... anders gefragt

Wie versteht ihr Religion?
Wie verbindet ihr Religion mit dem Alltag? -
Ist Religion ein Ausbruch aus dem Alltag oder findet man Religion im Alltag (Kino/Stadion=Kirche; Filme mit relig. Hintergrund - Bruce allmächtig ect.) oder ist diese Suche nach Religion im Alltag eine verzweifelte nach den letzten Spuren der Christenheit in unserer atheistischen Zeit?

Wie versteht ihr Religion?

Ist ein Weg zum Göttlichen,

Wie verbindet ihr Religion mit dem Alltag?

Indem man ihre jeweilige Lehre praktiziert

Religion im Alltag eine verzweifelte nach den letzten Spuren
der Christenheit in unserer atheistischen Zeit?

kommt auf die Person an. Außerdem gibt es Religionen!!

mfg
rolf

Hallo,

im Idealfall sollte die Religion nicht nur Bestandteil des Alltags sondern der eigenen Persönlichkeit sein.

Begründung:
Die meisten Religionen möchten Werte und Glauben vermitteln, z.B. „Du sollst nicht lügen“ oder „Liebe deinen nächsten wie dich selbst“.
Wenn nun jemand diese Werte verinnerlicht, wird er sich dementsprechend Verhalten. Das Verhalten wird sich nicht suf bestimmte Zeitabschnitte beschränken sondern das ganze Leben umfassen.
Wer an einen oder viele Götter und Geister glaubt, tut dies nicht nur zu bestimmten Zeitabschnitte, sondern immer.

Alternativ gibt es das relativ moderne Verständnis von Religion als Heilmethode für seelisches Unwohlbefinden. Wenn ich mich körperlich unwohl fühle, mache ich Ayurveda und wenn ich mich seelisch unwohl oder leer fühle, besuche ich eine Sinngebungskurs. >Zynismus aus>

Gruß
Carlos

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

UFF…!!
Was für ein Thema! Könnte stundenlang darüber schwafeln.
Einige Denkanstösse:
Mao (der aus China) sagte: Religion ist Opium fürs Volk.
Zyniker sagen: Nicht Gott hat die Menschen erschaffen, sondern die Menschen haben einen Gott gemacht.
Meine Meinung: Es gibt ca. 6 Milliarden Menschen auf dieser Welt- und damit 6 Milliarden verschiedene Meinungen.
Soll heissen: Wie auch immer Du darüber denkst, es ist sicher nicht falsch.
Seid toleranter anderen religiösen Meinungen gegenüber, sie sind vielleicht gar nicht so verkehrt.

cu
Norbert

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

da gibt es diesen wunderschönen Spruch: Egal, ob Du an Gott glaubst, er glaubt an Dich.

Liebe Grüße,

Susanne

Hallo Norbert,

Mao (der aus China) sagte: Religion ist Opium fürs Volk.

Falsch.
Marx (der aus Deutschland) sagte: Religion ist Opium des Volkes.
Wird oft falsch zitiert.
Gruesse, Elke
(erbsenzaehlend)

Hallo Susanne,

da gibt es diesen wunderschönen Spruch: Egal, ob Du an Gott
glaubst, er glaubt an Dich.

Vielleicht musst du ihn ja von deiner Warthe aus schoen finden.
Mich schuettelt’s.

Gruesse, Elke

Liebe erbsenzählende,
hmm…
mag ja sein.
Aber „Religion ist Opium fürs Volk“ ist geringfügig anders als „Religion ist Opium des Volkes“.
Kann mir durchaus vorstellen, dass das Mao (der Chinese) derart adaptiert hat.
Liebe Grüße
Norbert
(auch erbsenzählend)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Norbert,

Aber „Religion ist Opium fürs Volk“ ist geringfügig anders als
„Religion ist Opium des Volkes“.
Kann mir durchaus vorstellen, dass das Mao (der Chinese)
derart adaptiert hat.

  1. ist der Bedeutungsunterschied schon gehaltvoll
  2. ist das das bekannteste Zitat von Karl Marx, das jeder kennt,
    der ‚Kommunistisches Manifest‘ sagen kann
  3. bin ich dafuer, dass wir das Forum von ‚werweisswas‘ in
    ‚werkannsichwasvorstellen‘ umtaufen.

SCNR
Gruesse, Elke

Hallo …

Vielleicht musst du ihn ja von deiner Warthe aus schoen
finden.
Mich schuettelt’s.

Wieso muss sie? Vielleicht will sie ja einfach nur, weil sie daran glaubt. Ich finde den Spruch auch einfach schön und das weil es meine Überzeugung ist und nicht weil ich es muss. Ausserdem ist Deine Antwort auch wieder ein Teil dieses Spruches …

Lieben Gruss

Tibu

HAllo Tiburon,

Ausserdem ist Deine Antwort auch wieder ein Teil dieses
Spruches …

Eben. Deshalb schuettelt es ja so. Weil damit jedes Ge-
spraech von vorneherein unmoeglich gemacht wird: weil mein
Un-Glaube nicht ernstgenommmen wird, bzw. nur von einer
Position aus, die mich als ‚noch unerleuchtet‘ betrachtet.

Ausserdem ist es christlich-theologisch nicht haltbar.
Denn ob ich nun durch eigene Taten oder durch Glauben
erloest werde und in den Himmel kommen soll - wenn ich
bis zu meinem Tode Gottes Existenz ablehne kann ich nicht
erloest werden. Und spaetestens dann, muss Gott aufhoeren
mich zu lieben - oder er ist perverser als ich dachte:
verdammt mich in die Hoelle (weil ich nicht an ihn glaube),
aber lieben, lieben tut mich trotzdem.

Nein danke.

Gruesse, Elke

Gott mit menschlichem Denken und menschlichen Eigenschaften auszustatten gehört eigentlich in die Zeit Homers.

Gruß
Merkur

Eben. owT
.

Whoops, da bin ich ja voll ins Fettnäpfchen getappt. Eigentlich fand ich den Spruch genauso geistreich für die eine Seite wie das ewige Verdammen (und davon Überzeugen-Wollen) des Atheismus. Wozu sollte das eine wie das andere gut sein? In der Bibel steht, dass Glauben eine Gnade ist (das ist vielleicht auch schon wieder eine Provokation für alle, die sich dann nicht in der Gnade sehen). Vielleicht ist es für einen Andersgläubigen auch eine Gnade, an etwas Anderes zu glauben; und für einen Nicht-Gläubigen, an nichts. Komisch nur, dass auch die Nichtgläubigen immer wieder versuchen, andere zum Nichtglauben zu überzeugen. Oder? Ich für mein Teil weiß, wo ich stehe…

Liebe Grüße,

Susanne

Hallo Susanne,
nein, kein Fettnaepfchen.
Genauso, wie ich niemand seinem Glauben ausreden will,
begruende ich meinen Agnostizismus nur und rede darueber nur,
wenn mich jemand direkt darauf anspricht, oder es als Praemisse
fuer eine Diskussion unumgaenglich scheint. Ich war etliche
Jahre in einem Oekumenischen Buero als Assistentin eines
Pfarrer taetig. Wir kannten unsere beiderseitige Einstellungen
und haben uns respektiert.
Aber genauso mag ich es nicht, wenn jemand meine Haltung
nicht ernst nimmt, in dem er mich etwa in seine Gebete
einschliesst.
Gruesse, Elke

Versuch einer Erklärung
Hallo Elke,

kann ich nachvollziehen (das sind so genannte weiße Elefanten, aber bestimmt nicht böse gemeint - und da schauert’s auch mich).
Ich selbst bin im glauben erzogen worden, hatte dann aber eine Mega-Zweifelphase vor meiner Konfirmation, wo ich meine Kindergebete alle quasi in den Papierkorb geworfen habe, weil ich mich damit nicht identifizieren konnte. Dann hatte ich ein ganz besonderes Erlebnis, das sich inzwischen sogar in besonderer Form wiederholt hat, sodass ich überzeugt war. Nach der Einsegnung ging ich dann irgendwann in einen Bibelkreis (mir zu pietistisch) - und war entsetzt von einer Massenveranstaltung des CVJM (kam mir vor wie Massenhypnose, aber das denke ich von allen Großveranstaltungen). Ich habe mich also wieder zurückgezogen. In meinem Freundeskreis waren und sind seit jeher Moslems, Christen, Agnostiker und Menschen, von denen ich gar nicht weiß, wie oder ob sie glauben. Wir haben uns irgendwie auf einer gemeinsamen Welle gefunden, auf der man andere Menschen so akzeptiert, wie sie sind. Nenn es Ethik. Für mich ist es Christentum, für jemand anders Islam oder Hinduismus.Das Faszinierende ist: Es funktioniert. Und das ist für mich auch irgendwie ein Gottesbeweis. das ist natürlich ein Stück individueller Glaube.
Und was Gottes Gnade oder Verdammnis von Menschen angeht, die an ihn glauben oder auch nicht, die „sündigen“ oder angeblich auch nicht, die für ihn kriegen oder sich in einsame Eremitagen zurückziehen - Gott wäre sehr klein und sehr menschlich, wenn wir ihn begreifen würden. Und dann bräuchten wir an ihn nicht mehr zu glauben, weil wir selbst alles erklären könnten.

So, ich denke, jetzt hab ich auch ein Stück weit mich erklärt. Also: Ich wollte nicht bevormunden oder sonst irgendetwas in dieser Richtung. Danke auch für Deine Erklärung…
Liebe Grüße,

Susanne

Thx - damit kann ich leben :wink: (owT)
.

Hallo

Dann hatte ich ein
ganz besonderes Erlebnis, das sich inzwischen sogar in
besonderer Form wiederholt hat, sodass ich überzeugt war.

Einmal ganz direkt gefragt: Und was war das?

Gruss

Wiesel

Hallo Wiesel,

klingt vielleicht sehr merkwürdig, aber es war ein Traum mit einer eindeutig christlichen Botschaft. Und Jahre später stand ich in einer Stadt, in der ich noch nie gewesen war, vor einem Gebäude, das (u.a.) genau mit dieser Botschaft bemalt war. Ich hatte vorher von dem Gebäude auch noch nie gehört. Es war ein total verrücktes Gefühl. Wieder ein paar Jahre später stieß ich zudem auf eine Bibelstelle, die auch genau auf meinen Traum passte. Ein bisschen viel zufall auf einmal-

Die Botschaft von damals hilft mir übrigens heute noch, wenn ich in schwierigen Situationen bin. Allein der Gedanke daran lässt alle Sorgen ein großes Stück weit in den Hintergrund rutschen.

Ich muss dazu sagen, dass ich im normalen Leben zwar durchaus romantisch veranlagt bin, aber mit übersinnlichen Dingen sonst gar nicht am Hut habe. Ich vermute, ich bin sonst eher sehr sachlich orientiert. Ich renne nicht alle Nas lang in die Kirche, bin auch in keine Gruppierungen mehr eingebunden (war früher mal Kirchengemeinderätin und bin dem Wirtschaftsunternehmen Kirche dann in dieser Funktion abhold geworden). Ich bin keine Mystikerin - und deshalb hat mich das alles damals ziemlich „umgehauen“.

Frag jetzt nicht nach der Botschaft bitte. Die war schließlich ganz allein für mich, und ich bin jetzt eh schon ins Eingemachte gegangen. Okay?

Liebe Grüße,

Susanne

Hallo!

ist diese Suche nach
Religion im Alltag eine verzweifelte nach den letzten Spuren
der Christenheit in unserer atheistischen Zeit?

Es gibt mehr Religionen als nur das Christentum.
Im übrigen denke ich dass der Glaube (oder Nicht-Glaube)an einen Gott keine Frage der Zeit sondern der persönlichen Einstellung ist.

Was verstehst du unter: „die suche nach Religion“?

Liebe Grüsse,
Bettina