An die Brot-Bäcker unter euch

Liebeleude,

nachdem das Wunder geschehen war und unsere weißbrotfanatischen Kinder ab dem allerersten Verzehr tatsächlich meinem „schnellsten Vollkornbrot der Welt“ (weil ohne Geh-Zeiten, bestehend aus Dinkel- und Buchweizenmehl, Hefe, Wasser, Salz, Essig, Sesam, Kürbis- und Sonnenblumenkernen) den Vorzug geben, das ich seitdem nahezu täglich backen darf *schieflächel*, stehe ich vor einem Problem, dessen Lösung ich mir von euch erhoffe!

Es stört mich nämlich tierisch, dass der Kastenform-Teig nach etwa 20 (von 60) Minuten im Backofen bei 200 °C mittig ‚aufbricht‘, so dass eine Scheibe vom fertigen Produkt zu guter Letzt - zugegebenermaßen mit etwas Phantasie - etwa wie ein ‚M‘ aussieht.
Ich hätte die Oberfläche aber gern halbwegs plan, im Querschnitt also
ungefähr wie ein umgedrehtes ‚U‘. Hat jemand den Hauch einer Ahnung, wie ich das hinkriegen könnte bzw. was ich tun muss, damit das Ding nicht immer nach oben ‚rauswächst‘?

Im bemehlten Startloch,
Birgitt

Hallöchen Birgitt,

zugegeben, ich hab jetzt nicht so den Wahnsinnstipp, aber das mit dem „schnellsten Vollkornbrot der Welt“ klingt gut: wärst Du bereit, mir das Rezept zu geben!? Wir backen nämlich auch total gerne Brot, aber das dauert halt immer so ewig…

Kann man das Brot nicht oben einschneiden, so wie man das mit Kuchen macht nach ca. 15 Minuten Backzeit? Dann bricht es zumindest regelmäßig oben auf…

Schöne Grüße,

Tonyfost

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Hallo Birgitt,

Es stört mich nämlich tierisch, dass der Kastenform-Teig nach
etwa 20 (von 60) Minuten im Backofen bei 200 °C mittig
‚aufbricht‘, so dass eine Scheibe vom fertigen Produkt zu
guter Letzt - zugegebenermaßen mit etwas Phantasie - etwa wie
ein ‚M‘ aussieht.
Ich hätte die Oberfläche aber gern halbwegs plan, im
Querschnitt also
ungefähr wie ein umgedrehtes ‚U‘. Hat jemand den Hauch einer
Ahnung, wie ich das hinkriegen könnte bzw. was ich tun muss,
damit das Ding nicht immer nach oben ‚rauswächst‘?

so machen es Pumpernickelhersteller. Sie drehen die Kastenform um, Formboden nach oben, und stellen sie auf ein Backblech. Dadurch stößt der Teig rundherum an Grenzen. Pumpernickel ist aber sehr schwerer Teig. Kann sein, dass Dir Vollkornbrot seitlich zwischen Form und Blech durchquillt.

viele Grüße

und dazu vielleicht …

so machen es Pumpernickelhersteller. Sie drehen die Kastenform
um, Formboden nach oben, und stellen sie auf ein Backblech.
Dadurch stößt der Teig rundherum an Grenzen. Pumpernickel ist
aber sehr schwerer Teig. Kann sein, dass Dir Vollkornbrot
seitlich zwischen Form und Blech durchquillt.

… liebe Brotbäcker,

eine größere Form nehmen, die der Teig nicht so ausfüllt (bzw. weniger teig für
die gleiche Form)?
Gruß
Bolo2L

Hallo,

den Trick mit dem Einschneiden kenne ich auch und benutze ihn auch fuers Brotbacken. Einfach nach 20 min, wenn sich oben schon eine Haut geblidet hat, Diese mit einem Messer durchtrennen, dann hat der teig wieder platz um sich weiter auszudehnen.

Und wenns dir nichts ausmacht, kannst du das Rezept ins Forum schreiben??

Liebe Gruesse Jogibaer

Hallo Bäckersleut’,

vielen, vielen Dank für die genannten Tips! Ich werde jeden einzelnen ausprobieren, die erste Gelegenheit dazu bietet sich schon heute!

Dass man Kuchen nach ein paar Minuten einschneidet, wusste ich natürlich mal wieder überhaupt nicht! Da ich keinerlei Süßkram, demzufolge auch keinen Kuchen mag, überlasse ich die Herstellung derselben großzügig meiner Tochter … :smile:

Dieses Vollkornbrot hingegen backe ich sehr gern und oft, gerade weil es wirklich ruckzuck zusammengerührt ist. Und sogar ans Vorheizen braucht man nicht zu denken - es wird in den kalten Backofen geschoben!

‚Geklaut‘ ist das Rezept von A. Biolek bzw. seinem Studiogast, und so wie auf dem Foto, so wünsche ich mir mein Brot! Selbstverständlich poste ich gern den Link:

http://www.alfredissimo.de/rezepte/index.php?action=…

Bleibt noch anzumerken, dass ich die Rezeptur nach einigem Herumexperimentieren insofern geändert habe, als dass ich anstatt der angegebenen TASSE (= 100 g) aus Fetteinspargründen nur je 50 g Sesam, Kürbis- und Sonnenblumenkerne nehme, was dem köstlichen Geschmack nach unserem Empfinden jedoch nicht den geringsten Abbruch tut.
Und seitdem ich die Hefe von 40 auf ca. 15-18 g, also knapp 1/2 Würfel, reduziert habe, sind auch die lästigen, z.T. fünfmarkstückgroßen Löcher im Teig nie wieder aufgetreten.

Nochmals besten Dank,

Birgitt

Hallo Birgitt,

Dass man Kuchen nach ein paar Minuten einschneidet, wusste ich
natürlich mal wieder überhaupt nicht!

Das gilt aber nicht für alle Kuchen. Ehrlich gesagt, fällt mir jetzt kein Kuchen ein, den man nach ein paar Minuten oben einschneidet…(sehr merkwürdig).
Ich kenne es nur von bestimmtem Hefegebäck oder eben manchen Broten, dass man es/sie vor dem IndenOfentun einritzt.

Vielleicht fehlt eine Schüssel mit heissem Wasser bei Dir?
Das war noch meine Idee. Oder es ist zuviel Triebkraft (Hefe) im Teig.

Gruss und weiterhin gutes Gelingen,
Kleiner_König

Ich kenne es nur von bestimmtem Hefegebäck oder eben manchen
Broten, dass man es/sie vor dem IndenOfentun einritzt.

Einritzen ist wegen der breiig-zähflüssigen Teigkonsistenz nicht möglich.

Vielleicht fehlt eine Schüssel mit heissem Wasser bei Dir?

Dieser Versuch blieb ohne Effekt.

Oder es ist zuviel Triebkraft (Hefe)im Teig.

Laut O-Rezept 40 g, ich verwende nur 15-18 g. Ergebnis: lochfreies, wunderbar festes Brot, aber eben leider nicht plan. :frowning:

Gruss und weiterhin gutes Gelingen

Vielen Dank, dito! :smile:

Birgitt

möglicherweise hat’s mit der Hitze zu tun, dann reisst Brot auch gerne. Ich geb mein Brot (ähnliches Rezept) immer in den kalten Ofen und back ein bisschen länger. Bzw. umgekehrt wenn ich Brotlaibe backe, ist die Hitze erst hoch (gibt knusprige Rinde) und dann fahr ich sie runter … LG, Daniela