An Herbert D.(Weiterführg.d.Diskussion in Ausland)

Hallo Herbert!

Niemand weiß dass es einen Gott gibt.

Beweisen kann man die Existenz Gottes nicht, das stimmt.
Aber mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit weiß ich es doch. Überzeugen kann ich allerdings niemanden.

Ich persönlich
bin beispielsweise davon überzeugt, dass es keinen gibt, aber
natürlich kann auch ich nichts wissen. Meiner Meinung nach
gibt es aber keinen Grund an einen Gott zu glauben.

Willst Du damit sagen, Du siehst keinen Anhaltspunkt dafür, dass es einen Gott gibt?

Ich glaube dass die meisten Menschen schon an eine höhere
Instanz glauben, aber mit der konkreten Lehre der Kirche
(wohlgemerkt der Kirche, nicht der Bibel, oder der Lehre Jesus
etc.) einfach nichts anfangen können.

Weißt Du, diese Problematik ist nicht neu. Jesus hat seinerzeit schon seine liebe Not mit den damaligen Kirchenvätern gehabt und hat ihnen auch auf den Kopf zugesagt, Scheinheilige zu sein. Irgendwie bin ich froh, dass es in unseren Breiten keine Todesstrafe mehr gibt…

Ich glaube dass bei uns
so ziemlich jeder seine eigene Religion hat.

Ja, da pflichte ich Dir bei. Bis ins kleinste Detail wird man wohl keine Lehre ausarbeiten können. Und wenn - perfekt wäre sie wieder nicht, wie ich letztens ja ausgeführt habe.

Aber wegen eines
gewissen gesellschaftlichen Zwanges und wegen dem Gewissen
tritt man halt nicht aus der Kirche aus…

Nee, das erfordert zu viel Aufwand.
Aus der Kirche auszutreten erfordert viel Mut, gerade jenen Verwandten gegenüber, die sich dann Sorgen um zukünftige ungetaufte Kinder macht, die sich Sorgen macht, wer einen dermaleinst eingraben wird (lach nicht, diese Argumente wurden wirklich vorgebracht!!!), die sich Sorgen macht, ob die Kinder in der Schule nicht unter Repressalien leiden werden, die sich Sorgen macht, was denn der Pfarrer dazu sagen wird - und das nicht ausschließlich in ländlichen Gegenden!

Viele, zumindest einige Gesetze sind nicht so ganz
durchschaubar - das war ja eines der Themen, über die ich im
Psychologiebrett gepostet habe: Wenn ich mich zu meinem Schutz
anschallen muss, warum muss ich nicht zu meinem Schutz auch
Zigaretten meiden? etc.

Hinter der Sache mit dem Anschnallen steckt mehr als die Sorge
der Regierung um dein Wohl, Verletzungen nach einem Unfall
bedingen meist eine Behandlung und diese ist mit Kosten
verbunden, klingt brutal ist aber im Prinzip so…

Das war die offizielle Begründung der Versicherungen.
Aber wer spricht von den Behandlungskosten für Lungenkrebs und Raucherbein?

Ein Verbot von Drogen führt zu nichts.

Meinst Du, dass sich Verbote von Dingen, die süchtig machenm, sich nicht wirklich exekutieren lassen?
Wenn man allerdings die Anfänge bereits bekämpft bzw. verhindert, müsste das doch der Volksgesundheit dienen, oder? (Übersiedeln wir jetzt wieder ins Politikbrett? *lol*)

Wozu hat die
Prohibition in den USA geführt? Ich bin übrigens auch
glühender Verfechter einer Drogenpolitik ála Grüne oder Lif.
Aber solange rechtskonservative Kräfte in Ö (Helene Partik
Pable: Drogen - Ich bin selbst Mutter *würg*) den Leuten
einreden können, dass das schlecht ist und diese Parteien die
Kinder vergiften wollen, wird sich so schnell nichts ändern.
Die meisten Menschen denken nunmal nicht gern, es hilft nix.

Naja, jetzt müsstest Du mir nur mal schnell erklären, dass die Drogen keinen nachweislichen gesundheitlichen Schaden verursachen.

Tja, das ist in meinen Augen der größte Fehler der Kirche:
Nimmt die Bibel, schneidet hier was weg, stückelt dort was an,
dreht und wendet sichs, wie sies braucht und verkauft das dann
als reinen göttlichen Willen.
Weißt Du, dass in der Bibel steht, dass ein Bischof
verheiratet sein soll und sich zuerst als guter Familienvater
beweisen soll, bevor er in das Bischofsamt erhoben wird? Weißt
Du, dass in der Bibel steht, dass sich niemand „Vater“ nennen
lassen soll, weil Gott diesen Ehrentitel für sich in Anspruch
nimmt? Was soll ich dann einer Kirche glauben, die lauter
„Ehrwürdige Väter“ und einen Papst hat???

Nein, das wußte ich nicht, bin echt überrascht. Dass sich die
Kirche immerwieder viel so zusammengebastelt hat, wie es ihr
gepaßt hat, habe ich gewußt, aber das mit den Bischöfen etc.
verblüfft mich echt, vielleicht sollte ich diesen Schmöker
doch mal lesen!

Das wär zumindest nicht verkehrt!

Und Gott irrt sich nicht, oder?

Naja, dass Gott sich nicht irrt, davon geh ich mal aus.
Seine Leute, auch die ernstmeinenden, können sich allemal
irren.
Weißt Du, dass auch in der Bibel steht, dass KEIN Mensch die
volle Erkenntnis der Wahrheit hat? Somit kann auch KEINE
Kirche, keine christliche Gruppierung oder sonstwer für sich
beanspruchen, im Besitz der ultimativen göttlichen Weisheit zu
sein.

Und wieder bin ich vom christlichen Glauben positiv
überrascht.

Freut mich! Ich bin es auch immer wieder, wenn ich in der Bibel lese.

Wir können insofern froh sein, mit einer der
vernünftigeren Religionen der Welt gesegnet zu sein, obwohl
ich den Buddhismus gefühlsmäßig bevorzugen würde, ohne ihn
näher zu kennen. Nicht nur weil es dort gar keinen Gott
gibt…

Ja, der Buddhismus hat was für sich.
Wenn man aber versteht, was die Bibel meint, kann man alle die Vorteile, die einem der Buddhismus bringt, auch in der christlichen Lehre finden. Die Buddhisten sind für ihre innere Ruhe so berühmt. Genau das aber hat Jesus gepredigt, dass er uns bringt: Einen tiefen inneren Frieden, eine Ruhe und Gelassenheit, die durch keinen äußeren Umstand zerstört werden kann. Wenn man es ausprobiert, kann man es auch erleben.

P.S. Da wir sowieso schon total off-topic sind, ein genialer
Film zu unserem Thema: „was die Menschen aus der Religion
machten und machen“ ist: Dogma. Bin fast gestorben vor Lachen
als ich den zum ersten mal gesehen habe…

Wenn der wieder mal ins Fernsehen kommt, und Du weißt es, kannst Du mich anmailen? Da ich so gut wie gar nicht fernsehe, durchforste ich auch keine Fernsehzeitschriften.

Liebe Grüße

Hanna

Servus Hanna!

An deinem Nachnamen, deinem Wohnort und dem Nachnamen und dem Wohnort einer der MODs aus Auslandpolitik und des Brettes hier erkenne ich auch warum dir an denen etwas liegt. *g* Glaub´ ich habe sogar noch eine Mail deines Mannes (?) in meiner Inbox!

Ich persönlich
bin beispielsweise davon überzeugt, dass es keinen gibt, aber
natürlich kann auch ich nichts wissen. Meiner Meinung nach
gibt es aber keinen Grund an einen Gott zu glauben.

Willst Du damit sagen, Du siehst keinen Anhaltspunkt dafür,
dass es einen Gott gibt?

Ja genau das. Unsere Religionen sind logische Konsequenzen der Entwicklung vom Tier zum Menschen. Damit meine ich die Entwicklung des „Bewußtseins“. Oder eingentlich mehr der Sprache, die es nunmal mit sich bringt, dass man mittels der gewonnen Semantik über ewige Fragen wie woher kommt alles, wohin geht alles, nachdenken kann. Eine vorwissenschaftliche Zivilisation findet darauf nunmal nur eine Antwort. Genauso wie die meisten frühen Ziv´s etwas in den Sternenhimmel hineindichten wollten. Die Macher des NT waren da nicht anders, man nimmt heute an, daß der Stern von Betlehem nur erfunden wurde, da man meinte, so etwas wie die Geburt des Messias kann nicht ohne astrologische Ankündigung erfolgen!

Ich glaube dass die meisten Menschen schon an eine höhere
Instanz glauben, aber mit der konkreten Lehre der Kirche
(wohlgemerkt der Kirche, nicht der Bibel, oder der Lehre Jesus
etc.) einfach nichts anfangen können.

Weißt Du, diese Problematik ist nicht neu. Jesus hat
seinerzeit schon seine liebe Not mit den damaligen
Kirchenvätern gehabt und hat ihnen auch auf den Kopf zugesagt,
Scheinheilige zu sein. Irgendwie bin ich froh, dass es in
unseren Breiten keine Todesstrafe mehr gibt…

datüber bin ich auch froh!

Ich glaube dass bei uns
so ziemlich jeder seine eigene Religion hat.

Ja, da pflichte ich Dir bei. Bis ins kleinste Detail wird man
wohl keine Lehre ausarbeiten können. Und wenn - perfekt wäre
sie wieder nicht, wie ich letztens ja ausgeführt habe.

was ist schon perfekt - was ist die wahrheit???

Aber wegen eines
gewissen gesellschaftlichen Zwanges und wegen dem Gewissen
tritt man halt nicht aus der Kirche aus…

Nee, das erfordert zu viel Aufwand.

gar nicht wahr! war bei mir kurz und schmerzlos!

Aus der Kirche auszutreten erfordert viel Mut, gerade jenen
Verwandten gegenüber, die sich dann Sorgen um zukünftige
ungetaufte Kinder macht, die sich Sorgen macht, wer einen
dermaleinst eingraben wird (lach nicht, diese Argumente wurden
wirklich vorgebracht!!!), die sich Sorgen macht, ob die Kinder
in der Schule nicht unter Repressalien leiden werden, die sich
Sorgen macht, was denn der Pfarrer dazu sagen wird - und das
nicht ausschließlich in ländlichen Gegenden!

ja, muß zugeben meine mutter ist nicht ganz damit fertiggeworden, dass ich ausgetreten bin.

Hinter der Sache mit dem Anschnallen steckt mehr als die Sorge
der Regierung um dein Wohl, Verletzungen nach einem Unfall
bedingen meist eine Behandlung und diese ist mit Kosten
verbunden, klingt brutal ist aber im Prinzip so…

Das war die offizielle Begründung der Versicherungen.
Aber wer spricht von den Behandlungskosten für Lungenkrebs und
Raucherbein?

Natürlich kosten die Folgen des Rauchens auch einen Haufen Geld, Begründung für ein nicht-Verbot des Rauchens siehe unten, obwohl Rauchen wohl in diesem Fall keine typische Droge ist, da es keine berauschende Wirkung hat.

Ein Verbot von Drogen führt zu nichts.

Meinst Du, dass sich Verbote von Dingen, die süchtig machenm,
sich nicht wirklich exekutieren lassen?
Wenn man allerdings die Anfänge bereits bekämpft bzw.
verhindert, müsste das doch der Volksgesundheit dienen, oder?
(Übersiedeln wir jetzt wieder ins Politikbrett? *lol*)

siehe unten

Wozu hat die
Prohibition in den USA geführt? Ich bin übrigens auch
glühender Verfechter einer Drogenpolitik ála Grüne oder Lif.
Aber solange rechtskonservative Kräfte in Ö (Helene Partik
Pable: Drogen - Ich bin selbst Mutter *würg*) den Leuten
einreden können, dass das schlecht ist und diese Parteien die
Kinder vergiften wollen, wird sich so schnell nichts ändern.
Die meisten Menschen denken nunmal nicht gern, es hilft nix.

Naja, jetzt müsstest Du mir nur mal schnell erklären, dass die
Drogen keinen nachweislichen gesundheitlichen Schaden
verursachen.

Das ist natürlich nicht der Fall. Aber Cannabis ist nicht schädlich:
http://www.cannabislegal.de
Heute ist es vom Gesetz her egal, ob ich einen harmlosen Joint rauche, oder gefährliche Drogen nehme. Was vermehrt zum Konsum gefährlicher Drogen führt.

Weiters läßt eine kontrollierte Abgabe harter Drogen den illegalen Drogenmarkt zusammenbrechen. Das „Dealen“ zahlt sich nicht mehr aus, es werden keine Jugendlichen mehr bewußt süchtig gemacht, es gibt keine Dealer mehr etc. (schon wieder off-topic)

Tja, das ist in meinen Augen der größte Fehler der Kirche:
Nimmt die Bibel, schneidet hier was weg, stückelt dort was an,
dreht und wendet sichs, wie sies braucht und verkauft das dann
als reinen göttlichen Willen.
Weißt Du, dass in der Bibel steht, dass ein Bischof
verheiratet sein soll und sich zuerst als guter Familienvater
beweisen soll, bevor er in das Bischofsamt erhoben wird? Weißt
Du, dass in der Bibel steht, dass sich niemand „Vater“ nennen
lassen soll, weil Gott diesen Ehrentitel für sich in Anspruch
nimmt? Was soll ich dann einer Kirche glauben, die lauter
„Ehrwürdige Väter“ und einen Papst hat???

Nein, das wußte ich nicht, bin echt überrascht. Dass sich die
Kirche immerwieder viel so zusammengebastelt hat, wie es ihr
gepaßt hat, habe ich gewußt, aber das mit den Bischöfen etc.
verblüfft mich echt, vielleicht sollte ich diesen Schmöker
doch mal lesen!

Das wär zumindest nicht verkehrt!

mir dann doch zu schwierig!

Wir können insofern froh sein, mit einer der
vernünftigeren Religionen der Welt gesegnet zu sein, obwohl
ich den Buddhismus gefühlsmäßig bevorzugen würde, ohne ihn
näher zu kennen. Nicht nur weil es dort gar keinen Gott
gibt…

Ja, der Buddhismus hat was für sich.
Wenn man aber versteht, was die Bibel meint, kann man alle die
Vorteile, die einem der Buddhismus bringt, auch in der
christlichen Lehre finden. Die Buddhisten sind für ihre innere
Ruhe so berühmt. Genau das aber hat Jesus gepredigt, dass er
uns bringt: Einen tiefen inneren Frieden, eine Ruhe und
Gelassenheit, die durch keinen äußeren Umstand zerstört werden
kann. Wenn man es ausprobiert, kann man es auch erleben.

Aber im Buddhismus gibt es keinen Gott. Es ist immer gefährlich eine höhere Autorität gelten zu lassen. Aus diesen Beweggründen haben die Christen auch schon Kreuzzüge gemacht, von der Inquisition will ich gar nicht reden. Eine höhere Autorität birgt die Gefahr in sich, daß man sich nicht mehr für sein Tun verantwortlich fühlt. Daher lehne ich den Glauben an einen Gott ab. Die Buddhisten glauben an keinen Gott, und haben noch nie einen heiligen Krieg geführt, ich kann es mir bei denen auch nicht vorstellen!

P.S. Da wir sowieso schon total off-topic sind, ein genialer
Film zu unserem Thema: „was die Menschen aus der Religion
machten und machen“ ist: Dogma. Bin fast gestorben vor Lachen
als ich den zum ersten mal gesehen habe…

Wenn der wieder mal ins Fernsehen kommt, und Du weißt es,
kannst Du mich anmailen? Da ich so gut wie gar nicht fernsehe,
durchforste ich auch keine Fernsehzeitschriften.

War er noch nie, sollte er kommen und ich denke daran, dann maile ich dir!

Liebe Grüße

Hanna

lG
Herbert

Hallo Hanna,

Irgendwie bin ich froh, dass es in

unseren Breiten keine Todesstrafe mehr gibt…

Oh oh … hat da nicht jemand aus der Familie Zauner gemeint, Ungläubigen gegenüber müsse Gott ja nicht „humanistisch“ sein? Wenn Gott seine Gegner ersäufen oder von seinen Lieblingen in Stücke hacken lassen kann, kann er sie ja auch ruhig verbrennen lassen - oder erschießen oder vergiften oder was immer. Mitgefühl mit den ungläubigen Opfern wäre doch bloß Humanismus. Übrigens: Es war der Humanismus, der die Folter abgeschafft hat, nicht das Christentum.

gruß,
bb