Ich hab im Moment ein Problem zum oben angedeuteten Thema.
Um das ganze zu erklären, muß ich etwas ausholen.
Ich möchte einen möglichst reinen Sinus auf eine Suchspule bei einem Metallsuchgerät geben.
Verschiedene Oszillatoren funktionierten nicht oder hatten zu viele Oberwellen. Alles hab ich nicht ausprobiert, aber ich bin zur Meinung gekommen, das man mit Operationsverstärker einen sehr reinen Sinus erzeugen können müßte.
Gut gedacht, aber es waren bis jetzt doch einige Schwierigkeiten, zum Beispiel Ruhestrom beim OpAmp einstellen! Es ist der LM324.
Es gibt eine Mitkopplung über Wienbrücke und eine Verstärkungsregelung mittels Poti(regelbare Gegenkopplung).
Nun ist das Poti nicht besonders, weil die Verstärkung schwankt. Die Amplitude flippte dauernd rum.
Also mußte eine andere Regelung her.
Der erste Versuch war nicht schlecht, mit auf Fotowiderstand geklebter Led einen regelbaren Widerstand gebastelt konnte ich über die Amplitude Einfluss auf die Gegenkopplung nehmen.
Aber das gab bestenfalls Pulsgruppen und ich wußte nicht wieso.
Ich hab vermutet, das die LED evtl. nicht kontinuierlich arbeitet, aber das wars nicht, ist jetzt auch egal.
Das ganze nochmals aufgebaut, und jetzt versuche ich es mit Fet als regelbaren Widerstand.
Und zwar habe ich die (negative) Gatespannung zunächst nur manuell einstellbar.
Das Ergebnis ist leider dasselbe, nur maximal Pulsgruppen.
Eine ganz kleine Veränderung am Poti oder am Poti für die Gatespannung hat starken Einfluss.
Meine Frage jetzt: Wie kann man das machen, das so eine Regelung nicht übersteuert oder anfängt zu oszillieren?
Gut gedacht, aber es waren bis jetzt doch einige
Schwierigkeiten, zum Beispiel Ruhestrom beim OpAmp einstellen!
Es ist der LM324.
Bei dem kann man keinen Ruhestrom einstellen. Also nicht für
den OP, da hat es von Intersil (falls es die noch gibt) OPs mit
Ruhestromeinstellung für niedrige Frequenzansprüche.
Der LM324 und seine 1- und 2-kanaligen Brüder sind die billigsten und schlechtesten OPs, die ich überhaupt kenne. Eine Endstufen-Ruhestromeinstellung kenne ich bei keinem OP, aber dieser hat noch nicht einmal einen Ruhestrom in der Endstufe. Die Folge sind teilweise heftige Übernahmeverzerrungen, weil der Treiber bei jedem Polaritätswechsel des Ausgangsstroms einen 1,2V-Sprung machen muss.
Also: LM324 ist sehr ungeeignet für alle Schaltungen, wo das Signal einigermaßen verzerrungsfrei sein soll, also insbesondere auch bei Audio.
da hat es von Intersil (falls es die noch gibt) OPs mit
Ruhestromeinstellung für niedrige Frequenzansprüche.
Ja, gibt es. ICL7612 z. B., den habe ich auch im Einsatz. Aber die 3-stufige Ruhestromeinstellung dient nur dazu, den OP entweder extrem stromsparend mit sehr niedriger Grenzfrequenz und sehr geringem Ausgangsstrom, oder stromsparend mit niedriger Grenzfrequenz und geringem Ausgangsstrom, oder „normal“ zu betreiben.
Doch, das ist ja das verrückte. Mit einem Lastwiderstand von
5,6kOhm nach (-) schaltet man in einen Modus für große
Signale(Beim Lm324). Wenn man das nicht macht, gibt
Treppenstufen im Signal. Hat auch eine Weile gedauert, bis ich
das herausgefunden habe.
Das dürften die von mir genannten Übernahmeverzerrungen sein. Der Widerstand nach Masse sorgt dafür, dass der Ausgangsstrom immer nur in eine Richtung fließt.
ganz andere möglichkeit:
falls dein signal nicht verstimmbar sein muss, könntesat du am pc ein sinussignal deiner wunschfrequenz generieren, aufnehmen, und nem mp3 spieler damit füttern…
Hallo,
ich habe vor einigen Jahren auf Basis einer Application Note von Linear Technology für ein Messprojekt einen 10 kHz Generator entwickelt. Die Unterdrückung der Harmonischen lag bei über 170 dB. Auf Grund der riesigen offenen Schleifenverstärkung ist der Klirrfaktor kaum noch zu messen. Der Sinusgenerator ist natürlich nicht mit einem OP zu realisieren, aber das Ergebnis ist eine Wucht.
Hallo
Im englischem Datenblatt ist direkt von 2 Moden die Rede, wo der Modus für große Signale durch benannten Widerstand eingeschaltet würde. In den Schaltungshinweisen steht es auch drin.
Vielen Dank für die Info.
MfG
Matthias
Bin happy, habe jetzt Sinus mit einer Schaltung aus Deinem Link bei der ein Fet mit Linearisierung zur Regelung eingesetzt wird.
Bei einem 9V Block bekomme ich maximal etwa 5V Sinus Spitze zu Spitze.
Darüber „schlägts an“.(LM324). Neu gekauft wäre es wohl doch eher ein komplett-Fet-Type.
Die Linearisierung kann ich nicht erkennen, aber vielleicht kann man das hören, muß ich noch ausprobieren.
Ich nehm aus dem LM324 einen OpAmp für „künstliche“ Masse, einen als Oszillator, einen als invertierenden Verstärker für doppelte Ausgangsspannung, einer bleibt übrig. Mit letzterem könnte man ein Drehspulinstrument „antreiben“.
Mein Metallsuchgerät wird klasse glaub ich.