Anderer Arbeitsplatz/ Schwangerschaft/ Gehalt

Hallo,

eine schwangere Frau darf auf Grund der dortigen Bedinungen nicht mehr in ihrem eigentlichen Beruf arbeiten.
Also möchte der Chef sie gerne in einem anderen Bereich haben.
Zwar ist sie dafür überqualifiziert, aber klar der Chef lässt ja keine Arbeitskraft einfach ausfallen. Und weil es ja nicht für lange ist, möchte die Schwangere es auch machen.
Obwohl es in diesem Beispiel z.B. nur eine Praktikantenstelle wäre.

Nun möchte der Chef aber, dass die Gute einen neuen Arbeitsvertrag unterschreibt. Natürlich würde sie hier auch nur so viel Gehalt bekommen wie die Praktikanten. Begründung: Sie macht ja nur die Arbeit einer Praktikantin. Da fühl sich die Schwangere doch über den Tisch gezogen. Sie ist ja eine ausgebildete Fachkraft.

Ist das den rechtens? Was wird passieren, wenn die Frau sich weiger?

Vielen Dank
Gruß

Hallo,

da reicht ein Blick ins Mutterschutzgesetz.

Man darf eine Schwangere zwar umsetzen, aber sie darf was das Gehalt angeht nicht benachteiligt werden. Wenn man sie nicht umsetzen kann (weil der Chef z.B. in dem Fall keine Lust hat, Praktikantenarbeit hoch zu bezahlen) kann ein Berufsverbot ausgesprochen werden (dazu kann die Schwangere auch ihren Frauenarzt fragen). Der Clou daran: auch dann muss der Chef die vollen Bezüge zahlen :smile: Und dabei arbeitet die Schwangere noch nicht mal als Praktikantin sondern bleibt daheim :smile:
Also der Chef scheint sich nicht auszukennen. Aber einen neuen Vertrag sollte die Schwangere auf gar keinen Fall unterschreiben! Wie oben skizziert: entweder der Chef lässt sie Praktikantenarbeit mit altem Gehalt machen oder die Schwangere lässt sich ein Berufsverbot aussprechen (weil an ihrem alten Arbeitsplatz die Mutterschutzrichtlinien nicht eingehalten werden können), bekommt in dem Fall aber auch bis zum Mutterschutz die ganz normalen Bezüge.
die Schwangere sollte einfach mal nach Mutterschutzgesetz und Berufsverbot googeln :smile:

Grüße
Jessica