Analysis und Stochastik

Hallo,

ich werde ab September auf eine Berufsoberschule (BOS) gehen, um danach BWL studieren zu können.

Jetzt habe ich - um zu wissen, was so auf mich zukommt - die Lehrpläne der verschiedenen Fächer „studiert“.
U.a. auch von Mathematik :smile:

Ich zeige euch mal, was mich da so alles erwarten wird:

Analysis
12.1 Grundbegriffe bei reellen Funktionen 37 Std.
12.2 Grenzwert und Stetigkeit 10 Std.
12.3 Differenzialrechnung 40 Std.
12.4 Integralrechnung 12 Std.
Stochastik
12.5 Zufallsexperiment und Ereignis 15 Std.
12.6 Relative Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit 14 Std.
12.7 Berechnung von Wahrscheinlichkeiten 12 Std.
12.8 Zufallsgröße und Wahrscheinlichkeitsverteilung 16 Std.
12.9 Testen von Hypothesen 9 Std.
Gesamt: 165

Und jetzt meine Fragen:

  1. Für was braucht man Analysis und Stochastik - bezogen auf ein BWL Studium und bezogen auf das „tägliche“ bzw. berufliche Leben?

  2. Wie „schwer“ ist Analysis und Stochastik?
    Ich habe mir mal beide Sachen angesehen.
    Bei Stochastik sieht das alles irgendwie logisch bzw. nachvollziehbar aus.
    Bei Analysis steige ich aber überhaupt nicht durch. Ob das normal ist?!

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich als Vorbildung „Mittlere Reife“ (Realschule) habe und noch nie richtig Mathe verstanden habe bzw. verstehen haben wollen - was mir jetzt hoffentlich nicht zum Verhängnis wird.

Möchte bzw. brauche in Mathe mindestens die Note 3. Wenn nicht sogar besser…
Werde mir aber auf jeden Fall jemanden suchen, der mir Nachhilfe gibt. Am besten der, den ich auch schon für die Abschlussprüfung Realschule in Mathe hatte…

Nun hoffe ich - trotz meiner langen Ausführungen *g* - dass sich einige zu dem Thema melden können.

Ich würde mich freuen!

Besten Dank!

Norbert

P.S. Ich bin auf jeden Fall voll motiviert, mich durch Analysis und Stochastik zu kämpfen :smile:

Hallo.

Mathematikkenntnisse lassen sich immer brauchen, gib mal unter Google z.B. „Statistik BWL filetype:stuck_out_tongue:df“ ein *hm, sind ja jede Menge :wink:*
Analysis befasst sich mit Funktionsuntersuchungen. Damit kann man nachher so Sätze wie „…steigt der Umsatz um 10% bei steigendendem Personalwachstum…der Wendepunkt der Krise ist erreicht…“ fundiert begründen (u.a. zusammen mit der Stochastik/Statistik). Ausserdem hebt es die individuelle Qualifikation, wenn man von Mathe auch Ahnung hat :wink:

Ich hoffe das hilft
mfg M.L.

das ist alles nicht besonders schwer. und klar is das logisch, ist ja auch mathematik :wink:

und ich wei ja nicht, ob der, der dir bei der abschlussprüfung geholfen hat student war, aber ein tipp: lass dir nachhilfe von einem studenten geben! die uni-mathe hat nicht mehr besonders viel mit schul-mathe zu tun, alles wird neu aufgebaut.

gruß
christina

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Hallo,

hallo norbert

Analysis
12.1 Grundbegriffe bei reellen Funktionen 37 Std.
12.2 Grenzwert und Stetigkeit 10 Std.
12.3 Differenzialrechnung 40 Std.
12.4 Integralrechnung 12 Std.

also von analysis würd ich sagen hab ich ein wenig ahnung und zum einstieg - schau vielleicht, dass du dir das durchliest - http://www.mat.univie.ac.at/~stein/lehre/WS0304/einf…
besonders den teil über dir reellen zahlen und funktionen
ich weiss es ist nicht so angenahm wenn du mathe nicht allzugern hast -aber als vorbereitung…

Stochastik
12.5 Zufallsexperiment und Ereignis 15 Std.
12.6 Relative Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit 14 Std.
12.7 Berechnung von Wahrscheinlichkeiten 12 Std.
12.8 Zufallsgröße und Wahrscheinlichkeitsverteilung 16 Std.
12.9 Testen von Hypothesen 9 Std.

in der bin ich weniger bewandert:frowning:

Und jetzt meine Fragen:

  1. Wie „schwer“ ist Analysis und Stochastik?
    Ich habe mir mal beide Sachen angesehen.
    Bei Stochastik sieht das alles irgendwie logisch bzw.
    nachvollziehbar aus.
    Bei Analysis steige ich aber überhaupt nicht durch. Ob das
    normal ist?!

also um dich zu beruhigen es passiert seehhr vielen anfängern, dass sie bei analysis aussteigen - du darfst nur zwei dinge nicht vergessen, was sind folgen und reihen(zB in |R; metrische räume kannst du für bwl glaub ich getrost vergessen), bzw ein paar beispiele(geometrische reihe) - und das zweite alles was du in analysis machst ist GRENZWERT -
egal ob lim(klar) oder differenzieren (=lim[f(x_0)-f(x)]/[x_0-x];x->x_0)
und auch das intergieren ist ein grenzwert - nie vergessen

und alles was „Namen“ hat ist wert be- und gemerkt zu werden

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich als Vorbildung
„Mittlere Reife“ (Realschule) habe und noch nie richtig Mathe
verstanden habe bzw. verstehen haben wollen - was mir jetzt
hoffentlich nicht zum Verhängnis wird.

na das hofft keiner

Möchte bzw. brauche in Mathe mindestens die Note 3. Wenn nicht
sogar besser…
Werde mir aber auf jeden Fall jemanden suchen, der mir
Nachhilfe gibt. Am besten der, den ich auch schon für die
Abschlussprüfung Realschule in Mathe hatte…

wenn sich der auskennt?! aber in der wirtschaft heißt es doch meines wissens auswahl und das am besten aus einer vielfalt - *g* studiere das angebot und nimm den der dir persönlich zusagt und die dinge gut erklären kann- und dich fordert (aber gleichzeitig billig ist dabei meist eine illusion)

Nun hoffe ich - trotz meiner langen Ausführungen *g* - dass
sich einige zu dem Thema melden können.

na ich meld mich ja - ebensolange

martin|nitram

P.S. Ich bin auf jeden Fall voll motiviert, mich durch
Analysis und Stochastik zu kämpfen :smile:

na das ist gut - hoffentlich siegreich

Hallo,

ich geb mal als BWLer eine Auskunft nach meiner Erfahrung.

  1. Für was braucht man Analysis und Stochastik - bezogen auf
    ein BWL Studium und bezogen auf das „tägliche“ bzw. berufliche
    Leben?

Kommt darauf an. Das kommt jetzt nämlich darauf an, was du aus deinem BWL-Studium später machst. Wenn du beispielsweise in der Marktforschung arbeitest, brauchst du einfach Wissen über Statistik und empirische Sozialforschung, wenn du im Marketing arbeitest brauchst du Grundkenntnisse um die Aussagekraft von empirischen Ergebnissen beurteilen zu können, wenn du im Bereich Finanzierung arbeitest, mußt du mit finanzmathematischen Modellen umgehen können, wenn du in der strategischen Planung arbeitest, solltest du schon mal was von Operations Research gehört haben, wenn du…

Es ließe sich beliebig fortsetzen.

  1. Wie „schwer“ ist Analysis und Stochastik?

Kommt darauf an. Es komm jetzt nämlich darauf an, wie sehr dir Mathematik liegt. In meinem Studium war Mathe und Statistik nicht die Hürde, vieles hatte ich zudem schon mal in der Schule gehört (den ganzen Bereich Analysis). Aber es gab natürlich auch Studenten, die wegen Mathe das Studium geschmissen haben. Das waren aber weniger als wegen Rechnungswesen, denn Rechnungswesen ist zwar viel leichter, aber auch viel langweiliger *grins*.

Gruß

Der Häuserprofi

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Hi Norbert,

ich habe an mehreren FHs studiert… 3 um genau zu sein. und es gibt himmelweite Unterschiede.

Aschaffenburg zum Beispiel bietet Wirtschaft und Recht an, und da ist Mathe sehr stiefmütterlich behandelt und für jeden machbar.

In Darmstadt/Dieburg liest das ein Verrückter und 80% fallen durch.

In Dortmund war das ein Arbeitsschein, sehr praktisch, sehr interessant, aber keine Hürde.

Ich zeige euch mal, was mich da so alles erwarten wird:

Analysis
12.1 Grundbegriffe bei reellen Funktionen 37 Std.
12.2 Grenzwert und Stetigkeit 10 Std.
12.3 Differenzialrechnung 40 Std.
12.4 Integralrechnung 12 Std.

Das brauchst du für Wirtschaftsmathe und Marketing.

Stochastik
12.5 Zufallsexperiment und Ereignis 15 Std.
12.6 Relative Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit 14 Std.
12.7 Berechnung von Wahrscheinlichkeiten 12 Std.
12.8 Zufallsgröße und Wahrscheinlichkeitsverteilung 16 Std.

Das brauchst du für den Statistikschein. Dazu kommt reine Statistik. Das sind so Verteilungsgeschichten.
Mit einem vernünftigen Prof echt machbar.

12.9 Testen von Hypothesen 9 Std.
Gesamt: 165

??? wer weiß was das ist?

Und jetzt meine Fragen:

  1. Für was braucht man Analysis und Stochastik - bezogen auf
    ein BWL Studium und bezogen auf das „tägliche“ bzw. berufliche
    Leben?

Analysis für marketing.
Preisabsatzfunktionen,Gewinnmaximaler Preis, und eventuell Logistik Lagerberechnung… um ein paar Beispiele zu nennen

Statistik ist auch Marketing und Sales und zwar richtig!

  1. Wie „schwer“ ist Analysis und Stochastik?
    Ich habe mir mal beide Sachen angesehen.
    Bei Stochastik sieht das alles irgendwie logisch bzw.
    nachvollziehbar aus.
    Bei Analysis steige ich aber überhaupt nicht durch. Ob das
    normal ist?!

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich als Vorbildung
„Mittlere Reife“ (Realschule) habe und noch nie richtig Mathe
verstanden habe bzw. verstehen haben wollen - was mir jetzt
hoffentlich nicht zum Verhängnis wird.

Möchte bzw. brauche in Mathe mindestens die Note 3. Wenn nicht
sogar besser…
Werde mir aber auf jeden Fall jemanden suchen, der mir
Nachhilfe gibt. Am besten der, den ich auch schon für die
Abschlussprüfung Realschule in Mathe hatte…

Realschule ist auf jeden Fall ein Wettbewerbsnachteil. Und man kann einfach sagen:
Wer von den Bwlern rechnen kann, ist klar im Vorteil.

Du wirst um 10 Semesterwochenstunden Mathe nicht drumherum kommen.
Knie dich in der BOS rein, dann hast du dein Wissen doppelt in Noten umgemünzt.

Es gibt sicherlich viele gute Hochschulen Deutschland, aber wenn du ein einigermaßen stressfreies Studium und trotzdem gut ausgebildet sein willst… kann ich dir die FH Dortmund an Herz legen.

Es gibt da nur einen dieser typischen beamtenprofs und dem läuft man erst im Haupstudium über den Weg, ansonten eine runde Sache.

Und bei Mathe übertreibt es keiner.

Deine Fragestellung fand ich übrigens sehr gut… so wird aus dir bestimm mal ein guter.

Grüße
P

  1. Für was braucht man Analysis und Stochastik - bezogen auf
    ein BWL Studium und bezogen auf das „tägliche“ bzw. berufliche
    Leben?

a) Analysis wird für viele Bereiche der BWL und VWL benötigt. Zum einem für die Stochastik aber zum anderem auch für Optimierungen, was die Hauptaufgabe eines BWL’er bzw. VWL’er ist. Die Frage nach dem optimalen Preis lässt sich einfacher über die ersten beiden Ableitungen berechnen als dieses mit bloßen Worten.

b) Die Welt für den BWL’er ist von Zufällen geprägt. Steigt der Ölpreis morgen, wie oft fällt eine Maschine aus oder was macht die Regierung morgen. Diese zufälligen Ereignisse müssen modeliert werden, um z.B. Prognosen oder Ausfallwahrscheinlichkeiten zu errechnen.

  1. Wie „schwer“ ist Analysis und Stochastik?
    Ich habe mir mal beide Sachen angesehen.
    Bei Stochastik sieht das alles irgendwie logisch bzw.
    nachvollziehbar aus.
    Bei Analysis steige ich aber überhaupt nicht durch. Ob das
    normal ist?!

BWL ist nicht nur ein „blabla“ Fach. Besonders die letzten Jahre zeigen, dass die Mathematik immer mehr Einfluss in die BWL/VWL erhält. Nun ist die Frage, wo du studieren willst. einige Unis haben einen relativ hohen Anspruch an math. kenntnisse, andere aber weniger.

Hallo Markus,

danke für deine Antwort.

Mathematikkenntnisse lassen sich immer brauchen, gib mal unter
Google z.B. „Statistik BWL filetype:stuck_out_tongue:df“ ein *hm, sind ja jede
Menge :wink:*
Analysis befasst sich mit Funktionsuntersuchungen. Damit kann
man nachher so Sätze wie „…steigt der Umsatz um 10% bei
steigendendem Personalwachstum…der Wendepunkt der Krise ist
erreicht…“ fundiert begründen (u.a. zusammen mit der
Stochastik/Statistik). Ausserdem hebt es die individuelle
Qualifikation, wenn man von Mathe auch Ahnung hat :wink:

Ok, wofür man Statistik braucht, weiß ich :smile:
Hatte es ja schon mal in der Berufsschule.
Wieso schaut Analysis so schwer aus?!
Die Kostenfunktion ist doch auch relativ leicht - zumindest schaut die so aus :wink:
Werde auch Ahnung von Mathe haben müssen…

Gruß

Norbert

Hallo Christina,

danke für deine Antwort.

das ist alles nicht besonders schwer. und klar is das logisch,
ist ja auch mathematik :wink:

Naja, ob Mathe logisch sein soll, da habe ich so meine Zweifel :wink:

und ich wei ja nicht, ob der, der dir bei der abschlussprüfung
geholfen hat student war, aber ein tipp: lass dir nachhilfe
von einem studenten geben! die uni-mathe hat nicht mehr
besonders viel mit schul-mathe zu tun, alles wird neu
aufgebaut.

Yup, er war Student.
Er hat Elektrotechnik studiert.
Das Wissen hat er auch gut rüber gebracht. Muss mal wieder Kontakt mit ihm aufnehmen, ob er noch Nachhilfe gibt.
Eigentlich wollte ich ja auf ne FH gehen *g*

Gruß

Norbert

Hallo BWL-Student in spe :wink:

Ich zitiere einen meiner Profs sinngemäss :"…erzählen Sie den anderen bloss, was Mathematik für eine schwere Sache ist. Die glauben das eh…" (so in etwa…)
Aber wie ich schon mal geschrieben habe: durch Mathematik lässt sich fast alles auf ein rationales Fundament stellen :smiley:

In diesem Sinne
mfg M.L.

Hallo Martin,

danke für deine Antwort.

also von analysis würd ich sagen hab ich ein wenig ahnung und
zum einstieg - schau vielleicht, dass du dir das durchliest -
http://www.mat.univie.ac.at/~stein/lehre/WS0304/einf…
besonders den teil über dir reellen zahlen und funktionen
ich weiss es ist nicht so angenahm wenn du mathe nicht
allzugern hast -aber als vorbereitung…

Habe mir des Teil mal angesehen.
Leider habe ich da fast nichts verstanden.
Ok, die Mengenlehre geht ja noch…
Hatten auch sowas noch nie in der Realschule gemacht (Analysis).
Nur das man Pyramiden zeichnen durfte und dann noch ein paar Linen rein malen sollte und dann mit sinus und cosinus die Fläche bzw. irgendwas anderes ausrechnen sollte.
War ja alles sehr Praxis bezogen…

also um dich zu beruhigen es passiert seehhr vielen anfängern,
dass sie bei analysis aussteigen -

Ob mich das beruhigt?
Dann fliegen halt alle von der Schule :wink:

du darfst nur zwei dinge
nicht vergessen, was sind folgen und reihen(zB in |R;
metrische räume kannst du für bwl glaub ich getrost
vergessen), bzw ein paar beispiele(geometrische reihe) - und
das zweite alles was du in analysis machst ist GRENZWERT -
egal ob lim(klar) oder differenzieren
(=lim[f(x_0)-f(x)]/[x_0-x];x->x_0)
und auch das intergieren ist ein grenzwert - nie vergessen

Grenzkosten zu berechnen ist ja glaube ich auch Analysis, oder?
Und das schaut wesentlich leichter aus, als die „normale“ Schul-Analysis.
(Habe mir das Buch „Abitur-Wissen - Wirtschaft u. Recht - Betriebswirtschaft“ gekauft. Da steht auch was von Kostenfunktionen und Grenzkosten drinnen. Sieht aber wesentlich verständlicher aus.)

Wer oder was ist eigentlich ein „lim“?!

und alles was „Namen“ hat ist wert be- und gemerkt zu werden

Welche Namen sind denn noch „berühmt“?

wenn sich der auskennt?! aber in der wirtschaft heißt es doch
meines wissens auswahl und das am besten aus einer vielfalt -
*g* studiere das angebot und nimm den der dir persönlich
zusagt und die dinge gut erklären kann- und dich fordert (aber
gleichzeitig billig ist dabei meist eine illusion)

Wenn der 30 Euro die Stunde kosten würde und ich dann mind. ne 2 hätte, wäre es mir das Geld werd.
BWLer sollten ja ziel- und ergebnisorientiert denken - so meine Meinung - deshalb sehe ich das eher als langfristige Investition an.

Gruß

Norbert

Hallo Häuserprofi,

danke für deine Antwort.

ich geb mal als BWLer eine Auskunft nach meiner Erfahrung.

  1. Für was braucht man Analysis und Stochastik - bezogen auf
    ein BWL Studium und bezogen auf das „tägliche“ bzw. berufliche
    Leben?

Kommt darauf an. Das kommt jetzt nämlich darauf an, was du aus
deinem BWL-Studium später machst. Wenn du beispielsweise in
der Marktforschung arbeitest, brauchst du einfach Wissen über
Statistik und empirische Sozialforschung, wenn du im Marketing
arbeitest brauchst du Grundkenntnisse um die Aussagekraft von
empirischen Ergebnissen beurteilen zu können, wenn du im
Bereich Finanzierung arbeitest, mußt du mit
finanzmathematischen Modellen umgehen können, wenn du in der
strategischen Planung arbeitest, solltest du schon mal was von
Operations Research gehört haben, wenn du…

Es ließe sich beliebig fortsetzen.

Leuchtet mir ein, deine Beispiele.

  1. Wie „schwer“ ist Analysis und Stochastik?

Kommt darauf an. Es komm jetzt nämlich darauf an, wie sehr dir
Mathematik liegt. In meinem Studium war Mathe und Statistik
nicht die Hürde, vieles hatte ich zudem schon mal in der
Schule gehört (den ganzen Bereich Analysis). Aber es gab
natürlich auch Studenten, die wegen Mathe das Studium
geschmissen haben. Das waren aber weniger als wegen
Rechnungswesen, denn Rechnungswesen ist zwar viel leichter,
aber auch viel langweiliger *grins*.

Naja, in Mathe wollte ich nie gut sein. (Das war noch meine alte Realschuleinstellung…)
Mittlerweile sind 3 Jahre vergangen und ich bin schlauer geworden :smile:
Aber wenn ich mich richtig hinsetze, dann dürfte es schon einigermaßen klappen.

Gruß

Norbert

Hallo Patrick,

danke für deine Antwort.

ich habe an mehreren FHs studiert… 3 um genau zu sein. und
es gibt himmelweite Unterschiede.

Dann hoffe ich mal, dass es auf der FH Nürnberg wenigstens praxisbezogen ist :smile:

Ich zeige euch mal, was mich da so alles erwarten wird:

Analysis
12.1 Grundbegriffe bei reellen Funktionen 37 Std.
12.2 Grenzwert und Stetigkeit 10 Std.
12.3 Differenzialrechnung 40 Std.
12.4 Integralrechnung 12 Std.

Das brauchst du für Wirtschaftsmathe und Marketing.

Wirtschaftsmathe sehe ich ein.
Aber Marketing?
Wieso können die des net praxisbezogen machen…

Stochastik
12.5 Zufallsexperiment und Ereignis 15 Std.
12.6 Relative Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit 14 Std.
12.7 Berechnung von Wahrscheinlichkeiten 12 Std.
12.8 Zufallsgröße und Wahrscheinlichkeitsverteilung 16 Std.

Das brauchst du für den Statistikschein. Dazu kommt reine
Statistik. Das sind so Verteilungsgeschichten.
Mit einem vernünftigen Prof echt machbar.

Statistik hatte ich bereits in der Berufsschule.
Einfach hier ne Multiplikation, da ne Division und hin und wieder mal ne Addition und Subtraktion :wink:

Und jetzt meine Fragen:

  1. Für was braucht man Analysis und Stochastik - bezogen auf
    ein BWL Studium und bezogen auf das „tägliche“ bzw. berufliche
    Leben?

Analysis für marketing.
Preisabsatzfunktionen,Gewinnmaximaler Preis, und eventuell
Logistik Lagerberechnung… um ein paar Beispiele zu nennen

Statistik ist auch Marketing und Sales und zwar richtig!

Wie bereits oben geschrieben, warum kann das „Zeug“ keinen praxisbezug haben?!

Realschule ist auf jeden Fall ein Wettbewerbsnachteil. Und man
kann einfach sagen:
Wer von den Bwlern rechnen kann, ist klar im Vorteil.

Wettbewerbsnachteil für BOS oder Studium?
Für BOS:
Wenn ich auf Wirtschaftsschule gewesen wäre, dann hätte ich Mathe abgewählt.
Für Studium:
Gehe ja auf die BOS um meine Fachhochschulreife nachzuholen.
Gymnniasten mögen in Mathe einen Vorteil haben.
Dafür kann ich eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen. Und das ist mein Wettbewerbsvorteil *g*

Du wirst um 10 Semesterwochenstunden Mathe nicht drumherum
kommen.
Knie dich in der BOS rein, dann hast du dein Wissen doppelt in
Noten umgemünzt.

Werde ich auf jeden Fall machen!

Es gibt sicherlich viele gute Hochschulen Deutschland, aber
wenn du ein einigermaßen stressfreies Studium und trotzdem gut
ausgebildet sein willst… kann ich dir die FH Dortmund an Herz
legen.

Es gibt da nur einen dieser typischen beamtenprofs und dem
läuft man erst im Haupstudium über den Weg, ansonten eine
runde Sache.

Und bei Mathe übertreibt es keiner.

Mal gucken, ob ich wegen nes Studiums, nach Dortmund ziehe…

Deine Fragestellung fand ich übrigens sehr gut… so wird aus
dir bestimm mal ein guter.

Danke, dass hoffe ich auch :smile:

Gruß

Norbert

Hallo Kurt,

danke für deine Antwort.

  1. Für was braucht man Analysis und Stochastik - bezogen auf
    ein BWL Studium und bezogen auf das „tägliche“ bzw. berufliche
    Leben?

a) Analysis wird für viele Bereiche der BWL und VWL benötigt.
Zum einem für die Stochastik aber zum anderem auch für
Optimierungen, was die Hauptaufgabe eines BWL’er bzw. VWL’er
ist. Die Frage nach dem optimalen Preis lässt sich einfacher
über die ersten beiden Ableitungen berechnen als dieses mit
bloßen Worten.

Zumindest kann man den Preis so in der Theorie berechnen.
In der Praxis gibt es verschiedene Faktoren zu berücksichtigen.
Beispielsweise kann man in den Berechnungen nicht berücksichtigen, wie bei einer Preisänderung das Verhalten der anderen Marktteilnehmer aussehen wird.
Aber um zumindest ne Zahl „auf der Hand“ zu haben, sicherlich ganz gut :smile:

b) Die Welt für den BWL’er ist von Zufällen geprägt. Steigt
der Ölpreis morgen, wie oft fällt eine Maschine aus oder was
macht die Regierung morgen. Diese zufälligen Ereignisse müssen
modeliert werden, um z.B. Prognosen oder
Ausfallwahrscheinlichkeiten zu errechnen.

Hockt sich z.B. um den Forderungsausfall zu berechnen bzw. zu prognostizieren, tatsächlich jemand hin und rechnet da rum?
Wird so ein Problem nicht eher aus der Gesamtsituation heraus betrachtet, ohne irgendwelche allzukomplizierten Berechnungen anzustellen?

  1. Wie „schwer“ ist Analysis und Stochastik?
    Ich habe mir mal beide Sachen angesehen.
    Bei Stochastik sieht das alles irgendwie logisch bzw.
    nachvollziehbar aus.
    Bei Analysis steige ich aber überhaupt nicht durch. Ob das
    normal ist?!

BWL ist nicht nur ein „blabla“ Fach. Besonders die letzten
Jahre zeigen, dass die Mathematik immer mehr Einfluss in die
BWL/VWL erhält. Nun ist die Frage, wo du studieren willst.
einige Unis haben einen relativ hohen Anspruch an math.
kenntnisse, andere aber weniger.

Uni Mannheim wäre natürlich schön :wink:
Wäre aber „nur“ ein Jahr auf der BOS machen.
Dann habe ich meine Fachhochschulreife und kann „nur“ auf der FH studieren.
Vom Wohnort ausgesehen, bietet sich da die FH Nürnberg an.
Habe aber noch keine Erfahrung gemacht, ob die FH Nürnberg „gut“ oder „schlecht“ ist.

Gruß

Norbert

Hallo Kurt,

danke für deine Antwort.

  1. Für was braucht man Analysis und Stochastik - bezogen auf
    ein BWL Studium und bezogen auf das „tägliche“ bzw. berufliche
    Leben?

a) Analysis wird für viele Bereiche der BWL und VWL benötigt.
Zum einem für die Stochastik aber zum anderem auch für
Optimierungen, was die Hauptaufgabe eines BWL’er bzw. VWL’er
ist. Die Frage nach dem optimalen Preis lässt sich einfacher
über die ersten beiden Ableitungen berechnen als dieses mit
bloßen Worten.

Zumindest kann man den Preis so in der Theorie berechnen.
In der Praxis gibt es verschiedene Faktoren zu
berücksichtigen.
Beispielsweise kann man in den Berechnungen nicht
berücksichtigen, wie bei einer Preisänderung das Verhalten der
anderen Marktteilnehmer aussehen wird.
Aber um zumindest ne Zahl „auf der Hand“ zu haben, sicherlich
ganz gut :smile:

naja, nur jetzt mal so nebenbei, aber optimierung ist doch eher lineare algebra… ich würd optimierungsaufgaben auf jeden fall immer mit dem simplex-verfahren oder eben graphisch lösen. aber mit ana? neeeee… (naja, da spricht aber auch wieder die neigung aus mir… :smiley:)

Habe mir des Teil mal angesehen.
Leider habe ich da fast nichts verstanden.
Ok, die Mengenlehre geht ja noch…
Hatten auch sowas noch nie in der Realschule gemacht
(Analysis).
Nur das man Pyramiden zeichnen durfte und dann noch ein paar
Linen rein malen sollte und dann mit sinus und cosinus die
Fläche bzw. irgendwas anderes ausrechnen sollte.
War ja alles sehr Praxis bezogen…

ist ja auch gut so mathematik ist sehr fern der wirklichkeit - aber oft leichter zu rechnen - paradox aber wahr - für mich zu mindestens

also um dich zu beruhigen es passiert seehhr vielen anfängern,
dass sie bei analysis aussteigen -

Ob mich das beruhigt?
Dann fliegen halt alle von der Schule :wink:

ich nehm an das ändert sich doch bei den meisten :smile: irgendwann kommt das große aha

Grenzkosten zu berechnen ist ja glaube ich auch Analysis,
oder?
Und das schaut wesentlich leichter aus, als die „normale“
Schul-Analysis.
(Habe mir das Buch „Abitur-Wissen - Wirtschaft u. Recht -
Betriebswirtschaft“ gekauft. Da steht auch was von
Kostenfunktionen und Grenzkosten drinnen. Sieht aber
wesentlich verständlicher aus.)

also grenzkosten hört sich schwer nach ana an - wie BWL mathe aussieht weiss ich nicht - leider -

Wer oder was ist eigentlich ein „lim“?!

lim ist derjenige auf den du zugehst aber nie erreicht bzw. überschritten wird

zB. stell dir vor du kletterst ein seil hoch - sagen wir es ist 2 meter lang, beim ersten „schritt“ kletterst du einen meter hoch - beim nächsten (weil du nicht mehr so viel kraft hast) nur noch die hälfte und danach wieder … und als lim bezeichnen die mathematikerInnen den roten strich der die zwei meter markiert - du kansst kettern so lang du willst aber errreichen wirst du das nie ( der alptraum jedes sportstudenten/studentin *gg* )

analog kannst du zb hoffen dass deine kosten zwar immer steigen aber nie eine grenze überschreiten, und so der gewinn höher ausfällt als wenn die kosten ohne grenze wachsen würden ;-(

Welche Namen sind denn noch „berühmt“?

ich meinte zb so dinge wie Cauchy’sches Konvergenzkriterium
alles was so aussieht als ob es nach jemandem benannt wurde
(cauchy ist jedenfalls einer der dazugehört - angeblich war der arrogant - aber wen kümmerts heut’)

übrigens ich wollte dich mit dem mathe skript nicht verschrecken - es hat durchaus seinen reiz - und einmal mehr abstrahieren erspart manchmal viel arbeit :smile:

naja, nur jetzt mal so nebenbei, aber optimierung ist doch
eher lineare algebra… ich würd optimierungsaufgaben auf
jeden fall immer mit dem simplex-verfahren oder eben graphisch
lösen. aber mit ana? neeeee… (naja, da spricht aber auch
wieder die neigung aus mir… :smiley:)

ja aber krizzy - was soll den das denn ?? :smile:

wozuglaubst du lernt man in der analysis I-III irgendwann Extremwertaufgaben mit nebenbedingungen nicht nur damit die meteorologen isobare zonen finden können - auch um gewinnentwicklung bei konstanten kosten vorauszusagen - erinnert ein wenig an die auguren und haruspices - nur sind die prognosen heute ein wenig besser hoff ich :smile:

ciao martin|nitram

ich find das simplex-verfahren lustig :smile:
und wenn man etwas nicht so gut kann, dann wird man immer besser drin alternativen zu finden :smiley:

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Also nun muss ich mich nochmal melden.

Prognosen werden jeden Tag gemacht. Wie gut sie sind hängt natürlich von der Modellspezifikation ab. Aber in den letzten Jahren hat sich viel theoret. getan. Ich erinnere nur daran, dass die letzten beiden Nobelpreise an Ökonometriker gingen…
Viele Probleme sind nicht linear. Das Simplexverfahren setzt aber Linearität voraus.
Und denkt mal an die Berechnung des Cournotpunktes, um den optimalen Preis eines Monopolisten zu berechnen. Hier werden Ableitungen benötigt. (ein sehr simples Beispiel aber es gibt noch relativ schwerer, besonders wenn man intertemporale Berechnungen durchführen muss).

Gruß Kurt

naja, gut, ich geb mich geschlagen…
geb ja auch zu, dass ich das simplex-verfahren eh nur kann, weil ich jemandem nachhilfe geben musste, da musste das mal fix selbst beigebracht werden… :smile:
und ana prüfung is erst in 2 monaten oder so. und zu meiner verteidigung: wollt mich grad hinsetzen und das lernen :wink:

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