Analoge Objektive weiterbenutzen?

Hallo zusammen,

ich habe derzeit eine Minolta Dynax 500si mit zwei Objektiven (AF Zoom 70-210 mm + AF Zoom 35-70mm. Ich beabsichtige evtl mir eine Dig. Spiegelreflexkamera zu holen, kenne mich bisher bei Objektiven fast gar nicht aus.
Meine Frage, kann ich diese alten Objektive auch weiterhin verwenden?
Wenn ich es richtig gelesen habe, bei Canon auf gar keinen Fall, aber ggf bei Sony, Nikon und Minolta?

Vielen Dank schon einmal für Tipps und Informationen hierzu.

Dani

Meine Frage, kann ich diese alten Objektive auch weiterhin
verwenden?

Ja. Die Frage ist aber, ob ihre Qualität noch für Digital genügt.

Wenn ich es richtig gelesen habe, bei Canon auf gar keinen
Fall, aber ggf bei Sony, Nikon und Minolta?

Nur bei Sony/Minolta.

Hallo Olaf!

Meine Frage, kann ich diese alten Objektive auch weiterhin
verwenden?

Ja. Die Frage ist aber, ob ihre Qualität noch für Digital
genügt.

Weshalb sollte ein Objektiv für eine digitale Kamera eine andere Qualität haben als für eine Kamera mit Film?

Gruß
Wolfgang

Hallo Dani!

Meine Frage, kann ich diese alten Objektive auch weiterhin
verwenden?

Das ist nur ein mechanische, keine grundsätzliche optische Frage. Wenn das Objektiv der herkömmlichen Spiegelreflexkamera mechanisch an die digitale Kamera paßt, spricht nichts gegen seine Verwendung.

Am besten gehst Du mit einem Objektiv in einen Fotoladen und probierst einfach aus, ob das Objektiv mechanisch paßt oder nicht. Genau so werde ich es demnächst auch machen. Ich habe für meine heißgeliebte Nikon FE etliche Objektive und werde mich schwer hüten, tausende Euro für neue Objektive auszugeben.

Es kann - muß aber nicht - passieren, daß der mit der Digitalkamera gesehene Bildausschnitt nicht exakt dem vom Bildsensor aufgenommenen Bildausschnitt entspricht.

Gruß
Wolfgang

Hallo Olaf!

Meine Frage, kann ich diese alten Objektive auch weiterhin
verwenden?

Ja. Die Frage ist aber, ob ihre Qualität noch für Digital
genügt.

Weshalb sollte ein Objektiv für eine digitale Kamera eine
andere Qualität haben als für eine Kamera mit Film?

Weil die Sensoren höhere Anforderungen an die Objektive stellen.
Was früher in 10x15 KB-Ausbelichtungen noch ganz toll aussah, kann an einer DSLR eine echte Gurke sein.

Hallo Olaf!

Was früher in 10x15 KB-Ausbelichtungen noch ganz toll aussah,
kann an einer DSLR eine echte Gurke sein.

Das verstehe ich immer noch nicht. Die Auflösung eines feinkörnigen Films liegt deutlich oberhalb der besten Bildsensoren käuflicher Kameras. Mit einem 100-DIN-Film kann ich klaglos auf DIN-A1 vergrößern, von Mittelformat-Kassetten, mit denen sich wandfüllende Bilder machen lassen, ganz zu schweigen. Die Objektive sind dabei noch lange nicht am Ende, es handelt sich immer noch um Grenzen der Filmauflösung.

Weil es fast immer praktischer ist, benutze ich statt meiner Nikon FE inzwischen eine Canon G3. Falls aber mal wieder Poster für z. B. einen Messestand fällig sind, werde ich sicherlich mit der alten Kleinbildkamera zu besseren Ergebnissen kommen.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

ein Grund, weshalb alte Objektive nicht einfach an jeder
DigiCam funktionieren ist die sehr unterschiedliche
Größe des Sensors bzw. Films.
Während die alten Objektive auf KB-Format 24x36 abbilden müssen,
ist es bei DigiCam je nach Größe des Sensors (1/8" oder 1/4"
oder auch 1/2") ein deutlich kleineres Format.

Dementsprechend muß eine Zusatzoptik mit verwendet werden, was
die Qualität sicher auch beeinflußt oder der Bildsensor
müßte KB-Format haben (sauteuer, in Vergangenheit nur für Profis)

Trotzdem bleibt das Problem, daß die gleiche Information auf
deutlich kleinere fläche projeziert werden muß. Da kommen schnell
Effekte mit ins spiel, die bei großen Sensoren keine Rolle
spielen.

Was früher in 10x15 KB-Ausbelichtungen noch ganz toll aussah,
kann an einer DSLR eine echte Gurke sein.

Eben wegen der sehr unterschiedlichen Größe -> Auflösung des
Bildsensors. (Pixel/Linien pro mm)

Das verstehe ich immer noch nicht. Die Auflösung eines
feinkörnigen Films liegt deutlich oberhalb der besten
Bildsensoren käuflicher Kameras.

Bei normalen analogen App. ist wohl auch nicht die Auflösung
des Filmmat. begrenzend, sondern doch meist die Abbildungsqualität
der Optik. Nicht umsonst wird für hochauflösende Fotos ein
deutlich größeres Filmformat benutzt.

Mit einem 100-DIN-Film kann
ich klaglos auf DIN-A1 vergrößern, von Mittelformat-Kassetten,
mit denen sich wandfüllende Bilder machen lassen, ganz zu
schweigen.

Eben, die haben auch nicht eine Sensordiagonale von nur 1/4".

Die Objektive sind dabei noch lange nicht am Ende,
es handelt sich immer noch um Grenzen der Filmauflösung.

Bei sehr hochwertigen Objektiven kann das sein. Im nomalen
Konsumermarkt aber wohl doch nicht.

Weil es fast immer praktischer ist, benutze ich statt meiner
Nikon FE inzwischen eine Canon G3. Falls aber mal wieder
Poster für z. B. einen Messestand fällig sind, werde ich
sicherlich mit der alten Kleinbildkamera zu besseren
Ergebnissen kommen.

Ja, eben wegen der größeren Sensorfläche und dementsprechend
besseren Anpassung der Abbildungsverhältnisse.
Entsprechend große und hochauflösende Chips sind halt sauteuer
im Vergleich zu den paar Cent des Filmat.

Gruß Uwi

Hallo,

ein Grund, weshalb alte Objektive nicht einfach an jeder
DigiCam funktionieren ist die sehr unterschiedliche
Größe des Sensors bzw. Films.
Während die alten Objektive auf KB-Format 24x36 abbilden
müssen,
ist es bei DigiCam je nach Größe des Sensors (1/8" oder 1/4"
oder auch 1/2") ein deutlich kleineres Format.

Aber „funktionieren“ tun sie zweifellos, auch mit geändertem Bildausschnitt!

Dementsprechend muß eine Zusatzoptik mit verwendet werden, was
die Qualität sicher auch beeinflußt oder der Bildsensor
müßte KB-Format haben (sauteuer, in Vergangenheit nur für
Profis)

Zusatzoptik??? Wer hat Dir das denn erzählt???

Trotzdem bleibt das Problem, daß die gleiche Information auf
deutlich kleinere fläche projeziert werden muß. Da kommen
schnell
Effekte mit ins spiel, die bei großen Sensoren keine Rolle
spielen.

Was früher in 10x15 KB-Ausbelichtungen noch ganz toll aussah,
kann an einer DSLR eine echte Gurke sein.

Eben wegen der sehr unterschiedlichen Größe -> Auflösung
des
Bildsensors. (Pixel/Linien pro mm)

Das verstehe ich immer noch nicht. Die Auflösung eines
feinkörnigen Films liegt deutlich oberhalb der besten
Bildsensoren käuflicher Kameras.

Bei normalen analogen App. ist wohl auch nicht die Auflösung
des Filmmat. begrenzend, sondern doch meist die
Abbildungsqualität
der Optik. Nicht umsonst wird für hochauflösende Fotos ein
deutlich größeres Filmformat benutzt.

Das große Format wird benutzt, damit man größere Bilder hochauflösend herstellen kann.

Mit einem 100-DIN-Film

Du meinst sicher 100 ASA oder 100/21 ISO

kann
ich klaglos auf DIN-A1 vergrößern, von Mittelformat-Kassetten,
mit denen sich wandfüllende Bilder machen lassen, ganz zu
schweigen.

Eben, die haben auch nicht eine Sensordiagonale von nur 1/4".

Die Objektive sind dabei noch lange nicht am Ende,
es handelt sich immer noch um Grenzen der Filmauflösung.

Bei sehr hochwertigen Objektiven kann das sein. Im nomalen
Konsumermarkt aber wohl doch nicht.

Weil es fast immer praktischer ist, benutze ich statt meiner
Nikon FE inzwischen eine Canon G3. Falls aber mal wieder
Poster für z. B. einen Messestand fällig sind, werde ich
sicherlich mit der alten Kleinbildkamera zu besseren
Ergebnissen kommen.

Ja, eben wegen der größeren Sensorfläche und dementsprechend
besseren Anpassung der Abbildungsverhältnisse.

??? Wovon redest Du???

Entsprechend große und hochauflösende Chips sind halt sauteuer
im Vergleich zu den paar Cent des Filmat.

Gruß Uwi

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P

Hallo Olaf!

Was früher in 10x15 KB-Ausbelichtungen noch ganz toll aussah,
kann an einer DSLR eine echte Gurke sein.

Das verstehe ich immer noch nicht. Die Auflösung eines
feinkörnigen Films liegt deutlich oberhalb der besten
Bildsensoren käuflicher Kameras.

Würde ich nicht so sagen.

Und ich versuchte eben schon anzudeuten, dass die Sensoren in den Kameras viel höhere Anforderunge an das haben, was das Objektiv in die Kamera schickt. Es gebt z.B. darum, dass das Licht möglichst senkrecht zur Sensorebene auftritt.
Dass der Sensor Licht anders relefkiert als ein Film, ist auch eine Geschichte. Es gibt bei Minolta z.B. ein paar Objektive, die an DSLR einen helleren Fleck in der Bildmitte hinterlassen…ist glaube ich eine Vergütungsgeschichte.

Glauben musst du mir es nicht, aber es ist Fakt, dass sich alte „Juwelen“ schonmal als Gurken rausstellen.

Hallo,

Aber „funktionieren“ tun sie zweifellos, auch mit geändertem
Bildausschnitt!

Ja sicher. Aber eine Optik die ursprünglich für eine Abbildung
auf 24x36mm ausgelegt war, wird bei einer Abbildung auf einen
1/4"-Sensor (ca. 6mm x 4,5 mm) eben auch nur noch einen Teil
der ursprünglichen Linienzahl darstellen können.

Bei einer angenommen Auflösung von 300 Linien pro 1mm auf’n Sensor
passen auf KB-Format kanpp 8000 Linien drauf (das ist noch
recht gut, entspricht ca. 50MPixel) aber beim 1/4"-Sensor
wären es nur noch knapp 2000 Linien. Da kommt man schnell an
die Grenzen der Optik und der so schöne 8MPixel-Chip bringt
gar nix mehr, weil die Optik nur für 3MPixel taugt.

Trotzdem bleibt das Problem, daß die gleiche Information auf
deutlich kleinere fläche projeziert werden muß. Da kommen
schnell
Effekte mit ins spiel, die bei großen Sensoren keine Rolle
spielen.

der Optik. Nicht umsonst wird für hochauflösende Fotos ein
deutlich größeres Filmformat benutzt.

Das große Format wird benutzt, damit man größere Bilder
hochauflösend herstellen kann.

Sehr schon die Worte umgedreht :-?)
Nu erläutere mir bloß mal den Unterschied zu meiner Aussage :wink:

Mit einem 100-DIN-Film

Du meinst sicher 100 ASA oder 100/21 ISO

Da war nicht meine Aussage!

Ja, eben wegen der größeren Sensorfläche und dementsprechend
besseren Anpassung der Abbildungsverhältnisse.

??? Wovon redest Du???

Ich rede davon, daß jede Optik Abbildungsfehler verursacht
und deshalb nur eine begrenzte Auflösung möglich ist.
Fehler wären da

  • spärische Abberation
  • Astigmatismus
  • chromatische Abberation
  • Dazu besonders beim Zoom Abbildungsfehler durch mech. Toleranzen

Speziell bei sehr kleinen Senorchips mit hoher Pixelzahl kann
auch die Beugungsbegrenzte Auflösung schon eine Rolle spielen.
Bei einem 1/8"-Chip mit 6MPixel hat ein Pixel nur noch die Größe
von unter 1um. Das liegt schon nahe an der Wellenlänge des
sichtbaren Lichtes (Rot: 620-650nm).

Und wenn ich das richtig sehe hat man zusätzlich den Effekt,
daß die große analoge Optik zwar viel Licht einfängt, davon
aber nur ein Bruchteil auf den Chip kommt, es sei denn,
man verwendet eine Anpassoptik (die aber ja nicht üblich ist,
wie du ja selber angemerkt hast).
Der Qualität tut dieser Umstand sicher nicht gut, sobald man
etwas wenig Beleuchtung hat rauscht es schön.

Meine Fazit: Eine Optik, die an die Randbedingungen nicht
gut angepasst ist (eben, weil für viel größere Abbildung mit den
dazu nötigen ausreichenden Qualitätsmerkmalen ausgelegt) kann
zwar benutzt werden, ist aber keinesfall optimal.
Gruß Uwi

Hallo Dani,

ich selber habe keine Erfahrung dazu, aber eine Freundin von mir ist ausgebildete Fotogräfin und arbeitet mittlerweile auch mit ner digitalen SLR.
Die Linsen der analogen verwendet sie weiter.
Die Geschichte mit den speziell für Digitale berechnete Linsen hält sie zu einem guten Teil für Werbeaussagen, denn sie hat nach eigenen Aussagen keinen Unterschied feststellen können.
Übrigens besitzt sie sowohl analoge als auch digitale Linsen und sie ist durchaus kritisch, da sie die Bilder verkaufen muß.

Gandalf

Übrigens besitzt sie sowohl analoge als auch digitale Linsen

Können die jeweils nur zwischen Schwarz und Weiß unterscheiden? :wink:

Hi Olaf,

Können die jeweils nur zwischen Schwarz und Weiß
unterscheiden? :wink:

geh besser schlafen :wink:

Gandalf

Hallo Uwi,

Ja sicher. Aber eine Optik die ursprünglich für eine Abbildung
auf 24x36mm ausgelegt war, wird bei einer Abbildung auf einen
1/4"-Sensor (ca. 6mm x 4,5 mm) eben auch nur noch einen Teil
der ursprünglichen Linienzahl darstellen können.

Welche SLR hat einen 6mm x 4,5mm Sensor? Das waere ja ein Crop-Faktor von ca. 6! D.h. ein Normal-Objektiv von 50mm entspraeche darauf einem Tele von 300mm und als Ersatz fuer ein 50mm-Objektiv muesste man ein 8mm-Weitwinkel nehmen…

Puersti

Hallo,

Du kannst Deine Minolta-Objektive weiterverwenden, allerdings nur an Kameras, die das gleiche Bajonett (das ist der Anschluss für Objektive) haben. Das wären in Deinem Falle:

KonicaMinolta Dynax 5D (wird nicht mehr hergestellt)
KonicaMinolta Dynax 7D (wird nicht mehr hergestellt)
Sony Alpha 100
sowie vermutlich den nächsten digitalen SLRs von Sony.

Alle diese Modelle sind empfehlenswert, aber eben nicht uneingeschränkt erhältlich. Du solltest allerdings bedenken, dass aufgrund des sogenannten Crop-Faktors (Chip der meisten DSLRs ist kleiner als ein Kleinbildnegativ) sich die Brennweiten der Objektive verschieben. An einer D7 ist Dein 35-70er in etwa ein 50-105er, es fehlt Dir also der komplette Weitwinkelbereich.

Allerdings würde ich mich wegen 2 Objektiven nicht so einschränken lassen. Aufgrund der Tatsache, dass es KoMi als Hersteller nicht mehr gibt, bekommt man für gebrauchte Minolta-Objektive derzeit relativ hohe Preise. Eventuell könntest Du daher auch über einen Systemwechsel nachdenken.

Gruß,

Myriam

Hallo Myriam,

ich hatte dasselbe Problem und bin
zu denselben Schlüssen gekommen
wie Du in Deiner fundierten Antwort.
Daher: Sternle :wink:

mfg:stuck_out_tongue:it

PS: Die Sony Alpha sollte demnächst
billiger werden,
also lieber etwas abwarten…

hast ja Recht
Hallo,

die Betrachtungen waren mehr allg. Natur und in sofern doch
schon etwas off topic.
Moderne Konsumer-DSLR habe tatsächlich inzwischen
recht große Sensor-Chips, so daß die Verhältnisse dann doch
nicht so schlecht sind. Nach Flächenverhöltnissen wohl
bloß 1:2 bis 1:3 gegen KB-Format.
Da sollten gute Objektive dann doch noch nicht unbedingt
der begrenzende Faktor sein.

Was mich nun aber doch noch mal konkret interessieren würde,
ist die Frage nach der tatsächlichen Auflösung von guten
Objektiven und auch von normalen 100er Filmat.

In verschiedenen Quellen habe ich was von nur ca. 100Linien/mm
bei normalem Filmat. gefunden und ähnliche Angaben auch zu
Optiken. Das soll nur dem Äqivalent von 6MPixel entsprechen
und wäre IMHO für ordentliche SLRs doch sehr wenig, oder?
Ist wahrscheinlich eher auf Knippsapparate bezogen?
Gruß Uwi

Welche SLR hat einen 6mm x 4,5mm Sensor? Das waere ja ein
Crop-Faktor von ca. 6! D.h. ein Normal-Objektiv von 50mm
entspraeche darauf einem Tele von 300mm und als Ersatz fuer
ein 50mm-Objektiv muesste man ein 8mm-Weitwinkel nehmen…