ich schau gern die amerikan. Sitcoms (Hör’ mal wer da hämmert, King of Queens, Immer wieder Jim, Full House, Eine schrecklich nette Familie, Still Standing, usw.)
Mir ist aufgefallen, das die Häuser doch eine erstaunliche ähnlichkeit aufweisen. Liegt es daran das ohnehin alle amerik. Häuser gleich aussehen und das das nachgeahmt wurde, oder daran das ein und dasselbe Haus zum Dreh benutzt wurde?
Mir ist aufgefallen, das die Häuser doch eine erstaunliche
ähnlichkeit aufweisen. Liegt es daran das ohnehin alle amerik.
Häuser gleich aussehen und das das nachgeahmt wurde
wenn Du das insofern meinst, als daß auch in den USA die meisten Einfamilienhäuser Wände, Dächer, Zimmer, Zimmerdecken, Türen und Treppen haben, hast Du recht.
solche Serien werden in der Regel nicht in einem wirklichen Haus gedreht, sondern in einem Studio, in dem eben ein solches Haus nachempfunden wird. Von außen zeigt man dann halt irgendwelche Häuser in irgendwelchen Straßen - die Schwestern in „Charmed“ beispielsweise wohnen in San Francisco am Alamo Square, das sind ganz berühmte Häuser, die sich aber deutlich von der New Yorker Siedlung unterscheiden, in der der „King of Queens“ lebt.
Was das Interieur betrifft, klar, da ähneln sich viele Häuser. Der in diesen Serien oft gezeigte Stil umfasst u.a. Sofas mitten im Raum, Kochinseln, Schlafzimmer immer oben, Wohnzimmer immer unten, wenn man das Haus betritt steht man immer gleich im Wohnzimmer und so weiter. Vielleicht wäre eine sinnvolle Frage, ob die Amerikaner wirklich so wohnen.
Was das Interieur betrifft, klar, da ähneln sich viele Häuser.
Der in diesen Serien oft gezeigte Stil umfasst u.a. Sofas
mitten im Raum, Kochinseln, Schlafzimmer immer oben,
Wohnzimmer immer unten, wenn man das Haus betritt steht man
immer gleich im Wohnzimmer und so weiter. Vielleicht wäre eine
sinnvolle Frage, ob die Amerikaner wirklich so wohnen.
Richtig.
Vor allen Dingen auch unter dem Gesichtspunkt, dass sich ein normales Wohnzimmer nicht gut filmen lässt. Es handelt sich ja um eine Bühne. Gerade bei Sitcoms, die vor anwesendem Publikum aufgenommen werden. In irgendeiner Sitcom ging es mal darum, dass ein Ehemann (welcher auch immer) das Sofa umstellen wollte (übrigens so, wie es in einem „normalen“ Haus stehen würde), mit dem Ergebnis, dass für den Rest der Sendung die Schauspieler fast nur mit dem Rücken zum Publikum da saßen.
Außerdem: erfolgreiche Sitcoms wie „Home Improvement“ oder „KoQ“ können sich nicht nur eine eigene Bühne leisten, sondern der eigentliche Bühnenaufbau wird wohl einer der kleinsten Posten einer solchen Produktion sein.
Und auch: wenn ich mir die Bühne von KoQ, Home Improvement, Immer wieder Jim etc. ansehe, so sehe ich zwar die Ähnlichkeiten eines Mittelklassehaus im mittleren Nordwesten oder an der Ostküste, meist mit Erdgeschoss, Obergeschoss, freistehend mit Garten, aber da hören die Ähnlichkeiten dann schon auf.
Was das Interieur betrifft, klar, da ähneln sich viele Häuser.
Der in diesen Serien oft gezeigte Stil umfasst u.a. Sofas
mitten im Raum, Kochinseln, Schlafzimmer immer oben,
Wohnzimmer immer unten, wenn man das Haus betritt steht man
immer gleich im Wohnzimmer und so weiter. Vielleicht wäre eine
sinnvolle Frage, ob die Amerikaner wirklich so wohnen.
Grüße
Ich schaue mir mit schöner Regelmäßigkeit amerikanische Immobilienanzeigen im Internet an und kann deine Beobachtung durchaus bestätigen. Da die amerikanischen Immobilienfirmen meist etliche Bilder pro Haus zeigen und die Amis ihre Häuser meist möbeliert verkaufen,sieht man in den Anzeigen den von dir beschriebenen Einrichtungsstil öfter. Je größer das Haus und die Räume,umso höher die Wahrscheinlichkeit,daß die Möbel mitten im Raum stehen. Ob man gleich im Wohnzimmer oder der Küche steht,wenn man zur Haustür hereintritt,kommt ebenfalls auf die Größe des Hauses an.Das ist eher ein Stil,der bei kleinen und mittleren Häusern vorkommt,in größeren Häusern sind durchaus eher klassische Hausflure üblich. Ich persönlich finde diesen Stil gar nicht so schlecht,so muss man Besucher nicht unbedingt erst noch durch die halbe Wohnung führen,um einen bestimmten Raum zu erreichen. Und praktisch ist’s auch noch,wenn man z.B. die Einkaufstüten direkt in die Küche bringen kann.
die Sitcoms, die du nennst, sind Multicamera-Produktionen.
Sie sind eher mit Theater-Aufführungen zu vergleichen - auf einer nach einer Seite hin offenen Bühne, oft vor Live-Publikum. Das Bühnengeschehen wird (am Stück, also nicht Take für Take, aber natürlich mit Unterbrechungen bei Textfehlern etc.) mit mehreren Kameras gefilmt; hinterher wird entschieden, welche Kamerabilder in welcher Szenen genutzt werden. Die Bühne wird dazu den gewünschten Kameraeinstellungen entsprechend entworfen - aus diesen Sachzwängen ergibt sich das bekannte Setup des Wohnbereichs, das sich oft so ähnelt.
Vergleiche dazu das sog. Single-Camera-System: Hier wird eher filmisch gearbeitet (z.B. bei Scrubs), d.h. Take für Take, Einstellung für Einstellung. Hier wird das Set für jede Einstellung neu eingerichtet - das ist aufwändiger, man ist natürlich aber auch flexibler, kann an Originalorten drehen etc.