Anämie

Meine liebe Frau hat leider Anämie diagnostiziert bekommen. Sie hat einen Wert von 38. „Normal“ soll zw. 47 - 75 irgendwo liegen.

Ist das also nicht so deutlich darunter, dass sie einfach „nur“ Eisen zu sich nehmen muss, um auf die Werte um die 50/60 zu kommen? Magnesium auch?

Was sind die Folgen einer Anämie? Müdigkeit? Infektionsgefahren höher?

Gruss
Michael „MultiVista“

Hallo Michael,

leider ist die Frage etwas unpräzise formuliert, so dass ich mit 38 ohne zugehöriger Einheit nicht viel anfangen kann. 38 passt nicht zur Eryzahl, nicht zum Hb, Serumeisen, evt. Hk, aber was sagt das allein schon über eine Eisenmangelanämie aus?
Da wurde doch sicher ein ganzer Eisenstatus gemacht, einschließlich Ferritin, Transferrin, usw., woran man dann „ablesen“ kann, ob es sich um einen prälatenten, latenten oder manifesten Eisenmangel handelt.

Hat jemand einen Eisenmangel, muss man dazu unbedingt die Ursache finden, denn man kann nicht irgendwo etwas hineinfüllen, das woanders ungehindert wieder verloren geht, das bringt nichts. An erster Stelle steht daher immer die Ursachenfindung.

Bei Frauen, im gebärfähigen Alter ist Eisenmangel überwiegend mit einer starken Menstruationsblutung verbunden und damit recht weit verbreitet. Manchmal sind Myome ursächlich, die dann beseitigt werden sollten, etc., oft gibt es auch andere Gründe, wie z. B. hormonell bedingte starke Blutungen i. d. Wechseljahren.

Ist ein Eisenmangel durch Verwertungsstörungen (z. B. fehlende Magensäure) bedingt, nutzt eine orale Substitution gar nichts. Dann muss eben die Verwertungsstörung unter die Lupe genommen werden.

Häufig haben vegetarisch lebende Menschen geringere Eisenwerte als üblich, dann wäre eine Veränderung in der Ernährung gefragt, neben Eisen- auch wegen Vitamin B12, B6-Mangel (Vollkornprodukte statt Weißmehl, aber auch saure Ergänzung zur Nahrung wie z. B. O-Saft, welche die Eisenaufnahme mit Hilfe des sauren Magenmilieus begünstigt.) also kein mineralstoffarmes Fastfood!

Die Folgen einer Anämie können vielfältig sein, z. B. Müdigkeit, körperliche Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten (wegen Sauerstoffmangel), Blässe, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Infektanfälligkeit, manchmal auch Depressionen, Reizbarkeit, Herzrasen, Luftnot, Kälteempfindlichkeit, Haut-/Haar-/Nagelprobleme, Neigung zu Mundwinkelrhaghaden usw.

Gruß, Renate

Vielen Dank Renate für die ausfühtliche Antwort.

Frage meine Frau nachher, wie die Werte genau waren…

ansonsten:

„Infektionen durch Kokken, Candida albicans oder Herpes-simplex-Viren, Treponemen (als Verursacher der Syphilis, HIV“

Hmmm…

Hört sich an, als wenn Geschlechtsverkehr eine Hauptursache wäre??

„Anatomische Besonderheiten wie
Zugwirkungen auf die Mundwinkel bei entsprechenden Mundbewegungen starke Faltenbildung im Mundwinkelbereich“

Tja - sie artikuliert auch schlechter…
kann aber die Stress-Nervosität sein.

MultiVista

Hi!

Hier die Werte (38 war falsch):

Leukozyten: 6,50 - normal

Erychrocyten: 4,04

Haemoglobin: 9,1 — zu tief!

Haematokrit: 29,7 - definitv zu tief - oder?

Zudem war der Wert vor 2 Jahren bei 34,5

Gruss
Michael „MultiVista“

Hallo Michael,

Hier die Werte (38 war falsch):

Leukozyten: 6,50 - normal

Erychrocyten: 4,04

Haemoglobin: 9,1 — zu tief!

Haematokrit: 29,7 - definitv zu tief - oder?

Zudem war der Wert vor 2 Jahren bei 34,5

Stimmt, Hb und Hk sind (schon seit längerer Zeit !) viel zu niedrig, wobei die Ursache dafür dringend gefunden werden muss (siehe meine 1. Antwort).

Die Fragestellung ist insgesamt etwas konfus.

Es wäre wesentlich einfacher, wenn sich Deine Frau hier selbst zu Wort melden würde. Über Dritte zu Kommunizieren verkompliziert häufig das Thema, dabei geht es doch auch um sensible, personenbezogene Mitteilungen. Daher würde ich vorschlagen, sie meldet sich einfach mal selber und stellt die Fragen so, wie es ihr selber sinnvoll erscheint.

Gruß, Renate

Also mein Frau ist sehr nicht gerne im Netz.

Aber die Dringlichkeit der Sache soll Genüge getan werden…
mit einer Darmspiegelung am Freitag.
Habe Zweifel, ob das viel aussagt.

Wie gesagt, ansonsten muss man „sensibel“ nachhaken
und ggf. auch Tests machen lassen bezüglich anderer heikler Ursachen, die zugegebenrmaßen nicht ausgeschlossen werden können.

Will meiner Frau helfen! So oder so!

Gruss
M.

Lieber Michael,

hier muss dringend nach der Blutungsquelle gefahndet werden! Das wird ja jetzt auch gemacht. Alle Begleiterscheinungen können nicht nur von der Anämie kommen, die ja auch nur ein Symptom ist, sondern von der zugrundeliegenden Erkrankung.

Alles Gute wünscht

laborratte

aber ist da eine
Darmspiegelung
eine adäquate Analysemethode?

Oder muss man den Mut haben, sich auf Geschlechtserkrankungen (s.o.) hin untersuchen zu lassen??

Also die Darmspiegelung bei meiner Frau ergab nichts neues.
Am Montag wird weiter nach Ursachen geforscht.
Habt Ihr Tipps?

Übrigens ist Anämie auch Veranlagungssache (familiär-genetisch) ?

Michael