Hi,
viele Digitalfotografen verwenden Baustrahler als Lichtquelle.
Bei der analogen Fotografie ist auf Dias ein rötlicher Stich zu beobachten. Ist der bei einem Negativfilm auch vorhanden, oder dort nicht, da dieser nicht so empfindlich bei der Belichtung ist?
Kann ich das rötliche Licht irgendwie ausgleichen?
Vielen Dank
Christian
Hallo Christian,
viele Digitalfotografen verwenden Baustrahler als Lichtquelle.
Bei der analogen Fotografie ist auf Dias ein rötlicher Stich
zu beobachten.
Richtig.
Eine einfache Glühbirne erzeugt viel rotes (und Infrarotes ), aber fast kein blaues Licht, bezogen auf das Spektrum der Sonne. Durch verwenden eines Blaufilters, bei der Aufname, kann der Rotanteil im Verhältnis zum Blauen abgeschwächt werden und das Bild bekommt „normale“ Farben.
Ist der bei einem Negativfilm auch vorhanden,
oder dort nicht, da dieser nicht so empfindlich bei der
Belichtung ist?
Normalerweise sind Negativ-Filme empfindlicher als Dia-Filme.
Eigentlich ist ein Dia-Film das gleiche wie ein Negativ-Film, nur die Verarbeitung ist anders.
Der Einfachheit halber beziehe ich mich auf S/W Filme. Bei Farbfilmen macht man das ganze 3-4 mal (für jede Farbschicht) und dann wird das entwickelte silber durch farpigmente ersetzt.
Negativ-Entwicklung
- Die belichteten Silberkörner werden „schwarz gemacht“. (Entwicklen).
- Alle nicht schwarz gewordenen Silberkörner werden herausgelöst (Fixieren)
Dia (Umkehrentwicklung)
- Die belichteten Silberkörner werden „schwarz gemacht“. (Entwicklen).
- Die schwarzen Silberkörner werden herausgelöst (Bleichen).
- Die verbliebenen unbelichteten Silberkörner werden jetzt belichtet.
- jetzt gehts wie beim Negativ-Film weiter (Entwickeln, Fixieren).
Wie man sieht ist der Rotstich in beiden Fällen vorhanden, aber beim Negativ-Film muss dann das Fotopapier durch den Film belichtet werden und hier hat man die Möglichkeit, durch entsprechende Filter den Rotstich auszugleichen.
Bei der digitalen Fotografie kann man das nachträglich machen oder die Kamera besitzt eine Weiddabgleich und macht das schon bei der Aufname.
MfG Peter(TOO)
Hi Christian,
es gibt bei Farbfilmen sog. Taglichtfilme, die für eine Farbtemperatur von 5500 oder 5600 Kelvin eingestellt sind.
Dann gibt es sog. Kunstlichtfilme sind auf niedrigere Farbtemperaturen eingestellt (typisch sind 3600 K wenn ich mich recht erinnere und das sind auch in etwa die Temperaturen von Halogenstrahlern).
Um mit einem Taglichtfilm bei Halogenlicht zu arbeiten, ohne einen Farbstich zu kriegen gibt es Konversionsfilter, die aber nur bedingt ein gutes Ergebniss liefern, weil die ‚erfilterte‘ Farbtemperatur nicht immer mit der der Lichtquelle übereinstimmt, allerdings sind die Ergebnisse doch wesentlich besser als ohne Filter.
Diese Filtern übernimmt bei Digis (und auch bei Videokameras) der sog. Weißabgleich, sodaß man sich normalerweise um solche Sachen keinen Kopf machen muß.
Wenn Dir der Begriff ‚Farbtemperatur‘ nichts sagt, kurz eine Erklärung
Wenn ein Körper eine gewisse Temperatur hat, hat er auch eine gewisse Farbe. Z.B. wenn Du ein Stück Eisen erwärmst, wird es erst dunkelrot, dann hellrot, gelblich und irgendwann fast weiß, je höher die Temperatur wird, desto ‚heller‘ wird die Glühfarbe. Die Farbe die eine bestimmte Temperatur repräsentiert wird als Farbtemperatur bezeichnet.
Gandalf
das ist wieder eine von den diskussionen wo ich mich frage - was fotografiert ihr eigentlich?
nachts ist es dunkel und das licht natürlich, so denn noch vorhanden, hat eine andere farbtemperatur als am tage.
und an der see, oder im hochgebirge, sind farbaufnahmen zur high-noon zeit schon fast eine katastrophe (?) (Polfilter ?)
aber was solls „stimmige“ aufnahmen macht man nur mit available light.
wann auch immer. ich finde farben von blitzaufnahmen, besonders bei feiern, katastrophal, von den roten augen einmal abgesehen. und der blitz erschlägt die stimmung. ich arbeite da mit öffnungen von 1,4 bis 2,8 - 4,0 und einem tageslichtfilm mit 1600 asa oder noch höher wenns drauf ankommt. die aufnahmen sind spitze!
nach der letzten hochzeit sind fast nur aufnahmen ohne blitz ins album gekommen und von den teilnehmern nachbestellt worden. warum wohl.?
weil die farben stimmten ! obwohl sie objektiv gemessen sicher „falsch“ ware.
wollte ich nur mal so anmerken.
das gilt auch, im weitesten sinne, für strahler gleich welcher coleur.
es ist wie es ist. alles andere ist manipulation. und entspricht nicht der reinen lehre.
(sicher gibt es aufnahmen wo das nicht gilt - aber das ist ein anderes thema)
t.
Hallo Tamansari
Also bei Hochzeitsaufnahmen vorhandenes Licht zu verwenden um gute Stimmungen wiedergeben zu können halte ich für eine ausgesprochen gute Arbeitsweise, insbesonders da hier wirklich Stimmung auch von Kunstlichtanteilen und Mischlichtern aller Art hervoragend die Situation einfangen.
Auch ermöglicht diese Arbeitsweise auch, daß Bewegungsunschärfen überhaupt erst auftreten, damit die Bilder lebendig werden.
Dies alles wird mit aufgeschnalltem Blitz weder möglich noch ansehnlich, daß sollten sich mal viele sog. Profis überlegen, die jammern, daß die Leute solche Aufnahmen lieber selbst machen.
Hingegen haben Baustrahler neben der Farbtemperatur von 2800 bis 3000 Kelvin einfach in Kombination mit Tageslichtfilmen nichts verloren, außer Sie sind in einer Mischlichtsituation einfach mit dabei, zb Abendstimmung eben auf einer Baustelle.
Außer daß die Lampen äußerst billig sind gibts keinen Grund sowas für die Beleuchtung von Fotos extra zu verwenden, eigentlich auch nicht mit Kunslichtfilm, oder digi mit Weissabgleich, da neben der einfach falschen Farbtemperatur auch die Beleuchtungseigenschaften (Lichtqualität) einfach unzureichend ist.
Selbst das Arbeiten mit Konversionsfiltern, hat andere Nachteile, wie zb. optische Qualtätsminderung und lange Zeiten(Farbverschiebung), sodaß gerade beim Preisverfall von echter Fotografischer Ausrüstung (auch guter Kunstlichtlampen) es echt keinen Sinn macht, mit Baustrahlern Zeit und Material zu verschwenden.
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Hallo Tamansari ,
Deine Antwort ist hier nicht ganz passend.
Es wurde die technische Frage gestellt wieso auf einem Dia-Film der rotstich auftritt und auf dem Positiv-Abzug nicht.
Welche nachträglichen Manipulationen, optisch oder digital, war nicht bestanteil der Frage.
Ganz abgesehen vom künstlerischen Aspekt gibt es Orte wo ein Blitz, oder sonstige zusätzliche Beleuchtung, nichts zu suchen hat, wie die von dir erwähnte Umgebung oder in der Theaterfotografie. Ganz lustig wird es wenn man SChattenriss-Theater mit Blitz fotografiert, das habe ich auch schon erlebt.
Andererseits ist es bei der technischen Fotografie oft unumgänglich einen Blitz zu benutzen, hier geht es nicht um den künstlerischen Aspekt, sondern z.B. um die Farbtreue bei einer technische Dokumentation.
In jedem Fall ist aber das technische Verständnisse der Zusammenhänge unerlässlich !!
MfG Peter(TOO)
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