Hallo,
Genau, da liegt der Hund im Pfeffer. Die Bilder unserer
Großeltern und Urgroßeltern existieren noch. Ich bekomme sie
täglich zum Einscannen auf den Ladentisch. Unsere Fotos wird
wohl in 100 Jahren niemand mehr auf dem Tisch haben. Zumindest
nicht die, welche nur digital gespeichert wurden.
Naja, ich denke das ist wohl auch eher gut so.
Letzendlich braucht das auch niemand. Es wird immer noch
genug drüber sein, wenn nur 1 Promille erhalten bleibt.
Die meisten
Leute denken nicht langfrístig.
Ja, privat ist das wohl oft so.
Wenn sich niemand die Mühe
macht, immer alles, aber auch alles digitalisierte Material
(auch wissenschaftliches Material, nicht nur Fotos) auf das
jeweils neue Medium zu kopieren (in 10 Jahren wird es wohl
keine DVD mehr geben)
Naja, DVD wird es vermutlich nicht mehr geben, aber
daß die entsprechenden Laufwerke noch DVD lesen können,
das ist schon noch gut möglich.
wird vieles Wichtige verlorengehen.
Da habe ich auch weniger bedenken.
Außerdem ist hier die Frage, was wichtig ist?
Wissenschaftliche Daten werden so wohl eher nicht verloren
gehen. Das Bewußtsein für das recht schnelle Verfalls-
datum momentan gebräuchlicher Medien ist in der
Wirtschaft und Wissenschaft schon vorhanden.
Außerdem denke ich nach eigener Erfahrung, daß wissenschaftl.
und techn. Daten eh ein recht schnelles Verfallsdatum haben.
Daten, die mehr als ein paar Jahre alt sind, haben kaum
noch einen praktischen Anwendungswert. Ich habe auch noch
verschiedenste Daten von Geräten, die ich mal vor mehr
als 10 Jahren entwickelt habe, aber spätestens wenn
diese Geräte einige Jahre abgekündigt sind, braucht das
praktisch keiner mehr (außer evtl. Sammler und Historiker).
Was anderes sind aber eben Informationen, die später mal
für Historiker interessant sein könnten.
Von
100 jahre alten Filmen kann man heute noch Abzüge machen, aber
in 100 Jahren wird wohl niemand mehr CD’s, DVD’s, Disketten,
oder Speichechips lesen können.
Da stellen sich natürlich 2 Fragen:
- Sind 100 Jahre alte CD überhaupt noch zu lesen
- Wird es möglich sein, die alten Datenträger noch zu lesen.
Zumindest letzte Farge ist wohl mit Sicherheit positiv
zu beantworten. Wenn man das dann auch nicht unbedingt mit
der Technik machen kann, die jeder im Haushalt hat, so
wird es doch mit Sicherheit möglich sein, Geräte zu
bauen, die das „uralte Medium“ lesen können.
Auch heute macht es ja nicht wirklich ein Problem, z.B.
eine alte Grammophonplatte abzuspielen.
Das beste Speichermedium ist das echte Foto.
Nein, eigentlich nicht. Fotos altern und sind gegen
allerlei Umwelteinflüsse sehr empfindlich.
Dagegen kann man digitale Daten verlustfrei kopieren
und damit auch dezentral recht zuverlässig sichern.
Keine Angst, ich
bin auch Verfechter der digitalen Fotografie und habe schon
lange kein analoges Foto mehr gemacht. Aber wenn ich so 50
Jahre weiter denke, wird mir Angst, ob der Verluste der
digital gespeicherten wissenschaftlichen oder persönlichen
Daten.