiker mit angeblichen religiösen Führern um „Vergebung
ihrer Sünden“ beten und „Erlösung“ suchen. Zu den Leitern dieser Veranstaltungen gehört z.B. Rev. Graham, der auch dem damaligen
US-Präsidenten Bush als „religiöser Berater“ in der Frage der „Notwendigkeit“ des Krieges gegen den Irak 1990-91 diente. Clintons
Gebetsfrühstück-Taktik brachte ihn, so LaRouche, „in die Defensive, so daß die ,Jahrtausendwende-Fundamentalisten’ Einfluß auf ihn gewannen.“
Deswegen habe er den fatalen Fehler begangen, auf dem Camp-David-Gipfel die Jerusalem-Frage in den Vordergrund zu stellen und dann
Palästinenserführer Arafat für das Scheitern der Gespräche verantwortlich zu machen.
LaRouche erklärt die Machtzunahme der „Fundies“ in den USA anhand mehrerer zusammenwirkender Faktoren. Ihre Ausbreitung habe Ende der 60er
Jahre begonnen, als die US-Regierung eine „nachindustrielle“ Politik einschlug, die große Teile der US-Wirtschaft zerstörte. Die damit
einhergehende Demoralisierung war ein fruchtbarer Boden für „apokalyptische“ und „messianische“ pseudochristliche Heilsbotschaften. Noch 1965
habe Präsident Johnson, der selbst aus dem Süden stammte, die Bürgerrechtsaktivitäten von Martin Luther King unterstützt und das
Wahlrechtsgesetz durch den US-Kongreß gebracht, womit er den Befürwortern der „Rassentrennung“ im Süden eine schwere Niederlage zufügte.
Als Reaktion entwickelten der damalige New Yorker Gouverneur Rockefeller und andere Königsmacher der Republikanischen Partei ihre
„Südstrategie“ gegen die Allianz von Demokratischer Partei und Bürgerrechtsbewegung, indem sie die Anhänger der „Konföderation der Südstaaten“
im 19. Jahrhundert auf den Plan riefen. Sie appellierten an die „armen Weißen“ im Süden, die tiefe und primitive Wut über die politischen
Fortschritte der Afroamerikaner hegten. In diesen Schichten des südlichen „Bibel-Gürtels“ hatte der religiöse Fundamentalismus die größte
Resonanz.
Die „Südstrategie“ der Republikaner führte 1968 zum Wahlsieg Nixons und seiner von Kissinger geführten Regierung, worauf die Demokraten ihre
eigene „Südstrategie“ ausheckten, mit der sie F.D. Roosevelts auf Kernwählergruppen aufbauende Politik aufgaben. Dies führte zu einem der
schlimmsten Desaster der US-Geschichte: Carters Präsidentschaft von 1976-80. Carter, der Kandidat von Rockefellers Trilateraler Kommission, war
ein typischer „Fundie“, der vor pseudoreligiösem Aberglauben strotzte. Unter ihm wurden die USA industriell beträchtlich demontiert, und der
religiöse Fundamentalismus breitete sich explosionsartig aus.
Leider lernte die Demokratische Partei nichts aus dem Carter-Debakel. Nach ihrer Niederlage gegen Reagan verstärkte sie ihre „Südstrategie“ noch
durch Gründung des Demokratischen Führungsrats (DLC) mit seiner „zentristischen“ Strategie der „Neuen Demokraten“.
Inzwischen hat diese Taktik in den USA eine äußerst gefährliche Lage erzeugt. Wie LaRouche warnte, „toben jetzt die bigotten Zeitenwendler mit
verklärtem Blick herum“ und drohen mit einem Religionskrieg, der weit über den Nahen Osten hinausreichen wird, wenn man nicht sofort dagegen
einschreitet. Verschiedene jüdische Gruppen und deren Anführer haben sich dieser „Psychose“ angeschlossen, und zwar nach LaRouches Ansicht
zum Teil aus einer „nicht unberechtigten Angst vor den Fundamentalisten“. Das Motiv, hierbei gehe es um das „Überleben der Juden“ sei zwar
verständlich, aber fehlgeleitet, wenn man bedenkt, welche Konsequenzen ein Religionskrieg im Nahen Osten für Israel hätte. Ein Problem sei auch
die Rolle Bronfmans, dessen Übernahme des Jüdischen Weltkongresses nach dem Tode Nahum Goldmanns die Politik der führenden jüdischen
Institutionen Amerikas in ihr Gegenteil verkehrt habe.
Vielleicht hilfts ja schon…
Marco
Habe mal zufällig folgendes Buch gesehen und war selbst sehr fasziniert. Wie der Titel schon sagt, befasst sich das Buch hauptächlich um King und Malcolm X.
Hat nur positive Resonanz bekommtn, bei Amazon zumindest:
Martin Luther King / Malcolm X.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3596146623/red…
Viele Grüße,
Thomas
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