Hallo!
Ich entwickle seit kurzer Zeit meine eigenen Negative,
allerdings mit einer saumäßig schlechten Qualität. Und da ich
mitlerweile keine Idee mehr habe, woran es denn liegen könnte,
dass die Negative viel zu körnig, und ab und an auch zu
überbelichtet sind, frage ich euch.
Ich erläutere kurz meine Vorgehensweise:
(kippentwicklung, Kodak Tri-x 400)
Konstant Zwischen 20-22°C
-Entwickler Adolux APH 09 1+80 (20-24Minuten)
Bewegen des Films in den ersten 30 Sekunden, ab dann jede
Minute.
Es ist ziemlich klar, dass das körnig wird, denn hier kommen drei Komponenten zusammen, Tri-X, APH09 und die Temparatur.
Der Tri-X ist ein hervorragender Film, ich verwende das Ilford Pendant HP5+. Sowohl der Tri-X als auch der HP5+ sind aber keine Feinkornfilme, das Korn gehört da einfach dazu, ist aber bei beiden Filmen grundsätzlich schön, wenns zum Bild passt.
Der APH 09 ist nicht unbedingt der klassische Feinkornentwickler, allerdings kann man die Körnigkeit dieses Entwicklers ziemlich gut steuern. Du hast eh schon hohe Verdünnung, jetzt müsstest du die Temperatur senken, also z.B. mit 16-18 Grad entwickeln und die Entwicklungszeiten verlängern. Dann wird das Ergebnis feiner.
Was ich jetzt nicht weiß ist, welche Empfindlichkeit man überhaupt mit APH 09 1:80 beim Tri-X erreicht, da kommt man wahrscheinlich gar nicht auf die 400 ISO.
Wegen der Überbelichtung: wie sehen die Negative denn aus? Sind sie überbelichtet oder zu kontrastreich (beides erscheint mir nach deiner Beschreibung aber unwahrscheinlich)?
Übrigens finde ich APH09 und Tri-X nicht unbedingt die leichteste Kombination um anzufangen. Einfacher wäre da ID11/D76 oder ATM49. HP5+ in ATM 49 ist eine meiner Standardkombinationen - dodelsicher mit sehr guten Ergebnissen.
Noch was: woher weißt du das mit dem Korn? Hast du in der DuKa vergrößert oder waren das Scans? Der Fehler könnte nämlich auch am Scan liegen.
Gruß
Tom