An Profs/Drs: 'Spät'Promotion

Hallo,

wer kann Tipps geben zu folgendem Thema:

Eine studierte Person arbeitet genau in der Branche, in der es nun auch einen (verlgeichweise) neuen Lehrstuhl gibt.

Es gibt nun bald die Möglichkeit zu einem Kontakt mit dem Prof…
Auf dessen Home page gibt es keine Infos zu externen Doktoranten.

Was ist für den Prof. vermutlich wichtig:

  • persönliche Sympathie
  • 1a Diplomnote
  • Gute Kontakte in die Industrie der selben Branche
  • Drittmittel aus der Industrie
  • Drittmittel aus einer Stiftung
  • Forschungsschwerpunkt
  • sonstiges

Danke … wäre interessant was Professoren / Doktoren selbst hier für Tipps geben können.

Viele Grüße
Steffi

Hallo Steffi,

Auf dessen Home page gibt es keine Infos zu externen
Doktoranten.

sowas hab ich noch nie auf einer solchen Seite gesehen --> nichts ungewöhnliches.

Was ist für den Prof. vermutlich wichtig:

  • persönliche Sympathie

das ist zwar nicht hinderlich, aber speziell bei externen nicht so ausschlaggebend.

  • 1a Diplomnote

Auch nicht hinderlich, aber bei Spätberufenen nciht so wichtig wie bei Frischware.
Wie sieht es im betreffenden Fachbereich mit den Gutachten aus?
Müssen die sein, oder können, oder brauchen sie nicht zu sein?

  • Gute Kontakte in die Industrie der selben Branche

So was haben Profs mittlerweile recht gerne, denn die geben oft

  • Drittmittel aus der Industrie
  • Drittmittel aus einer Stiftung

Jeder Cent wird gerne genommen :wink:

  • Forschungsschwerpunkt

Es wäre natürlich schön, wenn Dein Arbeitsbereich mit dem des Profs einigermaßen korellieren, aber bei externen, die auch was zum Etat beitragen, sind viele Profs auch großzügig.

Aber jeder Jeck ist anders, Details wird es wohl nur bei persönlichem Kontakt geben.

Gandalf

Hallo Steffi

Was ist für den Prof. vermutlich wichtig:

Ganz einfach gesagt: Wieviel Geld willst Du in Deine Diss. investieren ? Es gibt nicht wenige Profs. die „Dissen“ (die intellektuellen Counterparts zu den Tussen *gg*) die sich solche Arbeiten bezahlen lassen. Insbesondere emeritierte Profs. machen dies öfters.

  • persönliche Sympathie

Auf jeden Fall !

  • 1a Diplomnote

Auch, aber sicherlich nicht immer das Entscheidende. Habe selber lange an einem sehr beliebten LS für Doktorarbeiten gejobbt und kenne den Ablauf recht gut - wie ich finde.

  • Gute Kontakte in die Industrie der selben Branche

Ja, sehr wichtig !!! Viele LS werden aus der Wirtschaft „gesponsert“. Daher werden die Mitarbeiter solcher Unternehmen bevorzugt bei der Vergabe von Dr-Arbeiten behandelt. Oftmals halten sich die Unternehmen aus der Wirtschaft (gerade Unternehmens- und Steuerberatungen) einen sehr engen Kontakt, um eben den Mitarbeitern Aufstiegschancen zu geben, in Form des Dr. Titels.

  • Drittmittel aus der Industrie

Gehört zu dem eben gesagten dazu.

  • Drittmittel aus einer Stiftung

Eher, weniger. Die Wirtschaft zahlt mehr.

  • Forschungsschwerpunkt

Ja, das THeme der Arbeit. Der Prof. will durch eine Dr-Arbeit auch mit lernen und intellektuell gefordert werden. Sprich nicht etwas vergeben, was schon mehrmals vor kam.

VG
Sebastian,
der (noch) kein Prof. oder Dr. ist. :smile:

Danke so weit, vielleicht opfert sich ja noch ein Dr./Prof. hier … mit Details (gerne als PN)

lg
Steffi

Hi Sonnenblume,

Drittmittel sind immer gern gesehen. Industriekontakte auch, aber halte ich nicht für ausschlaggebend. (Ich kann hier nur für die ingenieurswissenschaftlichen Fächer sprechen. Hier gibt es naturgemäß sowieso eine sehr starke Bindung an die Industrie). Viel wichtiger halte ich dass das Thema eines ist, dass den Prof. interessiert und dass in den Forschungsschwerpunkt hineinpasst. Natürlich muss auch die Chemie stimmen, schließlich dauert die Promo ja 3 bis n Jahre. Auf den Homepages der Lehrstühle gibt es kaum Inserate für Promotionen. An der TU München z.B. gibt es eine zentrale Stelle auf der HP für Promotionsstellen - vieles geht aber auch über die Schiene Diplomarbeit und dann direkt Promo. Hat den Vorteil, man kennt den Kandidaten und dier Art seiner Arbeit. Für Spätberufene gibt es noch die Variante, dass man als Industriepartner mit dem Lehrstuhl eine Kooperation eingeht und dann kann sich auch eine Promo ergeben. Vielleicht hat ja Dein Arbeitgeber an so etwas Interesse und Du kannst den Beruf mit der Promo unter einen Hut bringen.(So etwas gab es öfters an dem Lehrstuhl, an dem ich promoviert habe).

Lange Rede kurzer Sinn. Deine Liste mit Stichpunkten kann man nur schwer nach Prioritäten sortieren, denn das Fach ist da ganz maßgeblich beteiligt. Bei den Geisteswissenschaften z.B. würde ich Prio 1 die Finanzierung und das Thema setzen, bei den Ingenieuren eher evtl. die Industriekontakte, bei den Biologen wohl eher das Thema und dann die Finanzierung, bei den Medizinern nur das Thema.

Ich würde einfach mal den Prof. kontaktieren und sehen wie er reagiert. Im Gespräch kristallisiert sich dann heraus ob er/sie dich finanzieren kann (oder ob erst Drittmittel angeworben werden müssen) und auch will. Diplomnote ist nicht ganz so wichtig, sofern diese nicht mit der Promotionsordnung kollidiert (will sagen zu schlecht zur Promo. ist). Eher ist noch interessant wo und als was DU gearbeitet hast und warum Du die Promo brauchst (und das ist schon eine schwierige Frage)

GRuss und frohes Fest
Brombär

Gandalf,

ich danke Dir für Deine Einschätzung.

Weitere Einschätzungen lese ich gerne …

lg
Steffi

hi sonnenblume,

leider sagst du nix über die fachrichtung?! die halte ich für sehr wichtig. anhand deiner vika gehe ich mal davon aus, dass du

Eine studierte Person

bist und

genau in der Branche

arbeitest die weitestgehend ingenieurtechnisch ist?

Was ist für den Prof. vermutlich wichtig:

auch das ist von prof zu prof sehr unterschiedlich.

  • persönliche Sympathie

das sicher immer…wer hat schon gerne ein a…loch als kollegen?

  • 1a Diplomnote

kann durch 1a berufskarriere ausgeglichen werden.
kann auch eher irrelevant sein da dipl-arbeitsthema minderrelevant

  • Gute Kontakte in die Industrie der selben Branche

wenn er selber schon welche hat? … könnte es sein, dass er auch befürchtungen in richtung industriespionage hat…kommt zb. auf die kompatiblität der kontakte an.

  • Drittmittel aus der Industrie
  • Drittmittel aus einer Stiftung

wer verzichtet schon gerne auf geld? höchstens jemand der schon genügend hat, oder dessen bisheriges kontingent aus politischen gründen keine drittmittel aus einer x-beliebigen quelle zulässt.

  • Forschungsschwerpunkt

ja, logo, wenn der prof weltweiter spezialist für ameisen ist, dann hast du es mit dem forschungsschwerpunkt amphibien eher schwer :wink:

  • sonstiges

sag’ wieviele sonstieger du hier haben willst…vernetzung in industrie & politik ist immer sexy, veröffentlichungslisten jenseits 3 km länge wird auch immer geren gesehen etc. pp.

wenn du genaueres wissen willst solltest du genauer fragen. wenn du magst auch gerne per mail…aber ich sehe nicht, dass deine frage nur von privatem interesse ist…

stefan

Hallo Stefan,

deinen letzten Satz versteh ich nicht.
Ansonsten vielen Dank für Deine Anmerkungen.
Ich möchte v.a. sicherstellen, daß kein wesentlicher Faktor vergessen wird, das die Akzenturierung von der individ. Situation abhängt, ist schon klar.

Aber was könnte noch als wesentlicher Faktor fehlen???

grüße an alle
Steffi

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Hallo Steffi

deinen letzten Satz versteh ich nicht.

der ist so gemeint, dass ich mir nur erschliessen kann worum es überhaupt geht…um die „faktoren“ die du in einem bewerbungsschreiben irgendwie berücksichtigen willst? womit du mit ihm reden willst? oder darum, was du wissen willst um „taktisch“ vorzugehen? etc. pp.

und kontext fehlt auch…wo ist die uni (industrie/forschungsstandort, oder grüne wiese?), wie gross ist der lehrstuhl, männer/frauenanteil, private oder öffentliche uni, wie gross drittmittelanteil, karriere des profs (zb. in welchen kulturen studiert)
etc. pp.

so war der letzte satz gemeint.

stefan