An eine Person herankommen

Hallo

Es geht um einen nahen Verwandten, mit dem sogut wie jedes Gespräch eskaliert.

Er hat eine andere Auffassung der Dinge und eine gewisse Art an sich, die es bald dazu kommen lässt, dass die Situation eskaliert, es schaukelt sich quasi hoch.

Versucht man nach einiger Zeit der „abkühlung“ der Gemüter auf eine Meta-Ebene zu gehen und das Gespräch zumindest etwas zu analysieren, indem man beispielsweise fragt, was man falsch macht und wie man es besser machen sollte, kommt als Antwort, dass man es als Gesprächspartner so und so übertrieben hätte.

Der Gesprächspartner widerspricht (zurecht), da die Tatsachen verdreht wurden. Dann kommt als Antwort „Doch!“
Man sagt wiederum „Nein es war so und so“ und dann sagt Person eins „Das ist eine Unterstellung, dass ich soetwas sage und so und so gehandelt habe, ihr wollt mich ja nur in die Enge treiben“

Der Gesprächspartner widerspricht (weil die Tatsachen ja so nicht sind, man versucht ja nur das Gespräch zu analysieren) und das Spiel geht von vorne los.

Egal wie man es versucht freundlich auszudrücken, am Ende stehen beide Gesprächspartner so zueinander, dass sie sich gegenseitig unterstellen eine Unterstellung gemacht zu haben.

Wie kommt man aus diesem Teufelskreis heraus? Wo gibt es Hilfe, wie bekommt man eine solche Person zu einer Therapie oder was kann man machen um wieder normale Gespräche führen zu können?

(Alle anderen Personen wären bereit, sich entsprechend anders zu verhalten und auf eigene Meinungen vorübergehend zu verzichten, solange es auf längere Sicht wieder ehrliche Meinungsäußerungen geben kann)

Grüße

Laralinda

[…]

Hallo Laralinda,

ich bin nicht ganz sicher, ob ich dein Problem richtig verstanden habe. In einer Gruppe wird über ein Thema diskutiert, Person A fühlt sich im Recht, reagiert trotzig und zeigt sich im Anschluss einer von der Gruppe angeregten Reflexion unbeeindruckt resp. schiebt den anderen Personen die Schuld an der Eskalation zu?

Falls ich das so richtig verstanden habe, sind mir in deiner Schilderung zwei Dinge aufgefallen.

  1. Person A steht allein mit seiner Meinung und fühlt sich von der Gruppe „in die Enge getrieben“.
    Das ist schon eine deutliche Schilderung der Gefühlslage und zeigt, dass sich hier jemand von euch entschieden überrannt fühlt! Da ist mit Sicherheit keine Einsicht zu erwarten!

2.Am Ende streitet man sich offensichtlich nicht um die Sache, sondern um den Streit selbst. Person A wird von euch ja fast zu dieser Reflexion seines Verhaltens gezwungen und wird natürlich darauf genauso mit Widerstand reagieren, s. 1.

In eine Therapie gehört Person A deshalb noch lange nicht! Das ist eine m.E. eine natürliche Abwehrhaltung. Vielleicht solltet ihr euer Verhalten einmal überprüfen - es ist nämlich sehr unangenehm, sich einer Gruppe gegenüber zu sehen, die sozusagen eine „Meinungsfront“ gegen eine Person gebildet hat. Möglicherweise ist eine Diskussion mit nur einer Person etwas aussichtsreicher.

Hilfreich wäre evtl. auch, aus der Diskussion herauszugehen mit der einfachen Feststellung: „Hier haben sich die Meinungen festgefahren. Im Moment werden wir zu keiner Einigung kommen. Reden wir ein anderes Mal darüber.“
So hätte Person A genug Zeit und Ruhe, eure Argumente noch einmal überdenken, ohne dass sie sich die „Blöße“ geben müsste, zuzugeben, dass ihr evtl. im Recht seid. Außerdem wird die Diskussion so beendet, bevor es zur Eskalation kommt.

Leider kann ich dir nicht mehr dazu sagen, da du sehr wenig konkret in deiner Darstellung geblieben bist. Z.B. wäre das Alter der Beteiligten, ihr Verhältnis zueinander usw. von entscheidender Bedeutung! Und weiter: Ist es auch immer unbedingt erforderlich, die Sache bis zum bitteren Ende auszudiskutieren? Müsst ihr immer sofort zu einer Lösung kommen (was ja z.B. bei einer Teamarbeit der Fall wäre)? Oder können hier nicht manchmal einfach auch zwei Meinungen durchaus weiter nebeneinander existieren? Muss es immer eine hundertprozentige Übereinstimmung geben?

Viele Fragen zum Nachdenken… :smile: Gut ist es aber, dass du bemerkt hast, dass es auf die bisherige Art kein Weiterkommen gibt und auch dazu bereit bist (so wie die anderen Beteiligten) daran etwas zu ändern.
Das ist doch schon der erste wichtige Schritt! :smile:

Gruß,
thewritingcat

MOD: Fullquote gelöscht

dialogisches Verhalten
Hi Laralinda,

Es geht um einen nahen Verwandten, mit dem sogut wie jedes Gespräch eskaliert.

Im Dialog zwischen einem, der radikal auf Einigung aus ist und einem anderen, der radikal auf Dissenz aus ist, gibt es immer nur einen Sieger: Nämlich der Letztere. Das ist eine Konstante in jeder Konfliktmoderation.

Und wenn der unterlegene Dialogparter selbst derjenige ist, der das Metagespräch sucht, wird das ebenso eskalieren, denn der andere kann seine Gewinnstrategie ohne Probleme in den Metadialog mit hinübernehmen. Das kostet ihn ein Lächeln. Im Gegenteil, das Metagespräch ist ja gerade die Ausgangsbasis für die Möglichkeit der Abwertung des Gesprächspartner als Gesprächspartner.

Das Metagespräch, das in das aktuelle Gespräch eingebaut wird:
„ich hab dir schon hundert mal gesagt …“,
„wie sprichst du denn mit mir!“
„du spinnst ja“ usw. usw.
besonders mit argumentativ unwiderlegbaren Positionen:
„das ist mal wieder typisch für dich“
„klar, das machst du ja auch unbewußt!“
oder Blockaden:
„ich habe Recht und damit basta!“
„sowas hab ich niemals gesagt!“
„ich halt das nicht aus!“
„ich sag jetzt nichts mehr“ usw. usw.
ist dann auch der virtuelle Raum, in dem die Eskalationstechnik sich voll entfalten kann.

Die Frage ist dann die der Motive. Diese Eigenschaften finden sich vorzüglich im Umfeld der sog. „narzißtischen“ Persönlichkeitsstrukur, wogegen sich im Umfeld „Borderline“ noch viel raffiniertere Strategien finden, die dialogische Überlegenheit zu erreichen.

Die Einsicht, daß die eigene Position und Situationsbewertung der objektivierbaren Realität nicht angemessen ist, erleben solche Persönlichkeiten als existentiell bedrohlich. Einsicht würde Kontrollverlust bedeuten und das versetzt in Panik. Das gilt auch für Personen, die nicht in die oben genannte Charakterisierung fallen.

Die Abwehr dieser Bedrohung ist je nach Aggressionspotential entweder
die Abwertung, das Niedermachen des anderen:
„du bist ja therapiebedürftig!“, oder
das Hilflosmachen durch Ausspielen der größeren Kompetenz:
„ich bin schließlich von uns beiden der Fachmann“, oder
der Macht:
„solange du deine Füße unter meinem Tisch hast …“,
„wer bringt denn das Geld ins Haus!?“), oder
der Ohnmacht:
„du weißt ganz genau, daß mich sowas krank macht“, oder
der Blockade: geht raus und schlägt Tür zu, oder
der Regression: fängt an zu weinen.

Wie kommt man aus diesem Teufelskreis heraus?

Gar nicht, solange man den Teufelskreis als solchen akzeptiert. Man kann das selten erreichen, solange man in den gewohnten Handlungsstandarts des sozialen Kontextes bleibt (Eltern-Kinder, Partnerschaft, Freundeskreis, Arbeitsplatz, Nachbarschaft …). Das hat meist zur Folge, daß man selbst grenzüberschreitend werden muß.

Das ist auch schon dadurch möglich, daß ein Außenstehender gesucht wird, der allerdings von beiden Parteien akzeptiert werden muß. Speziell bei den obengenannten Persönlichkeitstypen dürfte der es allerding schwer haben :smile:

Vielleicht findest du ein paar Anregungen unter dem Stichwort
„emotionale Erpressung“
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

oder „Grenzüberschreitungen“
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

auch wenn die Beispiele nicht ganz deiner Situation entsprechen.

Wo gibt es Hilfe, wie bekommt man eine solche Person zu einer Therapie

Wieso? Hat diese Person denn selbst Therapiebedürftigkeit kundgetan? Wenn nicht, kannst du das vergessen.

Kopf hoch!

Gruß

Metapher

Hi,

Der Gesprächspartner widerspricht (weil die Tatsachen ja so
nicht sind, man versucht ja nur das Gespräch zu analysieren)
und das Spiel geht von vorne los.

zwei Punkte vielleicht, die das Problem nicht lösen, aber einem selbst die Magenschmerzen vielleicht etwas lindern:

  1. Es ist erstmal unerheblich, ob sich Person X irgendwie tatsächlich verhalten hat, man kann zunächst mal hinnehmen, dass ein Verhalten von Person X durch Person Y als soundso empfunden wurde. Also nicht darauf festnageln, wie etwas gewesen ist, sondern wie es wahrgenommen wurde. Die persönliche Wahrnehmung - sowohl Deine als auch die Deines Gegenüber - ist nicht diskutabel!

  2. Wenn die persönliche Schmerzgrenze überschritten wurde, Gespräch abbrechen. „Auf diese Art und Weise möchte ich nicht diskutieren.“ Punkt. Auf keine weitere Replik reagieren und den Raum verlassen o.ä.

Das macht aus jenem Menschen keinen anderen und führt auch nicht unbedingt dazu, dass alles wieder gut wird, reduziert aber Deinen Streß. Im übrigen ist das Urteil, jemand sei therapiebedürftig, immer ein gewagtes :smile:

Gruß,

Malte

hi schreibkatze ;o)

Es geht um einen nahen Verwandten, mit dem sogut wie jedes
Gespräch eskaliert.

  1. Person A steht allein mit seiner Meinung und fühlt sich von
    der Gruppe „in die Enge getrieben“.

Es ging nicht um eine Gruppe sondern um Einzelgespräche und dass egal mit wem der Stinkstiefel HerrOberlehrer HerrOberstaatsanwalt Herr redet - jedes Gespräch durch seine rechthaberische Art und seine Gewohnheit Totschlagargumente zu verwenden automatisch eskalieren weil er irgendwie jeden zur Weissglut bekommt

… so jemanden kenne ich übrigens auch *grusel* und umgehe ihn wenn möglich weiträumig und das obwohl oder eben weil ich ein ausgesprochen friedliebender Mensch bin :-\ aber bei ihm geht mir regelmässig das Messer in der Tasche auf

ich denke SO jemanden hat sie gemeint, jemanden der SO von sich überzeugt ist, dass kein normales Gespräch möglich ist weil man von ihm automatisch in eine unsinnige Diskussion manövriert wird in der man dann auch sofort mit Totschlagargumenten an die Wand gestellt wird

einzige Möglichkeit „meinem“ Exemplar zu begegnen und damit zu entgehen war SOFORT bei Eröffnung eines beliebigen Themas von seiner Seite mit einem relativ unfreundlichen „interessiert mich überhaupt nicht“ zu kontern oder bei "Fang"fragen seinerseits das schwarz-weiss-ja-nein-Spiel zu spielen… nur jaaaa nicht festlegen …

er/es ist SUPERnervtötend - aber er merkt es nicht und findet sich TOLL!!! Aber nachdem ER ja nicht darunter leidet sondern „nur“ sein gesamtes Umfeld gibt es für ihn natürlich auch keinen Grund das zu ändern …

Gruß H.

Hi,
letztlich habe auch ich nur lehre Worte für dich :smile:
ich denke er hat angst und ist verletzlich… mehr ist nicht so wichtig…
Am Ende macht ihn das gleiche glücklich wie dich - Harmonie - Aussprache - Annäherung.
Kommst du dieser Sache nicht näher, dann darf es dich traurig machen. Trau dich und zeige ihm dies. Schau ihm in die Augen…
Lass dich nicht davon abbringen…
Alle anderen Emotionen führen zu nichts…
Wenn ihr beide im anderen den Menschen wieder seht - dann kommt das Vertrauen zurück…
Alles Gute!
**Ein gerade glücklicher Mensch auf der Erde**

MOD: Fullquote gelöscht

Hallo Laralinda,

so wie du diesen nahen Verwandten beschreibst tut er/sie mir fast leid. Sie sind schwache Menschen mit mangelndem Selbstwertgefühl. Alles was du sagst verwenden sie gegen sich und überhaupt hat jeder was gegen sie.

Bei so einem Gesprächspartner wirst du es schwer haben nach Einsicht zu googeln. Solltest du jedoch an einem friedlichen miteinander interessiert sein, dann brich dir einen Zacken an der Krone ab und beachte folgendes:

Versucht man nach einiger Zeit der „abkühlung“ der Gemüter auf
eine Meta-Ebene zu gehen und das Gespräch zumindest etwas zu
analysieren, indem man beispielsweise fragt, was man falsch
macht und wie man es besser machen sollte, kommt als Antwort,
dass man es als Gesprächspartner so und so übertrieben hätte.

Dann gebe diesem Gesprächspartner recht und entschuldige dich für dein Verhalten. Diese Person wird irritiert sein, da sie mit Gegenwehr rechnet. Gebe den Worten recht und du wirst eine nette und freundliche Person vor dir oder am Telefon haben.

Der Rest der Diskussion wird sich erübrigen, weil es nichts zu verteidigen gibt.

Egal wie er/sie es sieht, es ist einfach ein Missverständnis und du entschuldigst dich dafür.

Man sagt wiederum „Nein es war so und so“ und dann sagt Person
eins „Das ist eine Unterstellung, dass ich soetwas sage und so
und so gehandelt habe, ihr wollt mich ja nur in die Enge
treiben“

Diese Person fühlt sich in die Enge getrieben, egal wie die Sachlage wirklich ist. Hole sie da heraus! Auch wenn es hierfür wegschauen bedarf.

Wie kommt man aus diesem Teufelskreis heraus? Wo gibt es
Hilfe, wie bekommt man eine solche Person zu einer Therapie
oder was kann man machen um wieder normale Gespräche führen zu
können?

Gib dieser Person einfach das Recht was es sich wünscht! Diese Person sieht sich eh in einem gläsernen Käfig und von allen gejagt. Wenn keine kriminellen Themen wie Pädophälie zur Tagesordnung gehören, dann sei einfach gnädig und beuge dich der Angst dieser Person. Denn in dieser Abwehrhaltung sehe ich nichts anderes als Angst.

(Alle anderen Personen wären bereit, sich entsprechend anders
zu verhalten und auf eigene Meinungen vorübergehend zu
verzichten, solange es auf längere Sicht wieder ehrliche
Meinungsäußerungen geben kann)

Bei friedlichen Dikussionen ist es wichtig nicht anzuklagen. Auch ein: „Aber du hast gesagt…“ ist eine Anklage. Keine Sammeldiskussionen und Diskus die hinten herum geschehen sollten geheim gehalten werden.

Liebe Grüsse
Krümel

Hallo Laralinda,

ein Gespräch ist ja eine Interaktion. An dem „Hochschaukeln“ ist ja zumindest noch eine weitere Person beteiligt.

Die Frage, wie man aus dem Teufelskreis rauskommt würde ich daran festmachen, wie wichtig ich es finde, meine Sicht der Dinge zu argumentieren.

Was würde denn passieren, wenn Du merkst, dass es sich hochschaukelt sagst, okay, das ist Deine Sicht der Dinge, ich seh es anders. Das kann man doch auch so stehen lassen?

So richtig Sinn macht es ja auch nicht zu versuchen, so ein Gespräch zu analysieren.

Vielleicht fühlt sich der „Analysierte“ gerade dadurch in die Enge getrieben, weil er schon gemerkt hat, dass er sich irgendwie verzettelt hat, das aber nicht eingestehen möchte?

Ich kann auch nicht sehen, wie Du jemanden zu einer Therapie bewegen könntest, der gar nicht sieht, dass das Problem evtl. bei ihm liegen könnte.

Liebe Grüße
usch

So eine Person meine ich.

Man hat keine Chance wenn man seine Meinung in irgendeiner Weise äußert, NICHT in eine Diskussion zu geraten, da man sofort mit Gegenmeinungen bombardiert wird.

Die Person fühlt sich anscheinend in JEDER Situaion von seinen Gesprächspartnern bedrängt oder sonst was. Ich kann es mir nicht erklären!

Grüße

Laralinda

Die Einsicht, daß die eigene Position und Situationsbewertung
der objektivierbaren Realität nicht angemessen ist, erleben
solche Persönlichkeiten als existentiell bedrohlich. Einsicht
würde Kontrollverlust bedeuten und das versetzt in Panik. Das
gilt auch für Personen, die nicht in die oben genannte
Charakterisierung fallen.

Hallo

Danke für die sehr ausführliche Antwort. Der obere Ausschnitt klingt sehr plausibel und gibt das wieder, was ich beobachtet habe, aber nie so auf den Punkt bringen konnte.
Vorallem „existentiell bedrohlich“ und drohender „Kontrollverlust“ passen auf das übertrieben aggressive Verhalten der Person.

Der Link mit der emotionalen Erpressung ist auch gut. Man (und nicht nur ich, sondern das komplette Umfeld) fühlt sich von dieser Person in der Form unter Druck gesetzt, dass man glaubt, Mitleid haben zu müssen, weil man selbst ihm gegenüber sich sooo falsch verhalten hat. Und dabei weiß man doch genau, dass es objektiv betrachtet keinen Anhaltspunkt gibt, sich schlecht zu fühlen.

Was mich so sauer über diese ganze verfahrene Situaion macht, dass man der Person nicht aus dem Weg gehen kann (ich sagte ja, nähere Verwandtschaft) und dass man wie in anderen Beiträgen vorgeschlagen NICHT einer Diskussion aus dem Wege gehen kann indem man ruhig bleibt und eventuell die Diskussion verlegt (dann bekommt man ja vorgehalten, dass man „ja sowieso nur abwinkt“ -> wodurch man wiederum ein schlechtes Gewissen haben soll)

Ich hoffe es wird sich von alleine wieder legen, eventuell wenn sich entsprechende Person wieder selber fühlen und sich selber akzeptieren kann.

Vielen Dank nochmal

Grüße

Laralinda

Hallo

Das Problem bei den Vorschlägen von dir und Kruemel, denen ich so ertmal zustimmen muss, ist ja, dass man kein - aber auch wirklich überhaupt kein - Gespräch mehr anfangen darf, damit es nicht in einer Diskussion endet.

Und das mit dem ständigen Rechtgeben ist auch so eine Sache.

Ich halte das für sehr schwierig, jemandem Recht zu geben, der gerade etwas grundverkehrtes über einen selbst behauptet. Man kann ja nicht alles schlucken nur um den Frieden zu wahren.

Mal ganz davon abgesehen, dass so definitiv keine EHRLICHEN Meinungsäußerungen mehr drin sind.

Leidet dann darunter nicht auch wieder das Vertrauen?

Dumm ist die Person nicht, sie WILL ja auch mal eine andere Meinung hören.
Beispiel:

Person A: „Soll ich die roten oder grünen Gardinen nehmen“
B: „Du kannst es machen wie du möchtest“ (Um Streit aus dem Weg zu gehen)
A: „Ich finde die roten passen etwas besser“
B: „Ja ich kann dir nur zustimmen, das sieht sicher gut aus“
A: „Du kannst doch nicht behaupten die roten sehen zum Sofa gut aus!!!“

und damit wäre man dann wieder im Streit…

Mir fällt da ein Sketch von Loriot ein…

es ist Aussichtslos.

Aber trotzdem vielen Dank für die Antworten

Grüße

Laralinda

Nur ein paar eher allgemeine Kommentare:

Und dabei weiß man doch genau, dass es objektiv betrachtet keinen
Anhaltspunkt gibt, sich schlecht zu fühlen.

Du kannst prinzipbedingt nicht objektiv betrachten, wo Du selbst mittendrin steckst.

Ich hoffe es wird sich von alleine wieder legen, eventuell
wenn sich entsprechende Person wieder selber fühlen und sich
selber akzeptieren kann.

Irgendwie insistierst Du für meinen Geschmack ein wenig zu stark darauf, dass diese Person ja ach so gestört ist und ihr allen anderen dem nur hilflos und unschuldig ausgeliefert.

Da Du Dein Gegenüber ohnehin nicht ändern kannst, ist es vielleicht hilfreicher, sich darauf zu konzentrieren, was Du selbst für Dich tun kannst, um Dein Leben mit der Situation leichter zu machen.

Gruß,

Malte

Hallo

Ich weiß wie du das meinst, ich soll lieber nachgeben und die Meinung einfach so hinnehmen, bzw das, was die Person von sich gibt.

Das ist jedoch leider in einigen Situationen schwerer als man glaubt. Wie würdest du reagieren, wenn du den Tag hart gearbeitet hast und dich schlapp fühlst und statt eines fürsorglichen „Jetzt mach es dir doch erstmal bequem“ ein „Jaja, mein Tag war auch anstrengend und du kannst hier auch ruhig mal was erledigen“ zu hören bekommst…

Irgendwann reißt jedem der Geduldsfaden…

Außerdem geht es ja auch darum, dass mit dieser Situation zumindest die gegenüberstehende Partei dann nie frei seine Meinung äußern darf.

Grüße

Laralinda

hi,

ich finde die Situation gar nicht so aussichtslos. Ich studiere Psychologie und kann behaupten, dass wir Menschen fast alle unter kommunuikativen Schwierigkeiten leiden, aber das ist nicht unbedingt ein psychische Problem oder etwas für den Therapeuten.
Es gibt nur eine Lösung: Wir mpüssen Stretegien entwickeln einander zu verstehen. aber wir menschen kennnen diese zu wenig.

es ist ja n un egal, wessen schukld das ist oder bei wem es zu suchen ist.

wichtig ist: person b hat bedürfnisse
und du auch.
und ihr könnt beide bedürfnisse befriedigen. Man muss sie nur sehen.

Durch empathie. versuche es doch über diesen Weg.

Wennn es ein Gespräch gibt, gibt es Regeln:

  1. ich botschaften : ich fühle mich nicht verstanden . Nicht: du verstehst mich nicht.
  2. Nicht sagen: du redest immer nur von dir- sondern : ich habe das empfinden, dass dich mein bedürfnis nicht interssiert. Stimmt das oder liege ich falsch ?
  3. es nicht in Schuld oder Unschuld, Gut oder Böse einteilen !
  4. keine Vorwürfe oder hassgefühle zeigen sondern das echte gefühl ganz authentisch mitteilen : traurigkeit zum beisspiel
  5. sich konkret auf sätze beziehhen , nichts schwammiges sagen, wie z.b. immer, ständig, nur etc.
    6 sich in den anderen hineinversetzen
    7 um etwas bitten können
  6. verzeihen können und danken
  7. keine entschuldigung, denn es geht um bedürfnisse - nicht um schuld

Das sind teile der regeln vom Marshall Rosenberg. es ist die gewaltfreie Kommunikation.

Die gewaltfreie Kommunikation kannst du auch googeln. Aus meiner sicht, ist es die Kommunikationsmethode, die uns menschen zu Giraffen werden lässtund uns hilft alle kommunuikativen Probleme zu lösen.

Wenn du diese sprechen kannst, wirst du keine Probleme mit ihm weiterhin haben.

Viel erfolg

Hi,

Ich weiß wie du das meinst, ich soll lieber nachgeben und die
Meinung einfach so hinnehmen, bzw das, was die Person von sich
gibt.

ja, ich meine, Du solltest eine Meinung eines anderen im Zweifel so hinnehmen, wie sie ist, und nein, ich meine nicht, dass Du stets nachgeben und alles schlucken sollst. Deshalb habe ich andernorts geschrieben, dass Du für Dich ganz persönlich Grenzen setzen sollst - und wenn die dazu führen, dass jedes Gespräch von Dir abgebrochen wird, dann ist das eben so. Wird dann halt recht einsam für diejenige Person.

Das ist jedoch leider in einigen Situationen schwerer als man
glaubt. Wie würdest du reagieren, wenn du den Tag hart
gearbeitet hast und dich schlapp fühlst und statt eines
fürsorglichen „Jetzt mach es dir doch erstmal bequem“ ein
„Jaja, mein Tag war auch anstrengend und du kannst hier auch
ruhig mal was erledigen“ zu hören bekommst…

Gespräch abbrechen, zurückziehen, bequem machen. Ist leicht gesagt, aber Konsequenz halte ich da für extrem wichtig.

Außerdem geht es ja auch darum, dass mit dieser Situation
zumindest die gegenüberstehende Partei dann nie frei seine
Meinung äußern darf.

Wenn Dir das nicht erlaubt wird, dann lässt Du es eben.

Ich weiß, es ist nie so einfach, aber… siehe oben.

Gruß,

Malte