Anämie welcher Form?

Hallo,

weiß jemand um was für eine Art Anämie es sich hier handeln kann? Die Blutwerte scheinen nicht so zu stimmen. Und Symptome sind v.a.
Benommenheit, Glieder wie Gummi, Tragheit/Müdigkeit, Leistungsabfall

Blutwerte, welche nicht so stimmten:

Erythrozyten 3,38 Tpt/l (Normbereich 4,10-5,10)
Haemoglobin 6,62 mmol/l (Norm 7,60-9,50)
Hämatokrit 0,30 l/l (Norm 0,35-0,47)
25-OH-Vit D 53,8 nmol/l (Norm 75,0-116,0)
Transferritin-Sättigung 12,9% (Norm 16,0-45,0)
Ferritin 20,4 ng/ml (Norm 30-400)
Osmo-Serum 280,00 mOsmol/kg (Norm 280-304) hier also gerade im unteren Normbereich

Die Werte sind vom einem Endokrinologen. Schilddrüse ist völlig ok. Nierenstörung wird auch ausgeschlossen. Endokrinologe hat wieder abgegeben an den Hausarzt, da keine endokrinologische Ursache.
Eisenwert ist mit 50 ug/l auch ok (Normbereich 33-193). Eisenanämie schließt die Endokrinologin aus. Auch Vit B12 ist ok. Danke!

… mehr auf http://w-w-w.ms/a45aw7

Hallo,

sehr wahrscheinlich wurden noch mehr Blutwerte entnommen… oder sind dies die einzigen? Falls sie sich hinter dem Link verstecken… der funktioniert leider nicht.

Wie sind MCH, MCV und MCHC, gibt es Angaben zur Erythrozytären Verteilungsbreite? Wie ist der CHr? Gibt es irgendwo versteckte Blutungsquellen? Bist Du eine Frau oder ein Mann? Nasenbluten? Starke Menstruation? Möglicher Blutverlust über den Darm? Wie ernährst Du dich? Wie sind die anderen Zellreihen (Leukozyten, Thrombozyten)? Nimmst Du Medikamente?

Anhand der vorliegenden Werte mit vermindertem Ferritin ist für mich eine Eisenmangelanämie weiterhin zu diskutieren. Der Eisengehalt selbst hat keine Aussagekraft. Wesentlicher ist der Ferritin-Wert, der den Eisenspeicher repräsentiert. Dieser Wert kann jedoch bei Entzündungen falsch hoch sein, da Ferritin auch ein Akut-Phase-Protein ist.

Was hat die Endokrinologin zum Vitamin D- Wert gesagt? Auch ein Vitamin-D-Mangel kann solche Symptome wie Abgeschlagenheit hervorrufen.

Insgesamt ist das vermutlich zu komplex, ohne die komplette Vorgeschichte zu kennen. Aerzte sollten Menschen behandeln und nicht nur reine Laborwerte.

Viele Grüsse
(B)Engel

Hallo,

Hallo !

weiß jemand um was für eine Art Anämie es sich hier handeln
kann? Die Blutwerte scheinen nicht so zu stimmen. Und Symptome
sind v.a.
Benommenheit, Glieder wie Gummi, Tragheit/Müdigkeit,
Leistungsabfall

Nun, das sind typische Symptome bei Anämie, bedingt durch die mangelhafte Sauerstoffversorgung der Organe.

Blutwerte, welche nicht so stimmten:

Erythrozyten 3,38 Tpt/l (Normbereich 4,10-5,10)
Haemoglobin 6,62 mmol/l (Norm 7,60-9,50)
Hämatokrit 0,30 l/l (Norm 0,35-0,47)
25-OH-Vit D 53,8 nmol/l (Norm 75,0-116,0)
Transferritin-Sättigung 12,9% (Norm 16,0-45,0)
Ferritin 20,4 ng/ml (Norm 30-400)
Osmo-Serum 280,00 mOsmol/kg (Norm 280-304) hier also gerade im
unteren Normbereich

Hmm. Das sind viele Werte, die aber nur bedingt Hinweise für die Ursache der Anämie liefern. Wie hoch sind denn die Erythrozyten-Indizes, also MCV und MCH ? Ist die Anämie hypo-, normo- oder hyperchrom bzw. mikro-, normo- oder makrozytär ? Das sind Angaben, die hier weiterhelfen würden:

MCV (und dann auch oft MCH) erniedrigt = mikrozytär-hypochrom;
das würde für einen Eisenmangel oder chronischen Blutverlust sprechen.

MCV und MCH erhöht = makrozytär-hyperchrom;
solche Anämie findet man bei Vitamin B12-Mangel oder auch bei Erkrankungen des Knochenmarks (z.B. Myelodysplastisches Syndrom).

MCV und MCH normal = normochron-normozytär;
diesen Befund findet man bei akuten Blutverlusten oder auch bei ausgeprägter Niereninsuffizienz (renale Anämie).

Die Werte sind vom einem Endokrinologen. Schilddrüse ist
völlig ok. Nierenstörung wird auch ausgeschlossen.

Okay, damit sollte die renale Anämie vom Tisch sein.

Endokrinologe hat wieder abgegeben an den Hausarzt, da keine
endokrinologische Ursache.
Eisenwert ist mit 50 ug/l auch ok (Normbereich 33-193).
Eisenanämie schließt die Endokrinologin aus.

Wieso wird eine Eisenmangelanämie ausgeschlossen ?
Immerhin ist das Ferritin (= Eisenspeicher) leicht erniedrigt ! Das bedeutet, dass Eisen aus dem Speicher „mobilisiert“ wurde und deshalb vielleicht der Serum-Eisenspiegel nun normal ist. Es kann also durchaus zuvor zumindest ein relativer Eisenmangel vorgelegen haben.
Hinzu kommt, dass die Transferrinsättigung mit 12,9 % erniedrigt ist, was ebenfalls auf eine mangelhafte Eisenversorgung hindeutet. Somit bin ich etwas anderer Meinung als die Endokrinologin.

Aber mal davon abgesehen: Um hier eine klare Aussage treffen zu können, benötigt man mehr Informationen über den Patienten. Hat er bestimmte Erkrankungen ? Eine Thalassämie z.B. kann auch eine Anämie bewirken. Auch bestimmte Lebensphasen (z.B. Pubertät oder Schwangerschaft) sind mit einem erhöhten Eisenbedarf verbunden. Wir der dann nicht gedeckt, so kann sich auch eine Anämie entwickeln.

Gruß Kai

Hallo Kai und (B)engel,

naja die anderen Werte, die der Endokrinologe abnahm, waren halt ausnahmslos in Ordnung.
MCH und MCV sowie MCHC auch im Normbereich.
Die Endokrinologin gab einen Arztbrief mit, worin eben steht, dass „…aus endokrinologischer Sicht sich kein Hinweis für die Kausalität des Beschwerdebildes bietet. Wie auch im Vorbefund bestätigt sich eine Anämie, ein Eisenmangel als auch Vitamin B12-Mangel sowie ein Folsäuremangel können ausgeschlossen werden.“

Unter Diagnose:

  • Anämie
  • Euthyreose
  • Ausschluss Hypophysendysfunktion
  • Ausschluss Nebennierendysfunktion

Nach der Blutabnahme gab es nur noch ein Telefonat, wo sie an den Allgemeinarzt zurückverwiesen hat. Den Arztbrief mit Blutergebnis habe ich mir dann selbst geholt, da mein Allgemeinarzt z.Zt. im Urlaub ist. Sie hat also auch nichts weiter näher zu dem Ergebnis gesagt.

Ich bin eine Frau, Menstruation ist schon etwas stärker, aber Frauenärztin sagte, das ist bei manchen Frauen so.

Danke!

sonst keine weiteren Erkrankungen und keine Medikamente, gesunde Ernährung, Normalgewicht…

Hallo,

es sieht aus wie eine Anämie durch Blutverlust.

Möglich wäre auch ein Gendefekt in der Blutbildung, wodruch die Blutzellen in der Milz schneller abgebaut werden.

MfG

Kerstin