An Sponsoring-Gelder kommen

Guten Morgen,

bei mit kommen hin und wieder CDs mit Industrieadressen an. Ich mache mir nicht mal die Mühe, die Dinger aus der Verpackung zu holen. Dabei bin ich sicher, nichts zu versäumen und außerdem mülle ich mir den PC nicht unnötig voll. Eine D-Info-CD liefert nach Eingabe passender Suchworte eine beliebige Adressauswahl, die aber noch nicht viel wert ist. Das Versprechen von Leuten, die Entscheider aufgelistet zu haben, ist regelmäßig glatt gelogen. Damit kann man genau ein einziges Mal einen Unerfahrenen hinter dem Ofen hervor locken, der glaubt, ohne viel Arbeit die gebratene Taube zu erhalten.
Wer will für ein ganz bestimmtes Produkt, für eine ganz spezielle Dienstleistung genau den richtigen Ansprechpartner kennen - quer durch die Organisationen und Betriebe einer Branche? Dann auch noch einigermaßen aktuell? Vergiß es!

Alle Hauseigentümer einer Region, alle Pensionäre, alle GmbH-Geschäftsführer und Einkäufer einer Branche, das kann man von Adressmaterial erwarten. Dafür gibt es in der Werbebranche und bei den Adressverlagen gesicherte Zahlen über erzielbare Antwortquoten. Diese Quoten liegen im Promille-Bereich. Deshalb braucht man ja auch so viele Adressen, um überhaupt irgend einen Erfolg zu verzeichnen.

Und dann sehe ich Leute, die eigentlich nur einen einzigen Kunden brauchen. Oder 100 Kunden. Aber sie beschaffen sich eine irrwitzige Anzahl von Adressen, statt zum Telefonhörer zu greifen und sich mit etwas Branchenkenntnis sämtliche Daten, brandaktuell einschl. des persönlichen Kontaktes zu beschaffen. Mit wenig Übung gibts dabei zu vernachlässigende Streuverluste. Da sagt man nicht, von den 10.000 Leuten (die jeder eine Briefmarke, einen Briefumschlag und ein unterschriebenes Anschreiben kosteten) reagiert hoffentlich jemand. Sondern man sagt: Den Menschen, die Firma hinter dieser einen einzigen Adresse will ich jetzt akquirieren, will ich zu meinem Kunden machen. Die Erfolgsaussicht (= konkreter Auftrag) ist übrigens um ein Vielfaches größer als auch nur ein einziger Rückläufer (= lockere Interessenbekundung) aus einem Waschkorb voller Briefe mit Adressen von CDs oder Adressverlagen.

Der Grünschnabel verwendet die CD und verdaddelt erstmal Zeit mit PC-Spielerei und im nächsten Schritt viel Geld. Der erfahrene Akquisiteur schmeißt erst die CD weg, greift zum Telefonhörer und präsentiert binnen einer halben Stunde einen Namen nebst allen Daten, die mit dem üblichen Angebots-Handwerk zum Auftrag führen werden.

Gruß
Wolfgang

Guten Morgen Wolfgang,

bei mit kommen hin und wieder CDs mit Industrieadressen an.

war nie die rede davon! du hast dir nicht die mühe gemacht, den sinn zu verstehen. es geht doch nicht ums verkaufen.

folgendes beispiel: du hast dein büro in einem grossen bürokomplex. du zahlst telefon, internet mit isdn meinetwegen.
nun kommt der hauseigentümer und sagt dir: mensch, ich hab sowieso ne geile standleitung, weil ich als provider arbeite. weil du bei mir sowieso mieter bist, kannste dich in mein netzwerk mit einklinken. kostet dich nix!
deiner philosophie nach hättest du das gespräch des vermieters nicht mal aus seiner verpackung geholt.

Deine Argumente sind ja vollkommen richtig, aber ich möchte hier nicht noch einmal die Winkel-Diskusion wiederholen! Ich hatte gefragt, wie ich an Entscheider über Werbe-Etats in Firmen komme, die diese 7 T€ locker überhaben. Und wie ich die am besten überzeuge.

Dafür sind deine Tipps, wenn sie auch anders gemeint waren, aber evtl. sogar hilfreich.

Der Grünschnabel verwendet die CD und verdaddelt erstmal Zeit
mit PC-Spielerei und im nächsten Schritt viel Geld.

Jaja, Zeit ist Geld! Mit dem PC und der Zeit ist aber wie mit der Sozialversicherung: Informierst Du Dich nicht richtig, zahlste früher oder später wieder viel drauf.

erfahrene Akquisiteur schmeißt erst die CD weg, greift zum
Telefonhörer und präsentiert binnen einer halben Stunde einen
Namen nebst allen Daten, die mit dem üblichen
Angebots-Handwerk zum Auftrag führen werden.

Ja ??? Macht dieses die Firma Coca-Cola, Kellogs, Maggi ???

;o)

cya
Tin

Ja ??? Macht dieses die Firma Coca-Cola, Kellogs, Maggi ???

Bei Konsumgütern, die in derartigen Massen abgesetzt werden, funktioniert das aus naheliegenden Gründen (Anzahl der potentiellen Kunden, Verhältnis Vertriebsaufwand je Kunde zu max. Umsatz je Kunde) in der Tat nicht. Bei Investitionen sieht das ganz anders aus. Da zählt regelmäßig der direkte Kontakt zum Entscheider und der wird sich nicht darauf einlassen, irgendwelche CD´s zu starten oder installieren (so er denn dazu überhaupt in der Lage ist).

Gruß
Christian

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Ja ??? Macht dieses die Firma Coca-Cola, Kellogs, Maggi ???

Hallo,

um welche Firma es sich handelt, mit der ich in Kontakt treten möchte, ist zunächst ganz egal. Das kann ein Franchise-Nehmer von Coca-Cola sein oder die Konzernzentrale, Daimler-Chrysler oder eine kleine Firma an der Ecke. Grundsätzlich gilt: Die zuständigen Entscheider in den Unternehmen erreicht man gezielt durch den persönlichen Kontakt. Bei jeder anderen Methode überläßt man den Erfolg dem Zufall.

Gruß
Wolfgang

Ich
hatte gefragt, wie ich an Entscheider über Werbe-Etats in
Firmen komme, die diese 7 T€ locker überhaben. Und wie ich die
am besten überzeuge.

Hallo Tin,

such nicht nach Leuten denen das Geld nicht weh tut,die sind selten und schwer zu finden und letzten Endes werfen die das Geld eh zum Fenster raus, sondern such Leute, denen deine Sache 7TEUR Wert ist.

Wenn du Wolfgangs Methode befolgst kommst du Wahrscheinlich recht schnell zum Ziel:

  • über leg dir: wer Sponsort ? Warum?
  • Such Dir 3-5 potentielle Sponsoren aus
  • Beschaffe Dir Informationen (Internet, Presse, …)
  • Ruf an

Meld dich mal bei mir, erzähl mir mehr und vielleicht hab ich ein paar Ideen.

Gruss
Nils

sieht das ganz anders aus. Da zählt regelmäßig der direkte
Kontakt zum Entscheider und der wird sich nicht darauf
einlassen, irgendwelche CD´s zu starten oder installieren (so
er denn dazu überhaupt in der Lage ist).

Jaaa!???

Siehe Anfangsdiskussion - es geht um gemeinnützige Organisationen …