Hallo, endlich habe ich nach langen Überlegungen den Ausstieg aus der analogen Fotografie geschafft.
Wohin nun mit all den alten Sachen ? Mehrere Kameras nebst einigen Objektiven, Vergrößerer und Trommelprozessor ?
Soll ich es für „Notfälle“ zurücklegen, oder weiß jemand eine Adresse, von Amateuren, Fotoclubs oder ähnlichem, etwa in Gebieten, die nicht zu den reichsten Ländern der Welt zählen.
Gruß, Walter
Ich tät’s behalten, und zwar …
… aus mehreren Gründen.
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Du bekommst wegen der allgemeinen Digital-Geilheit fast nix mehr dafür. Ich hatte eine Canon FD-Ausrüstung, habe eine Autofokus-EOS-Ausrüstung gekauft und die alte Ausrüstung noch behalten, weil ich nicht wusste, ob ich mit der neuen auf Dauer glücklich werden würde. Dann habe ich eine digitale EOS (10D) erworben. Als ich dann mal geguckt habe, für welche Großenbeträge die FD-Dinge verscherbelt werden (wenn sie überhaupt noch einer will), ist mir alles vergangen. Ich stelle sie in die Vitrine - dann brauche ich kein Geld mehr für Deko-Gegenstände im Wohnzimmer mehr auszugeben

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Dunkelkammer: ähnlich! Und gerade die Dunkelkammer ist ein Thema, von dem ich nicht weiß, ob ich nicht in der Zukunft mal wieder Lust bekomme, ganz bewusst langsam zu arbeiten. Auch das Sichtbarwerden des Bildes im Entwickler usw. ist ein ganz anderes Erlebnis als Photoshop-Arbeiten am PC.
Vielleicht bin ich auch zu sentimental … Aber da man sich mit dem Verscherbeln der analogen Ausrüstung finanziell nicht mehr sanieren kann und für die meisten Dinge nicht mal genug für ein ordentliches Abendessen zu zweit hereinbekommt, lasse ich es bleiben.
Gruß, Dietmar
Hallo Dietmar, ich fürchte, Du wirst recht behalten. Na, mal sehen, wer mir sonst noch schreibt.
Gruß, Walter
- Du bekommst wegen der allgemeinen Digital-Geilheit fast nix
mehr dafür.
Das gilt nur für die Bodys. Sind es gute AF-Objektive die auch an aktuellen (Digital)kameras mit gleichem Bajonett funktionieren, dann wirst du schon noch Geld für bekommen. Insbesondere wenn das seltene, aber gefragte Objektive sind.
Hallo,
- Du bekommst wegen der allgemeinen Digital-Geilheit fast nix
mehr dafür.
Stimmt und Gottseidank ,-)
Gerade jetzt überlege ich mir persönlich, ob nicht langsam mein Traum von einer Leica wirklichkeit werden kann.
Das gilt nur für die Bodys. Sind es gute AF-Objektive die auch
an aktuellen (Digital)kameras mit gleichem Bajonett
funktionieren, dann wirst du schon noch Geld für bekommen.
Insbesondere wenn das seltene, aber gefragte Objektive sind.
Tja, aber der Markt ist mit Objektiven auch schon voll. Schau Dich nur mal bei den einschlägigen Händlern oder in Leihhäusern um… Für n Appel und ein Ei bekommst Du teilw. die tollsten Sachen.
Dunkelkammer das absolut gleiche. Irgendwann reiß ich das Teil wieder raus! Und wenn ich irgendwann wieder Lust habe, „analog“ zu photografieren, dann würde es mir unendlich leid tun, wenn ich meine teure Ausrüstung für ein Butterbrot verscherbelt hätte.
Und seien wir uns doch mal ehrlich: S/W Photo - auf Sepia z.B., Das ist zum Anfassen, zum spüren… da kann kein Bildschirm und kein Ausdruck auf dieser Erde mithalten!
Gerade S/W… Mann was hab ich Stunden mit Kontrast, abwedeln usw usw gespielt. Und das soll ich mitsamt meinen Erinnerungen herschenken?? - Nie!!
Grüße
Midir
Wie recht Du hast …
…
zustimmung bis auf
Hallo,
Und seien wir uns doch mal ehrlich: S/W Photo - auf Sepia
z.B., Das ist zum Anfassen, zum spüren… da kann kein
Bildschirm und kein Ausdruck auf dieser Erde mithalten!
Na das stimmt so nun bei weitem nicht mehr,
die tollen fineart Papiere von Hahnemühle (zb. fineartpearl, oder
german etching etc.) in Verbindung mit einem zb.: Epsondrucker der k3
farben verwendet, ist einem Barytabzug in nichts nachstehend,
zugleich sind Fehlerquellen, wie partielle Unschärfe weil sich
irgendwas bewegt hat, Staubflunserln etc., eine nicht ganz perfekte
Abwedlung oder Nachbelichtung, einfach nicht vorhanden.
absolut von vorneherein steuerbar, soferne die entsprechende Software
vorhanden ist.
Die Haptik ist auch um einiges Facettenreicher, die Planlage auch
perfekt, ja und ein weisser Rand ist auf einmal ganz von selbst im
rechten Winkel.
Gerade S/W… Mann was hab ich Stunden mit Kontrast, abwedeln
usw usw gespielt. Und das soll ich mitsamt meinen Erinnerungen
herschenken?? - Nie!!
Naja hört sich verklärt an, aber wieviel Kleidung hattest du Dir in
der Dunkelkammer versaut, stinkige Chemikalien eingeatmet.
Mit tropfenden Bildern, aufgeweichten stinkenden Händen, Hustenreiz
und vom Tageslicht geblendet, langsam kommen auch mir wieder die
Erinnerungen, wenn auch zugegeben einerseits die Wehmut andererseits
die große Erleichterung.
Offline
Hallo nochmals,
Ja, hast schon recht… irgendwie 
(…)Naja hört sich verklärt an, aber wieviel Kleidung hattest du
Dir in
der Dunkelkammer versaut, stinkige Chemikalien eingeatmet.
Mit tropfenden Bildern, aufgeweichten stinkenden Händen,
Hustenreiz
und vom Tageslicht geblendet, (…)
Aber das war zumindest für mich immer ein Teil von meinem Hobby 
Wenn Beruflich, dann klar… aber freiwillig als Hobby"knipser" *g*
Wie heißts im Kölschen? Jeder Jeck iss anners
In diesem Sinne:
Kreative Zeiten wünscht
Midir
Es ist nicht das Gleiche!
Das ursprüngliche Erlebnis in der Dunkelkammer, wenn im Rotlicht das Bild langsam im Entwickler kommt, der Geruch des Fixierers - es hat schon was … Und das kann kein PC! Und auch wenn es K3-Tinten sind - es ist mit Hahnemühle-Papier auch ziemlich teuer. Die Tinten für Inkjet-Drucker sind um ein Vielfaches teurer als z.B. Blutkonserven … Verrückte Welt!
Gruß, Dietmar
Andererseits
Hi Artefakt,
Andererseits ist der Ausschuß gleich Null
der Energieaufwand gleich Null , der Wasseraufwand überhaupt nicht
vorhanden.
Hingegen kam es bei anspruchsvollen Barytabzügen schon einmal vor,
daß ich 10 Blatt verbraucht hatte, wo dann hoffentlich das richtige
keinen Knick, Kratzer, Schleier oder sonstigen Fehler hatte , wenn
dann das Nachbelichten etc. perfekt gelungen war.
Das hebt den Preisunterschied dann schon wieder auf, nochdazu ein
wirklich gutes Barytpapier hatte und hat auch seinen Preis, und war
auch von der Chemie sehr anspruchsvoll (brauchte für gute Schwärzen
einen kräftigen frischen Entwickler, war das Stoppbad zu erschöpft
gabs Flecken, etc,)
und die Tinten sind mittlerweilen dank großer Tanks, nicht mehr
unerschwinglich teuer, wenn es auch auf den ersten Blick teurer
aussieht.
Anders hingegen bei Serienvergrößerungen in Farbe, na da ist das
chemische Material ja spottbillig und die Kapazität ums hundertfache
höher.
OL
Tja …
Dass die Tanks in den Druckern jetzt größer sind, heißt für sich genommen noch nichts
Das ist so ungefähr das Gleiche, als wenn man bei einer Benzinpreiserhöhung sagt: „Das macht mir nichts, ich tanke sowieso immer für 50 Euro.“ Was ich damit sagen will: Wenn ein 100ml-Tank 20 Euro (x Anzahl der Farben!) kostet und ein 200ml-Tank 40 Euro (oder meinetwegen 37,99), dann ist der Liter-Preis noch immer viel zu hoch. Bin gerade nicht ganz up-to-date: Sind die K3-Tinten deutlich billiger geworden (auf die gleiche Menge bezogen!) als die für meinen Epson 1290er?
Nochmal Dunkelkammer:
Was Du da ansprichst, stimmt alles - und genau das ist es, was mir solchen Spaß macht. Habe früher das wunderschöne Agfa-Barytpapier gehabt. Seit die nicht mehr liefern, bin ich gezwungenermaßen auf Kentmere ausgewichen - auch schönes Barytpapier (Multikontrast), aber das Agfa hatte einen Tick mehr Tonwertreichtum und der Papiergrundton war mir sympathischer.
Die mechanische Robustheit ist beim Barytpapier wohl besser als bei Inkjet-Drucken - da brauchst Du nur ein wenig mit dem Fingernagel draufgeraten, schon ist da ein Kratzer.
Und in der Duka wird’s erst so richtig spannend, wenn ich mit Flüssig-Emulsion auf handgeschöpfte Büttenpapiere gehe und der Print dann an manchen Stellen die Pinselstriche der Emulsion zeigt. Echt überraschend und echt Unikat!
Gruß, Dietmar
Tja, aber der Markt ist mit Objektiven auch schon voll. Schau
Dich nur mal bei den einschlägigen Händlern oder in
Leihhäusern um… Für n Appel und ein Ei bekommst Du teilw.
die tollsten Sachen.
Das ist ja der Fehler! Wenn du Kohle machen willst, dann geh zu eBay.
Hallo Dietmar
Dass die Tanks in den Druckern jetzt größer sind, heißt für
sich genommen noch nichtsDas ist so ungefähr das Gleiche,
als wenn man bei einer Benzinpreiserhöhung sagt: „Das macht
mir nichts, ich tanke sowieso immer für 50 Euro.“ Was ich
damit sagen will: Wenn ein 100ml-Tank 20 Euro (x Anzahl der
Farben!) kostet und ein 200ml-Tank 40 Euro (oder meinetwegen
37,99), dann ist der Liter-Preis noch immer viel zu hoch. Bin
gerade nicht ganz up-to-date: Sind die K3-Tinten deutlich
billiger geworden (auf die gleiche Menge bezogen!) als die für
meinen Epson 1290er?
Nein aber die Tintensets in 20 ml Einheiten sind halt extrem teuer,
teurer als die teuren 220 ml Kartuschen.
Die K3 Farben sind außerdem teurer als die Dye Tinten für den 1290er
Diese hatte ich vor Jahren in Gallonen gekauft, diese allerdings nur
zur Hälfte aufgebraucht, da die K3 Qualität doch ein enormer
Qualitätssprung war.
Trotzdem die beste bildmäsige Qualität ist mit Drucken zu erreichen.
Das heisst ja nicht, daß ein Silberprint, im Einzelfall hergestellt,
nicht Spaß machen kann und das man mit Methoden oder ähnlichen
Verfahren die Du angesprochen hast, interessante Unikate schaffen
kann.
Meine Aussagen bezogen sich aber bewust aufs Allgemeine.
Nochmal Dunkelkammer:
Was Du da ansprichst, stimmt alles - und genau das ist es, was
mir solchen Spaß macht. Habe früher das wunderschöne
Agfa-Barytpapier gehabt. Seit die nicht mehr liefern, bin ich
gezwungenermaßen auf Kentmere ausgewichen - auch schönes
Barytpapier (Multikontrast), aber das Agfa hatte einen Tick
mehr Tonwertreichtum und der Papiergrundton war mir
sympathischer.
Also Agfa ist sicher sehr gut gewesen war auch anspruchslos in der
Verarbeitung, lieber war mir allerdings die Galerieserie von Ilford,
bzw. auch gelegentlich Oriental, letzteres hatte so eine richtig
fettig dicke Gelatine obendrauf.
Die mechanische Robustheit ist beim Barytpapier wohl besser
als bei Inkjet-Drucken - da brauchst Du nur ein wenig mit dem
Fingernagel draufgeraten, schon ist da ein Kratzer.
das ist schon richtig, allerdings wenn Barytabzüge fertig sind tappse
ich auch nicht mehr darauf herum, und einen Druck brauch ich
überhaupt nicht anzugreifen, insbesonders bei der Verarbeitung wird
er mechanisch gar nicht belastet.
Und in der Duka wird’s erst so richtig spannend, wenn ich mit
Flüssig-Emulsion auf handgeschöpfte Büttenpapiere gehe und der
Print dann an manchen Stellen die Pinselstriche der Emulsion
zeigt. Echt überraschend und echt Unikat!
Lässt Du die Emulsion in den Papierfilz einsaugen oder bringst Du
vorher eine Barytage auf ?
Hast Du schon einmal mit Bromöldrucken experimentiert?
Ich denke das könnte Dir gefallen.
Gruß offline