wenn man mal Schriftstücke von Rechtsanwälten und Gerichten, amtlichen Beschlüsse usw. liest, stehen einem teilweise ganz schön die Haare zu Berge. Rechtschreibung geht ja, aber Grammatik und Interpunktion
Das Amtsdeutsch hat historische Wurzeln. Aber warum bleibt das so wie es ist? Warum wird nicht nach heutigem guten Deutsch formuliert?
Man kann dem „Amtsdeutsch“ ja viel vorwerfen, aber dass es nicht korrekt sei, glaube ich kaum. Ich habe äußert selten was gelesen, das sprachliche Fehler aufwiesen hätte.
weil´s dann verständlich wird und der Bürger seine Rechte einfordert (und trotzdem seine Pflichten vergißt).
Aber ich meine eine Trendwende zu sehen, es wird schon an vielen Stellen versucht verständlicher zu werden.
Nicht direkt Papierkram, aber auch die „Bürgerämter“ sind eine solche Bestrebung, man dort schon einiges auf einmal erledigen, wofür man früher von einem zum anderen laufen musste.
ich stutze hier so wie Levay: Kannst Du Beispiele für fehlerhaftes Amtsdeutsch geben? Dass eine Verwendung unüblicher Begriffe, langer Sperrungen und dergleichen falsch sei, ist hieramts nicht bekannt.
Aber ich meine eine Trendwende zu sehen, es wird schon an
vielen Stellen versucht verständlicher zu werden.
Hallo, Volker,
Das Problem dabei ist, das solche Texte den Versuch darstellen, Sachverhalte so eindeutig festzulegen, dass von Vornherein jegliche Fehlauslegung ausgeschlossen ist. Das gelingt natürlich nicht immer, ein Grund, warum es Gerichte und Rechtsanwälte gibt.
Der Versuch, solche Texte sowohl unmissverständlich und zugleich allgemeinverständlich zu formulieren, ist ein Spagat, der meist misslingt.
Gruß
Eckard
eure Antworten zeigen mir, daß man das Amtsdeutsch etwas genauer anschauen muß.
Was Gemmatik und Interpunktion angeht scheinen die Fehler eher in der Schreibstube zu liegen.
Aber lange Sätze mit umständlichem Satzbau und ungewöhnlicher Fachterminologie machen vieles für den nicht daran Gewöhnten un- oder schwer verständlich. Ich selbst empfinde diese Ausdrucksweise nur anders. Das Amtsdeutsch schwer verständlich ist merke ich immer dann, wenn andere mich fragen: „Was heißt das im Klartext?“ Und das ist das was ich meine. Warum drückt man sich amtlich nicht schlichter, volksverständlicher aus?
Die Tendenz zur Besserung ist aber wirklich festzustellen.
Warum drückt
man sich amtlich nicht schlichter, volksverständlicher aus?
das hat Eckard schon geschrieben.
Eindeutigkeit ist meist mit hakeligem/sperrigem Stil verbunden.
Daher haben viele auch Probleme mit wissenschaftlichen Texten und es gibt leider nur wenige begnadete Autoren, die in der Lage sind, komplexe Sachverhalte so darzustellen, daß sie einerseits verständlich und andererseits auch nicht zu vereinfacht sind und somit in Richtung falsch gehen.
wenn man mal Schriftstücke von Rechtsanwälten und Gerichten,
amtlichen Beschlüsse usw. liest, stehen einem teilweise ganz
schön die Haare zu Berge. Rechtschreibung geht ja, aber
Grammatik und Interpunktion
was Schriftstücke von Behörden angeht, so ist ein Grund für fehlerhafte Rechtschreibung/Grammatik/Interpunktion der Einzug der Computer in die Büros. Sekretärinnen mit fundiertem Fachwissen wurden ersetzt durch die Word-Rechtschreibprüfung!
Warum drückt
man sich amtlich nicht schlichter, volksverständlicher aus?
da stelle ich mir grade, passend zur Saison, eine „Erinnerung an die Abgabe der Einkommensteuererklärung mit Zwangsgeldandrohung“ schlicht und volksverständlich formuliert vor:
„Aldä komm jetz ratzfatz mit dain scheisndreck Lohnsteuerausgleich an Land oder wie die scheise hais, komme sonst voll krass SEK konkret mit Uzi wais du, mir wisse wo Du wohns, mir mache dich arm oder kanns du voll schaise verfaule in knast isch schwör! Also was geht?“