Analog entwickeln: Discounter oder Fachgeschäft

Hallo!

Wo würdet ihr analoge Filme entwickeln lassen? Macht es qualitativ einen Unterschied, ob ich zu Rossmann & Co gehe, oder in irgendein Fachgeschäft? Wohin gehe ich am besten, wenn ich nicht will, dass jemand die Fotos sieht?

Schöne Grüße
Domingo

Hallo!

Hallo Domingo,

Wo würdet ihr analoge Filme entwickeln lassen? Macht es
qualitativ einen Unterschied, ob ich zu Rossmann & Co gehe,
oder in irgendein Fachgeschäft?

Kaum, weil inzwischen nur wenige Großlabors den Markt beherrschen. Manche Betriebe haben ein Kleinlabor im Geschäft, aber:

Wohin gehe ich am besten, wenn ich nicht will, dass jemand die Fotos sieht?

In Deine eigene Dunkelkammer! Die Labors haben eine Qualitätssicherung, die zwar nicht das einzelne Foto, aber den entwickelten Bildstreifen überwacht. Denen ist das Bild egal, nur die Qualität wird kontrolliert.

Schöne Grüße

Die sende ich zurück
Julius

Hi Julius,

die Sache mit den Großlaboren war mir schon bekannt, ich hatte nur überlegt, ob diese wohl verschiedene Qualitätstufen anbieten, wobei der Diskounter dann niedrig und das Fachgeschäft hoch wählt. Scheinbar ist dem aber nicht so und das Fachgeschäft wählt einfach nur die Preisstufe hoch…
Was hat es mit den Bildstreifen auf sich? Wird jedes entwickelte Foto auf einem langen Fotopapierstreifen nochmals entwickelt, und dieser wird kontrolliert, oder wie muss ich mir das vorstellen? Wenn ja, wie groß ist dieser Streifen, es dürfte doch ein erheblicher Kostenfaktor sein.

Danke und schöne Grüße
Domingo

Hi Julius,
Was hat es mit den Bildstreifen auf sich?

Hallo Domingo,
Ich bin mir nicht sicher, was du mit „entwickelten Bildern“ meinst.
Meine Bezeichnungen sind folgende: der 35 mm breite rotbraune durchsichtige Streifen ist das „entwickelte Negativ“, das „entwickelte Bild“ ist das, das man in der Hand hat. Im Labor wird das „entwickelte Negativ“ in eine Maschine geschickt,die auf lichtempfindlichen Papieren
von einer Rolle eine „Belichtung“ erzeugt; dieser Vorgang läuft ähnlich einem Zeitungsdruck kontinuierlich, weobei das Material nach dem "Belichten durch Bäder läuft, die vereinfacht ausgedrückt Farben erzeugen;nach dem letzten Chemiebad folgt eine Trocknung des Papierbandes, das nacheiner Endkontrolle zerschnitten und den Einzelaufträgen zugeordnet wird. Die Fotopapierbänder werden je nach Bedarf in 30m, 120m u. andern Längen vom Hersteller konfektioniert.

Besten Gruß
vun Julius

Hi Julius,

ich wusste nicht, dass die Bilder zuerst einmal alle an einem Streifen hängen und erst dann zerschnitten werden, aber ist ja schon logisch. Dann verstehehe ich jetzt, was Du mir erklären wolltest.

Danke und schöne Grüße
Domingo

Hallo!

Wo würdet ihr analoge Filme entwickeln lassen? Macht es
qualitativ einen Unterschied, ob ich zu Rossmann & Co gehe,
oder in irgendein Fachgeschäft?

Ja, wobei man den Begriff „Fachgeschäft“ genauer definieren muss. Die meisten früheren Fotofachgeschäfte sind mittlerweile Digitalkameraverkaufsläden geworden (mit Fachwissen überlebt man ja heutzutage nicht so leicht). Wenn du dort die Filme hinbringst, kannst du sie gleich auch zu Rossmann geben, denn die schicken sie auch genauso wie Rossmann einfach weiter.

In richtigen Fachgeschäften bekommst du deutlich bessere Qualität, weil dann jemand manuell die Sache bearbeitet. Allerdings zu deutlich höherem Preis. Da muss man Insider fragen, welche Fachgeschäfte das in deiner Gegend sind. Wenn das hier niemand weiß, müsstest du in einem Analogforum fragen.

Wohin gehe ich am besten, wenn
ich nicht will, dass jemand die Fotos sieht?

In die eigene DuKa oder hybrid vor den eigenen PC

Gruß
Tom

Hallo!

Da hast du zwar recht, aber das ist die reine analoge Verarbeitung, wie sie in Großlaboren aber heutzutage nicht passiert.

Die Filme werden gescannt und dann wieder analog ausbelichtet. Man geht also quasi einen hybriden Zwischenschritt. Da gäbe es grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, wäre nicht durch die immer weitergehende Automatisierung die Qualität nicht noch viel schlechter geworden als früher. Was man heute so aus Großlaboren an Ausbelichtungen kriegt ist ja vielfach eine fotografische Katastrophe (und zwar ganz egal, ob man dort eine Digitalaufnahme oder einen Film ausbelichten lässt).

Gruß
Tom

Hi Tom!

Hast Du denn eine Alternative zu den Großlaboren parat? Denn bei manchen Fotos würde ich durchaus auch mal etwas mehr fürs Entwicklen ausgeben. Selbst entwickeln shceidet für mich jedoch fürs erste aus, ich werde es vielleicht mal mit s/w probieren, aber insgesamt habe ich da gerade nicht die Zeit zu. Ist die Qualität der Negative auch schlechter, wenn man sie in Großlaboren entwickeln lässt, oder kann man das getrost machen und sich dann von besonders guten Fotos teure Abzüge machen lassen?

Schöne Grüße
Domingo

Hi Tom!
Ist die Qualität der Negative auch schlechter, wenn man
sie in Großlaboren entwickeln lässt, oder kann man das getrost
machen und sich dann von besonders guten Fotos teure Abzüge
machen lassen?

Hallo Domingo,

Alle Farbnegativfilme des Marktes werden nach demselben Verfahren und nach der gleichen Norm verarbeitet, jeder Ausarbeiter, der die Vorgaben einhält, erzeugt die gleiche Negativqualität. Beim „Printen“ = Bilder machen - kann man viel mehr Einfluß nehmen.

Besten Gruß
von Julius

Hallo,

Wo würdet ihr analoge Filme entwickeln lassen? Macht es
qualitativ einen Unterschied, ob ich zu Rossmann & Co gehe,
oder in irgendein Fachgeschäft? Wohin gehe ich am besten, wenn
ich nicht will, dass jemand die Fotos sieht?

ich schicke meine Dias zu Studio 13.

Das ist ein Fachlabor und kein Discounter. Die Preise sind zwar entspr. höher, jedoch geht man dort immer auf spezielle Wünsche ein.

http://www.photostudio13.de/index.asp

Grüße

Hallo!

Hast Du denn eine Alternative zu den Großlaboren parat?

Ja schon, aber wahrscheinlich nicht in deiner Nähe. Hier bei uns könnte ich beispielsweise Fotospeed in Linz und Wien empfehlen. Sonst frag mal bei uns im VFDKV-Forumn, also www.vfdkv-forum.de, es gibt sicher jemanden, der dir etwas in deiner Nähe empfehlen kann.

Denn
bei manchen Fotos würde ich durchaus auch mal etwas mehr fürs
Entwicklen ausgeben. Selbst entwickeln shceidet für mich
jedoch fürs erste aus, ich werde es vielleicht mal mit s/w
probieren, aber insgesamt habe ich da gerade nicht die Zeit
zu.

Das Zeitproblem kenne ich nur allzu gut. Ist aber jedenfalls eine gute Idee, einmal SW selbst zu machen. Man hört dann eh nicht mehr auf:wink:

Ist die Qualität der Negative auch schlechter, wenn man
sie in Großlaboren entwickeln lässt, oder kann man das getrost
machen und sich dann von besonders guten Fotos teure Abzüge
machen lassen?

Bei Filmen, die standardisiert verarbeitet werden, kann man im Großlabor entwickeln lassen. Das sind alle Farbnegativ und -umkehrfilme sowie chromogene SW Filme (also technisch gesehen Farbnegativfilme, die aber SW-Negative ergeben), das sind der Kodak BW400CN (der ist auch maskiert wie ein Farbnegativfilm) und Ilford XP2+. Alle „normalen“ Schwarzweissfilme haben keinen standardisierte Entwicklungsprozess.

Gute Abzüge kann man sich von richtig entwickelten Filmen immer machen lassen. Bei Farbe idR sowieso kein Problem, bei SW ist die Sache anders. Die Einflussmöglichkeiten sind da so groß, dass jedenfalls Selbstverarbeitung (egal ob DuKa oder hybrid) zu empfehlen ist. Man kann sehr viele verschiedenartige Fotos aus einem SW-Negativ machen, wenn man das abgibt, gibt man halt auch seine eigenen kreativen Möglichkeiten ab. Es gibt aber schon Labors, die sehr gute SW-Vergrößerungen machen, aber eben zu entsprechenden Preisen.

SW ist zwar technisch einfacher zu bearbeiten, aber im Prinzip was die Kreativität anlangt aufwendiger. Die Variationsmöglichkeiten sind sehr groß und es ist nichts standardisiert. Bei Farbe ist das anders: will man nicht gerade verfremden, dann gibts fast nur richtig und falsch (etwas übertrieben), also richtig belichten, Farbstich weg und passt. Der Prozess ist standardisiert. Daher kriegt man in kommerziellen Labors viel eher gute Farbvergrößerungen als SW-Vergrößerungen.

Gruß
Tom

Hallo!

Ich kenne Photostudio 13 nur von der Agfa-Scala Entwicklung und muss sagen, dass die dort sehr kompetent sind.

Gruß
Tom

Hallo,

Alle Farbnegativfilme des Marktes werden nach demselben
Verfahren und nach der gleichen Norm verarbeitet, jeder
Ausarbeiter, der die Vorgaben einhält, erzeugt die gleiche
Negativqualität. Beim „Printen“ = Bilder machen - kann man
viel mehr Einfluß nehmen.

Das „Problem“, welches man bei Großlaboren manchmal hat, sind die „optimierungen“, welche diese bei den Abzügen vornehmen.

Ich hatte mal Low-Key-Aufnahmen bei Schlecker (leider hatte ich es eilig) machen lassen, und die Hampel haben versucht, die Bilder aufzuhellen. :smiley:

Bei Fachlaboren oder Studios, welche noch selbst entwickeln gibt es solche meist Probleme nicht. Selbst Infrarot-Filme kann man da einschicken, weil in Großlaboren anscheinend nicht alle beigelegten Notizen gelesen werden :frowning: