Wie drückt man sich richtig aus?
Ich würde nun behaupten Nahrung nimmt man zu sich,
Gegenstände nimmt man an sich.
Kann man nun auch sagen man nimmt einen Gegenstand zu sich ohne damit auszudrücken dass man den isst, sondern nur fest hält?
Schon mal herzlichen Dank,
Gruß Moni
Kann man nun auch sagen man nimmt einen Gegenstand zu sich
ohne damit auszudrücken dass man den isst, sondern nur fest
hält?
Hallo Moni,
also für einen Gegenstand ist mir persönlich diese Formulierung noch nicht untergekommen.
Allerdings habe ich schön häufiger hier in der Eifel gehört, dass man einen Mensch zu sich nimmt; im Sinne von jmd. bei sich aufnehmen.
Mag aber auch regional bedingt sein, dass hier diese Formulierung genutzt wird.
Auch als Imperativ könnte ich es mir vorstellen:
„Nimm mal den Aschenbecher zu Dir! Der stinkt!“
Hier schwingt allerdings noch das Wort „rüber“ unausgesprochen mit.
„Nimm mal den Aschenbecher zu Dir rüber!“
Gruß
R.
Ich kenne das nur folgendermaßen:
Etwas an sich nehmen
(entgegennehmen, annehmen, in die Hand nehmen, etc.)
z.B.: Verstohlen nimmt Maik seine Kondome schnell wieder an sich, die ihm vor seinen Eltern aus der Tasche gefallen waren.
Etwas zu sich nehmen
(etwas essen oder trinken, ein medikament nehmen)
z.B.: „So“, sagte der Arzt zu Maik, „vor der OP dürfen sie 24 Stunden lang nichts zu sich nehmen“.
mfg
Simon
Allerdings habe ich schön häufiger hier in der Eifel gehört,
dass man einen Mensch zu sich nimmt; im Sinne von jmd. bei
sich aufnehmen.
Mag aber auch regional bedingt sein, dass hier diese
Formulierung genutzt wird.
Hallo Rainer,
das müsste eine überregionale Formulierung sein. Ich komme aus dem Schwäbischen
und kenne das auch: „Nach dem Tod seiner seiner Schwester nahm er deren Kinder zu
sich.“ Dabei handelt es sich nicht um eine kannibalistische Tat sondern um die
Aufnahme der verwaisten Neffen und Nichten in die Familie.
LG
Edith
Hallo Moni,
also für einen Gegenstand ist mir persönlich diese
Formulierung noch nicht untergekommen.
Allerdings habe ich schön häufiger hier in der Eifel gehört,
dass man einen Mensch zu sich nimmt; im Sinne von jmd. bei
sich aufnehmen.
Mag aber auch regional bedingt sein, dass hier diese
Formulierung genutzt wird.
Wie wäre es mit:
„Nimmst Du den Hund zu dir?“
a.) „Nein danke, ich bin schon satt!“
b.) „Geht nicht, leider. Mein Vermieter erlaubt keine Hunde.“
Ich gehe davon aus, daß „zu sich nehmen“ auch als allgemeines „aufnehmen“ verwendet werden kann (ohne ein Wörterbuch zur Hand zu haben).
Gruß
Gerald