Hier kommt eine Frage zum allbekannten Schweizer Dialektwort
„Chuchichästli“.
Was heisst das denn nun wirklich ?
Ich war immer der Meinung, das wuerde „Kuechenkasten“ heissen, also ein Schrank, der in der Kueche steht.
Nun ezaehlt mir aber ein Freund, jemand haette ihm erklaert, das „Chuchi“ kommt von „gucken“, und gemeint sind die Radargeraete der Polizei.
(allerdings ist dieser Freund aus Hamburg und hat von suedlichen Dialekten keine Ahnung)
deswegen meine Bitte an alle Schweizer Sprachexperten : Was will uns dieses Wort denn wirklich sagen ?
Hier kommt eine Frage zum allbekannten Schweizer Dialektwort
„Chuchichästli“.
Was heisst das denn nun wirklich ?
Ich war immer der Meinung, das wuerde „Kuechenkasten“ heissen,
also ein Schrank, der in der Kueche steht.
Hallo Matthias
Damit ist kein Schrank, sondern eine Schublade gemeint.
Gruß
Rainer
Hallo Matthias,
das Chuchichästli kommt ganz sicher aus der Küche, und hat nichts mit gucken zu tun. Gucken wird im Schwyyzerdütsch nicht verwendet, das heisst dann ‚luege‘ oder ‚loose‘, je nach Gegend.
Rainer hat recht! Aber auch es kommt vor, dass eine kleines Schränkchen in der Küche auch so genannt wird, wobei der Ursprung wirklich die Schublade ist.
Aber der Fischkopp ist wohl heftig vera…lbert worden.
Hallo Matthias
Damit ist kein Schrank, sondern eine Schublade gemeint.
Gruß
Rainer
also, ich bin der meinung, dass es sich um einen kleinen schrank handelt, oder diese dinger, wo man das brot hineintut (ein brotkasten?); der ganze spruch geht ja so:
„im chuchichästli isch es stück zwätschgechueche“
ich kann mir eher schlecht ein stück kuchen in einer schublade vorstellen
ich werde mal in meinem berndeutschen lexikon nachschauen…
Der „Duden - Wie sagt man in der Schweiz“ meint dazu:
Chuchichäschtli, das - mundartlich für Küchenschrank. Das Wort mit seinen 3 gutturalen ch und dem breiten ä gilt als charakteristisch schweizerdeutsch und wird gerne Ausländern als Sprechübung aufgegeben.
Ein Liebhaber des Engadin offenbar, Ausländer, aber Kenner… Sein beharrliches Bedürfnis, immer wieder einmal unsere Landessprache nachzuahmen… Anbiederung ohne Begabung für den anderen Tonfall… Er wusste sogar, was Küchenkasten heisst: Chuchichäschtli… (aus Max Frisch: Mein Name sei Gantenbein)
Das hab ich von einer guten Freundin aus dem Tessin, die hat mir das so erklärt, alte Küchentische hatten eine Reihe von Schubladen, in die man Besteck und Anderes hineinlegte, auch mal Lebensmittel.
Gruß
Rainer