Hallo Sandra -
Seit Wochen „Anfälle“. Urplötzliche Übelkeit.
Folgender Schwindel und halozinöse nicht greifbare
Bilder. Dauer: Wenige Sekunden.
Immer ohne jegliche körperliche Anstrengung.
Im liegen, im Sitzen, im Stehen. Seit vorgestern
ca. 1x stündlich, auch beim Auto fahren,
unkontrollierbar.
Plus Dauermüdigkeit. Morgens schon direkt
wieder müde sein.
Gelegentlich leichtes Herzrasen, eingeschlafene
Fingerkuppen,kribbelnde Beine, Kopfstiche, hohe
Vergesslichkeit.
Termin im Schlaflabor, Gefäßchirurgen und
Neurologen austehend. Allerdings erst in 4
Wochen! Hilfe!!!
Tägliche Einnahme von Euthyrox 150 (L-Thyroxin), da
Hashimoto-Thyreoditis. Einnahme immer morgens, seit
Ende 2008.
Schildrüsenwerte im Top-Bereich! Es hat sich weder an
Ernährung noch in sonstigen Lebensbereichen etwas
geändert.
Kein Stress.
Hallo Sandra,
obwohl mir allerlei Möglichkeiten zu Deinen Symptomen einfallen, die in meinen Bereich - Neurologie - passen und gehören, vermute ich (trotz hormoneller „TOP-Werte“) dennoch die Ursache Deines Problems in der Schilddrüsenmedikation. Entschuldige, ich bin kein Endokrinologe, aber immer mal wieder traf ich eine Situation der Art, daß die Schilddrüsenhormone „ordentlich“ dosiert und schulmedizinisch untadelig eingestellt waren (bei Substitutionsnotwendigkeit) - und dennoch für den Betreffenden zu hoch dosiert waren. Die Schilddrüse ist für Gehirnfunktionen von entscheidender Bedeutung, auch beim Erwachsenen, und könnte bei Dir mit 150 mg/Tag zu stark in ihrer Hormonwirkung vertreten sein. Das halte ich für möglich, OBWOHL Du ja schon seit 2008 L-Thyroxin in dieser Dosierung nimmst und es Dir bisher bekommen war. Der Körper ändert sich.
Natürlich läßt sich eine andere Ursache - z.B. unmittelbar seitens des Gehirns - nicht ausschließen, das bedürfte des EEG (Neurologe) und ggfls. eines bildgebenden Verfahrens des Gehirns (CCT oder CMRT, wird auch meist vom Neurologen angeregt). Ausgehend von einer soliden neurologisch-klinischen Untersuchung (Reflexe, Motorik, Sensibilität usw.).
Leider mußt Du ja auf diese (neurologische) Untersuchung warten. Aber von fern läßt sich da meinerseits nichts tun …
Versuch vorab doch nochmal mit dem beteiligten Arzt über Deine Hormondosierung Thyroxin zu sprechen - versuchsweise nur 100 mg/ Tag? Wir Menschen reagieren nicht alle gleich und richten uns nicht zuverlässig nach den Büchern mit unseren Körper-Reaktionen.
Die Situation mit Autofahren finde ich sehr bedenklich, da könnten ja schon Sekunden der Ablenkung schwerwiegende Konsequenzen haben. Du solltest es ganz lassen, bis die Störung geklärt ist, und den Verzicht aufs Autofahren (der Dir als Alleinerziehende wahrscheinlich große Probleme macht - ?!) als Argument für raschere Untersuchungstermine anführen.
Gute Besserung! S.I.