[an] S/W Entwicklungsprobleme

Hallo,

Ich entwickle seit kurzer Zeit meine eigenen Negative, allerdings mit einer saumäßig schlechten Qualität. Und da ich mitlerweile keine Idee mehr habe, woran es denn liegen könnte, dass die Negative viel zu körnig, und ab und an auch zu überbelichtet sind, frage ich euch.

Ich erläutere kurz meine Vorgehensweise:

(kippentwicklung, Kodak Tri-x 400)
Konstant Zwischen 20-22°C

-Entwickler Adolux APH 09 1+80 (20-24Minuten)
Bewegen des Films in den ersten 30 Sekunden, ab dann jede Minute.

-Stoppbad Adostop 1+40
1Minute Einwirkzeit

-Fixierbad Adofix 1+9
4Minuten Fixierzeit

Wäre euch für Tipps wirklich sehr dankbar.

Hallo!

Ich entwickle seit kurzer Zeit meine eigenen Negative,
allerdings mit einer saumäßig schlechten Qualität. Und da ich
mitlerweile keine Idee mehr habe, woran es denn liegen könnte,
dass die Negative viel zu körnig, und ab und an auch zu
überbelichtet sind, frage ich euch.

Ich erläutere kurz meine Vorgehensweise:

(kippentwicklung, Kodak Tri-x 400)
Konstant Zwischen 20-22°C

-Entwickler Adolux APH 09 1+80 (20-24Minuten)
Bewegen des Films in den ersten 30 Sekunden, ab dann jede
Minute.

Es ist ziemlich klar, dass das körnig wird, denn hier kommen drei Komponenten zusammen, Tri-X, APH09 und die Temparatur.

Der Tri-X ist ein hervorragender Film, ich verwende das Ilford Pendant HP5+. Sowohl der Tri-X als auch der HP5+ sind aber keine Feinkornfilme, das Korn gehört da einfach dazu, ist aber bei beiden Filmen grundsätzlich schön, wenns zum Bild passt.

Der APH 09 ist nicht unbedingt der klassische Feinkornentwickler, allerdings kann man die Körnigkeit dieses Entwicklers ziemlich gut steuern. Du hast eh schon hohe Verdünnung, jetzt müsstest du die Temperatur senken, also z.B. mit 16-18 Grad entwickeln und die Entwicklungszeiten verlängern. Dann wird das Ergebnis feiner.

Was ich jetzt nicht weiß ist, welche Empfindlichkeit man überhaupt mit APH 09 1:80 beim Tri-X erreicht, da kommt man wahrscheinlich gar nicht auf die 400 ISO.

Wegen der Überbelichtung: wie sehen die Negative denn aus? Sind sie überbelichtet oder zu kontrastreich (beides erscheint mir nach deiner Beschreibung aber unwahrscheinlich)?

Übrigens finde ich APH09 und Tri-X nicht unbedingt die leichteste Kombination um anzufangen. Einfacher wäre da ID11/D76 oder ATM49. HP5+ in ATM 49 ist eine meiner Standardkombinationen - dodelsicher mit sehr guten Ergebnissen.

Noch was: woher weißt du das mit dem Korn? Hast du in der DuKa vergrößert oder waren das Scans? Der Fehler könnte nämlich auch am Scan liegen.

Gruß
Tom

Gegen Körnigkeit der Negative habe ich eigentlich keine generelle
Abneigung. Im Gegenteil, ich mag es, wenn Negative etwas Körnig sind- aber nicht in diesem Ausmaß.

Ich habe die Negative eingescannt, aber das Problem liegt nicht am Scanner, denn andere (erfolgreich entwickelte) Negative kann ich Problemlos mit sehr feinem Korn einscannen.

Richtig, ich habe eher ein Problem mit dem Kontrast als mit Überbelichtungen. Hellere Bereiche der Bilder (auch Bilder von Gegenständen die von der Sonne angeschienen werden) erscheinen oft in einem Kompletten grellen weiß, obwohl ich sie beim Schießen der Bilder nicht Überbelichtet habe. Wobei das ein Zusammenspiel von zu hellen und dunklen Tönen ergibt.

Um wieviele Minuten sollte ich Entwicklung verlängern, wenn ich die Temperatur auf 16° senke? Um die 28 Minuten?
Ich habe noch kein richtiges Gefühl um die Entwicklungszeiten grob zu schätzen.

„Was ich jetzt nicht weiß ist, welche Empfindlichkeit man
überhaupt mit APH 09 1:80 beim Tri-X erreicht, da kommt man
wahrscheinlich gar nicht auf die 400 ISO.“
Ich hab ne Liste, da steht das so drauf. Bei Standartverdünnung 1+40 wären dass dann 10-12 Minuten.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir die Erfahrung mit deiner Kombi fehlt. Ich hab zwar mal einen HP5 in Rodinal 1:25 mit guten Ergebnissen entwickelt, aber das ist ja nicht so einfach vergleichbar.

Frag mal im Fotoimpex Forum, dein APH 09 ist ja von dort, oder in den sonst einschlägigen Analogforen (Aphog, VFDKV, Phototec), deine Kombi haben sicher schon einige probiert und ich weiß, dass es dort einige wirkliche Rodinalspezialisten gibt, die dir helfen können.

Gruß
Tom

Hi,
also wenn du Korn magst, und dir das einfach zu viel ist liegt könnte es vielleicht Runzelkorn sein?

Normalerweise bei Emulsionen wie Delta oder Tmax nicht hinzubekommen aber beim Tri-X sehr wohl.

Wie hoch sind die Temperaturen deiner anderen Bäder bzw. Wässerungen.
also du solltest am besten alle Bäder einschlieslich Wässerung konstant halten (also nur geringe Abweichung von Entwickler).
Deshalb ist eine etwas kühlere Prozesstemperatur günstig da man dann nicht mit 22 Grad Wässern muß.

Ansonsten hab Jahrzehntelang mit besten Ergebnissen Ultrafin Sf verwendet (mit Tmax und Delta).
Das schöne ist daß diese Kombinationen, besonders mit Delta eine ausgezeichnete Konturenschärfe, relativ feines Korn, Kontrastreserven (durchzeichnet) und eine gewisse Verarbeitungstoleranz liefert.
Ich hatte aber auch immer bei 22 Grad entwickelt um im Sommer nicht kühlen zu müssen.

OL

Noch was zum Thema „Scannen“: Flachbett- oder spezieller Filmscanner? Scanner haben mit S/W-Negativen generell Probleme, weil die Schicht anders aufgebaut ist. Z.B. geht die automatische Staub- und Kratzerentfernung ICE mit S/W überhaupt nicht. Und dass Du krass weiße Partien hast, kann an zu großem Kontrast des Films und/oder am mangelnden Kontrastvermögen des Scanners liegen - die Flachbettscanner „lügen“ in dieser Beziehung das Blaue vom Himmel runter in den Werbeunterlagen …

Gruß, Artefakt

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Macbeth,

den TriX hab ich immer in D76 entwickelt und stets gut kopierbare Negative gekriegt, die ein erstaunlich feines Korn hatten.

In der Dose mit der Hand geschüttelt 3 sek / 30 sek

Alles bei Raumtemperatur und selten auf die Temperatur geachtet, hat trotzdem geklappt. Gewässert mit Leitungswasser, ohne Runzelkorn zu kriegen.

Die Konzentrationen und Zeiten hab ich leider nicht mehr im Kopf.

Gandalf