Ich möchte gerne Mathematik studieren und möchte gerne wissen was im Grundstudium gefordert wird. Welche Themengebiete werden dort behandelt. Unterschiedet sich das Studium sehr von der Schulmathematik in der Oberstufe?
Ausserdem würde ich gerne wissen wieviel Prozent das Studium abrechen.
Ich möchte gerne Mathematik studieren und möchte gerne wissen
was im Grundstudium gefordert wird. Welche Themengebiete
werden dort behandelt. Unterschiedet sich das Studium sehr von
der Schulmathematik in der Oberstufe?
Ausserdem würde ich gerne wissen wieviel Prozent das Studium
abrechen.
Hallo,
zur zweiten Frage ist die ANtwort leicht. ca 2/3 brechen ab. Zum Glücj fast alle innerhalb der ersten 1-2 Semester. Du merkst sehr schnell ob das Studium etwas für Dich ist.
Angefangen wird mit Analysis und Linearer Algebra.
Dann kommen im Grundstudium noch einfache weiterführende Gebiete wie Funktionentheorie und gewöhnliche Differentialgleichungen dazu.
Das Niveau ist mit der Schule nicht zu vergleichen. Es ist erheblich höher. Und zwar sowohl in Tiefe als auch Breite. Glücklicherweise weißt Du nach einem Jahr ob es Dir liegt oder nicht.
Ich möchte gerne Mathematik studieren und möchte gerne wissen
was im Grundstudium gefordert wird. Welche Themengebiete
werden dort behandelt?
Du beginnst mit Linearer Algebra und Analysis, dazu kommen Kurse in Informatik, Stochastik, Numerik und natürlich Deinem Nebenfach.
Unterschiedet sich das Studium sehr von
der Schulmathematik in der Oberstufe?
Es wäre ein Euphemismus zu sagen, dass es auf dem Schulstoff aufbaut, obwohl ich (studiere LA Gym) mich immer an dem wenigen bekannten ‚hochziehe‘. Doch Parallelen muss man schon suchen.
Das Niveau ist um einige hundert Stufen höher als das der Schule, die Denkweise ist komplett anders. Während man in Algebra ab und zu noch einmal rechnen darf (und muss), geht es in Analysis vorrangig um das Erlernen von Beweismethoden.
Ausserdem würde ich gerne wissen wieviel Prozent das Studium
abrechen.
Die genannten 60-70% treffen auch für meine Universität zu - wenn Du Dich aber durchgebissen hast, stehen Deine Chancen nicht schlecht.
Hallo,
mein Grundstudium ist schon einE Weile zurück. Es ist wirklich hilfreich, wenn man von Mathematik begeistert ist. Das Problem ist nur, dass man nicht von allen Themenbereichen begeistert ist.
Los geht es folgendermaßen. In den ersten 2 Wochen wird im jeweiligen Gebiet das gesamte Oberstufenwissen wiederholt (aber genauer), man denkt, das kenn ich ja schon alles Das mag zwar stimmen, aber ich verspreche dir, 1-2 Wochen später hast du völlig den Faden verloren. Und jetzt heißt es büffeln. Man muß sich wirklich ranhalten um nicht völlig abzuschmieren. Ich hatte eine 1 auf dem Abizeugnis, aber mein gesamtes Wissen war nach 2 Wochen überholt. Ab dann gibt es galloppierendes Neuland Es ist jedoch auch spannend. Vor allem Algebra, speziell die Gruppentheorie faszinierte mich.
dass dir Mathe Spaß macht, nehme ich mal an, sonst würdest du es ja nicht studieren wollen - das ist natürlich eine Grundvoraussetzung.
Die Themen haben meine Vorredner schon genannt. Und das Schöne ist, dass man wirklich bei „Adam und Eva“ anfängt (etwa so: 1 ist die erste natürliche Zahl) und jeder Schritt auf dem vorhergehenden logisch aufbaut. D.h. es ist weniger eine Wiederholung der Schulmathematik, als ein Neuaufbau auf den wirklich grundlegenden Sachen, der dann natürlich viel weiter geht als das, was man in der Schule gelernt hat - endlich durchschaut man alle logischen Zusammenhänge.
Und bei uns (in Gießen) wurde jedenfalls auch viel praktisch gerechnet.
Die Themen haben meine Vorredner schon genannt. Und das Schöne
ist, dass man wirklich bei „Adam und Eva“ anfängt (etwa so: 1
ist die erste natürliche Zahl) und jeder Schritt auf dem
vorhergehenden logisch aufbaut. D.h. es ist weniger eine
Wiederholung der Schulmathematik, als ein Neuaufbau auf den
wirklich grundlegenden Sachen, der dann natürlich viel weiter
geht als das, was man in der Schule gelernt hat - endlich
durchschaut man alle logischen Zusammenhänge.
Man, wäre ich froh gewesen, wen das bei uns auch so gewesen wäre, studiere zwar Physik, haben aber im ersten und zum Teil im zweiten Semester die Vorlesungen zusammen mit dem Mathematikern. Bei uns haben sie gleich richtig heftig angefangen, manche kannten es wohl schon aus der Schule, aber die meisten nicht
aus einem mathelastigen Studium (E-Technik) kann ich aus der Erinnerung berichten, daß die Oberstufen-Mathe innerhalb weniger Wochen wiederholt wird, vom Urschlamm angefangen, aber breiter und tiefer als in der Schule gekannt. Eine gefährliche Situation entsteht, sobald man glaubt, das schon alles zu kennen. Die satte 1 im Mathe-Leistungskurs bewahrt niemanden davor, nur mit Mühe und viel Arbeit den Anschluß zu halten. Für mich kam in der Penne in Mathe eigentlich immer nur eine 1 oder seltener 1,3 in Betracht. An der FH hatte ich beim ersten Mathe-Schein dann noch gerade so die Kurve gekriegt und bei Mathe II und III kam schiere Verzweiflung auf. Aber man befindet sich in bester Gesellschaft. Früher oder später geht es allen so.
Spaß an der Materie gehört dazu, aber auch viel Biß. Für ganz besonders wichtig halte ich eine Arbeitsgruppe. Man kann voneinander und miteinander viel lernen. Wohl jeder wird erleben, daß der Faden einfach weg ist, daß man Zugang und jegliches Verständnis des Stoffes verliert. Einzelkämpfer haben es dann sehr schwer, je wieder Anschluß zu finden.
Während eines Momentes, als der Berg unüberwindlich erschien, half mir ein Spruch: Mathematik ist die Aneinanderreihung von Trivialitäten.
Man, wäre ich froh gewesen, wen das bei uns auch so gewesen
wäre, studiere zwar Physik, haben aber im ersten und zum Teil
im zweiten Semester die Vorlesungen zusammen mit dem
Mathematikern. Bei uns haben sie gleich richtig heftig
angefangen, manche kannten es wohl schon aus der Schule, aber
die meisten nicht
Da habe ich ja wirklich Glück gehabt! Es scheint je nach Uni und Prof ganz schön unterschiedlich zu sein.
Ich möchte gerne Mathematik studieren und möchte gerne wissen
was im Grundstudium gefordert wird. Welche Themengebiete
werden dort behandelt. Unterschiedet sich das Studium sehr von
der Schulmathematik in der Oberstufe?
Wie gesagt, es wird hier viel logischer Formalismus behandelt, was zurecht als sehr altertümlich und umständlich erscheinen mag. Es ist aber wichtig, hier gewisse Erfahrungen zu machen und seine Grenzen kennenzulernen. Leider geschieht dies in der Regel nicht auf dem Stand der heutigen Technik und unter Verwendung der neuesten Softwaremethoden, was so wichtig wäre. Auch die Einführung in die Entwicklung guter Software, was für die Anwendung mathematischer Verfahren entscheidend ist, kommt etwas zu kurz.
Man lernt aber auch wichtige Dinge, die man in der Schule leider nicht richtig erfährt, so etwa über die Systematik in der Algebra bei der Zelegung von Polynomen oder der Auflösung von linearen Differenzialgleichungssystemen in unabhängige Grundschwingungskomponenten. Ähnliches gilt für die sehr fundamentale Bedeutung der komplexen Zahlen zur Abschließung des körpers der reellen Zahlen oder Reihendarsellung aller möglichen Funktionen wie auch der trigonometrischen, für die sich damit eine erweiterte Bedeutung erschließt.
Ja, bei allen anderen, die hier gepostet haben, scheinen die ja wirklich viel zu wiederholen…
Na ja, im zweiten Anlauf werd ich meine Scheine hoffentlich schaffen…