Hallo,
ich suche für den ganz normalen Parallelport von PCs eine Analogeingabe. Damit sollen mit dem PC Spannungswerte im Bereich von ein paar Volt (geplant: 0…5V; Gleichspannung) überwacht werden.
Das Problem an der Sache ist, es handelt sich um sehr viele (ca. 200) Spannungswerte, die quasi gleichzeitig zu überwachen sind. Demnach scheiden die „typischen“ käuflichen und bekannten Analogeingaben á la Conrad etc. aus (die schaffen ca. 8…16…32 Werte).
Vielleicht hat jemand von Euch sowas schon mal gebaut oder kennt eine gute Seite, von der ich mich inspirieren lassen könnte?
Viele Grüße,
Snubbelfoot.
Hallo,
wie genau (Anzahl Bits) sollen die Spannungswerte gemessen werden? Und was heißt „quasi gleichzeitig“? Mit welcher Frequenz (ANzahl Samples pro Sekunde) sollen die Werte abgefragt werden? Sind die Spannungen massebezogen oder nicht? Optimal wäre es übrigens, wenn Du verraten würdest, wo die „200 Spannungswerte“ herkommen. Vielleicht läßt sich nämlich für Deinen speziellen Fall eine „intelligentere“ Lösung finden als etwa 4 Stück 8-fach AD-Wandler-ICs zu nehmen und vor deren insgesamt 32 Eingänge je einen 8-fach Analogmultiplexer zu schalten (damit hättest Du dann 8*4*8 = 256 Eingänge zur Verfügung. Der Aufwand wäre allerdings mit 36 ICs schon beträchtlich).
Gruß
Martin
Hallo Martin,
vielen Dank schon mal für Deine prompte Antwort
.
Es würde genügen, wenn mit einem einfachen 8bit-AD-Wandler gewandelt wird, im Bereich 30kHz (habe ich noch hier).
Die ca. 200 Spannungen kommen von einfachen Spannungsteilern (Schalter, Taster, Drehpotis, Schieberegler einer Bedienoberfläche) und sind allesamt massebezogen (bzw. können dazu gemacht werden).
Ich kann keine „richtige“ Tastatur (im Sinne beispielsweise einer PC-Tastatur) benutzen, weil die Bedienungsoberfläche universell ausgelegt werden soll. Der Computer soll maximal ca. 200 unabhängige Elemente auswerten können, die Anordnung der Potis, Schalter usw. kann und wird sich häufiger ändern. Die Bedienoberflächen sind also unterschiedlich, sollen aber über das Parallelkabel an ein und denselben PC angeschlossen werden (zu verschiedenen Zeiten).
Ich hatte überlegt, die einzelnen Spannungsteiler mit Multiplexern nacheinander quasi zu scannen und den Spannungswert mit dem einzelnen AD-Wandler zu digitalisieren und am Parallelport einzulesen. Die Geschwindigkeit mit ~30kHz wäre ausreichend schnell.
Anstelle eines Zählers, der die Spannungsteiler alle durchläuft, wäre auch eine bidirektionale Scanmethode denkbar (der Computer wählt gezielt ein Poti an und fragt den Spannungswert ab) - wäre mir sogar am liebsten, weil man dann nur die Programmierung im PC ändern muß, um es an andere Gegebenheiten - sprich Bedienoberflächen - anzupassen.
Die Frage war nun für mich, ob sich damit schon einmal jemand beschäftigt hat (bevor ich quasi ein „Rad neu erfinde“).
Viele Grüße,
Snubbelfoot.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
Die ca. 200 Spannungen kommen von einfachen Spannungsteilern
(Schalter, Taster, Drehpotis, Schieberegler einer
Bedienoberfläche) und sind allesamt massebezogen (bzw. können
dazu gemacht werden).
Schalter muß man nicht unbedingt analog abfragen. In einer Matrix angeordnet kann man sich einiges an Leitungen sparen.
Ich kann keine „richtige“ Tastatur (im Sinne beispielsweise
einer PC-Tastatur) benutzen, weil die Bedienungsoberfläche
universell ausgelegt werden soll. Der Computer soll maximal
ca. 200 unabhängige Elemente auswerten können, die Anordnung
der Potis, Schalter usw. kann und wird sich häufiger ändern.
Die Bedienoberflächen sind also unterschiedlich, sollen aber
über das Parallelkabel an ein und denselben PC angeschlossen
werden (zu verschiedenen Zeiten).
Ich hatte überlegt, die einzelnen Spannungsteiler mit
Multiplexern nacheinander quasi zu scannen und den
Spannungswert mit dem einzelnen AD-Wandler zu digitalisieren
und am Parallelport einzulesen. Die Geschwindigkeit mit ~30kHz
wäre ausreichend schnell.
Unter Windows klappte das mit einer konstanten Abfrage leider nicht. Wenn keine Echtzeiterweiterung zum Betriebssystem verwendet wird, entstehen immer wieder Pausen bei der Abtastung, die zu nicht erkannten Tastendrücken führen können. Sieht man z.B., wenn man den Standard-Bildschirmschoner Flying-Windows mal laufen lässt - es gibt immer ‚Ruckler‘, auch bei schnellen Rechnern.
Anstelle eines Zählers, der die Spannungsteiler alle
durchläuft, wäre auch eine bidirektionale Scanmethode denkbar
(der Computer wählt gezielt ein Poti an und fragt den
Spannungswert ab) - wäre mir sogar am liebsten, weil man dann
nur die Programmierung im PC ändern muß, um es an andere
Gegebenheiten - sprich Bedienoberflächen - anzupassen.
Ich würde mir eine kleine Schaltung mit eigenem Mikrocontroller basteln, ggf. sogar mehrere verschiedene mit einstellbaren Adressen und unterschiedlichen Anschlüssen für Tastatur/Drehgeber/Poti. Sogar ‚Digitalpotis‘ (Drehgeber) wären dann möglich. Diese Module dann über USB oder RS232 abfragen. Ist aber auch eine Frage des Aufwandes und der Entwicklungszeit. Vielleicht extern entwickeln lassen? Von einem Studenten?
Axel
Zusatz:stuck_out_tongue:C-Messkarten
Hallo,
mir ist noch was eingefallen: es gibt Messkarten für den PC, z.B. von http://www.elv.de, unter shop/messtechnik/pc-messtechnik. Hier findet man verschiedene Lösungen entweder für USB oder als Einsteckkarte mit diversen analogen oder digitalen Eingängen. Irgendwas sollte doch wohl passen, wenn das die richtige Richtung ist…
Axel
Noch eine Möglichkeit
Hallo,
hab noch was gefunden, eine kleine Schaltung zum Anschluß an den USB. Hat je nach Version mehrere Analoge und Digitale Ein- und Ausgänge. War ein Projekt in der ct’. Dort gibt es auch die passenden Leerplatinen und Spezialbauteile. Link: http://www.heise.de/ct/03/08/204/default.shtml
Bei Bedarf könnte ich auch den Artikel einscannen und zumailen.
Axel