Anbieterwechsel - Verkabelung

Hallo Allerseits,

vorab, ich habe schon danach gesucht aber noch keine direkte Info gefunden. Auch Gespräche mit den Verkäufern brachte keine Klarheit.

Situation vor Ort:

2 Haushalte 1 Anschluß Telekom - Telefon (ISDN), DSL 2000

Die beiden Haushalte sind an einer ISDN-Telefonanlage sternverdrahtet. Genutzt werden seit Jahren nur die beiden analogen Ausgänge der ISDN-Anlage. Daran sind jeweils Basisstationen mit mehreren Mobilteilen angeschlossen.

DSL wird im Keller daneben auch zentral verteilt (Splitter, Modem, Router, Switch).

Jetzt hat der Anschlußinhaber Probleme mit der Telekom und möchte wechseln.

Nun meine Frage, falls z. B. zu 1und1 oder Arcor gewechselt wird, kann die vorhandene Hardware so funktionieren? Manchmal ließt man, daß spezielle Router zum Einsatz kommen (zur Anbindung der Telefonie). Daraus eine kleine Zusatzfrage, ist bei den anderen Anbietern das „echte“ Telefonie oder eine Art Internettelefonie, die einfach über den DSL-Anschluß realisiert wird. Dementsprechend müsste ja dann auf jeden Fall geänderte Hardware her, oder?

Vorab sei gesagt, daß es nicht möglich ist, die Verdrahtung zu ändern. Auch WLAN ist keine Option.

Mir schwebt es so vor, daß einfach auf einen anderen Anbieter umgeschaltet wird und fertig. Auf Grund der getrennten Haushalte muß natürlich alles auf ISDN-ähnlicher Basis funktionieren (2 getrennte Amtsleitungen).

Prinzipiell habe ich kein Problem am Sternpunkt eine andere Hardware zu montieren aber ich müsste genau wissen, ob die vorliegende Funktionalität gewähleistet ist.

Ohne jemand auf die Füße treten zu wollen, Antworten wie „…ich denke…“, „…könnte mir vorstellen…“ helfen hier nicht weiter. Ich muß es schon genau wissen ob oder ob nicht.
Links zu den Anbietern helfen normalerweise nicht, da dort nicht ganz klar beschrieben wird, ob das Vorhandene in meinem Fall so uneingeschränkt (evtl. mit anderem Router ohne Änderung der Verkabelung) genutzt werden kann. Auch Mailanfragen wurden bis dato von keinem Beantwortet.

Danke im Voraus.

MfG

AL

Hallo Andreas

DSL wird im Keller daneben auch zentral verteilt (Splitter,
Modem, Router, Switch).

Jetzt hat der Anschlußinhaber Probleme mit der Telekom und
möchte wechseln.

Wer hat die nicht :smile:

Nun meine Frage, falls z. B. zu 1und1 oder Arcor gewechselt
wird, kann die vorhandene Hardware so funktionieren?

ISDN unterliegt einem Standard und somit lassen sich ISDN-Geräte grundsätzlich bei jedem Netzbetreiber anschließen. Unter Umständen ist ein neuer NTBA erforderlich. Diesen gibt es jedoch bei jedem Netzbetreiber kostenlos dazu sofern überhaupt erforderlich.

DSL endet grundsätzlich in einer Netzwerkverbindung somit kannst du spätestens an diesem Punkt wieder den Switch anschließen und die Daten verteilen. Verschiedene Provider benötigen „eigene“ Modems. Diese werden jedoch im Zweifelsfall auch vom Provider geliefert.

Ich empfehle, dass du dich von allen Anbietern fernhälst, die den Einsatz von Komplettgeräten wie der Fritzbox quasi zur Bedingung machen (z.B. O2 oder 1&1). Ein Austausch des DSL-Modems könnte erforderlich sein und u.U. ebenso ein Austausch des Routers. Aber solange du bei den Geräten abschließend auf ein ISDN und auf ein Netzwerksignal kommst bist du im grünen Bereich.

Daraus eine kleine Zusatzfrage, ist
bei den anderen Anbietern das „echte“ Telefonie oder eine Art
Internettelefonie, die einfach über den DSL-Anschluß
realisiert wird. Dementsprechend müsste ja dann auf jeden Fall
geänderte Hardware her, oder?

1&1 bietet keine „echte“ Telefonie sondern eine VoIP-Anbindung. Diese wird in der mitgelieferten FritzBox auf Telefonsignale umgesetzt, sodass normale Telefone angeschlossen werden können.
Arcor bietet meines Wissens echte Telefonanschlüsse und echtes ISDN. Leicht herausfinden lässt sich dies jedoch, wenn du beim Neuabschluss darauf achtest, dass du auch tatsächlich einen ISDN und nicht einen „Telefonanschluss“ bestellst.

Hallo Andreas,

wenn Du zu einem „normalen“ regional Anbieter wechselst, wird dieser den Anschluß der Telecom übernehmen. D.h. du wechselst wirklich lediglich den Anbieter und es ändert sich nichts. Es bleibt also bei ISDN (wenn Du willst) und bei DSL, du kannst in der Regel sogar deine Nummern behalten.

Wie 1&1 und Konsorten das handhaben entzieht sich meiner Kenntnis.

Ich hoffe wenigstens ein bisschen geholfen zu haben.

L.G.
Ralf

Moin, Moin.

Ich würde am besten die Probs mit der T-Com klären, denn es gibt wenige Anbieter die noch reines ISDN anbieten. Sollten die Probs mit der Rechnungsstellung zu tun haben, wäre das dann ja nur aufgeschoben, denn diese Probs wird der Anschlußinhaber auch beim neuen Anbieter bekommen. Evtl. kann ich durch meine Vitamine die Dinge ja entschärfen lassen.

alf

Hallo Allerseits,

vorab, ich habe schon danach gesucht aber noch keine direkte
Info gefunden. Auch Gespräche mit den Verkäufern brachte keine
Klarheit.

Hallo,

eigentlich ist dein Problem das einfachste überhaupt. Ein anderer Provider übernimmt Telefonanschluss und die gleiche DSL-Stufe und bei euch braucht garnichts geändert zu werden (falls sowieso eine Fritzbox mitgeliefert wird, kann man die ja mal zur Reserve beiseite legen).

Aber leider, wie du schon an der Beratung siehst, macht sich die totale Unfähigkeit immer mehr breit, daher beträgt die Zeit für einen erfolgreichen Wechsel heute auch schon 8 Wochen selbst ohne jedes technische Problem. Ich wüsste aber nichts, was dagegen helfen könnte.

Dazu kommt, dass immer mehr Provider VOIP wegen der nichtexistenten Gebühren billig vermarkten wollen, aber die Tatsache, dass es sich eben nicht um einen vollwertigen Analog-oder ISDN-Anschluss handelt, so gut wie möglich verschleiern. Selbst auf direkte Frage danach wird herumgedruckst, oder man hat die angelernten Hausfrauen im Callcenter erst garnicht darüber aufgeklärt, weil sie es sowieso nicht verstehen würden. Auf die Frage, ob man darüber faxen kann, bekommst du ebenfalls keine oder eine falsche Antwort.

Also wenn ihr zufrieden mit der Technik seid, lasst euch den Telefonanschluss nicht abschwätzen. Der Rest liegt eh in Gottes Hand.

Gruss Reinhard