Hi!
Es wäre toll, wenn mir jemand helfen könnte.
Und zwar überlege ich, Psychologin zu werden.
Allerdings möchte ich dann nicht eine Therapeutin werden, die
den ganzen Tag nur Therapiegespräche hat, sondern würde gerne
in einer Klinik arbeiten.
Selbstverständlich hast Du abhängig von Deiner Arbeitsstätte nicht den ganzen Tag Therapiegespräche, sondern gerade der klinische Bereich beinhaltet eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten: Neben Gesprächen wirst Du eine Vielzahl unterschiedlicher Testverfahren anwenden, von Fragebögen über Interviews bis hin zu Verhaltensbeobachtungen, rechnergestützter Diagnostik und natürlich auch bildgebender Diagnostik wie fMRT, CCT und auch EEG. Du wirst Gutachten schreiben und Patienten in ihrem Umfld besuchen und beobachten. Arbeitest Du in einem wissenschaftlichen Umfeld, wie z.B. in einem Klinikum, dann wirst Du darüber hinaus wissenschaftliche Tätigkeiten übernehmen können, Vorträge halten, Schreiben veröffentlichen. Selbstverständlich gehört zu Deiner Tätiggkeit immer die mathematische Aufbereitung Deiner Daten, die Abklärung von medizinischen Details und die enge Zusammenarbeit mit anderen Menschen, die den jeweiligen Patienten betreffen, seien es seine Ärzte oder Angehörige. Du kannst mit den unterschiedlichsten Fällen und Störungen konfrontiert werden und dabei Erwachsene ebenso wie Jugendliche und Kinder als Patienten antreffen.
Du siehst, eine Reduktion der klinischen Tätigkeit auf Gespräche ist nicht richtig.
Ich habe selbst schon intensive Erfahrung mit seelischen
Problemen, auch bei anderen.
Naja, das ist unerheblich für das Studium und die Tätigkeit.
Jedenfalls habe ich nun gehört, dass das Studium 1. irre
schwer sein soll (ich war aber eigentlich immer sehr gut in
der Schule)
Je nachdem, wen man fragt. Allerdings wissen viele Menschen nichts von der naturwissenschaftlichen Ausrichtung der Psychologie und dass Mathematik einen Großteil der Studieninhalte einschließt.
- dass man am Ende des Studiums einen
Persönlichkeitstest absolvieren muss und dann entschieden
wird, ob man überhaupt geeignet ist (was für ein Schwachsinn
wär das bitte, das am Ende zu machen!)
Stimmt auch nicht.
und 2. dass man nach
Abschluss des Studiums noch gar nicht anfangen kann, zu
arbeiten, sondern erst noch ein paar Jahre eine
selbstfinanzierte Ausbildung oder ein Praktikum abschließen
muss.
Natürlich kann man direkt danach arbeiten. Allerdings nicht als Psychotherapeutin, denn dafür wird tatsächlich eine kostenpflichtige Zusatzausbildung benötigt. Allerdings kannst Du in einem Klinikum unterkommenoder Dich als Heilpraktikerin im Bereich Psychotherapie oftmals ohne Extra-Prüfung zumindest in Deutschland selbständig machen. Selbstverständlich kannst Du als Psychologin direkt nach dem Studium arbeiten, wenn Du Dich nicht als Psychotherapeutin bezeichnen willst - der Tätigkeitsberech des Psychologen ist gigantisch und reicht von der Wirtschaftspsychologie bis hin zur Biopsychologie.
Da ich von der Schule zwei Jahre beurlaubt war, mache ich erst
mit 21 mein Abi und deshalb rechne ich ein bisschen die
Zeiträume aus…
irgendwann möchte ich schon gerne mal Geld verdienen und
vielleicht auch Kinder kriegen… (mein Freund ist um einiges
älter als ich, auch deshalb ist die Zeit nicht ganz unwichtig
für mich… [das klingt jetzt, als wär er 60
Nein, er is
35 ]
Wer fleissig ist, schafft das Studium schnell.
viele Grüße,
Sam
Also, wie ist das mit der Psychologielaufbahn?
Vielen Dank schon mal für Hilfe!!
P.S.: Studiert hier vielleicht jemand an der Humboldt-Uni? Die
interessiert mich nämlich
Viele Grüße,
Leah