Hallo zusammen,
in fast allen Anamnesebögen, die ich mal gesehen habe wird immer nach sexuellen Erlebnissen bzw Selbstbefriedigung gefragt.
In Fällen, wo Menschen mißbraucht oder vergewaltigt worden sind kann ich das ja noch nachvollziehen, aber was hat die Selbstbefriedigung mit einer Therapie zu tun, wenn ganz andere Verhaltensmuster dabei angesprochen werden?
Über aufklärende Antworten würde ich mich freuen.
Skippy
laienhafte Annäherung
Hi Skippy,
ich bin Psycho-Laie und versuche Mal meine Idee dazu zu formulieren:
In der Sexualität sind Menschen „offen“ und zeigen ggf. Verhaltensweisen udgl., die ansonsten sorgfältig verborgen werden. Insofern könnte man „echte“* Sexualtität (mit einem Partner/einer Partnerin oder in der Selbstbefriedigung) vielleicht sogar als Tür oder Weg zur Seele/zum Kern des Menschen verstehen.
* echte Sexualität als Ausdruck von Nähe und Offenheit im Unterschied zu ONS und zwanghaftem Wettbumsen