An alle Marketing-Studenten

Mich würd interessieren wie so ein Marketing-Studium abläuft, was ich genau alles damit anfangen kann, Fächer usw. Hab mich zwar schon etwas informiert, war aber nicht sehr aufschlußreich…vieleicht hat einer von euch mehr Ahnung, bzw.Erfahrung…

Würd mich über Antworten freuen
Claudi

Hallo Claudi,

erst mal ein paar Fragen die Du dir beantworten solltest:
Wo willst Du studieren - Uni oder FH?
Welche Stadt evtl. im Ausland?
Reines Marketing oder eine Fächerkombination?
Was erwartest Du vom Studium?
Wazu hast Du später Lust?
Daraus ergibt sich schon mal ein relativ enger Kreis von entsprechenden Hochschulen.

Welche Fächer gelesen werden, hängt ganz von der jeweiligen Fakultät ab, ebenso die Inhalte der einzelnen Vorlesungen (Freiheit der Lehre…) Hier der Stoffplan der Hochschule für angewandte Wissenschafte Hamburg - Studiengang TBWL Vertiefung Marketing: http://www.fh-hamburg.de/wiwi/studiengaenge/tbwl/stu…

Was Marketing nicht ist - viele bunte Bilder und schöne Filmchen machen… das ist nur ein Teil davon (nämlich Werbung). Spätere Aufgaben - mmh Marketing ist ja auch ein BWL Studium (halt mit der Vertiefung Marketing), also kannst Du später auch vieles damit machen. „Typisch“ für Marketing ist der Vertrieb, Verkaufsunterstützung, Produktmanager, Marketingcontrolling, Werbeagentur (eher selten) usw…

Falls Du noch fragen hast (speziell zum Stoffplan) frag hier ruhig wieder.

Grüße und viel Erfolg bei der Orientierung :smile:)

Stefan

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Hi!

Wende Dich doch einfach mal an die Fakultäten direkt.
Meistens ist Marketing ja ein Schwerpunkt von BWL.
Ich habe an der FH BWL mit Schwerpunkt Marketing studiert.
Dort fängt man mit Marketing im Hauptstudium an, genauer gesagt im 7. und 8. Semester.
Es gibt verschiedene Fächer wie Marktforschung, Kommunikationspolitik, Kontrahierungspolitik, das jetzt genau aufschreiben kann ich aus zeitlichen Gründen jedoch nicht.
Schau einfach mal rein, z.B. bei http://www.fh-hof.de

Grüße,

Mathias

erst mal ein paar Fragen die Du dir beantworten solltest:
Wo willst Du studieren - Uni oder FH?
Welche Stadt evtl. im Ausland?
Reines Marketing oder eine Fächerkombination?
Was erwartest Du vom Studium?
Wazu hast Du später Lust?
Daraus ergibt sich schon mal ein relativ enger Kreis von
entsprechenden Hochschulen.

Welche Fächer gelesen werden, hängt ganz von der jeweiligen
Fakultät ab, ebenso die Inhalte der einzelnen Vorlesungen
(Freiheit der Lehre…) Hier der Stoffplan der Hochschule für
angewandte Wissenschafte Hamburg - Studiengang TBWL Vertiefung
Marketing:
http://www.fh-hamburg.de/wiwi/studiengaenge/tbwl/stu…

Was Marketing nicht ist - viele bunte Bilder und schöne
Filmchen machen… das ist nur ein Teil davon (nämlich
Werbung). Spätere Aufgaben - mmh Marketing ist ja auch ein BWL
Studium (halt mit der Vertiefung Marketing), also kannst Du
später auch vieles damit machen. „Typisch“ für Marketing ist
der Vertrieb, Verkaufsunterstützung, Produktmanager,
Marketingcontrolling, Werbeagentur (eher selten) usw…

Falls Du noch fragen hast (speziell zum Stoffplan) frag hier
ruhig wieder.

Grüße und viel Erfolg bei der Orientierung :smile:)

Stefan

Mich würd interessieren wie so ein Marketing-Studium abläuft,
was ich genau alles damit anfangen kann, Fächer usw. Hab mich
zwar schon etwas informiert, war aber nicht sehr
aufschlußreich…vieleicht hat einer von euch mehr Ahnung,
bzw.Erfahrung…

Würd mich über Antworten freuen
Claudi

Hallo Claudi!

Mein BWL-Abschluß mit Schwerpunkt Marketing ist nun ziemlich genau ein Jahr her. Seitdem habe ich als Berater für Internet-Marketing und in der Marketing-Abteilung einer der größten Fast-Food-Kette weltweit gearbeitet.

Mittlerweile habe ich mich aber für den Vertrieb entschieden und bin hier superglücklich. Und zwar aus folgendem Grund: Nach dem Studium geht man euphorisch an die Stellensuche…genauso wie tausende anderer Absolventen. Mit anderen Worten: Momentan ist es sehr schwierig, eine vernünftige und gut bezahlte Position zu finden - es gibt viel mehr Absolventen als Angebote. Man muß also schon zu den besten gehören (Praktika, Ausland, Sprachen…) um eine vernünftige Stelle zu finden.

Außerdem deckt sich das tägliche doing meistens nicht mit der Vorstellung, die man hatte, was mir übrigens auch alle anderen Ex-Komilitonen bestätigt haben! Marketing bedeutet (besonders in den ersten Jahren) „Sachbearbeiterniveau“. Da wird mal Spielzeug für die Kids-Menüs bestellt, dann muß man mal wieder Flyer-Auflagen für Home-Service berechnen. Und ziemlich viele quantitative Geschichten, was einem Marketing-Denker oftmals überhaupt nicht liegt.

Das, was der Großteil sich unter Marketing vorstellt, findet man wohl eher in den Werbeagenturen, wo es schon kreativer und locker-flockig zugeht. Nach einem BBDO-Praktikum hatte sich diese Branche allerdings schnell für mich erledigt. Sehr viele (zugegeben hübsche) Schwätzer mit wenig Wissen und einem übersteigerten Selbstwertgefühl…

Andere haben das sicherlich anders erlebt, aber ich spreche für mich und eine ganze Menge befreundeter Absolventen.

Gruß,

Mark

Hi Mark,

eine Frage zu der Aussage:

Sehr viele
(zugegeben hübsche) Schwätzer mit wenig Wissen und einem
übersteigerten Selbstwertgefühl…

Andere haben das sicherlich anders erlebt, aber ich spreche
für mich und eine ganze Menge befreundeter Absolventen.

Außer Steuern, Controlling, Finanzen/Banking ist doch in der BWL eingentlich alles nur heisse Luft in Tüten verpackt, oder?

Ich studiere gerade BWL und versuche zu erfahren, ob es wirklich so ist. Wenn ja, werde ich was anderes studieren…

Ciao Alex

Hallo Alex!

Sehr viele
(zugegeben hübsche) Schwätzer mit wenig Wissen und einem
übersteigerten Selbstwertgefühl…

Das war jetzt nur auf Werbeagenturen bezogen. Und dort findet man zum Großteil Nicht-BWLer… :wink:

Außer Steuern, Controlling, Finanzen/Banking ist doch in der
BWL eingentlich alles nur heisse Luft in Tüten verpackt, oder?

Ich denke, daß es vollkommen egal ist, wie man an seinen ersten Porsche kommt…Hauptsache man hat Spaß dabei. Ich hätte auch keine Probleme damit, heiße Würstchen oder Glühwein zu verkaufen, wenn mir diese Tätigkeit genügend einbringen würde. Mein Ziel ist nicht gesellschaftliche Anerkennung oder ein bestimmter Status (ich denke da an mir bekannte Mediziner oder Juristen), ich möchte einfach nur die finanziellen Mittel für ein ordentliches Leben haben.

Nebenbei gibt es wohl kaum ein umfangreicheres und offeneres Studium als das BWL Studium. Wer eher introvertiert ist, macht vielleicht Steuern oder Statistik, wer extrovertiert ist, der geht in Richtung Marketing / Vertrieb. Wenn man im 7 Semester Jura feststellt, doch nicht so hundertprozentig damit zufrieden zu sein, hat man nicht mehr ganz so viele Möglichkeiten - Augen zu und durch…

Entscheidend für meine bisherigen Jobs war sowieso nicht mein Studium, lediglich das Diplom als Türöffner und meine Persönlichkeit, Ansichten und Praktika als Einstellungskriterium.

Wenn Du später gerne in einem BWL-mäßigen Job arbeiten willst, dann solltest Du weiterstudieren. Aber auf keinen Fall um des Studierens willen. Oft habe ich den Satz gehört: „BWL? Das studiert doch jeder!“ Darauf habe ich immer geantwortet: Stimmt, das hängt mit Angebot und Nachfrage zusammen - aber darüber weißt Du ja leider nichts.

Viele Grüße,

Mark

Hi Mark,

vielen Dank für die Antwort. Hat mich schon etwas aufgebeut. Ich habe aber immernoch ein einer Sache zu knabbern. Wenn man diese drei Kernbereiche der BWL (Controlling, Steuern, Finanzen/Banking) ausklammert, was bleibt denn dann noch an qualifizierten Aufgaben für den BWLer übrig? Ich meine Produktionsplanung etc. bspw. wird sicherlich von einem Ingenieur besser gemacht werden können als von einem BWLer, Organisation -> vom Psychologe; Marketing (außer Budgetplanung u.ä., was ja wieder den Finanzen zuzuordnen wäre) -> vom kreativen Künstler, Statisik&FInanznmarktökonometrie oder andere geile Sachen -> sicherlich macht dies der richtige Mathmatiker besser.

Ausserdem nimmt die beduetung von Technik immer weiter zu, da bleibt der BWLer mit seinem (im Vergleich zu den Technikern und Naturwissenschaftlern) leichten Stuidum doch einfach auf der Strecke.
Alles, wie gesagt, unter der Prämisse, dass man die 3 Kernbereiche ausklammert.

Das ist wie mit den Philosophen: Früher waren Naturwissenschaftler uach Philosophen (Leibnitz, etc.) aber mit zunehmender Komplexität, konnten die Philiosophen nicht mehr mithalten und gerieten ins Abseits. Ich vermute, dass den
Soft-BWLer (die 3 Kernbereiche der BWL, wie oben genannt also ausgeklammert) das gleiche Scchicksal droht.

Unternehmensführung dürfte auch keine spezifisch BWLerische Aufgabe sein, da schon heute an der Spitze großer Unternehmen in der Regel keine BWLer stehen, sondern Juristen, Ingenieure (Krupp), Mathematiker (Telekom) u.s.w.

Fazit: Für den BWLer bleiben nur die 3 Bereiche (s. oben), ansonsten wird er in naher Zukunft auch nur Handlangerarbeiten (Charts erstellen, Bürokram erledigen…) machen müssen.

Was sagst du dazu?

Alex

Hallo Alex!

Entscheidend für Erfolg und Zufriedenheit ist doch letztendlich die eigene Motivation, Persönlichkeit, Können und was man daraus macht.

Von wievielen Ökonomen wird denn unser Land gelenkt? Ich kenne keinen - leider. An der Spitze unseres Landes stehen Lehrer, Juristen, ehemalige Fliesenleger. Nichts gegen diese Berufe, aber welcher Bereich ist für die Zukunftsfähigkeit eines Landes wichtiger als die Wirtschaft?!? Ökonomie müßte schon ab der 5. Klasse Bestandteil des Lehrplanes sein; Dieter Durchschnitt kann doch gar nicht mehr begreifen, auf welchen wirtschaftlichen Abwegen sich diese Regierung befindet.

Controlling/Steuern/Finanzen klammerst Du bei deinen Aussagen aus - warum? Schon mal in einem Unternehmen gearbeitet, in dem Marketing und Vertrieb nicht funktionieren? Ein BWL Studium bildet alle betriebswirtschaftlichen Funktionen ab. Ein komplexes Gebilde, ähnlich einem Motor, der nur dann rund läuft, wenn alle Teile funktionieren.

Oder versucht hier ein Techniker ein Späßchen? :wink:

Viele Grüße,

Mark

Hi Mark,

danke nochmals für deine Mail. Also ich bin kein Techniker, der hier die Leute verarschen will. Ich versuche mir halt nur Klarheit über das Wesen des BWL Berufes (der ja total breit angelegt ist) zu verschaffen.

DIe Ausführungen, die ich machte, waren so meine Gedanken. Und Controlling, Steuern, Finanzen habe ich ausgeklammert, weil mich diese Bereiche nicht interessieren. Gerade deswegen, will ich ja erforschen, was es darüber hinaus noch gibt. Denn ich glaube, es ist eindeutig, dass diese 3 Bereiche der Kern der BWL sind, also das, was auch nur die BWL und sonst kein anderes Fach macht! Alle anderen Bereiche sind ganz eindeutig Kernbereiche anderer Wissenschaften. Die BWL bezieht sie in die Lehre mit ein, weil sie notwendig sind für betriebliche Führung und ist insofern anderen Fächern sicher überlegen, weil meiner Meinung nach Organisation und /oder Marketing sehr leicht auch in ein Psychologie Curriculum passen, bisher aber noch nicht integriert wurden. Das legt wiederum den Schluss nahe, dass die BWL ohne diese ganzen zusätzlichen Bereiche nicht genug Stoff hätte, um ein universitäres Studium zu füllen (FH Studium ja).

DIese These wird auch dadurch gesützt, dass viele Akademiker (egale welcher Fachrichtung) noch ganz ohne Probleme einen MBA machen können, nachdem sie schon was „richtiges“ gelernt haben (Entschuldige die Polemik, ich will niemanden hier angreifen, studiere ja selbst BWL). Der MBA dauert auch nur 2 Jahre und lehrt alles, was im BWL Hauptstudium rankommt. insofern ist das Grundstudium nur Beschäftigungstherapie.

Kurz gesagt: Meiner Meinung nach ist ein 4-jähriges BWL Studium sinnlos, 2 Jahre MBA (mit einem beliebigem akademischen Abschluss) oder 3 Jahre BWL pur (wenn man keinen Abschlus hat) sind doch völlig ausreichend.

Und dann kommt man zu der Kernfrage, die ich mir derzeit stelle: „Was mache ich als BWLer?“ und „Ich will nicht auf Sachbearbeiter Niveau arbeiten.“ . Vielleicht aber heisst im englischen BWL nicht umsonst Business ADMINISTRATION. ALso, ein VERWALTUNGSstudiengang, nur nicht für staatliche, sondern privatem Tätigkeiten. Und in der Marketingabteilung ein Budget zu verwalten, stelle ich mir eben nicht so spannend vor. Ich muss hearausfinden, was für Alternativen die BWL bietet, die nicht Verwaltung sind.

Unternehmensberater ist ja sehr beliebt, aber das da Leute am Werk sind, die nicht wirklich was drauf haben, zeigen Artikel im Manager Magazin (http://www.manager-magazin.de/unternehmen/beratertest/). Da schneiden die Berater sehr schlecht ab. Und wieder kommt an einer solchen Stelle der Gedanke in mir auf, ob der BWL Studiengang für sich allein genommen noch zukunftsfähig ist. Diese Frage aber natürliche nur, wenn man die Bereiche ausklammert (du weisst warum). Finanzen, COntrolling, Steuern zweifle ich keinesfalls an, dies sind, wie gesagt, die wahren BWL-Meister. Der Rest ist „Rest“ (würde ich sagen…).

Deine Aussage:

Entscheidend für Erfolg und Zufriedenheit ist doch
letztendlich die eigene Motivation, Persönlichkeit, Können und
was man daraus macht.

trifft die Sache sehr gut auf den Kopf. Die Motivation gilt es natürlich zu hinterfragen. Dies ist eine wirklich wertvolle und wichtige Aussage!

Von wievielen Ökonomen wird denn unser Land gelenkt?

Ökonomen sind ja VWLer und so. Vor denen habe ich ja auch höchsten Respekt, ich rede ja hier nur von der BWL.

Ich kenne keinen - leider. An der Spitze unseres Landes stehen Lehrer,
Juristen, ehemalige Fliesenleger. Nichts gegen diese Berufe,
aber welcher Bereich ist für die Zukunftsfähigkeit eines
Landes wichtiger als die Wirtschaft?!?

Die Bildung -> gute Leute -> Innovationen im Land -> neue Produkte und Dienstleistungen aus Deutschland -> und dann erst der BWLer, der das Zeug vertreibt.

Ökonomie müßte schon ab

der 5. Klasse Bestandteil des Lehrplanes sein; Dieter
Durchschnitt kann doch gar nicht mehr begreifen, auf welchen
wirtschaftlichen Abwegen sich diese Regierung befindet.

Absolut korrekte Aussage. Ökonomie ist sehr wichtig. Ich habe schon gegrübelt, ob ich mich für VWL interessieren „sollte“. Das ist mir dann aber zu viele Modelle (mit der Mathematik habe ich keinerlei Probleme), die zu weltfremd sind und die man nur in Forschungsinstituten anwenden kann. Im echten Leben also nicht so tiefe Kenntnis jener Modelle nötig .> VWL nicht das Richtig für mich. Und BWL wird sicher nicht so bald in den Schule gelehrt werden, dann schon eher Ökonomie, das ist ja auch ein wirklich gute Sache, könnte fast den Unterricht im Fach Politik ersetzen.

Controlling/Steuern/Finanzen klammerst Du bei deinen Aussagen
aus - warum? Schon mal in einem Unternehmen gearbeitet, in dem
Marketing und Vertrieb nicht funktionieren?

Marketing und Vertrieb sind doch aber genau diese Verwaltungstätigkeiten, die ich nicht wünsche.

Ein BWL Studium
bildet alle betriebswirtschaftlichen Funktionen ab. Ein
komplexes Gebilde, ähnlich einem Motor, der nur dann rund
läuft, wenn alle Teile funktionieren.

Ja, aber ich arbeite ja später nicht in allen Bereichen. Derjenige, der wissen muss, wie alles läuft, ist doch der Chef und der ist man ja als BWLer selten, wie ich in der vorhergehenden Mail schon festgestellt habe. Ausser es ist ein Internet StartUp aber bei „richtigen“ Unternehmen (Industrie, Elktronik, Chips, Software), da sitzen doch all die Techniker und Naturwissenschaftler… (zumindest häufig).

Ansonsten ist das mit dem Betrieb als Motor, der rund laufen muss, meiner Meinung nach ein sehr guter Vergleich. Hier erscheint es mir aber so, dass ein Rater (Unternehmensbewertung) als so jemand auftraten könnte, der schaut, ob das Ding INSGESAMT gut läuft und abgestimmt ist (Prozessoptimierung, Business Reengeneering).

Mark, ich hoffe diese Mail ist nicht zu stressig, obwohl … ich denke doch. Also lass dir Zeit, falls du überhaupt antworten willst.

Also bis dann,
Alex

Hallo Alex!

Lange Antwort von Dir, die ich aus Zeitgründen jetzt möglichst kurz kommentieren will.

DIe Ausführungen, die ich machte, waren so meine Gedanken. Und
Controlling, Steuern, Finanzen habe ich ausgeklammert, weil
mich diese Bereiche nicht interessieren.

Genauso geht es mir auch. Jemand der eloquent, extrovertiert und motiviert ist, muß ja in diesen „silent“ jobs untergehen.

ich ja erforschen, was es darüber hinaus noch gibt. Denn ich
glaube, es ist eindeutig, dass diese 3 Bereiche der Kern der
BWL sind, also das, was auch nur die BWL und sonst kein
anderes Fach macht!

Hier gilt wohl, daß das ganze mehr ist als nur die Summe seiner Teile. Ein BWL Studium gibt einen globalen Überblick mit späteren Vertiefungen in bestimmte Bereiche. Eine bessere (theoretische) Grundlage zur Führung eines Unternehmens kann man wohl nicht haben. Das die drei Bereiche der Kern sein sollen, sehe ich nicht so, erinnere Dich an den Motor. Natürlich gibt es willkürlich gesetzte Hierarchien und Klischees: Marketing-Fuzzi, Erbsenzähler, Klinkenputzer u. a… Von solchen Kleinigkeiten sollte man sich aber kaum leiten lassen - einfach das tun, woran man Spaß hat. Ich habe bisher in einer Beratung und in einer Marketing-Abteilung gearbeitet. Beides gefiel mir aus gewissen Gründen überhaupt nicht. Jetzt bin ich Vertriebsbeauftragter und der Ansicht, meinen Platz gefunden zu haben. Frei nach dem Motto: „Mach dir ein paar schöne Stunden, fahr mal wieder raus zum Kunden“. Vertrieb hat ab einem gewissen Niveau einen sehr beratungsintensiven Charakter, da würde jeder Meckie mit den Ohren schlackern. :smile: Beispielsweise implementieren wir bei Kunden Systeme zur Produktionsplanung und Betriebsdatenerfassung. Dabei handelt sich um Projekte, die teilweise ein Jahr dauern und fast eine Million kosten.

Grundsätzlich sage ich immer, daß man um ein guter Vertriebsmann zu sein, nicht studiert haben muß, aber wenn man Ambitionen hat, ist der Titel schon hilfreich.

machen können, nachdem sie schon was „richtiges“ gelernt haben
(Entschuldige die Polemik, ich will niemanden hier angreifen,
studiere ja selbst BWL). Der MBA dauert auch nur 2 Jahre und
lehrt alles, was im BWL Hauptstudium rankommt. insofern ist
das Grundstudium nur Beschäftigungstherapie.

Was ist mit anderen Studiengängen? Ich kenne teilweise promovierte Juristen oder Mediziner, denen ich früher noch nicht einmal eine Ausbildung zu Speditionskaufmann zugetraut hätte. :wink:
Abgesehen davon habe ich mich während meines gesamten Studiums nicht um Noten gekümmert. Einziges Ziel für mich war das Diplom, den Rest habe ich dann im Interview gemacht. Ich hatte Gespräche bei Traum-Unternehmen, die mich nur aufgrund meiner fehlenden Sales Erfahrung nicht genommen haben. Nach meinem Studium hat da niemand gefragt.

Kurz gesagt: Meiner Meinung nach ist ein 4-jähriges BWL
Studium sinnlos,

Dann hör einfach auf, BWL zu studieren! :wink:

Und dann kommt man zu der Kernfrage, die ich mir derzeit
stelle: „Was mache ich als BWLer?“

Stell Dir besser die Frage: „Was würde ich gerne machen?“ - das erleichtert Deine Entscheidungsfindung. In dem Fall kann man ja mal Handeln wie ein Berater: Bestandsaufnahme, Zieldefinition und dann die Lösungsvorschläge.

Unternehmensberater ist ja sehr beliebt, aber das da Leute am
Werk sind, die nicht wirklich was drauf haben, zeigen Artikel
im Manager Magazin

Natürlich gibt es Berater, die sehr viel draufhaben. Ich habe da schon so einige kennengelernt. Problematisch ist einfach nur das, was mir seinerzeit widerfahren ist: die Einstellung als Junior Consultant Business Strategy, Marketing and Communications (und das 1 Woche nach Abgabe meiner Diplomarbeit. Ich wäre froh gewesen, wenn ich nur alles über Kommunikation gewußt hätte…

Das ganze System trägt sich selbst, aber leider nur in guten Zeiten.

einer solchen Stelle der Gedanke in mir auf, ob der BWL
Studiengang für sich allein genommen noch zukunftsfähig ist.

Meinst Du ernsthaft, Dir gibt irgendjemand irgendeinen Job, weil Du BWL studiert hast? Marketing wirklich verstanden zu haben, heißt auch zu verstehen, wie man erfolgreich bei Interviews sein kann. Marketing hatte für mich nie eine wissenschaftliche Bedeutung. Für mich ist das viel eher eine Art zu leben und seine Ziele verfolgen zu können. Mein Gott, ich gerate schon wieder ins Schwärmen…

Marketing und Vertrieb sind doch aber genau diese
Verwaltungstätigkeiten, die ich nicht wünsche.

Marketing und Vetrieb haben nichts mit Verwaltung zu tun.

So, jetzt geh ich mal wieder arbeiten.

Viele Grüße,

Mark

Hi Mark,

also danke wieder für deine Antwort.

Ich denke, dass du es richtig gemacht hast in Sachen BWL und Lebensgestaltung usw. Ich werde mal sehen, was für Konsequenzen ich aus deinen Lebenserfahrungen und anderen Quellen, die ich noch konsultiere ziehen werde.

Ich bin halt ein kleiner Weltverbesserer, der auch noch altruistisch veranlagt ist…

Also, Glück Auf!

Ciao Alex