[analog] Film pushen

Hallo Wissende!

Ich habe kürzlich gehört, daß man einen Film pushen, das heißt, z.B. einen 200er ASA einlegen und auf der Kamera einen 300er einstellen, kann.
Meine Frage: Was bringt das? Worauf sollte man dabei noch achten?
Für welche Art der Aufnahmen ist das sinnvoll (Portraits, Landschaften, Nacht…)?

Danke im voraus

Wolfgang

Hi

Ich habe kürzlich gehört, daß man einen Film pushen, das
heißt, z.B. einen 200er ASA einlegen und auf der Kamera einen
300er einstellen, kann.

Was das Bringt? Höhere Lichtempfindlichkeit (theoretisch), teurere (uU sehr viel) da individuelle Entwicklung. Bitte nur in vollen 1-Blendenschritten, Push 1, push 2 Push 3, denn die Jungs vom Labor brauchen ne Berechnungsgrundlage für die Entwicklung.

Beispiel:
100er Blende/Zeit 8/1000

push 1 = wie 200 belichtet 11/1000
push 2 = wie 400 belichtet 16/1000
push 3 = wie 800 belichtet 22/1000

natürlich nur für komplette Filme. Bei Negativfilmen nicht sinnvoll, da in den Grosslabors nicht drauf eingegangen wird und eh alles glattgebügelt wird, bei Dia Fotografie durchaus üblich.
Allerdings gibts bei Push Entwicklung meist Nur im Fachlabor overnight service. Im Kodaklabor hatte ich bis zu 10 tage und mehr als doppelte E-Preise.

hh

Meine Frage: Was bringt das? Worauf sollte man dabei noch
achten?
Für welche Art der Aufnahmen ist das sinnvoll (Portraits,
Landschaften, Nacht…)?

Danke im voraus

Wolfgang

Hi Wolfgang,

wie Helge schon schrieb, nur mit Diafilmen und (was Helge nicht verriet) mit SW-Negativfilmen.

Farbnegativfilme lassen sich nur sehr unbefriedigend pushen, weil die Negativmaske (der orangegelbe Hintergrund) kaum kontrollierbar verändert wird, was manchmal unkorregierbare Farbstiche bringt, die allerdings bei bestimmten Objekten durchaus spannend sein können.

SW-Negativfilme kannst Du dann auch bei entsprechenden Fachlaboren entwickeln lassen, oder in guter alter Hausarbeit mit der Entwicklungstrommel.

Gandalf

Ooooch, hab ich vergessen

=)

schon solang nicht mehr SW gemacht…
HH

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Hallo Wissende!

moin

Ich habe kürzlich gehört,

Für welche Art der Aufnahmen ist das sinnvoll (Portraits,
Landschaften, Nacht…)?

bei nachtaufnahmen wirds richtig spannend, ob der dunkelmesser auf 6400 ASA noch richtig mißt, und ob der HP5 mit 800 ASA nenn empfindlichkeit das noch mitmacht, bei mir klappte es recht gut mit selbstentwicklung in Tetenal emofin, ist aber fast schon 30 jahre her…

Danke im voraus

Wolfgang

ciao norbert