in der Schule sind wir auf das Thema Amok und Amok laufen gestoßen. Nach der Erörterung von Ursachen und Ablauf von so einem Amoklauf (jetzt mal nur auf die „school shootings“ bezogen), sind wir auf die Tatsache gestoßen, dass Amokläufe aus irgendeinem Grund meistens von Jungen/Männer ausgeübt werden.
Mir selber ist ehrlich gesagt nur ein Fall bekannt, in dem ein Mädchen versucht hat, sowas durchzuziehen.
Leider könnten wir über den Grund dafür nur wage Vermutungen anstellen.
Wisst ihr da mehr darüber??
Was du da sagst, spiegelt sich seit Jahrhunderten in der Statistik der Gewaltverbrechen wieder.
Männer sind, verursacht durch die männlichen Hormone, ganz einfach aggressiver, gewaltbereiter.
Sie mussten es, im Zuge der Evolution, werden, damit sie sich bei der Fortpflanzung gegenüber ihresgleichen durchsetzen konnten.
Damit übernahmen sie gleichzeitig so wichtige Aufgaben, wie die Verteidigung der Horde gegen Angreifer.
Ist bei Menschen wie bei Rindviechern.
Der Verlust eines Nachwuchs erzeugenden Weibchens ist halt für die Art weit schwerwiegender, als der Verlust eines Männchens, das leicht ersetzt werden kann.
Moin,
was Nemo schreibt stimmt genau. Die MHormonen sinds
Besonders pubertierende Jungen sind schwer gebeutelt. Z.B. steigt ihr Testosteronspiegel während der Pubertät um das 200fache.
Ein interessantes Buch dazu:
Das männliche Gehirn: Warum Männer anders sind als Frauen
von Louann Brizendine - sie ist Neuropsychiaterin und beschreibt ganz nett die Unterschiede.
Gruss…lux
Stimme zu und füge hinzu, dass gleichzeitig Frauen, und das beobchte ich gerade wieder bei meiner pubertierenden Tochter, sozial besser veretzt sind,soll heissen, können ihre Emotionen im großen Netz der Frauen besser verarbeiten, dieses Netz ist ein ungeheuer gutes Ventil!
Ebenso sehe ich in der Klasse meiner Tochter, Waldorfschule, die sozialer Kompetenz in ihrem Konzept wie in der Praxis einen hohen Stellenwert gibt,konkret, dass die Jungs, die mit ins soziale "Weibernetz"eingebunden sind, das ist etwa die Hälfte, signifikant weniger auffällig ist durch Alkoholkonsum z.B. und „Flippereien“ sowie mangelhafte Leistung.
können ihre Emotionen
im großen Netz der Frauen besser verarbeiten, dieses Netz ist
ein ungeheuer gutes Ventil!
Das ist eine Behauptung die sich auf subjektive Erfahrungen stütz. Die sind in diesem Sachverhalt auf ein kleines soziales Netzwerk bezogen. Ich halte daher die Verallgemeinerung als wenig aussagefähig.
Ebenso sehe ich in der Klasse meiner Tochter, Waldorfschule,
die sozialer Kompetenz in ihrem Konzept wie in der Praxis
einen hohen Stellenwert gibt,konkret, dass die Jungs, die mit
ins soziale "Weibernetz"eingebunden sind, das ist etwa die
Hälfte, signifikant weniger auffällig ist durch Alkoholkonsum
z.B. und „Flippereien“ sowie mangelhafte Leistung.
Gruß, Zahira
Dazu möchte ich sagen, dass in dieser Schulform möglicherweise mehr Wert auf die Sozialkompetenz bei beiden Geschlechtern gelegt wird.
Es muss daher nicht unbedingt der Grund sein, dass die Jungen weniger Auffälligkeiten zeigen, weil sie sich in weibliche Netzwerke einbringen.
Für die geringere Anzahl der Schüler wird es kaum die Möglichkeit geben eine Schulform zu besuchen, die die Sozialkompetenz als vorrangige Aufgabe sieht.
Bei diesem Problem ist das gesamtgesellschftliche System gefragt.
in diesem (Film-)Beitrag hieß es u.a. dass den Jungen heute u.a. positive männliche Vorbilder fehlten (alleinerziehende Mütter, mehr Lehrerinnen denn Lehrer)…
können ihre Emotionen
im großen Netz der Frauen besser verarbeiten, dieses Netz ist
ein ungeheuer gutes Ventil!
Das ist eine Behauptung die sich auf subjektive Erfahrungen
stütz. Die sind in diesem Sachverhalt auf ein kleines soziales
Netzwerk bezogen. Ich halte daher die Verallgemeinerung als
wenig aussagefähig.
Ich rede nicht von einem kleinen Netzwerk, sondern von einem, das sehr viele Frauen genau kennen und nutzen, und das relativ unbegrenzt ist.
Dass die soziale Kompetenz von Frauen im Mittelwert höher sein dürfte, als die von Männern, werde ich nicht als erste feststellen .
Aber um Recht haben geht es mir auch gar nicht, sondern nur darum, eine weitere Sichtweise in den pool von Antworten zu geben.
Ebenso sehe ich in der Klasse meiner Tochter, Waldorfschule,
die sozialer Kompetenz in ihrem Konzept wie in der Praxis
einen hohen Stellenwert gibt,konkret, dass die Jungs, die mit
ins soziale "Weibernetz"eingebunden sind, das ist etwa die
Hälfte, signifikant weniger auffällig ist durch Alkoholkonsum
z.B. und „Flippereien“ sowie mangelhafte Leistung.
Gruß, Zahira
Dazu möchte ich sagen, dass in dieser Schulform möglicherweise
mehr Wert auf die Sozialkompetenz bei beiden Geschlechtern
gelegt wird.
Es muss daher nicht unbedingt der Grund sein, dass die Jungen
weniger Auffälligkeiten zeigen, weil sie sich in weibliche
Netzwerke einbringen.
Ja, sicherlich, stimmt so.
Aber es fällt auf, dass das bei den Mädels meist gelingt und bei den Jungs oft nicht, auch nicht in der Waldorfschule.
Es ging mir darum, dass ich die soziale Kompetenz bei Mädels für meist höher halte, als bei Jungs und das ist lediglich ein weiterer Ansatz neben dem physiologischen, also materiellen, dem der Hormaone z.B…
Für die geringere Anzahl der Schüler wird es kaum die
Möglichkeit geben eine Schulform zu besuchen, die die
Sozialkompetenz als vorrangige Aufgabe sieht.
Leider, nein.
Aber warum wohl nicht?
Weil der Punkt als Wert hinter dem von Leistung, äusserem Erfolg auf materieller Ebene und Input von „Fakten“ gesamtgesellschaftlich vernachlässigt wird.
Bei diesem Problem ist das gesamtgesellschftliche System
gefragt.
Hallo,
komischerweise waren hatten die Amokläufer der letzten Jahre (die in der Presse bekannt wurden) beide Eltern. Es kann nicht die ausschlaggebene Ursache sein.
Häufiger Auslöser ist Mobbing und was dann hinterher zu einem Amoklauf führt ist ungewiss. Während Jungs vieles schlucken und irgendwann das Fass überläuft, ziehen sich gemobbte Mädchen eher zurück und fügen sich eher selber Leid zu als dass sie nach Außen gehen.
komischerweise waren hatten die Amokläufer der letzten Jahre
(die in der Presse bekannt wurden) beide Eltern.
Das ist kein Widerspruch. Ein Vater aus Fleisch und Blut muß noch lange kein männliches Vorbild sein - genauso kann ein physisch abwesender Vater ein psychologisches Vorbild sein (z.b: durch Erzählungen).
Ja, genau.
Es ist ja so, dass allzuoft „schwache“ Söhne „schwache“ Väter werden.
Es ist vielleicht die geschwächte Männlichkeit, und damit meine ich nicht Weicheier, sondern in ihrer inneren seelischen Kraft geschwächte Männer, die junge Männer als Sohn sich selber als Mann nicht finden lässt.
Zum Identifizieren ist da oft nicht viel, oder nicht viel Gutes.
Und wenn dann alles zusammenkommt, vielleicht auch noch eine Mutter, die vom Sohn Besitz ergreift, auch, weil sie keinen Mann an ihrer Seite hat obwohl da physisch sogar einer ist, sie vielleicht sogar Männer verabscheut, weil der ihre voller Aggressionen, latent oder offen , steckt, dann haben wir ein perpetuum mobile der ganz beschissenen Art.
Amokläufer halte ich für einen entsetzlich vollkommenen Spiegel der Psyche der Gesellschaft.
Nur die schwächste Stelle eines schwachen Systems, das Rädchen, an dem die kaputte Kiste auseinander fliegt.
Natürlich kommen noch individuelle Persönlichkeitsfaktoren dazu, und natürlich meinetwegen auch die Hormone.
Hormone gibt es allerdings schon immer, und auch in der Tierwelt, das Amokläuferphänomen ist hingegen noch kein so altes…