Anderes Produktionssystemm - Hypothetische Frage

Hallo,

ich habe einmal eine hypothetische Frage. Ich weiss, das einige der Punkte mit Sicherheit als Strittig angesehen werden. Mir geht es aber nur um die Lösbarkeit (oder Unlösbarkeit) eines ganz bestimmten Problems, und um den möglichen Lösungsweg, so es denn einen geben mag :wink:.

Nehmen wir mal an, das es möglich ist, eine Maschinerie zu produzieren, die sich selbst warten und replizieren kann, und nach belieben (natürlich nur im Rahmen der vorher gespeicherten Konstruktionspläne) andere Maschinen herstellen kann. Das Gerät könnte demnach die Produktion praktisch sämtlicher Waren übernehmen, vom Autobau bis zum Zug. Eine entsprechende Entwicklungszeit vorausgsetzt, könnten praktisch fast alle Jobs im Bereich Handel / Produktion dadurch verschwinden. Was bleiben dürfte, sind soziale und medizinische Berufe, die wohl eher schwer ersetzbar sind. Und natürlich die wissenschaftlichen Berufe, sowie Programmierer, Ingenieure. Wer die Füsse hochlegen will, kanns machen, schliesslich wird ja alles von irgendwelchen Maschinen erledigt.

Meine eigentliche Frage setzt aber viel früher an! Vor diesem System. Nehmen wir mal das aktuelle Datum. Angenommen mal, ich würde über die Basis dieser Technologie verfügen, also ich hätte eine funktiorende selbstreplizierende Maschineninfrastruktur, und auch Landbesitz und Rohstoffe (aber beides begrenzt - wenn ich mehr brauche, muss ich es kaufen). Wie beginne ich mit der Einführung? Nehmen wir ruhig Deutschland als Beispiel.

Tja, und da bekomme ich in der Vorstellung arge Probleme. Sagen wir mal, ich programmiere mein System so, das es einfache Kleidung, Lebensmittel und Medikamente zur Verfügung stellt, die ich dann kostenlos an die Armen in Deutschland abtrete.

Klingt doch erstmal gut! Tja… aber irgend jemand verkauft jetzt weniger Lebensmittel, weniger Klamotten und weniger Medikamente. Zwangsweise werden auch Leute erscheinen, die es sich zwar theoretisch leisten können, diese Sachen zu kaufen, die aber lieber die kostenlose Variante nehmen, weil sie das Geld lieber anderswo benutzen. Im Ernst, wenn ich ein Geschäft kennen würde, wo ich umsonst Kopfschmerztabletten herkriege, und ich weiss auch, das es dort immer genug gibt und ich niemanden etwas wegnehme - ich wüsste nicht, was dagegen spräche, sich dort welche zu holen. Und ich denke, das würde auf Dauer vielen anderen genauso gehen.

Nun gut, die Pharma Industrie, die Bekleidungs und Ernährungsmittelindustrie (und damit zwangsläufig auch der Handel) machen also Einbrüche. Naja, ist nicht so tragisch. Es geht ja darum ein System einzuführen, und irgendwie muß das alte abgelöst werden, oder? Nun müsste ich aber, um nicht nur Jobs zu vernichten und Leuten die Existenz zu nehmen, den gefeurten Leuten aus den jeweiligen Branchen einen Ersatz bieten. Sozusagen Arbeitslosengeld zahlen!

Naja, kein Problem. Ich habe ja ein Maschine, die alles herstellen kann. Also baue ich irgendwas sehr billig - vielleicht einen Fernseher, oder einen Dolby Verstärker… irgend etwas, ich kanns ja billiger bauen als jeder andere. Was es auch ist, ich verkaufe es, und bezahle damit die durch mein System Arbeitslos gewordenen.

Und genau da steckt mein Problem: Das Loch, das ich reisse, dürfte immer größer sein, als die Einnahmen, die ich erhalte. Das heisst, ich schaffe mit dieser Maschinerie immer einen größeren Schaden an der Wirtschaft, als ich ihr gutes tue (im weitesten Sinne).

Nochmal in Kurzform: Wenn ich Sachen kostenlos herstellen kann (abgesehen von den Rohstoffen) und deshalb verschenke, haben die Branchen Einnahmeverluste. Um die gekündigten Leute aufzufangen, zur Zahlung einer Art „Arbeitslosengeld“, verkaufe ich Waren. Das erzeugt weitere Einnahmeverluste usw. usw.

Man stelle sich beides (Einnahmeverluste der Unternehmen und die „Arbeitslosengeldzahlungen“ meinerseits) auf einer X,Y Skala vor. Müsste ich nicht irgendwann den Punkt erreicht haben, an dem zwar einen gewaltigen Wirtschaftlichen Schaden anrichte, diesen aber nicht mehr mit Geld bezahlen kann? So das ich praktisch einen immer größeren Berg von Unbeschäftigten, Einnahmelosen vor mir herschiebe?

Kommt man überhaupt über so einen „Berg“, wäre er unüberwindlich oder sehe ich ein Problem, wo keins ist?

ciao

JM

N’Abend.

(„Irgendwann fange ich an die Tastenkombinationen von Firefox abzuschalten…“)

Nehmen wir mal an, das es möglich ist, eine Maschinerie zu
produzieren, die sich selbst warten und replizieren kann, und
nach Belieben (natürlich nur im Rahmen der vorher
gespeicherten Konstruktionspläne) andere Maschinen herstellen

Irgendwann würde die Maschinerie den Menschen und anderen biologischen Lebewesen die Resourcen abgraben und mit diesen in Konkurrenz treten…

kann. Das Gerät könnte demnach die Produktion praktisch
sämtlicher Waren übernehmen, vom Autobau bis zum Zug. Eine
entsprechende Entwicklungszeit vorausgsetzt, könnten praktisch
fast alle Jobs im Bereich Handel / Produktion dadurch
verschwinden. Was bleiben dürfte, sind soziale und
medizinische Berufe, die wohl eher schwer ersetzbar sind. Und
natürlich die wissenschaftlichen Berufe, sowie Programmierer,
Ingenieure. Wer die Füsse hochlegen will, kanns machen,
schliesslich wird ja alles von irgendwelchen Maschinen
erledigt.

Maschinen verlangen für ihre Arbeit i.A. keine Bezahlung. Selbst in diesem System würde man noch arbeiten um an Geld zu kommen. Sofern die Grundbedürfnisse des Menschen noch nicht durch Maschinen gestillt werden können…

Tja, und da bekomme ich in der Vorstellung arge Probleme.
Sagen wir mal, ich programmiere mein System so, das es
einfache Kleidung, Lebensmittel und Medikamente zur Verfügung
stellt, die ich dann kostenlos an die Armen in Deutschland
abtrete.

Sehr nobel. Aber aus Nächstenliebe wird das sicherlich nicht geschehen. Eher aus Eigennutz.

Klingt doch erstmal gut! Tja… aber irgend jemand verkauft
jetzt weniger Lebensmittel, weniger Klamotten und weniger
Medikamente. Zwangsweise werden auch Leute erscheinen, die es
sich zwar theoretisch leisten können, diese Sachen zu kaufen,
die aber lieber die kostenlose Variante nehmen, weil sie das
Geld lieber anderswo benutzen. Im Ernst, wenn ich ein Geschäft
kennen würde, wo ich umsonst Kopfschmerztabletten herkriege,
und ich weiss auch, das es dort immer genug gibt und ich
niemanden etwas wegnehme - ich wüsste nicht, was dagegen
spräche, sich dort welche zu holen. Und ich denke, das würde
auf Dauer vielen anderen genauso gehen.

Da scheint der Haken an dieser Logik zu liegen: man geht arbeiten um Geld zu verdienen, welches der Bedürfnisbefriedigung dienen soll(te). Aber da diese ja auch durch Maschinen erledigt wird brauche ich ja nicht arbeiten zu gehen :smile: Schlaraffenland total…
Im Schlaraffenland hätte man schliesslich auch ein Bruttosozialprodukt von ‚Null‘. Warum arbeiten, wenn mir die Vögel nur in den Mund fliegen ? Geld ? Den krisenauslösenden Quatsch brauch ich nicht…

Und genau da steckt mein Problem: Das Loch, das ich reisse,
dürfte immer größer sein, als die Einnahmen, die ich erhalte.
Das heisst, ich schaffe mit dieser Maschinerie immer einen
größeren Schaden an der Wirtschaft, als ich ihr gutes tue (im
weitesten Sinne).

Des einen Gewinn des anderen Verlust. Ein Nullsummenspiel, allerdings nimmst DU ja kein Geld ein…

Kommt man überhaupt über so einen „Berg“, wäre er
unüberwindlich oder sehe ich ein Problem, wo keins ist?

Prinzipiell ist das „Schlaraffenland“ möglich, aber bis die Menschheit mental soweit ist wird es wohl noch etwas dauern…
Aber ob jeder mit so einem System wirklich glücklich wird … ???

Das nur als Anregung
mfg M.L.

Aso das mit der Maschine kenn eich schon Ewigkeiten. ich weiss nciht warum du diese alte Suppe mit dem schimmelpilz hier wieder aufwärmst.

die Frage und auch für dich die ösung liesse sich ganz kurz fassen. denn das Problem gibt es schon heute:

das Geld wird abgeschafft. Wer´s nicht glaubt ist dumm ich habe heute nämlich schon zwei getroffen, die keins mehr haben und cih ahb auch nur noch kleine Münzen im Sackl.

also: es läßt sich keine „wirtschaft“ mit Geldghabenden und Geldlosen paralell betreiben.

gruss

Hallo,

entschuldige bitte, das die Antwort so lange auf sich warten liess.

Nehmen wir mal an, das es möglich ist, eine
Maschinerie zu produzieren, die sich selbst
warten und replizieren kann, und nach Belieben
(natürlich nur im Rahmen der vorher gespeicherten
Konstruktionspläne) andere Maschinen herstellen

Irgendwann würde die Maschinerie den Menschen und
anderen biologischen Lebewesen die Resourcen
abgraben und mit diesen in Konkurrenz treten…

Warum denn das? Die Maschine ist doch kein Lebewesen, nicht intelligent, und bewegt sich nur innerhalb ihrer Vorgaben - eben genau so, wie alle Maschinen es tun. Vollautomatische Autofabriken klauen auch keine Ressourcen :wink:

Maschinen verlangen für ihre Arbeit i.A. keine
Bezahlung.

Das ist mir klar, aber ihr Besitzer, der für diese Maschinen Geld bezahlt hat, und es wieder reinbekommen will! Das System was ich vorschlage ist sozusagen karitativ, wie ich es in den Beispielen bereits erwähnt habe…

Selbst in diesem System würde man noch arbeiten um
an Geld zu kommen. Sofern die Grundbedürfnisse des
Menschen noch nicht durch Maschinen gestillt
werden können…

Das ist ja der Punkt: Das System KANN die Grundbedürfnisse befriedigen - das ist eine Behauptung, die dem Gedankenspiel zugrundeliegt. Es KÖNNTE also die Grundbedürfnisse aller befriedigen - wenn ich es richtig einführe. Nur das wie der Einführung ist mir unklar.

Sehr nobel. Aber aus Nächstenliebe wird das
sicherlich nicht geschehen. Eher aus Eigennutz.

Doch, das ist doch gerade der Witz an dem System. Wenn Du ein System einführen willst, das die Grundbedürfnisse aller deckt, und dann wieder Kohle dafür haben willst (oder sonstwas) dann wäre das ganze ja sinnlos.

Du hast das ganze vorher als „Nullsummenspiel“ bezeichnet. Das stimmt nicht. Es muss ja irgend einen Besitzer geben, ob rechtliche Person oder reele, dem der ganze Kram gehört. Und der zahlt Steuern, sobald er mit Geld arbeitet, und das wird er tun müssen, sobald er die Arbeitslosen, die sein System erzeugt, auffangen möchte. Also verschwindet Kohle in Richtung Staat…

ciao

JM

Aso das mit der Maschine kenn eich schon
Ewigkeiten.

Schön für Dich.

ich weiss nciht warum du diese alte Suppe mit dem
schimmelpilz hier wieder aufwärmst.

Tut auch nichts zum Thema; für Dich scheint es aber schon Grund genug, unhöflich zu werden. Du hast ja schon davon gehört, wie kann ich es jetzt wagen, die Frage erneut zu stellen! Unerhört!

die Frage und auch für dich die ösung liesse sich
ganz kurz fassen. denn das Problem gibt es schon
heute:

das Geld wird abgeschafft. Wer´s nicht glaubt ist
dumm ich habe heute nämlich schon zwei getroffen,
die keins mehr haben und cih ahb auch nur noch
kleine Münzen im Sackl.

also: es läßt sich keine „wirtschaft“ mit
Geldghabenden und Geldlosen paralell betreiben.

Das ist überhaupt nicht meine Frage gewesen!

Du siehst ein Stichwort, überspringst den kompletten Resttext und demonstrierst mit Deinem Post nicht nur, das Du nicht schreiben kannst, sondern auch noch, das Du des Lesens nicht mächtig bist, um dann ganz von oben herab etwas runterzurasseln. Ganz toll, Leute wie Dich habe ich gefressen…

ciao

JM